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Sturm der Dunkelheit ist eine Fanfiktion und zugleich der erste Band von meiner Staffel Dunkle Ziele. Mehr jedoch kommt später. Falls ihr die Merkmale von den Clans wissen wollte, klickte hier

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Autor Mareenibaba
Veröffentlichungsdatum 9.11.14
Veröffentlicht von Mareenibaba
Buchserie
Vorgänger
/
Nachfolger
Gebrochene Herzen



















Worum geht es?

Dunkle Mächte haben sich erhoben und wollen den Jahrelangen Frieden zwischen den Clans zerstören. Dafür werden sie alles tun, sogar Katzen umbringen. Vier Katzen haben sich der Herausforderung gestellt und wollen den Frieden der Clans bewahren.

Prophezeihungen/ Zitate

Es war schon viel zu lange Frieden. Wir müssen etwas tun
— Lauschgleiter in Prolog


Rehlauf, die Mächte der Finsternis erheben sich und wollen den Frieden zerstören. Sie nehmen keine rücksicht auf euch und uns. Das Schicksal der ganzen Clan liegt in den Händen von dir, Wildpfote, Marderhundpfote und Tigerschatten. Nur ihr könnt die Clans vor der zerstörung retten
— Preiselpelz in Kapitel 4 ~ Rehlauf


Hierachie

Luftclan

Anführer Falkenstern, brauner Kater mit ein paar weißen Flecken und einem weißen Stern auf einer Schulter
Heilerin Blütenduft, braun Kätzin mit dünnen Beinen
Krieger Rehlauf(by Mareenibaba), braune Kätzin mit einem weißen Schweif und weißen Streifem

Krähenduft, schwarzer Kater mit langem Fell

Farnnacht, farnfarbener Kater mit schwarzen Ohrenspitzen, Mentor von Efeupfote

Federglanz, silberne Kätzin, Mentorin von Adlerpfote

Tigerschatten, rote Kätzin mit dunkelroten Streifen auf dem Rücken, weißen Pfoten und einem schwarz geschecktem Schweif

Schwarzbart, weißer Kater mit einer schwarzen Schnauze und einer schwarzen Pfote, Mentor von Marderhundpfote

Wellenherz, grauer Kater mit lockigem Fell, Mentor von Echopfote

Blutfell, blutrote Kätzin, Mentorin von Wildpfote

Blumenfall, rot gemusterte Kätzin

Herbstlied, hellbraune Kätzin mit dunkelbraunen Punkten, Mentorin von Minzpfote

Schüler Marderhundpfote, kräftige dunkelbraune Kätzin mit schwarzen Abzeichen

Wildpfote(by Mareenibaba), wilde, schlanke, braun Orange getiegerte Kätzin

Efeupfote, silbern getiegerte Kätzin

Echopfote, braune Kätzin

Adlerpfote, dunkelbrauner Kater mit einem weißen Schweif und einem weißen Kopf

Minzpfote, weiße Kätzin

Königinnen Salbeiteich, schiltplattfarbene Kätzin, Mutter von Hyänenjunges und Schimmerjunges

Dämmerlicht,schwarze Kätzin mit weißen Pfoten, Mutter von Streifenjunges und Ahornjunges

Preiselpelz,dunkelgraue bis schwarze Kätzin, ist zur Zeit trächtig

Junge Hyänenjunges, brauner lockiger Kater mit grauen Flecken

Schimmerjunges, schilplattfarbene Kätzin

Streifenjunges, schwarzer Kater mit weißen Abzeichen

Ahornjunges, weiße Kätzin mit schwarzer tiegerung

Älteste Großschweif, brauner Kater mit großem langem Schweif

Kleinnase, kleiner weißer langhaariger Kater, hat keinen Geruchssinn mehr

Graureif, hellgrauer Kater mit schwarzem Streifen auf dem Rücken und vielen Kratzern


Gefährten:

Blumenfall + Krähenduft

Salbeiteich + Wellenherz

Dämmerlicht + Farnnacht

Preiselpelz + Blitzkralle

Herbstlied + Schwarzbart






Sonnenclan

Anführer Rotstern, weißer Kater mit rotem Schweif und einem roten Bauch
Heiler Funkenflug, weißer Kater mit dichtem Fell
Krieger Krallennarbe, schwarze Kätzin mit vielen Narben

Blauwasser, graue Kätzin mit lockigem Fell

Olivenpelz, dunkelbrauner bis schwarze Kätzin, Mentorin von Kräuselpfote

Mehlfuß, mehlfarbener großer Kater

Zedernpelz,weißer kleiner Kater, Mentor von Hellpfote

Eschenkralle,dunkelbraun getiegerter Kater mit langen gebogenen Krallen, Mentor von Pilzpfote

Schüler Hellpfote,richtig hellbraune Kätzin

Pilzpfote, rot brauner Kater

Kräuselpfote, silberner Kater

Königinnen Seelicht, hellgraue Kätzin mit einer weißen Pfote und Mutter von Tropfenjunges

Gelbfeder, sandfarbene Kätzin und Mutter von Bronzejunges, Schlammjunges und Stacheljunges

Junge Bronzejunges

Schlammjunges

Tropfenjunges

Stacheljunges

Älteste Spitzenfels, hellbraungetiegerter Kater


Gefährten:

Seelicht + Zedernpelz

Gelbfeder + Eschenkralle

Krallennarbe + Mehlfuß






Gewitterclan

Anführerin Hasenstern, weiß-schwarze Kätzin
Heilerin Graufluss, weiße Kätzin mit vielen grauen Streifen
Krieger Hummelfeder, kleine orang rote Kätzin mit scharfen Krallen, Mentorin von Pantherpfote

Blattfeuer, hellbraune Kätzin mit weißen Pfoten und einem weißen Schwanz

Rubinherz, roter gestreifter Kater, Mentor von Mohnpfote

Dornenpelz, schwarz braun gesprenkelter Kater

Amselschwung, weiße Kätzin mit einem schwarzen Bauch und schwarzen Beinen

Eisenschweif, silberner Kater, Mentor von Morgenpfote

Schüler Pantherpfote, schwarzer Kater

Mohnpfote, weiß rote Kätzin

Morgenpfote, orang gescheckte Kätzin

Königinnen Schattenblüte pech schwarze Kätzin und Mutter von Rostjunges
Junge Rostjunges
Älteste Wüstensand, sandfarbene Kätzin, dessen Fell in alle Richtungen absteht

Frostherz, frostfarbene Kätzin mit dünnem Fell, ist auf beiden Augen blind



Gefährten: Schattenblüte + Eisenschweif

Blattfeuer + Rubinherz

Amselschwung + Dornenpelz





Meeresclan

Anführer Nesselstern, grauer bis schwarzer kleiner Kater mit sehr spitzen Krallen
Heiler Pumaflamme, hellbrauner Kater mit einer weiß schwarzen Schnauze
Krieger Herbstsplitter, dunkelbraune Kätzin

Samtstrich, weiße Kätzin mit flauschigem Fell, Mentorin von Lilienpfote

Bienenfuß, orange schwarzer Kater

Schleckermaul, schwarzer leichtfüßiger Kater, Mentor von Fuchspfote

Traubenschweif, blau grauer Kater

Flederauge, braun schwarze Kätzin, kann sehr gut sehen

Halbmondsprenkel, hellgraue Kätzin mit weißen Sprenkeln, Mentorin von Leuchtpfote

Honigfarn, orange Kätzin

Schüler Leuchtpfote, schneeweißer grimmiger Kater

Lilienpfote, bunt gemusterte Kätzin

Fuchspfote, schneller rot Kater mit einer weißen Schwanzspitze

Königinnen Nelkenblüte, hellrote große Kätzin, Mutter von Vanillenjunges und Rumpeljunges

Heidesee, schöne weiß schwarze Kätzin, ist trächtig

Junge Vanillejunges

Rumpeljunges

Älteste Adlerfuß, schwarzer Kater mit einem braunem Ohr und einem braunen Fleck ums Auge, auf einem Auge fast blind

Braundunst, brauner langhaariger Kater

Fruchtlicht, schiltplattfarbene Kätzin, frühzeitiger Ruhestand weil sie einen schlimmen Kratzer hat der nie wirklich heilen wird


Gefährten: Nelkenblüte + Grassturm

Heidesee + Schleckermaul

Samtstrich + Traubenschweif




Sonstige Katzen

Rabe, schwarzer Kater der am Zbo lebt


Mikesch, schwarz weißer Kater, ebenso Klara, lebt am Zbo

Saphier, streunende Kätzin

Lauschgleiter, blutrünstiger dunkler grauer Kater kann sich sehr gut tarnen und erstecken hat außerdem ein gutes gehör

Wald der Finsternis

Schneehaken, kleiner weißer Kater

Bärenpranke, brauner Kater

Regenmaul, großer grauer Kater


Prolog

Ein großer Kater saß auf einer Waldlichtung. Er war allein. Wo blieben nur die anderen Katzen! Hatten sie das Treffen vergessen? Doch auf einmal roch er den Geruch von vier Katzen. Der Kater stand auf und ging ihnen entgegen. "Hallo, endlich seid ihr da. Ich habe schon gedacht, dass ihr mich vergessen habt." Ein kleiner weißer Kater schüttelte den Kopf und zwängte sich zwischen den Katzen hindurch bis er vor dem großen Kater stand. "Also, sag an. Was wolltest du von uns!", forderte er den großen auf. "Mit euch reden. Setzt euch nur.", bat er die vier Katzen und wartete, bis sie alle saßen. "Wie ihr wisst ist zwischen den vier Clans schon viel zu lange Frieden. Es wird hier für uns langweilig. Ich meine, es ist doch unsere bestimmung Unfug und böse Pläne auszuhecken. Deswegen sind wir doch hier.", fing er an und schwieg. Nacheinander Blickte er alle Katzen an. Doch da sprach nun ein brauner Kater. "Und was denkst du willst du tun?", fragte er. "Ich weiß es ehrlich gesagt nicht aber es muss einen Weg geben Krieg zu schaffen.", fauchte nun wieder der große. "Du hast also keinen Plan?", knurrte der weiße wieder. Peinlich berührt blickte der große zu Boden. So sollte es nicht laufen. Insgeheim hatte er gehofft, dass irgendeiner von den vier Katzen einen Plan hatte doch das war nicht der Fall. "Nun, so wie es aussieht hat er uns hergerufen um seinem leeren Gerede zuzuhören.", rief der kleine weiße so laut es ging und zeigte mit den Schwanz auf den viel größeren Kater. Dann sprang der kleine auf und blickte seine drei anderen Kumpanen an. "Also ich weiß nicht was ihr macht aber ich verzieh mich.", meinte er und blickte noch kurz den großen an. "Erst wenn du einen Plan hast, kannst du wieder zu uns kommen. Früher nicht!" Dann ging er los. Auch die anderen Katzen folgten ihm und bald war niemand mehr da. Der große Kater war allein. Jetzt würde es schwer sein noch einmal mit ihnen zu reden. Sie würden nicht nocheinmal bei einem Treffen zustimmen. Doch dafür war keine Zeit. Vielleicht würde ihm beim schlafen etwas einfallen. Also ging er los. Durch viele Bäume hindurch. Er kannte diesen Weg ganz genau, denn er lief ihn schon seit seinem Tod dutzende male. Bald kam er bei seinem Bau an. Doch da viel ihm ein, dass die Katzen hier garnicht schliefen und auch keinen Hunger verspürten. Was alsoo wollte er hier? Oder besser, warum hatte er sich diese Höhle hier gesucht? Doch da vielen ihm Knochen auf die da vor seinem Bau lagen. Wie kamen Knochen hierher, es gab hier keine Beute und da Katzen auch keinen Hunger verspürten wie also war das möglich? Der große roch an dem Knochen und bemerkte einen fremden Geruch. Er kannte alle Katzen hier und wusste genau wie sie rochen. Das war ein Neuer Geruch. "Ah, du hast sie also gesehen.", sagte eine fremde Stimme. Heraus kam ein dunkelgrauer Kater. Wie lange hatte er da sich da schon versteckt? "Was gesehen und was machst du hier?", fragte der große. "Ich frage mich was du hier machst und was du gesehen hast. Sag mir alles von anfang an.", sagte er als Gegenfrage. Ich schluckte. Dieser Kater hatte extrem viel Mut. Sowas hatte der große Kater noch nicht lange gesehen. Schließlich überwand er sich. Vielleicht hatte der dunkelgraue eine Idee wie der Frieden zwischen den Clans zerstört werden könnte. Als holte er tief Luft und begann "Es war schon viel zu lange Frieden. Wir müssen etwas tun.", sagte er nur und hoffte auf eine Antwort vom dunkelgrauen Kater. Anscheinend sollte der große weiterreden. "Nunja nach einem Jahrelangem Streit zwischen den vier Clans ist es jetzt schon acht Blattwechsel her seit dem letzten Streit und damit meine ich Grenzstreite und richtig große. Nichts war wirklich." Der dunkelgraue Kater nickte. Anscheinend verstand er. "Tja ich weiß das lange nichts war und natürlich verstehe ich auch das es hier langweilig wird. Ich meine, wir sind hier im Wald der Finsternis und es ist auch klar das ihr hier böses vorhabt. Ihr wollt euer früheres Leben nunja...weiterführen und ich habe da auch schon einen guten Plan für euch.", verkündete er und der große Kater wurde erleichtert. Gespannt hörte er dem Plan zu und musste zugeben, dass er es selbst nie so gut hinbekommen hätte. Es wurde vereinbart, dass wir uns an den Plan hielten und auch die anderen Katzen hier im Wald der Finsternis würden mit einbezogen werden. Gerade wollte der dunkelgraue Kater gehen, da hielt ihn der große Kater auf. "Sagmal wie heißt du eigentlich?", fragte er. Der dunkelgraue drehte sich um und antwortete nur "Lauschgleiter.", dann verschwand er im Schatten.

Kapitel 1 ~ Rehlauf

"Rehlauf, komm endlich du musst die Patroullie anführen!", rief Federglanz ungeduldig. Sie wartete schon mit ihrem Schüler Adlerpfote und mit Krähenduft am Eingang des Lagers. Schnell schüttelte ich mich und rannte zu den dreien. "Endlich. Jetzt gehts los. Auf zur Meeresclan Grenze.", knurrte Krähenduft. Ärgerlich Schnaubend machte ich mich auf den Weg nach draußen zur Meeresclan Grenze. Unser Teretorium war nicht gut bewachsen. Unser Lager war zwar in einem kleinen Wald doch bald wurden die Bäume sperrlicher und es wuchs nichts mehr. Manche von unseren Katzen gefiel es nicht. Sie bevorzugten lieber das Teretorium vom Gewitterclan, denn dort war nur Wald. Es gab keine einzige freie Lichtung, nur Wald. Blutfell sprach jedoch immer nur vom Teretorium des Meerclans. Das Lager lag dort auf einer kleinen Insel. Sie war von ein paar Bäumen geschützt und das Wasser war etwas flacher, sodass es nicht schwer war zur anderen Seite hinüber zu kommen. Man musste bloß hindurchlaufen. Um die Insel herrum war auch ein kleiner Wald doch mehr davon wusste ich jedoch nicht. Beim Sonnenclan Teretorium war kein einziger Baum. Um ihr Lager war zwar eine große Hecke aber ansonten...alles kahl. Katzen von uns, wie zum Beispiel Echopfote oder Minzpfote mochten das freie Land. Sie fanden es herrlich die Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen. "Rehauf, wollen wir nun endlich los oder nicht?", fragte Adlerpfote. Ich zuckte zusammen. "Jaja.", murmelte ich und schoss los zur Meerclan Grenze. Der Frische Wind in meinem Gesicht tat gut. Doch insgeheim wusste ich, dass es nicht lange so bleiben würde. Blattfall stand vor der Tür und in weniger als einem Mond würde hier Schnee liegen. Plötzlich blieb ich stehen. Irgendwo in der Nähe war eine fremde Katze. Den Geruch kannte ich nicht, also kann es nicht von den Clans sein. "Was ist denn?", fragte Krähenduft und kam zu mir nach vorn. Auch sein Fell sträubte sich und bald stand die ganze Patroullie in einer Reihe. Adlerpfote ging vor und untersuchte die Gegend aus der der Geruch kam doch er konnte nichts sehen. Nur riechen. "Also ich sehe nichts aber der Geruch ist da und er ist noch frisch. Also kann die Katze nicht weit sein.", meinte der Schüler dann. "Du hast wahrscheinlich recht. Was bringt es wenn wir hier ewig rumsuchen. Wir gehen jetzt erstmal zu Falkenstern und erstatten ihm Bericht. Die Grenze haben wir sowieso kontrolliert.", meinte ich. Als die anderen zugestimmt hatten rannten wir wieder zurück ins Lager. Doch ich konnte den Lauf durch den Wald nicht genießen, warum auch immer. Diese Katze war da und vielleicht kam sie ja wieder um uns zu überfallen...

