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Wolfpfote hasste es. Und wie er es hasste.

Er hasste es, wenn er aufstand und an gleich daran erinnert wurde: Hier gehörst du NICHT hin!! Er hasste es, mit mürrischen Gesichtern und aufgespielt fröhlicher Stimme begrüßt zu werden. Hasste es, wie ihn jeder hasste. Kurz gesagt: Wolfpfote hat es schwer im Leben. Er wurde von Falkenschweif und Regenwolke, SchattenClan und WindClan, im SchattenClan großgezogen. Sein Vater war schon lange gestorben, von einem Fuchs ermordet. Geschwister hatte er keine. Und dann kam Regenwolke eines Tages nur so zur Großen Versammlung und erzählte, dass Wolfpfote HalbClan war! Danach war sie verschwunden. Seitdem hatte Wolfpfote keine Freunde mehr. Niemand der ihn gern hatte. Honigpfote und Mondpfote hatten sich kurz nachdem Vorfall auf der Großen Versammlung zurückgezogen. Jetzt sprach man nur mit dem Kater, wenn es nötig war. Und er hatte genug davon. Also beschloss er aufzubrechen, ins Unbekannte zu reisen. Vielleicht würde er in die Berge reisen, den Sternen nahesein. Denn die Sterne beruhigten ihn. Wäre ihm nicht eingefallen die Sterne zu studieren, wäre er wahrscheinlich schon längst in den Fluss gefallen. Jagen konnte er, dass sollte also kein Problem sein. Es war Nacht. Die bienenhirnige Nachtwache ist schon längst eingeschlafen, und Nachtwanderer sind im Nest. Auf leisen Pfoten tapste Wolfpfote aus dem Nest, blickte in die Sterne und rannte gen Norden. Er konnte immer zurück, wenn er wollte, er würde sich orientieren.Also ging er zum Lagerausgang und hörte noch Eulen krächzen, doch da war er schon auf und davon in den Wald.

2. Kapitel

Hagelpfote hatte gerade seine tägliche Nachtwanderung durchführt, und wollte in sein Nest steigen, als er eine Gestalt aus dem Lager huschen sah. Aufgeregt folgte der Kater der Katze. Es war ihm egal, was seine Mentorin Nektarblüte von ihm denken würde. Bald stellte sich heraus, dass die Gestalt Wolfpfote war. Niemand im Clan mochte Wolfpfote direkt. Niemand außer Hagelpfote. Er verstand es nicht was es ausmachte, eine HalbClan Katze oder gar ein Hauskätzchen zu sein. Schließlich waren HalbClan Katzen auch Katzen, die einem Clan trotz Abstammung loyal ist. Und Hauskätzchen führen doch ein friedliches Leben! Hagelpfote beachtete nicht wo er hinstieg, doch dann spürte er Wolfpfotes Schweif an der Nase. Er wollte noch kurz hinter den Busch flüchten, als sich Wolfpfote umdrehte und fauchte: "Du schon wieder! Na toll, du bist mir gefolgt! Verschwinde!" Hagelpfote drehte sich in einem Satz zum kleineren Schüler um, und miaute: "Nein, ich verschwinde nicht, ich bleibe bei dir. Zwei Katzen haben es leichter als eine ganz allein. Du musst mir auch nicht sagen wo du hin willst". Wolfpfotes Ohren zuckten überrascht. "Na dann", miaute er mürrisch, drehte sich mit leichtem Knurren und peitschendem Schweif um, und führte den Weg. Über uns erleuchtete der Vollmond uns den Weg. Und dort drüben war der Polarstern! Und Canis Major! Nach einigen Herzschlägen die sich wie Monde anfühlten, voller Schweigen, durchbrach Hagelpfote die Stille: "Schau, Wolfpfote.. Ich verstand nie, was die Clans so über Hauskätzchen und HalbClan Katzen aufregte, also... Willst du mit mir befreundet sein?" Wolfpfote zuckte zusammen und drehte sich wie in Zeitlupe um, mit einem Blick der Zuneigung, Aufregung und Zustimmung. Er nickte, und Hagelpfote lächelte.

Langsam verschwand der schwarze Nachthimmel, verschluckte dabei die Sterne und den Mond, während er die Dämmerung hereinließ. Hagelpfotes Ballen fühlten sich wund an, und müde war er auch. Er war aufgeregt und besorgt darüber, was seine Clangefährten sagen würden, nachdem sie wieder zurückwaren. Falls wie zurückkommen, dachte er sich. "Ähm, Wolfpfote? Willst du keine Pause einlegen?", miaute Hagelpfote. Der graue Kater drehte sich wieder um, mit einem nachdenklichen Blick antwortete er: "Ja, ok wir können jagen". "Ich gehe jagen und du ruhst dich aus", miaute Hagelpfote. Der kleinere Schüler wirkte sehr müde, und nickte, während er sich ein Nest aus Moos und Federn baute. Hagelpfote trabte mit hocherhobenem Schweif in den Wald, und hielt nach Beute Ausschau. Er sichtete ein fettes Eichhörnchen, welches am Boden Nüsse sammelte. Der Kater achtete auf die Windrichtung, während er sich langsam und vorsichtig an das Tier heranschlich, um keine Blätter aufzuwirbeln. Mit einem Satz stürzte sich Hagelpfote auf das fiepsende Eichhörnchen und erlegte es mit einem Bissen. Zufrieden brachte er es zu Wolfpfote zurück. "Hier", miaute er und ließ das Eichhörnchen fallen. Wolfpfote richtete sich verschlafen auf, und began das Eichhörnchen zu essen. "Hier", miaute Wolfpfote und schob Hagelpfote das halb fertig gegessene Tier hin.

Nachdem die beiden Katzen aufgegessen hatten, verließen sie den Wald und begaben sich auf das Moor. Schafe rannten vorbei, schienen aber mehr Angst vor den Katzen zu haben, als vor Zweibeinern. Sie waren zwar müde, doch die Beute brachte ihnen Kraft. Wolfpfote war entschlossen diesen schrecklichen Ort zu verlassen. Entschlossen ein neues, besseres Leben an einem anderen Ort zu führen. Wolfpfote blieb stehen, sein Schweif peitschte. Er hörte ein Rascheln in den Blättern, sowohl auch Flüstern. "Hörst du das?", zischte Hagelpfote Wolfpfote ins Ohr. Der Kater nickte. "Zeigt euch!", rief Hagelpfote laut aus, und sofort sprangen zwei Katzen heraus.

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