Im Lager angekommen erzählte ich Falkenstern erstmal was geschehen war. Er hörte aufmerksam zu und bat mich, ein paar Katzen auszuwählen um nochmal die Gegend abzusuchen. Ich nickte und ging aus seinem Bau. Die erste Katze die ich auf der Lichtung war, war Tigerschatten. Sie beredete gerade etwas mit ihrer Schwester Federglanz und blickte sofort auf als sie mich kommen sah. "Hallo. Falkenstern hat mich gebeten ein paar Katzen auszusuchen die mit mir das Teretorium nach einer fremden Katze absuchen. Willst du mit?" Misstrauisch sah sie mich an und antwortete nicht gleich. Dafür mischte sich Federglanz aber ein "Tigerschatten es stimmt. Da draußen bei uns treibt sich eine fremde Katze herum. Wir haben sie selbst gerochen." Tigerschatten riss ihren Blick von mir und sah dafür Federglanz an. Schließlich nickte sie und schloss sich mir an. Bald kamen noch Schwarzbart, Blutfell, Wildpfote und Marderhundpfote dazu. Schnell verabschiedete ich mich noch von Falkenstern und Blitzkralle, dann gingen wir hinaus. "Wer hat Rehlauf eigentlich zur Anführerin gemacht?", fragte Wildpfote Marderhundpfote genervt. "Keine Ahnung aber so wie ich das sehe, hat Blitzkralle seine Position verloren. Rehlauf macht das alles.", gab Marderhundpfote zurück. Was kann ich denn dafür, wenn Falkenstern mich nunmal beauftragt hat Katzen auszusuchen die mir bei der Suche nach dieser Gruselkatze helfen.,dachte ich. Doch genug Zeit zum Weiterdenken hatte ich nicht, denn wir waren bereits da. "Hier ist also diese berüchtigte Stelle.", gab Wildpfote heraus und ging etwas umher. Dann blieb sie stehen und sah uns ernst an. "Rehlauf hat recht. Hier war wirklich eine Katze. Allerdings war es keine Clan Katze. Wahrscheinlich ein Einzelläufer. Wenn ihr mich fragt sollten wir nach Hause gehen. Das legt sich schon wieder." Marderhundpfote schloss sich ihrer Meinung an nur ihre Mentoren sahen sich fragend an. Schließlich blickten sie mich an. "Also, wenn Rehlauf wirklich den Befehl von Falkenstern bekommen hat diese Gegend abzusuchen sollten wir es auch tun.", sagte Blutfell bestimmt. Marderhundpfote verdrehte die Augen und Tigerschatten stöhnte gelangweilt nur Wildpfote schien auf einmal aufgeregt zu sein. Warum auch immer. "Nungut. Damit es schneller geht gehen wir in verschiedene Richtungen. Nur ihr Schüler bleibt zusammen. Tigerschatten geht in Richtung Meerclan Grenze. Ihr Schüler in die Richtung des Gewitterclan Grenze. Ich werde einen Teil des Waldes untersuchen. Blutfell du gehst zur Sonnenclan Grenze und Rehlauf du suchst den anderen Teil des Waldes ab. Spätestens zu Sonnenuntergang treffen wir uns wieder hier.", meinte Schwarzbart und ging danach in seine Richtung. Auch die anderen gingen weg, nur ich blieb und wartete bis sie alle weg waren dann ging auch ich in meinen Teil. Vom Geruch her konnte ich dort nichts erkennen und auch keine ruckartigen Bewegungen. Alles war ruhig und auch als ich mich zum zweiten mal im gesamten Teil umsah, konnte ich nichts entdecken. Doch gerade als ich wieder zum Lager gehen wollte, bemerkte ich eine Bewegung und mir wehte wieder der Geruch der fremden Katze zu. Schnell sah ich mich in der Gegend um und konnte nichts erkennen doch da sah ich stehende gelbe Augen aus dem Schatten. Langsam schlich ich mich an doch es brachte irgendwie nichts. Die Katze hatte mich gehört und rannte weg. Doch so schnell würde ich nicht aufgeben. Schnell rannte ich hinter der Katze her. Sehen konnte ich sie wieder nicht, nur ihr Geruch hing noch in der Luft. Allein daran orientierte ich mich. Irgendwann brach ich ab. Der Geruch wurde schwächer und sehen konnte ich sowieso nichts. Die Katze musste schneller sein als sich. Ärgerlich schnaubend drehte ich mich um und lief Richtung Lager als plötzlich ein Schrei erklang "HILFE, so HELFT mir doch.", schrie die Stimme und bei genauerem hinhören erkannte ich Marderhundpfote. So schnell ich konnte rannte ich und ich bemerkte, wie die Luft brannte und mein Körper versuchte anzuhalten doch ich blieb stark. Eine Katze war in Not und da zählte nicht was mit mir war. Da zuckte ich zusammen. Der Geruch der fremden Katze stieg mir wieder in die Nase und bei genauerem hinsehen sah ich einen dunkel grauen Kater der über Marderhundpfote stand. Den Mund hatte er geöffnet und blut tropfte von seinen Zähnen auf den Körper von Marderhundpfote. Er hatte sie doch nicht etwa....nein das konnte nicht sein. Kurz vor den beiden fuhr ich meine Krallen aus und stürtzte mich ohne Mitleid auf den dunkelgrauen. Auf seine hilflosen Schreie achtete ich garnicht. Er hatte Marderhundpfote umgebracht und dafür musste er bezahlen. "Rehlauf. Lass von ihm ab er hat mir nichts getan.", krächzte Marderhundpfote plötzlich. Sie stand wieder vor uns, lebendig. Doch was hatte er dann gemacht? Warum das Blut? Trotzdem, sofort fuhr ich meine Krallen wieder ein und rannte zu ihr. "Ach Marderhundpfote, was hast du nur gemacht? Ich dachte du wärst tod!", flüsterte ich erleichtert. Beruhigend leckte sie mir übers Ohr. "Nein, nein. So schnell gehe ich nun doch nicht von euch fort. Aber du solltest dir lieber sorgen um ihn machen.", sagte die Schülerin und zeigte mit ihrem Schwanz auf den fremden Kater. Der Kater blutete an allen Ecken und Enden. Er hatte einen tiefen Kratzer über dem Auge aus dem richtig viel Blut geschossen kam. Auch an seiner einen Flanke  schoss das Blut nur so raus. Ein paar kleinere Kratzer hatte er am Rücken und noch so hier und da ein paar. "Wir sollten ihn mit ins Lager nehmen. Hier draußen wird er nicht lange überleben.", schlug ich vor. Skeptisch sah mich Marderhundpfote an. "Einen fremden Kater ins Lager? Ich weiß nicht was Falkenstern dazu sagen wird.", warf sie zurück. "Ja ich weiß und ich werde auch sagen das es meine Schuld ist aber ganz erhlich, so einen tod hat niemand verdient.", entgegnete ich.

Wir nahmen den Kater zwischen uns und führten ihn gleich ins Lager. Auf dem Weg dorthin verlor er mehr Blut und bald mussten wir ihn tragen. Keinen einzigen Schritt konnte er mehr gehen und so waren wir beide erleichtert als wir daheim waren. Sofort brachten wir ihn in den Hb und beachteten die Blicke der anderen Katzen nicht. "Blütenduft. Ein verletzter Kater ist hier.", rief ich. Sofort schoss die Heilerin hervor aus der Kräuterkammer. "Legt ihn da neben die Wasserstelle in das Nest.", befahl sie. Wir taten was uns befohlen wurde und legten ihn sanft ab. "Brauchst du Hilfe?", fragte ich vorsichtig. Blütenduft blickte auf und schüttelte den Kopf. "Ihr beide geht jetzt erstmal raus. Ich brauche meinen Platz hier aber kommt gegen Abend wieder wenn ihr wissen wollt, wie es ihm geht." Marderhundpfote nickte und ging weg zögernd ging auch ich hinaus. Das ist alles meine Schuld und wenn er stirbt werde ich es mir nie verzeihen., dachte ich. Erschrocken blieb ich stehen, denn Falkenstern stand mir gegenüber. "Ich höre, dass ihr einen fremden in unser Lager gebracht habt?", fauchte er. Ängstlich wandte ich meinen Augen auf den Boden. "Was habt ihr euch dabei gedacht? Und was ist nun mit dem fremden der in unserem Teretorium herumläuft? Habt ihr ihn gefasst?" Ich wagte aufzblicken. Nach einer kurzen Pause sagte ich zögernd "Also das ist schwer zu sagen. Ich habe einen Schrei gehört, einen Hilfeschrei. Ich bin gerannt und gerannt und habe eine fremde Katze gesehen. Es war die, die den Geruch des Einzelläufers hatte. Sie stand über Marderhundpfote und Blut tropfte von ihren Zähnen. Ich dachte sie wäre tod und deswegen habe ich mich auf sie gestürtzt. Wir haben gekämpfte und gekämpfte und bald lag sie besiegt am Boden. Naja, vllt. zu besiegt. Sie hätte in der Wildnis nie überlegt und so haben wir uns gedacht, dass wir sie mit hierher nehmen.Sie kann wenn sie wieder gesund ist gehen.", meinte ich. Die Augen von Falkenstern loderten vor Zorn doch bald wurde sein Blick wieder weich. Warum auch immer. "Weißt du, es war falsch das du diese Entscheidung getroffen hast. Du bist nicht der Anführer.", der Anführer machte eine Pause und atmete tief ein. "Wir sind nicht wie die anderen Clans. Wir lassen Katzen nicht einfach so sterben. Sie kann hierbleiben. Aber nur bis sie wieder fit ist. Länger nicht." Ich stieß einen erleichterten Seufzter aus. "Ich verzichte heute mal auf eine Strafe. Obwohl du eine verdient hättest.", danach drehte er sich um und lief davon.

Es wurde langsam dunkler und ich lief schnell zum Heilerbau. Ich wollte vor dem schlafen gehen unbedingt nochmals zu der fremden Katze. Schnell schob ich mich in den Bau und lief hinüber zu seinem Nest. Blütenduft beugte sich gerade über die Katze. "Wie geht es ihm?", fragte ich die Heilerin. Sie Blickte kurz auf und sorge spiegelte sich in ihren Augen. "Sein Zustand hat sich bis jetzt nicht wirklich verändert.", sagte Blütenduft. Eine weile schwieg sie und ich wollte mit hängendem Schwanz hinausgehen, doch sie hielt mich auf. "Keine Angst Rehlauf ich schätze er wird die Nacht überleben. Aber bitte tu sowas nie wieder?" Vor Schreck wurde ich ganz starr. Woher wusste sie das ich es war? Hatte sie das Gespräch mit Falkenstern belauscht oder kam er selbst zu ihr? "Ich weiß was du dir denkst aber ich habe nichts von dem getan. Falkenstern kam nicht zu mir und ich habe auch nicht euer Gespräch belauscht. Ich habe einfach an seinen Kratzern gerochen und habe deinen Geruch entdeckt. Das ist alles und ich werde dich ebenfalls nicht bestrafen." Blütenduft war gruselig. Sie konnte Gedankenlesen! Sowas konnte niemand. Die Heilerin schnurrte belustigt, und drehte sich wieder zu dem Kater. Ich nutzte die Gelegenheit um zum Kriegerbau zu verduften.    Dort legte ich mich sofort in mein Nest und schlief, zum Glück, gleich ein. Ich erschrack als auf einmal ein weißer Kater auf mich zukam. Wo ich war wusste ich nicht, die Umgebung war auch schwer zu deuten aber ich musste beim Sternenclan sein, ganz sicher! "Hallo, wer bist du denn?", fragte der weiße zuckersüß. Ich hüstelte kurz. Er war eine Sternenclan Katze also wieso wusste er meinen Namen nicht? "Warum weißt du denn meinen Namen nicht? Du bist doch vom Sternenclan, oder?", fragte ich. Der weiße erstarrte kurz und ich sah auch etwas Angst in seinen Augen doch er fing sich schnell wieder. "Ich weiß nur das du vom Luftclan bist, mehr leider nicht. Wir Sternenclan Katzen werden durch den Wald der Finsternis immer mehr eingeengt deswegen dürfen wir nicht hinunter zu euch und ihr seid auf euch allein gestellt.", sagte der weiße überzeugt. Langsam nickte ich. Es klang irgendwie logisch aber warum sollte sich der Sternenclan nicht wehren können? "Also wenn du mir sagst wie du heißt, sage ich dir auch wie ich heiße.", forderte ich. Der weiße knurrte, antwortete jedoch nach einer Zeit. "Ich bin Schneehaken.", sagte er und sah mich erwartungsvoll an. "Ich bin Rehlauf.", gab ich zurück. Schneehaken nickte. "Wir sehen uns später wieder, doch jetzt gehst du.", sagte Schneehaken und löste sich in Luft auf.

Kapitel 2  ~ Rehlauf

Mit einem Ruck wachte ich auf.  Ich fühlte mich immernoch müde, würde gerne weiterschlafen doch es ging nicht. Es war kurz vor Sonnenhoch und höchste Zeit zum Aufstehen. Blutfell und Tigerschatten lagen noch in ihren Nestern und schliefen. Sie waren wahrscheinlich auf der Morgenpatroullie. Doch trotzdem musste ich aufstehen. Also schlich ich mich langsam hinaus aus dem Kriegerbau und sah mich auf der Lichtung um. Blitzkralle kam auf mich zu. "Da du ja die Morgenpatroullie verschlafen hast, führst du die Jagtpatroullie an. Herbstlied kommt mit dir. Ebenso Minzpfote, Adlerpfote und Federglanz.", danach drehte sich Blitzkralle um und lief weg. Suchend sah ich mich auf der Lichtung um. Minzpfote saß vor dem Schülerbau und putzte sich. Ich ging auf die Schülerin zu und Minzpfote hielt inne und sah mich an. "Du begleitest mich heute auf eine Jagtpatroullie. Wo ist Adlerpfote?"Minzpfote zeigte mit ihrem Schwanz in den Schülerbau. "Der schläft noch.", meinte sie. "Würdest du ihn bitte wecken? Ich suche in der Zwischenzeit eure Mentoren." Minzpfote nickte und lief in den Schülerbau. Als ich mich genauer umsah, sah ich Herbstlied wie sie mit ihrer Freundin Federglanz vor dem Frischbeutehaufen saß. Im schnellen Schritt lief ich auf die beiden zu. "Ihr sollt mit mir auf die Jagtpatroullie kommen.", sagte ich knapp. Herbstlied verengte die Augen, nickte dann aber nur. Minzpfote und Adlerpfote kamen auch schon. "Dann können wir ja los.", fügte ich hinzu. Murrend stand Herbstlied auf und folgte mir nach draußen in den Wald. Bald kamen wir am Ende des Waldes an. "Also, wo sollen wir jagen Rehlauf?", fragte dann Federglanz. Ich sah mich um. Im Wald wäre viel mehr Beute. Zwar war Kaninchen von den meisten Katzen in unserem Clan das Lieblingsessen und es gibt nicht gerade viel im Wald, es gibt mehr auf der Hochlandfläche. Aber..."Hallo Rehlauf? Wir sind auch noch da! Wo ssollen wir nun jagen?", fragte Herbstlied genervt. "Also wir gehen ins Herz des Waldes. An der großen Eiche gibt es die meiste Beute, da wir dort so gut wie nie gejagt haben. Da teilen wir uns dann auf." Herbstlied sah mich zweifelnd an folgte mir dann jedoch. Wir rannten schnell durch den Wald und ich konnte den Wind in meinem Fell spüren, das liebte ich und das würde auch nichts ändern. Doch viel zu schnell waren wir da. Dort teilten wir uns auf. "Wir teilen uns auf. Einer geht in die Richtung, der andere in die andere. Später treffen wir uns wieder hier.", sagte ich. Die anderen nickten und liefen in verschiedene Richtungen davon. Ich lief durch den Wald und saß plötzlich eine Elster. Sie saß vor einem Baum und war damit beschäftigt, einen Wurm aus dem Boden heraus zu ziehen. Ich duckte mich auf den Boden und schlich langsam vorwärts bald kam ich vor der Elster an und wollte springen doch der Vogel erhob sich bereits. Also stieß ich mich kräftig om Boden ab und erwischte noch den Vogel. Mit meinen Krallen zog ich ihn hinunter und tötete ihn dort auch. Dann scharrte ich etwas Erde darüber und lief weiter. Später würde ich die Elster wieder mitnehmen. Ich fing noch eine Wühlmaus und, zum Glück, ein fettes Kaninchen. Ich erschrak, als ein rascheln hinter mir ertönte doch dann merkte ich, dass es nur Herbstlied war. Sie hatte eine Maus und einen Spatzen. Ihr Blick verdunkelte sich als sie mein Kaninchen sah. Es dauerte nicht lange, da kamen auch die Schüler. Kurz darauf auch Federglanz. Minzpfote hatte ein Eichhörnchen und noch eine Maus. Adlerpfote hatte eine kleine Spitzmaus und ein Eichhörnchen. Federglanz hatte zwei Mäuse. Alle gratulierten mir zu meinem Fang-außer Herbstlied. Federglanz starrte Herbstlied böse an und tuschelte leise mit ihr. Dann fauchte sie laut auf und ließ sie hinten allein, bis wir im Lager ankamen. Alle staunten über unseren Fang Blitzkralle sagte ich solle den Fang zu Blütenduft bringen. Mit einem Nicken ließ ich meinen Restlichen Fang auf den Frischbeutehaufen fallen und lief dann mit dem Kaninchen zu unserer Heilerin. Blütenduft war nirgends zu sehen also lief ich unauffällig zu der Katze. Wie der Kater hieß wusste ich noch immer nicht. Der schwarze schlief anscheinend gerade als ich mich verkrümeln wollte, hob er seinen Kopf. "Wo bin ich?", krächzte er und sah mich mit seinen stechend gelben Augen an. "D-d-du bist im Luftclan Lager.", antwortete ich zögernd. "Soso, du bist also die Katze die mich fast umgebracht hätte.", sagte der Kater belustigt. Mein Blick wandte sich auf den Boden und ich antwortete nicht. Würde er mir verzeihen? "Wie heißt du denn eigentlich?", fragte ich wieder etwas zögernd. "Mein Name ist Lauschgleiter. Wie heißt denn du?" Mit einem grinsen im Gesicht sah er mich an. "Rehlauf.", gab ich zurück. Gerade öffnete Lauschgleiter den Mund und wollte etwas sagen da kam auch schon Blütenduft hinein. Sie blickte von mir zu ihm hin und her. Dann verengte sie ihre Augen zu Schlitzen und nickte. Sie betrachtete das Kaninchen das hinter mir lag. "Ist das für mich?", fragte die Heilerin. Ich nickte zügig. "Ja ist es. Du warst nicht da und da habe ich es dahin gelegt. Als Lauschgleiter aufgewacht ist habe ich etwas mit ihm gequatscht und dann bist du gekommen." Blütenduft nickte. "Achso. Geh jetzt aber trotzdem bitte. ,,Lauschgleiter" muss sich jetzt nämlich ausruhen. Außerdem erneuere ich jetzt seine Wunden mit Kräutern." Ich warf einen letzten Blick auf Lauschgleiter bevor ich hinaus aus dem Heilerbau ging. Blutfell, Minzpfote und Echopfote liefen aufgeregt auf der Lichtung umher und schnatterten. Falkenstern und Blitzkralle kamen angerannt und stellten sich zu den Kätzinnen. "Was ist denn hier los?", fragte Falkenstern. Die drei hielten inne und sahen ihn an. Schließlich trat Blutfell nach vorn. "Falkenstern, wir sind hier nicht mehr zufrieden. Wir möchten hier weg." Falkenstern riss die Augen auf und knurrte. "Niemand geht hier weg. Was würden die anderen Clans sagen!" Blutfell zog sich zurück und stellte sich wieder neben die anderen. "Blutfell, du hast einen Schüler und ich bin nicht bereit Wildpfote von einem anderen ausbilden zu lassen. Und was euch angeht",er blickte zu den Schülern "habt ihr kein recht allein zu entscheiden was ihr tun wollt. Niemand geht hier weg und das ist und bleibt so." Danach drehte er sich um und lief aus dem Lager. Sein Fell hatte sich gesträubt und die beiden Schüler tuschelten leise. Danach blickten sie zu mir auf. "Rehlauf, wir wollen hier weg. Uns gefällt es hier nicht mehr. Aber Falkenstern sieht es einfach nicht ein...",begann Minzpfote. "Nein. Ihr müsst hier bleiben. Falkenstern hat es verboten und sein Wort ist Gesetz.", meinte ich. Blutfell, Minzpfote und Echopfote liefen die Köpfe hängen. "Ich weiß ihr wollt weg und so aber es geht nicht. Außerdem kann ich mir ein Leben ohne euch hier im Clan nicht vorstellen.", fügte ich hinzu und sah alle drei nacheinander an. Die Katzen seufzten und gingen aus dem Lager. Blitzkralle rannte so schnell es ging zum Lagerausgang und versperrte diesen. "Wo denkt ihr wollt ihr denn hin?", fragte der zweite Anführer und unterdrückte ein Knurren. Sie murmelten etwas was ich nicht verstehen konnte. Dann zogen sie mit langen Gesichtern ab. Blitzkralle blickte ihnen nach und ging danach zur Kinderstube hinüber. Zur Zeit hing er da nurnoch rum. Seine Gefährtin Preiselpelz bekam nämlich bald Jungen und es würde nicht mehr lange dauern bis es soweit war. Blütenduft besuchte sie regeläßig um zu fragen wie es stand doch bis jetzt war noch alles in Ordnung.

Die Tage vergingen und vergingen und es wurde noch nicht besser mit Preiselpelz. Sie müsste eigentlich schon längst ihre Jungen haben doch es passierte nichts. Dafür war Lauschgleiter aber schon auf den Pfoten. Er durfte zwar noch nicht das Lager verlassen aber er besuchte die anderen regelmäßig und unterhielt sich mit ihnen. Ja, er hatte schon Freunde gefunden. Das war unter anderem ich. "Na Rehlauf, wie geht es dir?", fragte auf einmal Wildpfote die mit Tigerschatten herkam. "G-gut.", stotterte ich. Tigerschatten lächelte und zeigte mit der Schwanzspitze auf Lauschgleiter der sich vor dem Heilerbau sonnte. "Du bist in ihn verliebt, oder?", fragte die Kriegerin. "Stimmt nicht! Wir sind nur gut befreundet, mehr nicht. Außerdem ist er ein Einzelläufer.", sagte ich empört. Doch insgeheim wusste, dass es nicht ganz stimmte. Tigerschatten lächelte. "Naja wenn du meinst..", danach lief sie wieder weg. Wildpfote schaute mich mit großen Augen an. "Komm schon, wir wissen das du in ihn verliebt ist. Schon allein wie du ihn ansiehst und ich glaube er weiß es auch.", sagte sie und zeigte auf den Kater der gerade auf uns zukam. Danach verabschiedete auch sie sich und ließ mich mit Lauschgleiter allein. "Wie gehts so?", fragte er mich zuckersüß. Ich öffnete den Mund und wollte was sagen, doch es kamen keine Wörter heraus. Als ich mich umsah, sah ich wie Falkenstern auf uns zukam. "Hallo wie ich sehe geht es dir besser Lauschgleiter, dann kannst du dich morgen früh von uns verabschieden. Ich denke das ist ok, oder Rehlauf?", fragte er. Betroffen nickte ich. Eigentlich hatte ich gehofft, dass er länger, ja vielleicht für immer hierbleiben würde. Anscheinend schien Falkenstern es bemerkt zu haben. "Nein, wir haben gesagt, dass er nur so lange hier bleibt bis er wieder gesund ist und anscheinend geht es ihm besser." Ja unser Anführer hatte recht aber trotzdem..ich hatte ihn lieb gewonnen. "Ja ist gut Falkenstern." Der Anführer nickte. "Dann ist die Sache also beschlossen. Du bringst ihn heute zu Sonnenhoch mit Marderhundpfote aus unserem Teretorium.", sagte Falkenstern und lief davon. Traurig sah ich Lauschgleiter an. "Es tut mir so leid. Ich will nicht das du gehst...", begann ich. Der Kater nickte und legte mir seinen Schwanz auf den Rücken. "Ich weiß doch. Aber sieh es mal so, du hast mir das Leben gerettet. Vielleicht sehen wir uns ja sogar mal wieder.", sagte Lauschgleiter. Seufzend sah ich den Kater an. Anscheinend hatte Tigerschatten doch recht gehabt. Ich hatte mich in ihn verliebt. Dann ließen wir von einander los. Ich lief zum Frischbeutehaufen und nahm mir eine fette Wühlmaus und trug sie vor den Bau der Krieger. Bald kam Blutfell auf mich zu und setzte sich neben mich. "Na, traurig das Lauschgleiter geht oder?", sagte sie und folgte meinem Blick. Schweigend nickte ich. "Falkenstern hat von Anfang an gesagt, dass er nicht ewig bleiben dürfte aber ich habe mich einfach in ihn...", ich stockte und sah Blutfell erschrocken an. Sie wusste was ich sagen wollte, deswegen nickte sie einfach nur. "Das ist verständlich.", sagte sie nur und plauderte ein bisschen mit mir. Dann wurde es bald Sonnenhoch und ich musste mich von Blutfell veabschieden. Suchend sah ich mich nach Marderundpfote um und entdeckte sie auch gleich. Langsam ging ich auf sie zu. "Falkenstern hat gesagt, dass wir jetzt Lauschgleiter wegbringen müssen.", informierte ich sie. Die Schülerin nickte und ging mit mir schließlich zu Lauschgleiter der schon am Ausgang wartete. Gemeinsam gingen wir mit ihm aus dem Lager und brachten ihn aus unserem Teretorium. Wir schwiegen auf dem ganzen Weg, denn niemand wusste was er sagen sollte. Bald kamen wir an der Grenze an. "So, jetzt heißt es wohl abschied nehmen.", sagte ich und drückte mich eng an Lauschgleiter. Dieser stupste mich kurz am Kopf an und lief, als er sich auch von Marderhundpfote verabschiedet hatte, weg. Jetzt war es schon so weit gekommen und ich würde ihn nie wiedersehen.

Kapitel 3 ~ Lauschgleiter

Eilig lief ich davon und blickte nicht mehr zurück. Rehlauf würde es sonst noch schwerer fallen, denn ich wusste das sie in mich verliebt war. Doch zum Glück erwiederte ich diese Gefühle nicht. Das würde die ganze Sache nur noch schlimmer machen. Ich hatte schließlich eine Mission zu erfüllen. Doch bald blieb ich stehen und blickte mich um. Was würde ich nun machen? Zurück zum Luftclan konnte ich nicht, weil Falkenstern es verboten hatte. Entweder konnte ich zu den anderen Clans gehen und mich dort umschauen oder ich würde den Zweibeinerort absuchen um dort ein paar Katzen zu finden. Doch da ich einmal hier war, konnte ic gleich zu einem anderen Clan gehen. Doch zu welchem und die wichtigste Frage wäre ehr, würden sie ihn aufnehmen? Was, wenn er sich schwer verletzen würde und nicht in den Clan hineinkommen würde..dann hätte er nicht mehr lange zu Leben. Aber er hatte es damals versprochen, also musste er etwas tun. Dann kam er an einem dichten Wald an. Es raschelte und zwei Katzen traten hervor. "Es gab lange keine Eindringlinge mehr. Sieht so aus, als ob der Luftclan endlich nachgibt. Hasenstern kann endlich wieder ruhig schlafen.", sagte die eine. Das ist meine Chance, ich verletze mich etwas, krieche auf die Katzen zu und spiele den Verletzten., dachte ich. Ich fuhr meine Krallen aus und fuhr mir über die Flanke. Mein Bauch bekam auch ein paar ernste Kratzer und über meinem Auge, fuhr ich auch einmal lang, sodass mir mein Blut in die Augen lief. Dann noch ein Kratzer auf dem Rücken, das wars. Das müsste genug sein um aufgenommen zu werden. Alsostöhnte ich und taumelte auf die Katzen zu. Vor ihnen ließ ich mich fallen und jaulte auf vor Schmerzen. Die Reaktion der Katzen konnte ich nicht sehen, weil das Blut in meinen Augen war. "Was machen wir mit ihm Mohnpfote?", fragte der andere. Mohnpfote überlegte. Am besten bringen wir ihn zu Graufluss. So überlebt er nicht lange.", entschied die Schülerin dann schließlich. "Aber wir wissen nicht wer er ist und so? Ist er aus einem anderen Clan?", fragte der Kater. Mohnpfote beugte sich vor und schnüffelte an mir. "Er riecht nach Luftclan.", knurrte Mohnpfote dann. "Ich wurde vom Luftclan gefangen gehalten...als ich dann die Gelegenheit sah um wegzulaufen haben..", ich verstummte. "haben sie mich so doll verletzt.", krächzte ich. Der andere Kater knurrte. "War ja klar das der Luftclan so brutal ist."  Schließlich nahmen mich die zwei Katzen in ihre Mitte und trugen mich in ihr Lager. Mit der Zeit fiel mir das laufen immer schwerer. Wahrscheinlich war es doch keine so gute Idee mich selbst zu verletzen nur um in einen Clan aufgenommen zu werden. Gerade als ich dachte, ich würde sterben kamen wir beim Lager des Gewitterclans an. Plötzlich kam eine attraktive weiß schwarze Kätzin auf uns zu. Die beiden Schüler neigten den Kopf. "Hasenstern, wir haben diesen Streuner gefunden. Er sagte er wäre vom Luftclan so misshandelt worden.", berichtete Mohnpfote sogleich. Die Kätzin betrachtete den Kater und ihre Augen funkelten. Was sie jedoch damit meine wusste ich nicht. "Phanterpfote, Mohnpfote ihr dürft nicht einfach so Katzen hierher bringen. Schon gar nicht wenn es ein Streuner ist. Aber in diesem Falle sehe ich es ein. Wir sind nicht so herzlos wie die Katzen aus den anderen Clans. Bringt ihn jetzt zu Graufluss. Wenn es ihm besser geht rede ich allein mit ihm.", danach lief sie weg. Noch die letzten paar Schritte, dann habe ich es geschafft!, dachte ich und zwang meine Beine dazu, dass sie einen Schritt für den anderen gehen. Doch bald konnte ich nicht mehr. Meine Beine wurden wackelig und ich sackte zu Boden.Meine Augen fielen zu und bemerkte nurnoch, wie eine Gestalt auf mich zukam und an mir rumdocktorte.

"Da bist du ja! Na, lässt du dich auch mal blicken?", fragte auf einmal Schneehacken. "Bin ich tod?", fragte ich unsicher. "Nein das bist du nicht, du bist nur ohnmächtig.", erklärte der finstere Krieger. "Trotzdem bist du ein hohes Risiko eingegangen. Du hättest sterben können und das hätte unsere ganze Mission gefährdet. Wo hätten wir sonst eine Krieger finden können der sich auf der Erde umsieht und anfäng die Clans gegeneinander aufzuhetzen?", knurrte er. Lässig winkte ich ab. Immerhin war ich nicht tod und das war auch alles. Irgendwann würde ich mit Hasenstern sprechen und sie gegen den Luftclan aufhetzen. Dann würde ich zu einem anderen Clan gehen und das selbe tun bis ich alle Clans durch hätte. Dann musste ich zum Zweibeinerort und dort ein paar Katzen zusammen trommeln. "Bis jetzt ist noch alles gut und ich habe auch schon einen Plan wie es weitergeht also bleib locker, ja?", sagte ich dann zu Schneehacken. Der weiße Kater knurrte, sagte aber nichts mehr. Dann drehte er sich um und ging, blieb jedoch kurz stehen. "Wir zählen auf dich Lauschgleiter, also lenk dich nicht von irgendwelchen Kätzinnen ab. Das meine ich ernst." Damit lief er weiter bis ihn die Schatten verschluckten. Wie meinte er das von irgendwelchen Kätzinnen ablenken? Meinte er Hasenstern, oder vielleicht doch sogar Rehlauf?

Kapitel 4 ~ Rehlauf

Es waren nun schon einige Tage her seit Lauschgleiter weg war aber immernoch konnte ich ihn nicht vergessen. Suchen konnte ich ihn jedoch nicht, weil mich Blitzkralle immer wieder zum Anführer einer Patroullie machte, oder ich meldete mich sogar freiwillig. Doch das linderte den Schmerz in meinem Herzen nicht. "Rehlauf?", fragte auf einmal Farnnacht der zu mir kam. "Was ist denn in letzter Zeit los mit dir?", fragte der Krieger. "Ach nichts, wieso?" Er runzelte die Stirn und sah mich prüfend an. Ihm würde ich sicher nichts von meinen Gefühlen für Lauschgleiter erzählen. Ganz sicher nicht. Blutfell wusste es und das reichte mir auch. "Hallo Rehlauf? Hast du gehört was ich gesagt habe?", fragte auf einmal der Krieger und holte mich in die Wirklichkeit zurück. "Du gehst heute mit mir, Tigerschatten, Schwarzbart und Marderhundpfote auf Patroullie. Jetzt sofort." Schließlich nickte ich und lief ihm hinter her. Am Ausgang standen bereits die anderen Katzen, also konnten wir losgehen. Farnnacht lief voran, dahinter kam Tigerschatten. Ich lief neben Marderhundpfote und Scwarzbart bildete somit den Schluss. Wir gingen zur Sonnenclan Grenze. Dort war nichts besonderes aufgefallen, alles war ruhig und das war auch gut so. Wir sahen einen weißen Kater mit einem roten Bauch der und einem roten Schweif der hinter einem Kaninchen herjagte. Doch das Kaninchen war zu schnell und verschwand in einer Höhle. Marderhundpfote lachte doch sie wurde von ihrem Mentor Schwarzbart zur Ruhe gebracht. "Das ist der Anführer des Sonnenclans, Rotstern. Man lacht nicht über Anführer außerdem machen alle Katzen Fehler.", schimpfte er mit seiner Schülerin. Sofort hielt sie den Mund und blickte zu Boden. Wir sahen keine weiteren Katzen die Jagten oder sonstiges. Als wir fertig waren blieb Farnnacht noch kurz stehen. "Wenn ihr wollte könnt ihr noch ein bisschen Jagen.", schlug er vor. Die Augen von Tigerschatten und Marderhundpfote glänzten. Sie sprangen auf der Stelle unruhig hin und her und konnten es gar nicht abwarten. Ich hingegen nickte nur halbherzig. Schwarzbart schloss sich meiner Meinung an. Anscheinend hatte er auch keine Lust. "Nun gut, wenn ihr nicht wollt dann gehen wir wieder ins Lager.", sagte Farnnacht. "Nein, nein so ist es nun auch wieder nicht. Ich habe Lust aber irgenwie bin ich heute auf der schiefen Bahn. Mir geht es nicht wirklich gut. Deswegen.", sagte ich überzeugt und das stimmte auch. Dieser Lauschgleiter hatte mir gewaltig den Kopf verdreht. "Stimmt. Rehlauf glaube ich, das habe ich heute früh schon gesehen als ich zu dir kam. Deswegen bist du raus doch was ist mit dir Schwarzbart?" Der Kater starrte zu Boden und schwieg. Also gut. Wir gehen jagen. Rehlauf du kannst wenn du möchtest schon ins Lager gehen und dich hinlegen. Gehe aber bitte vorher zu Blütenduft.", entschied Farnnacht. Ich nickte und verabschiedete mich schließlich von den anderen.

Ich lag in meinem Nest im Kriegerbau. Blütenduft hatte gesagt, dass ich mich nur hinlegen und schlafen sollte weil sie nichts schlimmes hatte finden können. Falls es mir aber nicht besser gehen sollte, müsste ich zu ihr gehen. Deswegen schloss ich die Augen und fand gleich schlaf. Ich fand mich auf einer Lichtung wieder. Wo wusste ich jedoch nicht. Ich lief herum und fand schließlich eine Katze. Die Katze kam auf mich zu und neigte den Kopf. Sie war dunkelgrau bis zu schwarz und auf einmal erkannte ich sie- es war Preiselpelz. "Preiselpelz...bist du tod?", stotterte ich. Die Augen der Kätzin wurden traurig und sie nickte schließlich. "Als die Kinder kamen hatte ich gewaltige schmerzen. Mir ging es nicht gut und das wusste Blütenduft auch. Bald vielen mir die Augen zu und ich bin hier aufgewacht. Sternenschimmer hing an meinem Pelz und so wusste ich, dass mich der Sternenclan gerufen hatte. Die Katzen hatten mich empfangen und haben mir versichert, dass es meinen Jungen gut geht und das sich Salbeiteich um sie kümmert. Bitte sage Blitzkralle das ich ihn immer noch liebe und das ich stets über ihn und über unsere Jungen wachen werde." Sie machte eine Pause und wechselte schließlich das Thema. "Aber deswegen bin ich nicht hergekommen. Ich will dir etwas sagen, etwas wichtiges." Sie räusperte sich und redete dann weiter. "Rehlauf, die Mächte der Finsternis erheben sich und wollen den Frieden zerstören. Sie nehmen keine rücksicht auf euch und uns. Das Schicksal der ganzen Clan liegt in den Händen von dir, Wildpfote, Marderhundpfote und Tigerschatten. Nur ihr könnt die Clans vor der zerstörung retten." Danach verblasste die Gestalt von Preiselpelz. "Warte! Wie meinst du das? Wie kann ich sie denn retten?", rief ich verzweifelt doch ich bekam keine Antworten mehr. Stadessen wachte ich schweißgebadet in meinem Nest auf. Ich musste Antworten finden, und zwar schnell. Doch an wen sollte ich mich wenden? Falkenstern, nein. Die anderen hatten auch keine Ahnung. Jetzt blieb noch einzig und allein Blütenduft. Sie hatte Ahnung mit solchen Profezeihungen. Doch konnte ich ihr vertrauen? In der Profezeihung hieß es doch nur das ich es mit Wildpfote, Marderhundpfote und Tigerschatten machen sollte? Ärgerlich schnaubte ich auf. So viele Fragen und es gab keine Antworten. Doch ich wusste, dass ich da durch musste. Irgendwie. Das Schicksal der Clans lag schließlich in unseren Pfoten!

Kapitel 5 ~ Lauschgleiter

Ich öffnete die Augen und sah, dass Hasenstern vor meinem Nest saß und mich liebevoll ansah. Sie schien allein zu sein, denn von der Heilerin war keine Spur. Doch als sie sah, dass ich die Augen geöffnet hatte, verschwand dieser Blick. Sie räusperte sich und sprach schließlich "Nun gut, da du endlich wach bist können wir ja mit unserem Gespräch beginnen. Am besten gehen wir in meinen Bau." Damit stand sie auf und war auf dem Weg zu ihrem Bau doch kurz vor dem Ausgang des Heilerbaus blieb sie stehen und winkte mit dem Schwanz. "Kommst du?", fragte sie. Nickend versuchte ich aufzustehen doch meine Beine taten weh und ich sackte sofort wieder zusammen. "Tut mir leid. Ich kann nicht aufstehen.", sagte ich traurig. Die Anführerin schwieg, kam dann schließlich doch zu mir und setzte sich. Wieder kam der liebevolle Blick mit dem sie mich ansah. "Du bist in mich verliebt, oder?", fragte ich mit weicher Stimme. Hasenstern blickte mich ärgerlich an doch schließlich wurde ihr Blick trauriger. "Ja, das bin ich. Ich bin in dich verliebt. Am liebsten würde ich wollen, dass du ganz bei uns beibst.", schlug sie vor. Mein Herz zog sich zusammen. Ich wollte bei ihr bleiben, ja das Stimmte ich empfand auch etwas für sie aber es ging nicht. Ich hatte mich gegenüber Schneehacken und den anderen Katzen aus dem Wald der Finsternis verpflichtet den Frieden zu zerstören und das wollte ich auch durchziehen. Danach hatte ich viel Zeit für Beziehungen. Wenn sie mich danach noch haben wollte, denn wenn das rauskäme würde sie mich ignorieren genau wie es die anderen auch tun würden. "Es geht nicht, ich bin ein freier Kater und ich habe eine Aufgabe die ich erfüllen muss-allein. Aber ich werde wiederkommen, zu dir.", versprach ich. Die Anführerin seufzte und begann schließlich mit dem Wahren Thema. "Du sagtest, dass du vom Luftclan so gefoltert wurdest?", fragte sie als erstes. Nun eigentlich nicht, ich habe es mir selbst angetan um den Frieden zu zerstören. Dazu muss ich alles hergeben um ihn zu zerstören, meine Familie und meine liebsten. , dachte ich. "Ja, das wurde ich.", sagte ich mit erstickender Stimme. Hasenstern blickte zu mir hinunter. "Ich kann es einfach nicht glauben das Falkenstern sowas zu lässt. Er spricht doch die ganze Zeit von Frieden unter den Clans und dann schickt er einen verwundeten Kater los, auf sich selbst gestellt.", sprach sie entsetzt. Ich nickte, sagte aber nichts. "Was denkst du sollen wir tun?", nun sah Hasenstern mir fest in die Augen. Was sollte ich darauf sagen? Sollte ich sagen, dass wir angreifen sollten? Sollten sie mit ihnen Reden nur damit ich mich unbeliebt machen sollte? Nein, das ging doch nicht! Wieso kann ich nicht einfach wie ein normaler Kater leben, bei Hasenstern, mit ihr Jungen haben und glücklich sein!  Das kann ich nicht, nur wegen diesem Versprechen! Aber das schlimmste ist ja, dass sie mir nie verzeihen wird., dachte ich und wollte es laut jaulen doch ich besann mich eines besseren. "Wie was sollen wir tun?", fragte ich. Hasenstern seufzte. "Was wir jetzt mit dir und dem Luftclan anstellen sollen?", erklärte sie mir. Ich überlegte. "Also wir können sie nicht davon abbringen, die Katzen so zu behandeln. So viel ist klar. Auch können wir nicht einfach in ihr Teretorium reinspazieren, weil sie es sonst auch mit deinen Katzen tun würden. Deswegen müssten wir sie auf so welchen großen Versammlungen ansprechen. Das wäre die einzige Möglichkeit die es gäbe, denn dort herrscht Waffenruhe." Hasenstern blickte mich erstaunt an, nickte dann aber mit glänzenden Augen. "Am besten nehmen wir dich noch mit, dann kannst du es selber erzählen." Auf einmal kam Graufluss hinein und stellte sich vor mich. "Nein nein Hasenstern das geht nicht. Lauschgleiter geht es noch nicht gut. Er kann nicht allein laufen und selbst wenn wäre der Weg zu weit. Wir müssen abwarten und vorher würde ich nichts sagen!", erklärte die Heilerin bestimmt. Ich stieß einen erleichterten seufzer aus. Wenn es mir besser geht, würde ich abhauen, so viel ist klar. Dann geht es zum nächsten Clan und ich muss das selbe tun, doch wird es mein Körper so lange durchhalten? Wahrscheinlich nicht, deshalb muss ich mir eine neue Methode ausdenken. "Lauschgleiter? Lauschgleiter, geht es dir nicht gut?", fragte Graufluss. Ich schüttelte meinen Kopf um wieder klar denken zu können. "Nein, mir geht es gut." Die Heilerin nickte und sah mich prüfend an. Hasenstern war schon weg. Dann ging Graufluss weg und kam mit Kräutern im Maul wieder. Sie behandelte mich wieder und wieder und mit jedem Tag wurde es besser.

Hasenstern kam jeden Tag in meinem Bau um mit mir zu reden und anders rum war es auch so. Bis später der Tag kam, an dem es der Anführerin nicht so gut ging. Deshalb kam sofort Graufluss heran und untersuchte sie. Später stellte sie mit einem Schnurren fest. "Hasenstern, du wirst Mutter. Du erwartest Junge und zwar, wenn ich mich nicht täusche, von Lauschgleiter." Erfreut jaulte Hasenstern auf und drückte sich an mich. Jetzt brach in mir eine Welt zusammen. Hasenstern bekam Junge, von MIR, jetzt würde sie mich gar nicht mehr weglassen. Ich musste jetzt hier bleiben, das wusste ich. Doch da kam mir eine Idee, dann musste ich halt von hier aus den Frieden zerstören und ich wusste auch schon wie.

Kapitel 6 ~ Rehlauf

Ich lag in meinem Nest im Kriegerbau und tat, als ob ich schlief. Ich wollte noch nicht raus auf Patroullie, erst musste ich über meinen Traum nachdenken. Den Frieden bewahren? Wie sollten wir das tun? Und welche Katzen gehören dazu? Sicher nicht der Sternenclan und es gibt doch nur den Sternenclan, oder? Wer sollen also die mächte der Finsternis sein? Ich musste mit Blütenduft reden, so viel war klar! Also stand ich doch auf und ging, nach einer kurzen Wäsche, zu unserer Heilerin. Kleinnase war bei ihr, der Älteste lag am Boden und schlief. Dabei atmete er unregelmäßig. "Was ist mit ihm?", fragte ich erschrocken. Blütenduft sah auf und erblickte mich. "Ach, nichts. Aber sag mal, was ist denn mit dir los?", meinte sie. "Ich..habe letzte Nacht von Preiselpelz eine Profezeihung bekommen. In der hieß es, dass sich die Mächte der Finsternis erheben und ich solle sie mit Tigerschatten, Marderhundpfote und Wildpfote aufhalten und die Clans vor der Zerstörung retten." ich machte eine Pause und sah sie flehend an "Bitte, hilf mir Blütenduft. Ich weiß echt nicht weiter, wer sind die Mächte der Finsternis und wie soll ich sie stoppen?" Die Heilerin schluckte und machte eine Pause. "Tja, also es gibt nicht nur den Sternenclan. Es gibt auch den Wald der Finsternis, dort kommen die Katzen hin, die Straftaten begangen haben. Anscheinend machen die einen Aufstand und wollen uns, wie auch immer sie das gemeint hat, etwas böses tun.", erklärte sie. "Toll, das hilft mir jetzt aber weiter! Wie soll ich denn nun die Clans retten, soll ich etwa da hin gehen und sie bitten, dass sie es lassen sollen?", fauchte ich. Die Heilerin blieb trotzdem ruhig. "Nein, das tust du nicht. Wir müssen abwarten und auf weitere Zeichen hoffen. Erst dann können wir weiter denken.", erklärte sie. Unruhig bearbeitete ich mit den Pfoten den Boden. "Aber wir müssen doch jetzt schon etwas tun können. Ich kann nicht einfach nur hier still rumsitzen und nichts tun. Wer weiß wann sie anfangen? "Ganz ruhig meine kleine, deine Zeit wird kommen.",sagte plötzlich eine Stimme. Hecktisch drehte ich mich nach allen Seiten um und wollte schauen, wer das war doch niemand war zu sehen. Anscheinend hatte Blütenduft es auch gehört, denn sie sah mich genau so ratlos an. "Siehst du, du hast noch Zeit. Aber trotzdem, du kannst ja schon mal Tigerschatten, Marderhundpfote und Wildpfote einweihen.", sagte Blütenduft nach einiger Zeit. Seufzend nickte ich und machte mich auf die Pfoten um aus dem Bau zu gehen. Die erste die ich sah war Wildpfote. Sie saß mit Adlerpfote vor dem Schülerbau und starrte ihn liebevoll an. Doch der Kater schien es nicht zu bemerken. Trotzdem ging ich zu ihnen und blieb vor den beiden stehen. "Ähm Wildpfote, kann ich dich mal unter vier Augen sprechen?", fragte ich und starrte sie an. Enttäuscht nickte sie und verabschiedete sich von Adlerpfote. Schließlich waren nur noch wir zwei da. "Ich hoffe das hat einen guten Grund.", knurrte sie. Gerade als ich anfangen wollte zu reden, kam Marderhundpfote aus dem Schülerbau. Ich winkte die Schülerin zu uns heran. "Was ist denn?", fragte Marderhundpfote und gähnte. "Also, ich letzte Nacht eine Profezeihung erhalten. Preiselpelz hat es mir gesagt.", ich machte eine Pause und zitierte schließlich " >"Rehlauf, die Mächte der Finsternis erheben sich und wollen den Frieden zerstören. Sie nehmen keine rücksicht auf euch und uns. Das Schicksal der ganzen Clan liegt in den Händen von dir, Wildpfote, Marderhundpfote und Tigerschatten. Nur ihr könnt die Clans vor der zerstörung retten.<" Ich blickte in die Gesichter von den Schülerinnen und sah wie sie mich erschrocken ansahen. "Das hat Preiselpelz gesagt? Was hat das zu bedeuten und warum sollen gerade wir die Clans retten?", fragte Wildpfote. Schnell erzählte ich ihnen was mir Blütenduft gesagt hatte und das wir noch etwas Zeit hätten. "Das ist ja alles schön und gut aber es hilft uns auch nicht wirklich weiter.", stellte Marderhundpfote fest. "Wir müssen abwarten und auf mehr Zeichen hoffen.", meinte ich dann. Plötzlich sah ich auch Tigerschatten die ins Lager kam. Auch sie winkte ich heran und erzählte schließlich alles was ich auch den Schülerinnen gesagt hatte. Auch sie hatte die selbe Reaktion. "Wieso wir? Könnte das nicht jemand anders sein?", fragte Tigerschatten dann. Insgeheim musste ich ihr zustimmen, ich hatte keine Lust auf diese Sache und wusste nicht, was ich überhaupt machen sollte. Ja klar wir hatten noch Zeit aber wo sollten wir mit der Suche beginnen. Es schien einfach aussichtslos. Wieso hatte der Sternenclan nicht mehr gesagt? Ich ließ den Kopf hängen blickte jedoch bald wieder zu den drei Katzen auf. "Ich habe genau so viele Fragen wie wir aber wir können im Moment nicht viel machen. Wir müssen einfach auf Zeichen hoffen und wenn von uns jemand eine Nachricht bekommt oder weiß wie wir die Clans beschützen können, treffen wir uns und besprechen es weiter, ja?", meinte ich und die anderen Katzen stimmten mir zu. Dann trennten wir uns und gingen den normalen Pflichten weiter.

Als ich Blitzkralle sah, viel mir wieder Preiselpelz ein, ich sollte ihrem Gefährten eine Nachricht überbringen. Also rannte ich schnell zu ihm und stoppte kurz, bevor ich in ihn hinein rauschen konnte. "Ich habe eine Nacht von Preiselpelz eine Nachricht bekommen. Sie sagte auch, dass ich dir sagen solle, dass sie dich immer noch liebt und immer über dich und eure Jungen wachen wird.", sagte ich. Blitzkralle senkte den Kopf und nickte schließlich. "Ich vermisse sie so sehr, aber es ist schön zu hören, dass sie immer noch bei mir ist.", sagte er doch seine Miene hellte sich gerade wieder auf. "Willst du denn mal unsere Jungen sehen? Es sind 3, ein Junge und zwei Mädchen." Ich nickte und lief mit ihm zur Kinderstube. Hyänenjunges und Schimmerjunges spielten gerade miteinander, etwas weiter weg von den frisch geborenen Jungen von Preiselpelz. Stolz presentierte Blitzkralle die Jungen und zeigte erst auf ein goldgelb und schwarz gescheckten Kater. "Das ist Flugjunges." Daneben lag eine goldgelbe Kätzin mit vielen schwarzen Punkten. "Das ist Blizzardjunges.", sagte er als nächstes. Neben ihr lag eine komplett dunkelgraue Kätzin "Und das ist Polarlichtjunges." Ich nickte und dachte sofort an Lauschgleiter. Ich wollte ihn unbedingt wiedersehen und mit ihm den Rest meines Lebens verbringen, vielleicht hätten wir dann auch solch hübsche Junge. "Sie sind wunderschön.", flüsterte ich und starrte auf die Jungen. Ich setzte mich neben Salbeiteich und redete noch ein bisschen mit ihr. Immer wieder blickte ich auf die Jungen und bekam Lauschgleiter einfach nicht aus dem Kopf.

Kapitel 7 ~ Lauschgleiter

Ich lag neben Hasenstern im Anführerbau und starrte auf ihren immer dicker werdenden Bauch. "Bleibst du bitte hier in unserem Clan?", fragte sie flehend. "Ich kann die Junge einfach nicht allein großziehen. Sie brauchen einen Vater." Diese Frage stellte sie mir fast jeden Tag und noch immer hatte ich sie nie richtig beantwortet. Ich seufzte tief und legte meinen Kopf auf ihre Flanke. Mitlerweile hatten alle im Lager mit bekommen, dass wir Gefährten sind und nicht alle beglückwünschten das. Sie trauen mir immer noch nicht, was ich auch verstehen kann. Ich bin ein Streuner der erst ein paar Monde hier ist und sich gleich die Anführerin als Gefährtin geschnappt hat. Sowas passierte ja auch nicht alle Tage. "Und? Wie lautet deine Antwort?", fragte mich Hasenstern schließlich. "Ich..bleibe hier und schließe mich eurem Clan an.", sagte ich. Erfreut schnurrte Hasenstern. Vorübergehend. Aber das wichtigste ist ja, dass ich mich nicht erwischen lasse. Dann bin ich wirklich dran! Auch diese Gedanken gingen mir ständig durch den Kopf. Fast jeden Tag und die Angst wird auch immer größer. Ich musste mir einfach Gefährten suchen die mit mir diese Sache erledigen und die konnte ich nur im Zweibeinerort finden. Doch wie sollte ich dort hin gelangen? Ich musste ein Ausrede finden... "Hasenstern, bitte erwähne nicht meinen Namen auf der großen Versammlung. Ich weiß, dass die Clans in unruhe ausbrechen und sie werden dich beschimpfen, ja sie werden den ganzen Clan beschimpfen und das ist nicht gut für dich, weil du ja Junge erwartest.", fing ich an. Die Kätzin setzte sich auf und blickte mich liebevoll an. "Du machst dir ja in letzter Zeit sorgen um mich, aber wenn du es unbedingt willst dann höre ich auf dich.", sagte sie. "Ich muss mir sowieso irgendwie überlegen, was ich machen werde. Mein Bauch wird immer dicker und bald kann ich nicht mehr auf diesen großen Felsen springen. Darunter stehen kann ich auch nicht weil es sich für Anführer nicht gehört und wenn ich nicht erscheine lässt es meinen Clan schwach aussehen." Sie schaute auf die Wand des Baus, anscheinend überlegte sie. Dabei murmelte sie etwas, was ich nicht verstehen konnte. Vielleicht war es auch besser so..

Die Tage vergingen und vergingen und ich wurde mitlerweile immer mehr in das Clan Leben intregriert. Ich durfte auf Patroullien mitgehen und hatte sogar ein eigenes Nest im Kriegerbau. Doch die meiste Zeit benutzte ich es nicht, da ich bei Hasenstern schlief. Auch hatte ich schon den starken Geruch vom Gewitterclan angenommen. Das war gut, denn so konnte ich endlich loslegen. Denn es war beschlossen, ich konnte hier nicht mehr weg, weil ich mich nun offiziell dem Clan angeschlossen hatte. Plötzlich jaulte es vom Großfels und ich sah Hasenstern. Sie stand mit ihrem Runden Bauch oben und starrte auf den Clan hinab. Ottersprung ging zum Rande des Großfelses und setzte sich dort nieder und auch Graufluss kam aus dem Heilerbau. Die anderen Krieger und Schüler taten es auch. Als alle versammelt waren begann Hasenstern. "Ich habe euch hier Versammelt um einen.." die Anführerin hielt inne und zog das Gesicht vor Schmerz zusammen. Doch sie schüttelte sich und machte weiter "um einen neuen Krieger zu ernennen. Phanterpfote, trete bitte vor." Die Augen des Schülers begannen zu leuchten als er vortrat. "Hummelfeder, bist du sicher das Schüler bereit ist ein Krieger zu werden?" Die Kriegerin sprach "Ja, sie ist bereit." Hasenstern nickte und wandte sich nun an den Schüler. "Phanterpfote, versprichst du das Gesetz der Krieger einzuhalten, den Clan zu verteidigen selbst wenn es dein Leben kostet?" Phanterpfote blickte mit glänzenden Augen auf "Ja ich verspreche es!" Meine Gefährtin blickte auf ihn hinab. "Nun denn, Phanterpfote von nun an wird man dich mit dem Namen Phanterflamme rufen. Wir ehren dein Geschick und deinen Mut und heißen dich als vollwertigen Krieger des Clans willkommen.", rief sie. Danach sprang sie hinunter und ging zu dem neuen Krieger. Sie legte ihm ihren Kopf auf seinen und er leckte ihr im Gegenzug die Schulter. Danach rief der ganze Clan "Phanterflamme! Phanterflamme!" Als alles verstummt war rief sie "Du trittst heute deine erste Nachtwache an. Dabei musst du schweigen." Sie machte eine Pause und löste schließlich die Versammlung auf. Ich ging zu Hasenstern und blieb vor ihr stehen. Kurze Zeit später kam schließlich auch Graufluss. Sie tastete den Bauch von Hasenstern ab und blickte nach einiger Zeit wieder auf. "Hasenstern, das ist vorhin nochmal gut gegangen. Deine Jungen haben wahrscheinlich nur um sich getreten." Die Heilerin machte eine Pause und sah Hasenstern danach scharf an. "Du solltest jetzt echt mal langsam in die Kinderstube umziehen und du gehst nicht mehr aus dem Lager, egal zu welchem Anlass.", sagte sie streng. "Aber Graufluss, es geht mir gut. Außerdem kann ich genauso gut in meinem Bau bleiben. Lauschgleiter passt schon auf mich auf." Danach sah sie ihre Heilerin streng an. "Außerdem, morgen ist die große Versammlung und ich muss dorthin." Graufluss ließ sich nicht unterbuttern. "Nein Hasenstern, bei allem respeckt aber es geht hier um deine eigene Sicherheit. Ich bin die Heilerin hier und auch du musst auf mich hören." Die Miene von Hasenstern wurde immer grimmiger doch schließlich gab sie sich geschlagen. "Meinetwegen. Dann bleib ich halt im Lager."

Kapitel 8 ~ Rehlauf

Heute ist die große Versammlung! , dachte ich. Es war immer spannend zu sehen was die anderen Clans zu erzählen hatten. Hoffentlich gab es keinen Streit die letzten Versammlungen liefen immer gut, niemand stritt sich aber jetzt, wegen der Prophezeihung war ich mir nicht ganz sicher. Schließlich wusste ich ja nicht was auf uns zu kam. Die Clans müssen sich der Gefahr zusammen stellen und wenn sie sich streiten, wäre es nicht so gut... "Rehlauf?", fragte auf einmal Tigerschatten die zu mir gekommen war. "J-ja?", stotterte ich. "Hör mal zu, ich weiß wie es dir jetzt geht aber du musst dich zusammenreißen!", sagte sie ernst. Wie meint sie das mit zusammenreißen? Ich mache doch garnichts., dachte ich. Doch gerade als ich fragen wollte was los war, war die Kätzin schon weg. Sowas aber auch. Worauf wollte sie anspielen?

Ein jaulen ertönte und wir blickten auf. Falkenstern berief die Katzen zu sich die mitkommen sollten, denn es ging los. Die große Versammlung würde beginnen. Fast der ganze Clan kam mit. Nur Blutfell, Echopfote, Minzpfote, Salbeiteich, Dämmerlicht, Kleinnase und natürlich die Jungen, Herbstlied sollte auch unter anderem mit Blutfell das Lager beschützen, denn wir hatten in letzter Zeit immer mehr fremde Katzen auf unserem Teretorium gerochen. Aber auch die Gerüche der anderen Clans. Ganz besonders der Gewitterclan. Warum wussten wir nicht aber einige meinten, dass Hasenstern einen hass auf uns hat oder ihre Krieger nicht mehr kontrollieren kann. Deswegen wollte Falkenstern sie heute darauf ansprechen. "Rehlauf? Kommst du?", fragte Federglanz freundlich. Ich nickte und schoss zu ihr vor. In den letzten Tagen und Monden hatten wir uns immer mehr angefreundet und waren schon dicke Freunde. Doch trotzdem hatte ich auch ganz besonders auf Zeichen vom Sternenclan geachtet doch ich bekam nichts, oder sie schickten mir etwas und ich war einfach zu blöd um es zu verstehen... . Blütenduft und die anderen Auserwählten standen aber auch auf dem gleichen Stand wie ich. "Rehlauf, mit dir ist doch irgendwas!", sagte nun wieder Federglanz. Ich schüttelte den Kopf und blickte in die Ferne. "Nein, mir geht es gut. Nichts worüber du dir Sorgen machen müsstest.", redete ich mich raus. Nun blickte ich Federglanz schnell an und sah, wie sie die Augen verengte. "Rehlauf, ich weiß doch das etwas mit dir los ist!", meinte sie nun etwas ärgerlich. Doch ich konnte nichts antworten da alle bereits anhielten, weil wir beim Versammlungsort waren. In der mitte war ein riesiger Stein. Darauf standen die Anführer. Um den Stein herum waren 4 große, und damit meine ich wirklich große Eichen verteilt. Vor dem Stein durften wir sitzen. Die Heiler hatten einen Platz etwas abseits.

Als ich die Luft prüfte, bemerkte ich das der Gewitterclan noch nicht da war. Wir waren also die vor letzten. Dann gab uns Falkenstern endlich das Zeichen hinunter zur Lichtung zu gehen. Der Anführer lief gleich schnurstracks zu dem riesigen Felsen. Blütenduft zu den anderen Heilern. Ich setzte mich neben Blauwasser. Die Kätzin aus dem Sonnenclan winkte mir freundlich mit dem Schwanz zu. "Und, wie geht es dir so?", fragte sie mich. Naja, eigentlich nicht so gut. Ich habe es mit einer Propezeihung zu tun die mit schwer auf den Schultern lastet und über Lauschgleiter bin ich auch noch nicht richtig hinweg. Also wie soll es mir schon gehen? , dachte ich. Doch ich antwortete nur "Ach mir gehts prima. Und dir?" Blauwasser öffnete den Mund doch gerade als sie etwas sagen wollte, begann auch schon die große Versammlung. "Wo ist denn Hasenstern Ottersprung und was gibt dir das Recht hier oben zu stehen?", fragte Nesselstern, die Anführerin des Meeresclans, misstrauisch. Ottersprung schüttelte den Kopf und lachte. "Es geht euch gar nichts an was mit Hasenstern los ist. Das geht nur meinen Clan etwas an." Die anderen Anführer sagten nichts doch dann trat Rotstern, der Anführer des Sonnenclans vor. "Ottersprung, es geht uns wohl etwas an also sag uns jetzt was mit ihr los ist. Außerdem gibt es dir trotzdem nicht das Recht hier oben zu stehen denn hier stehen nur Anführer.", entgegnete er. Die Katzen der anderen Clans jaulten Zustimmung. Schließlich trat Graufluss, die Heilerin des Gewitterclans zu und stellte sich vor den riesigen Felsen. "Ruhe jetzt also wenn ihr es genau wissen wollt, Hasenstern bekommt Junge. Da ihr Bauch wirklich schon dick ist und die Geburt bald vor der Tür steht habe ich ihr Lagerarest aufgebrummt." Die Clan Katzen verstummten und blickten jetzt nur noch Ottersprung an. Die Heilerin drehte sich zu ihm um. "Und du Ottersprung, benimmst dich nicht so wie ein Anführer. Hasenstern hat gesagt das du sie nur vertreten sollst. Von einem angezetteltem Streit zwischen den Clans hat sie nichts gesagt.", wies sie ihn zurecht und ging ohne etwas zu sagen wieder zurück zu ihren Heilerfreunden. "Meinst du nicht das sie ein bisschen zu direkt gewesen ist? Ich meine, so etwas sagt man doch nicht vor allen Clans?", flüsterte Blauwasser mir zu. "Ja, du hast irgendwie recht. Aber sie hat es nur gesagt um einen Streit zu vermeiden.", flüsterte ich zurück. Blauwasser zuckte mit den Schnurrhaaren. Falkenstern trat vor "Die Beute läuft gut und auch sonst ist nichts besonderes vorgefallen." Der Anführer verharrte und starte dann auf Ottersprung. "Aber der Gewitterclan drängt immer weiter in unser Teretorium ein und jagt Beute. Meine Krieger haben schon oft tote Beutetiere gesehen an denen Gewitterclan Geruch klebte." Ottersprungs Fell stellte sich auf und die anderen Gewitterclan Katzen jaulten Potest. "Nein, keine von unseren Katzen hat je eine Grenze überschritten. Stattdessen sollte man sich schämen. Ihr verletzt einfach eine unschuldige Katze und schickt sie hinaus aus eurem Teretorium. Wie kann man nur so blutrünstig sein?", fauchte Ottersprung zurück. Falkenstern sah ihn fragend an, verengte jedoch die Augen und knurrte dann drohend. "Wir verletzen keine Katze und schicken sie hinaus in die weite Welt. Wir helfen den Katzen." Ottersprung lachte nur. "Das hat sich bei der Katze, die zu uns kam anders angehört." Falkenstern schüttelte den Kopf und fuhr die Krallen aus. Rotstern stellte sich neben Falkenstern und Nesselstern kam dann auch noch dazu. "Wir haben bei uns auch Gewitterclan Geruch entdeckt und Luftclan!", fauchte  Nesselstern dann und wich von Falkenstern weg. Auch Rotstern verließ ihn und stand den anderen Anführern mit gesträubtem Fell gegenüber. "Wir haben Gerüche vom Meeresclan, Gewitterclan UND Sonnenclan gerochen.", fauchte er.

Die Anführer stritten und stritten weiter und bald sprang Nesselstern jaulend und mit ausgefahrenen Krallen auf Falkenstern. Ottersprung kämpfte auch gegen Rotstern. Auch auf der Lichtung brach ein Kampf aus. Samtstrich schlich sich an mich an. Belustigt musste ich schnurren, da ích sie wegen ihres flauschigem weißen Fells gut erkennen konnte. Also sprang ich mit ausgefahrenen Krallen auf sie zu und zerkratzte ihre Flanke. Samtstrich jaulte vor Schmerz auf und biss mir heftig in den Schwanz. Bald darauf stürtzte ich mich richtig auf sie und bearbeitete ihren Rücken. Dabei versuchte sie irgendwie mich von ihr loszukriegen, was sie auch bald schaffte. Sie zerkratzte mir die Flanke und bald standen wir beide keuchend da und waren mit Kratzern nur so übersät. Samtstrich wollte sich wieder auf mich stürtzen als mir plötzlich die Prophezeihung in den Sinn kam. Die Mächte der Finsternis, aber klar! Warum ist mir das nicht früher eingefallen. Die Prophezeihung beginnt. Sie zerstören den Frieden zwischen den Clans., dachte ich. Suchend sah ich mich nach Blütenduft um und entdeckte sie gleich unter einem Baum. Ratlos sah sie ihre Heilerfreunde an doch diese ließen die Köpfe hängen. Schnell sprintete ich zu ihnen. Dabei schlängelte ich mich durch die kämpfenden Katzen bis ich bei ihr ankam. "Die Prophezeihung.", begann ich. "Sie beginnt.", sagte ich nur und sah Blütenduft ins Gesicht. Sie schüttelte sich und sah mich mit vor schreck geweiteten Augen an. "Du hast recht. Wir müssen etwas tun.", hauchte sie.

Kapitel 9 ~ Rehlauf

Blütenduft stand auf und sprintete zum riesigen Stein. Sie sprang mit leichtigkeit hinauf und jaulte so laut es nur ging "Aufhören! Was bringt denn das?" Die Katzen ließen voneinander ab und blickten die Heilerin an. Ich sah, wie es dunkler wurde und es donnerte. "Der Sternenclan zürnt über uns. Also lasst uns nicht wegen ein paar Grenzübertritten streiten.", schrie sie dann weiter.  Ottersprung miaute "Ein paar? Ich bitte dich Blütenduft und wer hat dich zum..", fing er an doch Blütenduft verpasste ihr einen ordentlichen Hieb mit eingefahrenen Krallen. Sofort verstummte Ottersprung und trat in den Hintergrund zurück. Dann wandte sich Blütenduft wieder an die anderen Anführer. "Hat jetzt noch jemand etwas zu sagen?", fragte sie und niemand sagte etwas. "Dann ist die Versammlung beendet." Damit sprang sie vom riesiegen Stein und lief zurück zu ihren Heilerfreunden. "Das hat Blütenduft echt überzeugend gesagt, oder?", fragte Graufluss freundlich. "Ja, das stimmt. So ist sie auch in unserem Clan. Sie schreckt vor nichts zurück.", meinte ich schließlich. "So müssen auch Heiler sein. Wir müssen uns auch manchmal gegen unsere Anführer anlegen.", fügte Funkenflug hinzu. Ich sah wie meine Clan Gefährten sich bereits sammelten, deswegen musste ich mich verabschieden. "Also ich muss jetzt los, auf wiedersehen.", sagte ich freundlich und verschwand. Ich kam schließlich neben Wellenherz zum stehen. "Blütenduft kann echt überzeugend sein, oder?", fragte er mich. Zustimmend nickte ich. "Ja, das stimmt. So müssen Heiler auch sein." Der Kater schaute mich fragend an. "Weißt du wieso Echopfote nicht mitkommend durfte? Ich meine, sie ist doch meine Schülerin und sie hat nichts schlimmes ausgefressen." Ich sah zu Boden. Sollte ich es ihm wirklich erzählen? Irgendwann würde er es doch herausfinden, oder? "Also, Echopfote, Minzpfote und Blutfell haben den einen Tag über das weggehen gesprochen. Sie wollten in andere Clans. Falkenstern hat es verboten und er hat sie wahrscheinlich da gelassen, weil sie dann heimlich abhauen würden oder so...keine Ahnung." Die Miene von Wellenherz veränderte sie. Er schaute mich ärgerlich an. "Wieso hat Falkenstern es dir erzählt und mir nicht?", fragte er. Ich zuckte mit den Schultern. "Keine Ahnung aber du darfst es Echopfote auf keinen Fall erzählen!", flüsterte ich. Nun sah mich der Krieger fragend an. "Wenn sie es herausbekommt und du ärgerlich wirst und sie ausschimpfst haut sie nachher wirklich ab. Das heißt aber nicht das du es gar nicht mehr darfst. Mach einfach so weiter wie bislang auch." Wellenherz nickte und sagte nichts mehr, bis wir im Lager ankamen. Auf der Lagerlichtung trat Blütenduft vor uns. "So, also die die schlimm verletzt sind kommen als erstes zu mir. Der Rest bleibt hier bis ich sie untersucht habe.", befahl sie. Die Heilerin sah sich um und winkte schließlich mich, Krähenduft, Farnnacht und Adlerpfote zu sich. Wir gingen nacheinander in den Heilerbau und erst jetzt bemerkte ich, wie meine Wunden zu schmerzen anfingen. Besonders meine Flanke tat mir weh. Adlerpfote konnte sein Auge nicht öffnen und hatte auch einen üblen Kratzer an der Kehle. Deswegen behandelte Blütenduft ihn als erstes. Farnnacht hatte einen tiefen Kratzer an seinem rechten Vorderbein. Es hatte noch nicht aufgehört zu Bluten und außerdem schonte er es. Krähenduft war genau wie ich am ganzen Körper übersäht. Als Adlerpfote fertig war, legte er sich in ein Nest im Heilerbau. Farnnacht war nun mit behandeln dran und konnte am Ende gehen. Ich kam als nächstes. Schweigend behandelte mich Blütenduft und holte irgend ein Kraut was sie zerkaute und in meine Wunden träufelte. Es brannte weshalb ich zusammenzuckte doch bald war der Schmerz weg und es fühlte sich gut an. "So, du bist fertig. Du kannst in dein Nest gehen. Am Morgen kommst du nochmal zu mir." Damit entließ sie mich und Krähenduft kam an die Reihe. Ich trat aus dem Heilerbau und mir kam kühle Luft entgegen. Mir fröstelte es, weil es im Heilerbau schön warm gewesen war. Ich blickte auf die anderen Katzen die noch behandelt werden mussten. Sie standen da, entweder unterhielten sie sich oder sie liefen aufgeregt auf der Lichtung hin und her. Ich durfte zum Glück schon schlafen gehen. Deswegen lief ich zum Kriegerbau und legte mich dort in mein Nest.

Die Tage waren vergangen und immernoch waren frische Gerüche von anderen Clans in unserem Teretorium. Falkenstern flippte aus, was ich ihm auch nicht verübeln konnte. Die Katzen hatten sich wegen dieses Grenzstreites verletzt und Adlerpfote wäre fast gestorben. Doch es war nochmal gut ausgegangen und er hat es überlebt. Plötzlich rief mich Falkenstern in seinen Bau. Ich lief zu ihm und zwängte mich nach einer kurzen Begrüßung zu ihm. "Du wolltest mich sprechen?", fragte ich und der Anführer nickte. Der Anführer kam gleich zur Sache "Die Jungen von Dämmerlicht sind bereit Schüler zu werden. Deswegen möchte ich, dass du der Mentor von Ahornjunges  wirst. "Ich riss die Augen auf. "Ich? Aber es gibt doch so viel erfahrene Krieger!", sagte ich entgeistert. Falkenstern sah mich prüfend an. "Also willst du nicht?" Ich sah ihn immernoch mit großen Augen an "Doch ich freue mich wenn ich Mentorin werde. Ich werde all mein Wissen an die Junge Katze weitergeben." Falkenstern nickte und entließ mich. "Wir werden die Zeremonie morgen abhalten.", sagte er. Freude breitete sich in mir aus. Ich würde Mentorin werden! Doch da zog sich mein Magen zusammen. Ich musste auch noch gleichzeitig die Prophezeihung einhalten! Wie sollte ich das alles nur schaffen?

Kapitel 10 ~ Lauschgleiter

Ich hörte, wie die Katzen ins Lager schlurften und roch auch noch Blut. Ich lag vor dem Anführerbau und neben mir schlief Hasenstern friedlich und wurde von dem Lärm nicht geweckt. Schließlich kamen die Katzen durch den Lagereingang hinein und meine Nase hatte sich nicht getäuscht, sie waren alle verwundet. Sanft stupste ich meine Gefährtin an die mit blinzelnden Augen aufwachte. Als sie ihre Clan Gefährten sah, war sie sofort wach. "Ottersprung, komm sofort hierher.", schrie sie. Der zweite Anführer trat aus den Katzen hinaus und stellte sich der Anführerin. "Ja Hasenstern?", fragte er. "Was ist mit den anderen passiert, warum sind sie so verwundet?", fragte sie verwirrt. Der zweite Anführer kratzte am Boden. "Naja es war nichts schlimmes, wir haben uns nur etwas mit den anderen Clans gestritten." Doch Graufluss kam sofort zu uns. "Es war schlimm, Ottersprung hat die anderen Anführer provoziert und als sie sagten das wir in alle Teretorien eingedrungen wären, hatte er sich nicht mehr halten können und hat sich auf die Anführer gestürtzt. Kurz darauf ist ein Kampf zwischen allen Katzen aufgetreten. Wir Heiler haben uns natürlich rausgehalten." Hasenstern fauchte Ottersprung an "Da bittet man dich einmal, dass du mich vertreten sollst und dann passiert sowas. Ich frage mich wirklich ob es die richtige Entscheidung war dich zu meinem zweiten Anführer zu ernennen.", meine Gefährtin machte eine Pause "Und nun geh aus meinen Augen. Heute will ich dich nicht mehr sehen." Mit den Worten ging Ottersprung zu den anderen Katzen. "Und du Graufluss, kümmerst dich bitte um alle Katzen. Danach ruhst du dich bitte aus.", meinte Hasenstern und auch Graufluss zog schließlich ab und ging in ihren Bau um die Katzen zu behandeln. Mein Plan hat geklappt, die Clans haben sich bekriegt. Aber das ist noch nicht alles. Ich habe noch mehr im Petto! , dachte ich und unterdrückte ein Lächeln. "Das hat der Clan jetzt gebraucht.", meinte ich. Hasenstern warf mir einen fragenden Blick zu, dann nickte sie jedoch wissend und ging zurück in ihren Bau. Unsicher stand ich nun allein da und wusste nicht was ich tun sollte. Schließlich schlüpfte ich in den Anführerbau und ging zu meiner Gefährtin die mit geöffneten Augen in ihrem Nest lag. "Du..Hasenstern, ich gehe mal schnell weg. Spätestens Sonnenhoch bin ich wieder da.", flüsterte ich. Hasenstern sah mich zweifelnd an. "Nein, kommt gar nicht in Frage. Die Clans streiten und allein in der Nacht da draußen...", fing sie an doch ich ließ sie nicht ausreden. "Ich weiß was du meinst aber ich weiß mich zu wehren und gehen auch sobald es zu gefährlich wird zurück." Traurig sah mich Hasenstern an, willigte dann jedoch ein. Also schlich ich mich mit leisen Pfoten aus dem Lager hinaus und ging gleich zur Grenze. Jetzt würde ich zum Zweibeinerort gehen und ein paar Kompliezen suchen. Dann könnte ich weiter im Gewitterclan leben und so tun, als ob nichts wäre. Also lief ich weiter durch den Wald und kam bald beim Zweibeinerort an.

Ich sah mich in den Gärten um, konnte jedoch nichts entdecken. Bald kam ich an einer Stelle an, wo richtig viel Zweibeinermüll lag. Zwei Katzen saßen dort am Rande der eine war ganz schwarz, der andere schwarz weiß mit einem freundlichem Schwanzwinken ging ich auf die beiden zu und blieb vor ihnen stehen. Vielleicht werden die meine neuen Komplizien? Wer weiß? "Wer bist du? Wir haben dich hier noch nie gesehen:", sagte der schwarz weiße misstrauisch. "Mein Name ist Lauschgleiter und ich bin ein ehemals Streunender Kater. Nun gehöre ich dem Gewitterclan an.", stellte ich mich vor und sah die beiden ernst an. Der schwarze neigte den Kopf "Mein Name ist Rabe und der neben mir ist mein Freund Mikesch. Wir haben schon etwas von Clan Katzen Gehört, aber warum kommst du zu uns wenn du doch eine von ihnen bist?", fragte Rabe schließlich. "Nun, das ist ein Geheimnis. Wie steht ihr denn so zu den Clans?", fragte ich die beiden. Mikesch´s Fell stellte sich auf und er knurrte "Ich hasse die Clans. Einmal wollte ich jagen gehen und hatte auch schon etwas gefangen, da kamen sie und stürtzten sich auf mich und verletzten mich ernst. Dann nahmen sie mich Gefangen und nach Tagelangem festhalten konnte ich zurück zu meinem Zweibeiner. Die halten sich für etwas besseres." Rabe tippte seinen Freund mit der Schweifspitze an. Es herrschte ein langes Schweigen zwischen uns bis Rabe endlich etwas sagte. "Nunja, also ich habe eine andere Einstellung gegenüber den Clan Katzen. Ich halte mich von ihren Teretorien fern, was sie auch wollen. Deswegen gehe ich ihnen aus dem Weg.", er machte eine Pause "Obwohl..." fing er an doch mehr gab er nicht Preis.

Unsicher bearbeitete er mit seinen Pfoten den Boden. Schließlich meinte ich "Nunja, also die Clans bekriegen sich zur Zeit. Früher haben sie in Frieden gelebt aber jetzt irgendwie nicht mehr. Deshalb bitte ich euch, ihnen irgendwie zu helfen das der Frieden wiederkehrt." Die Katzen sahen sich erstaunt an, schüttelten beide jedoch den Kopf. "Nein. Wir setzten keinen Fuß in das Clan Teretorium.", entschied Rabe. "Überlegt es euch nochmal. Ich werde noch einen Tag lang hier sein, dann bin ich verschwunden. Wenn ihr euch es doch anders überlegt habt, trefft mich hier beim nächsten Sonnenaufgang.", damit lief ich ärgerlich murmelnd davon. Ich lief weiter durch den Zweibeinerort aber nichts war zu sehen. Keine einzige Katze und als ich schon dachte, dass ich ganz verzweifeln würde sah ich eine blaugraue Streunende Kätzin. Sie stand am Fuße eines Baumes und sah mich prüfend an. Mit einem freundlichem Lächeln ging ich auf sie zu. "Hallo, mein Name ist Lauschgleiter. Wie heißt du?", fragte ich. Die Kätzin knurrte und sagte lange Zeit nichts, gerade als ich gehen wollte fing sie an zu sprechen "Ich heiße Saphiera und bin eine Streunende Kätzin. Deinem Namen nach zu urteilen kommst du aus den Clans. Falls du Fragen solltest, ich war auch vorher eine Clan Katze, bis es zu einem schweren Kampf kam, an dem ich Schuld war. Viele Katzen aus allen Clans starben und so hat mich die Anführerin meines Clans, Nesselstern, verbannt." sie schluckte und machte kurz Pause "Vorher hieß ich Saphierkralle, aber seit ich die Clans verlassen habe, nenne ich mich nur noch Saphiera." Damit hörte sie auf zu sprechen und sah mich erwartungsvoll an. "Nunja, du hast Recht. Ich bin eine Clan Katze, aber vom Gewitterclan. Ich habe dort auch eine Gefährtin Namens Hasenstern, aber..." ich seufzte. Sie könnte eine Kompliezin von mir werden doch dafür musste ich die richtigen Worte finden!, dachte ich. "Ich weiß was du tun willst, also mach dir nicht die Mühe darüber wie du es mir sagst. Eines Nachts hat mich ein finsterer Krieger mit dem Namen Regenmaul besucht und mir von den Plänen erzählt. Ich mache mit-aber du musst dir das Risiko ausmalen. Ich bin von einer solchen Tat verbannt worden. Niemand hat sich für mich eingesetzt und das selbe passiert dir auch wenn sie davon mitbekommen." In mir schauderte es. Von Hasenstern und meinen Jungen weg? Das wäre schrecklich!, dachte ich. Doch schnell schüttelte ich meinen  Kopf. Dafür hatte ich doch mein Versprechen gegeben. Ich war nun nicht mehr lange von einem Krieg entfernt, also konnte ich das jetzt auch durchziehen! Also nickte ich schließlich traurig. Saphieras Augen hingegen glänzten. "Geht klar. Aber du musst aufpassen. Wenn du irgendwas in ihren Teretorien machst, wälze dich vorher in einer Duftmarke damit sie nicht deinen Steuner Geruch erkennen.", befahl ich und erklärte ihr noch ein paar Einzelheiten. Schließlich stimmte sie zu und ich machte mich auf den Weg nach Hause. Bei dem Treffpunkt mit Rabe und Mikesch hielt ich nicht mehr an. Die hätten sowieso nicht mit gemacht. Schließlich betrat ich das Gewitterclan Teretorium. Doch bevor ich ins Lager gehen konnte wälzte ich mich in einer Duftmarke, bis ich wieder Gewitterclan Geruch trug. Erst dann lief ich weiter.

Kapitel 11 ~ Rehlauf

Falkenstern stand auf dem Hochfelsen und hatte meine Clan Gefährten zu einer Versammlung berufen. Ich saß mit in der ersten Reihe, denn ich würde Mentorin werden. Dämmerlicht stand am Eingang der Kinderstube. Neben ihr waren ihre beiden Jungen Ahornjunges und Streifenjunges. Auch ihr Vater saß neben ihnen und starrte gebannt Falkenstern an. "Heute werde ich eine Schülerzeremonie abhalten. Dies ist eine erfreuliche Nachricht. Um jetzt Fortzufahren möchte ich Ahornjunges und Streifenjunges bitten vorzutreten." Ahornjunges ging in aller Ruhe zu Falkenstern während Streifenjunges vorrante und als erstes vor Falkenstern stand. Ich sah, wie sich unser Anführer ein belustigtes Schnurren verkneifen musste. Als schließlich auch Ahornjunges da war, begann Falkenstern erneut "Ahornjunges, du hast deinen sechsten Mond erreicht und bist somit bereit eine Schülerin zu werden. Von diesem Tag an, bis du dir deinen Kriegernamen verdient hast wirst du Ahornpfote heißen. Deine Mentorin wird Rehlauf sein.", meinte er. "Rehlauf, du wurdest von unserer tapferen Kriegerin Seerosenschweif hervorragend ausgebildet. Du hast Mut und Stärke bewiesen und mir somit gezeigt, dass du bereit bist eine Mentorin zu werden." Somit trat ich vor und berührte Ahornpfotes Nase mit der meinen. Dann rief der Clan "Rehlauf! Ahornpfote! Rehlauf! Ahornpfote!" Danach trat ich mit meiner Schülerin zurück zum Clan. Jetzt stand nur noch Streifenjunges da und ich sah wie er zitterte. "Streifenjunges, auch du hast deinen sechsten Mond erreicht und wirst nun Schüler. Deshalb wird man dich ab jetzt Streifenpfote nennen. Dein Mentor wird Krähenduft." Froststern wandte sich an Krähenduft. "Krähenduft, du wurdest von Großschweif hervorragend ausgebildet und hast es längst verdient einen Schüler zu bekommen." Krähenduft trat vor und berührte die Nase von Streifenpfote mit der seinen. Dann rief der ganze Clan "Streifenpfote! Krähenduft! Streifenpfote! Krähenduft!"

Dann war die Versammlung auch schon aufgelöst. Ich stellte mich etwas an den Rand und Krähenduft folgte mir. Wir stand zu zweit da und beobachteten die Katzen, die Ahornpfote und Streifenpfote gratulierten. "Ich bin so aufgeregt.", sagte ich plötzlich. Krähenduft nickte. "Ja, das glaube ich dir. Als ich meinen ersten Schüler bekam war ich genauso aufgeregt wie du jetzt.", sagte er und verstummte. "Was ist denn los?", fragte ich verwirrt. Der Kater antwortete nicht. Plötzlich fiel mir ein, dass sein erster Schüler den Clan wechselte. Damals hieß er Funkenpfote und wechselt in den Sonnenclan. Dort ist er jetzt Heiler und heißt Funkenflug, warum der Kater allerdings wechselte wusste niemand. "Rehlauf?", fragte plötzlich Ahornpfote. Ich schüttelte meinen Kopf und sah sie an. "Ja, was gibts denn?", antwortete ich. Ahornpfote sah mich mit verengten Augen an, dann seufzte sie und blickte zum Lagerausgang. "Ich wollte dich fragen was wir jetzt machen. Krähenduft ist mit Streifenpfote in den Wald gegangen und zeigt ihm die Grenzen. Ich will auch mitgehen." Einen Moment lang überlegte ich was wir nun tun sollten. "Gut, wir gehen jetzt auch in den Wald, aber heute bekommst du noch nicht die Grenzen gezeigt.", sagte ich geheimnissvoll. "Oooch, aber was wollen wir denn dann machen?", fragte sie gelangweilt, folgte mir jedoch ohne Wiederspruch hinaus in den Wald. Ich wusste, dass sie etwas mit ihrem Bruder machen wollte aber sie musste auch lernen etwas allein zu machen.

Angekommen im Wald, blieb ich vor einer mit Moos bewachsenen Stelle stehen. "Hier irgendwo sind Beutetiere. Prüfe die Luft und sage mir wo sie sind und welche Art.", befahl ich und sah Ahronpfote erwartungsvoll an.  "Soll das ein Witz sein? Hier riecht man gar nichts. Der Geruch nach Moos ist viel zu stark.", meckerte sie und hielt inne als plötzlich ein kleines Mäuschen aus einer kleinen Höhle, nah des Mooses herauskam. Ich sah sie mit einem Lächeln an, worauf die Schülerin wütend fauchte. "Ganz ruhig. Das ist dein erster Tag als Schülerin.", begann ich doch meine Schülerin ließ sich nicht beruhigen. "Ich weiß nicht was das alles soll? Mein Bruder kann sich jetzt schön die Grenzen ansehen, ja vielleicht trifft er auch andere Katzen und ich muss hier mit dir rumhocken und nach Beute suchen." Plötzlich hielt Ahornpfote inne und blickte zu Boden. Wahrscheinlich hatte sie mitbekommen, dass sie etwas falsches gesagt hatte. "Ist schon gut. Aber ich mache dies hier nur, um deinen Geruchssin zu verbessern. Auf die Grenzen werden wir später eingehen.", meinte ich und befahl Ahornpfote es nocheinmal zu versuchen.  Sie schloss die Augen und sog tief die Luft ein. Dann öffnete sie wieder die Augen und sah mich mit glitzernden Augen an. "Ich habe einen leichten Geruch von einer Amsel gerochen. Sie sitzt dort oben auf dem mit Moos bewachsenen Baum. Anerkennend nickte ich. "Pass genau auf, ich werde mich jetzt an die Amsel anschleichen und du beobachtest mich." Ich duckte mich und schlich auf leisen Pfoten zu der Amsel. Dort wartete ich einige Moment und sprang hoch in die Luft, zog die Amsel mit meinen Krallen hinunter und tötete sie dort mit einem Bissen. Dann lief ich zu Ahornpfote hinüber und ließ die Beute vor ihr fallen. "Wow, das will ich auch können.", hauchte sie.

Das Training mit Ahornpfote lief richtig gut und sie beschwerte sich auch nicht mehr. Schließlich kam sie strahlend ins Lager und rannte sofort zu Streifenpfote der gelassen vor dem Schülerbau saß und eine Maus aß. Meine Schülerin hatte selbst einen Spatzen gefangen. Diesen hatte sie zu den Ältesten gegeben und meine Amsel hatte ich ihr selbst gegeben. "Rehlauf? Kann ich dich kurz sprechen?", fragte auf einmal Falkenstern der mit Krähenduft neben mir auftauchte. Ich drehte mich zu den beiden um und nickte. "Wie war der Tag mit Ahornpfote so?", fragte der Anführer. "Er war toll. Am Anfang hat sie zwar gemurrt, weil sie auch mit Streifenpfote die Grenzen anschauen wollte aber ich habe es schon in den Griff bekommen.", berichtete ich. Falkenstern verengte die Augen "Du hast ihr also nicht als erstes die Grenzen gezeigt? Das ist aber so üblich.", sagte er misstrauisch. Tatsächlich war es so üblich doch ich hatte es eben anders gemacht. Jetzt musste ich die richtigen Worte finden und Falkenstern überzeugen, dass ich das richtige getan hatte. "Nunja, also ich habe ihr gezeigt wie man seine Nase richtig benutzt und ihr ein paar Jagttechniken beigebracht.", sagte ich so selbstbewusst wie es nur ging. "Wie meinst du das mit Nase richtig benutzen?", hakte nun Krähenduft nach. "Ich habe sie zu einer Stelle geführt, wo richtig viel Moos war. Dort habe ich sie die Luft prüfen lassen und sie sollte mir sagen welche Beutetiere sie riechen konnte und wo sie sind." Falkenstern nickte interessiert. "Ich verstehe. Auf solche Sachen bin ich nicht gekommen als ich meinen ersten Schüler hatte. Trotzdem zeigst du Ahornpfote morgen bitte die Grenzen. Irgendwann muss sie ja wissen wo sie sind." Erleichtert nickte ich und zog mich zurück, als mich Falkenstern entließ.

Kapitel 12 ~ Lauschgleiter

Amselschwung, die am Eingang wache hielt sah mich fragend an. “Wo warst du denn hin?”, fragte sie mich. “Ich musste mal eben rausgehen, weil ich nicht schlafen konnte.” Die Kätzin nickte und ließ mich weitergehen. Unschlüssig stand ich nun auf der Hauptlichtung. In welchen Bau sollte ich gehen? Kriegerbau oder Anführerbau.. zwar hatte ich im Kriegerbau auch einen Schlafplatz aber den benutzte ich fast nie, weil Hasenstern nicht ohne mich in ihrem Bau schlafen wollte. “Was ist denn los?”, fragte auf einmal Amselschwung. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass sie gekommen war. Sie hatte ihren Platz verlassen und war nun in den Weg zum Kriegerbau. “Ich weiß nicht wo ich schlafen soll. Ich habe im Kriegerbau zwar auch ein Nest  aber bei Hasenstern auch.”, erzählte ich. Die Kätzin zwinkerte mir zu und lief in den Kriegerbau. Schließlich entschloss ich mich doch, in den Kriegerbau zu gehen. Hasenstern konnte auch mal eine Nacht ohne mich auskommen. Und so lief ich in den Kriegerbau hinein und schlängelte mich durch die schlafenden Krieger hindurch bis ans Ende des Baus, wo ich mein Nest hatte. Müde und kaputt ließ ich mich in mein Nest fallen und ahnte noch nicht, was morgen auf mich zukommen würde.

Als ich die Augen öffnete, fand ich mich im Finsteren Wald wieder. Schneehaken kam auf mich zu und hatte sein Fell gesträubt. “Was denkst du was du die ganze Zeit machst? Hasenstern bekommt Junge, dann gehst du in den Zweibeinerort und verliebst dich fast in eine andere Kätzin...ich glaube es einfach nicht!”, sagte er wütend. “Ich habe mich nicht in sie verliebt und außerdem, habe ich auch schon Feindseligkeiten zwischen den Clans geschaffen. Sie haben sich, so wie ich es herausgehört habe, auf der letzen Versammlung gestritten und sogar gekämpft, obwohl Waffenstillstand herrscht.”, verteidigte ich mich. Böse lachte Schneehaken “Du kennst dich sogar mit ihren Gesetzen aus, und ich dachte, du würdest nur ein Zeit bei ihnen bleiben.”  “Stimmt gar nicht. Ich kenne mich nicht mit ihren Gesetzen aus und will auch nicht die ganze Zeit bei ihnen bleiben. Außerdem muss ich sowieso früher oder später den Clan verlassen, weil meine Deckung irgendwann auffliegen wird.” Der weiße Kater hatte seine Krallen ausgefahren und sein Fell immernoch gesträubt. “Achja? Du hast ihren Geruch angenommen und weißt sogar schon wie sie sich verhalten, wirst zu Patroullien und was weiß ich alles eingeteilt.”, feuerte nun der weiße Kater zurück. Es raschelte im Gebüsch und ein großer grauer Kater kam zum Vorschein. “Schneehaken. Ich weiß auch was er versprochen hat und ich bestehe darauf, dass er es hält. Trotzdem musst du ihm seine Freiheiten lassen.”, begann der große graue, wurde jedoch von Schneehaken unterbrochen “Aber Regenmaul, er hält es doch sowieso nicht! Er wird immer weicher und vergisst seine Mission.” Regenmaul schüttelte mit dem Kopf. “Er wird es schon Schaukeln, aber denk doch mal nach, er muss sich beim Clan einschleimen und ihre Geheimnise herausbekommen um richtig in Aktion treten zu können.”, wandt er ein. Schließlich schickten mich die beiden vort und ich lief allein durch den Wald, bis irgendwann alles verschwamm und ich in meinem Nest im Kriegerbau aufwachte.

Die Sonnenstrahlen kitzelten mich an meiner Nase und zwangen mich somit zum aufzustehen. Blinzelnd öffnete ich meine Augen und sah, dass der Kriegerbau leer war. Außerdem war es fast Sonnenhoch, höchste Zeit zum Aufstehen. Kurz bevor ich hinausging putzte ich mich rasch und entfernte einige Mooskugeln aus meinem Fell.  Dann lief ich hinaus.

Ich kniff meine Augen zusammen, als ich die grelle Sonne sah. “Wieso bist du nicht zu mir in mein Nest gekommen?”, fragte Hasenstern wütend. Sie stand vor mir und blickte mich wütend an. “Und wieso bist du jetzt erst wach? Ottersprung hat dich zu einer Patroullie eingeteilt!”, fügte sie hinzu. Überrascht öffnete ich die Augen. Wieso der ganze Tarar? Sie war doch sonst so nett zu mir. “Ich bin erst etwas später wiedergekommen. Da war es schon etwas dunkler und bis auf die Nachtwache war nichts von irgendjemandem zu sehen. Ich bin zu dir in den Bau geschlichen doch als ich sah wie friedlich du schläfst habe ich mich doch in mein Nest im Kriegerbau gelegt, weil ich Angst hatte dich zu wecken.” Die Augen von Hasenstern wurden weicher. “Trotzdem habe ich dich an meiner Seite vermisst!”, sagte sie stur. Ich trat einen Schritt auf sie zu doch Hasenstern wich zurück. “Spar dir deine Sprüche und geh zu Ottersprung, der hat sicherlich Aufgaben für dich.”, sagte sie und verschwand. Traurig sah ich ihr hinterher und lief schließlich zu dem zweiten Anführer. Er saß vor dem Frischbeutehaufen und hatte sich unser Gespräch mitangsehen denn er sagte gleich “Ich habe es von Anfang an gewusst. Mit euch kann es einfach nichts werden. Verlasse sofort unseren Clan!”, sagte er. Auf einmal hörte ich Schritte und roch den Geruch von Hasenstern. Was hatte sie denn jetzt schon wieder? “Ich habe nichts von aus dem Cla werfen gesagt Ottersprung. Außerdem, habe ich es mir anders überlegt. Ich werde mit ihm schon fertig.”, entschied sie nun und nahm mich mit in ihren Bau. Der Bau von meiner Anführerin war außergewöhnlich kühl. Hasenstern setzte sich in ihr Nest und sah mich erwartungsvoll an. Sie öffnete den Mund doch es kam nur ein schmerzliches Jaulen hinaus. Sie legte sich hin und ich sah, wie ihr Bauch sich krümmte. “Hol...Graufluss..”,krächzte sie. Ich nickte und rannte so schnell wie möglich aus ihrem Bau. Nach wenigen Minuten kam ich keuchend bei der Heilerin an. “Schnell du musst dich beeilen, Hasenstern bekommt Junge.”, sagte ich. Graufluss nickte und ging in die Kräuterkammer. Sie nahm einige Kräuter mit und fragte mich wo sie sei. Ich deutete auf ihren Bau und sah nur wie sie dorthinein verschwand. Sofort lief ich ihr hinterher und trat wenige Zeit später in ihren Bau hinein. Das erste Junge war schon draußen und saugte an dem Bauch von Hasenstern. Bald kam auch ein zweites. Mit einem energischem Schwanzwinken holte mich Graufluss heran. “Hier, beiß die Fruchthülle durch und lecke es anschließend gegen den Strich damit es zu atmen anfängt.” Ich nickte und tat was mir geheißen. Ich spürte, wie das Junge nach Luft schnappte und bald schon atmete. So schob ich es an den Bauch meiner Gefährtin.

Es kamen noch zwei, sodass bald vier gesunde Junge bei meiner Gefährtin lagen. “Es sind drei Mädchen und ein Junge.”, sagte Graufluss nach einer Weile. Der Junge war dunkelgrau und hatte vier weiße Pfoten. Das eine Mädchen war komplett schwarz, bis auf die weißen Ohrenspitzen. Die zweite war komplett weiß und die dritte weiß und hatte schwarze streifen. Sie waren so wunderschön und ich hatte auch schon ein paar Namen für die vier doch das musste ich mit Hasenstern besprechen.

Kapitel 13 ~ Rehlauf

Ich erwachte in meinem Nest im Kriegerbau und sah mich um. Alle schliefen tief und fest und ich war die einzigste die wach war. Mit leisen Pfoten ging ich aus dem Bau und trat ausversehen auf den Schweif von Blitzkralle. Dieser riss die Augen auf  sprang mit einem Jaulen auf, schoss durch den Kriegerbau und krachte durch die Wand. Nun waren natürlich alle Wach. Die meisten hatten Blitzkralle hinterhergeschaut  und lachten. Doch die anderen knurrten und liefen aus dem Kriegerbau. Nur wegen mir haben sich alle erschreckt und sind wach! Aber die Szene war Lustig mit anzusehen. Immerhin war jetzt ein Loch in Form von Blitzkralle in der Wand. “Das zieht!”; jaulte Krähenduft der gerade aufgwacht war. Anscheinend hatte er Blitzkralles Aktion nicht mitbekommen. “Das hast du Blitzkralle zu verdanken.”, sagte Schwarzbart ärgerlich. Es dauerte nicht lange, da kam Blitzkralle durch das Loch. Er war dreckig, sein Fell stand ab außerdem hatte er Zweige und Blätter im Fell. Alle, inklusieve mir, lachten laut los. Beschämt sah Blitzkralle zu Boden und legte sich in sein Nest neben Tigerschatten. Diese rückte weiter von ihm weg. Der zweite Anführer schloss die Augen und schlief nach einiger Zeit wieder ein. Doch die anderen Krieger dachten nicht daran. Sie redeten laut durcheinander und Krähenduft rief wieder “Es zieht!”, diesesmal noch lauter. Blitzkralle wachte ärgerlich knurrend auf und jaulte so laut es ging “Seid ruhig, ich will schlafen!” Sofort kerte Ruhe ein doch sofort ging es wieder weiter “Es zieht immernoch mach doch mal das Loch zu!”, jaulte Krähenduft richtig laut. “Blitzkralle, beweg mal deinen Hintern und mach das Loch zu.”, fügte er laut hinzu.  Mit ausgefahrenen Krallen sprang Blitzkralle auf und sah dem Krieger mit vor Wut funkelnden Augen an. “Beweg selber deinen Hinter und mach das Loch zu, du bist kein Junges mehr.”, sagte er zurück. Plötzlich raschelte es und Salbeiteich und Dämmerlicht traten in den Bau. “Seit ihr mal endlich ruhig! Die Jungen jammern schon und wir können nicht schlafen.”, beschwerte sich Dämmerlicht. “Es zieht!”, rief Krähenduft. Verwirrt sahen sich die Königinnen an bis ihr Blick auf das Loch in der Wand fiel. “Wer war denn das?”, fragte Salbeiteich. “Blitzkralle!”, sagten wir alle laut. Beschämt schaute der zweite Anführer auf den Boden. “Blitzkralle, mach das Loch zu oder stell dich da hin damit Krähenduft endlich mal weiterschlafen kann.”, befahl Salbeiteich. Wütend schaute er Salbeiteich an “Du gibst MIR Befehle?”. fragte er doch sie konnte nicht antworten, weil sich auf einmal Blütenduft in den Bau schob. “Was soll denn das hier?”,, fragte sie genervt. “Man kann das ja bis in den Heilerbau hören, und der ist auf der anderen Seite des Lagers!”, fügte sie hinzu. “Mama, wo bleibst du denn?”, riefen auf einmal alle Junge des Clans. Jetzt wurde es eng im Bau. Alle drängten sich in den Bau, redeten durcheinander undbald balgten sich die Jungen auf dem Boden und krabbelten den großen Kriegern über die Füße! Es wurde immer lauter und auch die Schüler waren nun mit da! “ES IST ZU ENG!”, rief Krähenduft durch die Menge. “Du hast auch immer was zu meckern.”, rief ich nun. Alle schrien durcheinander und irgendwann taten meine Ohren weh. Ich wollte aus dem Bau gehen doch man kam nirgends durch, denn alle standen aneinandergedrängt im Bau. “Nimm dein Arsch aus meine Gesicht.”, rief irgendein Krieger. “Nimm du dein Gesicht von meinem Arsch weg.”, entgegnete ein anderer. Plötzlich bissen mir kleine Zähne ins Bein und ich zuckte zusammen. Ich konnte gerade noch Hyänenjunges erkennen. Doch dann war er wieder weg und biss einem anderen ins Bein. Bald waren alle durch und Krähenduft stürtzte sich auf das Fell doch er hatte das Junge verpasst denn stattdessen erwischte er Federglanz. Diese fiel vor Schreck um und krachte in Wellenherz hinein. Es entstand ein Tumult. Ich wusste nicht wie lange es ging dich schließlich lagen alle Katzen auf dem Boden. Triumphierend standen die Jungen auf einigen Kriegern. “Wir haben gewonnen.”, sagten sie fröhlich. “Ich geb euch gleich gewonnen.”, knurrte Blitzkralle. Der Kater sprang auf aauf jagte auf die Jungen zu. Diese standen vergnügt auf und liefen über den Rücken von jedem Krieger. Blütenduft hatte sich aufgerappelt und stand am Eingang des Kriegerbaus. “Fangt die Jungen ein. Sonst machen sie noch mehr Schaden.”, rief ich durch die Menge. Sofort standen die Katzen mit einem Ruck auf und jagten durch den Bau. Ich lief hinter Schimmerjunges her. Ich kam ihr immer nähr als plötzlich Koalajunges durch meinen Bauch hindurchschlüpfte. Danach kam Herbstlied in die ich schließlich hineinkrachte. Die beiden Jungen waren weg. “Entschuldige.”, sagte Herbstlied und rannte weiter. Grummelnd stand ich auf und sah mich um. Zum Glück kam gerade Rachejunges vorbei die ich im Nacken packte und aus dem Chaos hinausführte. Wir blieben am Eingang stehen wo ich sie Blütenduft überließ und mich wieder in das Chaos stürtzte.

Erst als die Sonne aufging waren die Jungen eingefangen und wir traten nacheinander aus dem Kriegerbau. Wir alle sahen müde aus und hatten verwuschelte Pelze. Dazu war da auch noch das Loch das geflickt werden musste. “Wir..”, begann Blitzkralle doch er musste gleich darauf gähnen. “Teilen wir die Patroullien ein. Die Sonnenhochpatroullie machem Blumenfall, Blutfell, Wildpfote, Herbstlied und Marderhundpfote. Die Sonnenhochpatroullie macht Blutfell, Wellenherz und Echopfote.”, beschloss er. Ich hob den Schwanz. “Aber Blitzkralle, Blutfell hast du gerade für zwei Patroullien eingeteilt und die Jagtpatroullie ist viel größer als die Sonnenhochpatroullie. Und außerdem, es ist doch gerade erst Morgen.” Wütend drehte sich Blitzkralle um. “Ich habe es eingeteilt und so wird es gemacht und wenn du es besser weißt dann mach doch den Job als zweite Anführerin.” Er sah mich immernoch wütend an. Dann entgegnete ich “Also ich hab ja nicht das Loch in die Wand gehauen.” Die Katzen lachten abermals bis sich Blitzkralle umdrehte und in den Anführerbauch lief. “Was machen wir jetzt?”, fragte Salbeiteich panisch. “Was ist denn so schlimm? Irgendwann wird er es doch sowieso erfahren.”, entgegnete ich. Salbeiteich nickte und gab ruhe. “Ich kann doch aber nicht bei zwei Patroullien mitmachen. Außerdem wollte ich heute mit Wildpfote trainieren.”, wandte Blutfell schließlich ein. “Ja und Blitzkralle muss das Loch im Kriegerbau reparieren.”, fügte Farnnacht hinzu. “Dann geht Blumenfall mit Wellenherz, Echopfote, Krähenduft und Streifenpfote zur Morgenpatroullie. Schwarzbart, Rehlauf, Marderhundpfote und Ahornpfote gehen Jagen. Zu Sonnenhoch gehen ich, Federglanz, Adlerpfote und Tigerschatten. Blitzkralle repariert den Kriegerbau wo einige ander Freiwillige noch helfen können. Verstanden?”, fragte Farnnacht. Unsicher nickten die Katzen und wollten ihren Aufgaben nachgehen doch da kamen Falkenstern und Blitzkralle wieder. “Stimmt das Rehlauf?”, fing er an. Doch er hielt inne als er fast den ganzen Clan vor dem Kriegerbau hocken sah. “Was ist denn los? Habe ich was verpasst?”, fragte er mit großen Augen. “Das hast du nicht mitbekommen?”, fragte Krähenduft lachend. Falkenstern schüttelte den Kopf und so schilderte Krähenduft schnell die Lage von letzter Nacht. Es herrschte Ruhe nachdem Krähenduft geendet hatte. “Na dann. Es gab also eine Clan-Party?”, hakte der Anführer nach. Alle nickten und so fragte er “Warum habt ihr mich nicht geholt? Ich wollte auch dabei sein.”

Kapitel 14 ~ Lauschgleiter

Einige Tage war bereits vergangen seit die Jungen gekommen waren. Wir hatten immer noch keine Namen, weil Hasenstern fast immer schlief oder etwas mit ihrem zweiten Anführer regeln musste. Deswegen musste immer ich auf die Jungen aufpassen, was ja eigentlich nicht schlimm war doch mit den Tagen wurde ich immer wieder zu Patroulllien eingeteilt. Da musste eben Schattenblüte herhalten. Jetzt saß ich vor dem Anführerbau und sah meinen Jungen beim spielen zu. Plötzlich kam Hasenstern auf mich und die Jungen zu. "Geben wir ihnen Namen.", beschloss sie als sie sich neben mich setzte. "Ich habe mir auch schon gedanken gemacht.", begann ich und zeigte auf das weiße. "Sie soll Kristalljunges heißen.  Den dunkelgrauen Kater mit vier weißen Pfoten nennen wir Kampfjunges. Die mit den weiß-schwarzen Streifen Splitterjunges und die schwarze Kätzin mit den weißen Ohrenspitzen soll Schneejunges heißen." Als ich geendet hatte blickte ich zu Hasenstern. Sie sagte eine Weile gar nichts bevor sie nickte. "Ja, so nennen wir sie.", flüsterte sie. "Kommt mal her meine kleinen.", sagte Hasenstern. Verwirrt starrten die kleinen ihre Mutter an und blickten danach wieder zu mir. "Papa, wer ist das denn?", fragte auf einmal Kampfjunges. Kristalljunges stieß ihn heftig in die Seite, sodass er umfiel. "Das ist unsere Mutter dummerle.", sagte sie und ging als erste zu ihr. Ihre Geschwister folgten langsamer. "Ich habe immer gedacht das Schattenblüte unsere Mutter ist.", gab Kampfjunges zu. Schneejunges blickte zu ihm. "Warum denn das?", fragte sie. Er schaute auf seine Pfoten und blickte nach einiger Zeit wieder hoch. "Weißt du, in der letzten Zeit haben wir so viel mit Lauschgleiter und Schattenblüte gemacht, dass wir unsere Mutter selten gesehen haben. Da ist das auch schon klar geworden." Hasenstern hatte Tränen in den Augen als sie zu mir blickte. Dann stand sie einfach auf und rannte aus dem Lager. "Ich glaube du solltest hinterher Papa.", sagte Splitterjunges ernst zu mir. Ich nickte und sah mich nach Schattenblüte um. Ich entdeckte sie vor der Kinderstube. Mit einem Schwanzschnippen bedeutete ich den Jungen mir zu folgen was sie auf taten. Vor der Königinn angekommen blieb ich stehen. "Schattenblüte kannst du bitte auf die Jungen aufpassen? Hasenstern ist gerade aus dem Lager gerannt  und ich will sie hier nicht allein lassen.", informierte ich sie. Schattenblüte nickte und ich verabschiedete mich von den Kleinen und der Königinn. Dann rannte ich los.

Draußen im Wald folgte ich der Geruchsspur von Hasenstern die mich schließlich an einen großen Baum führte. Was sie hier wollte wusste ich nicht bis ich plötzlich eine kleine Höhle im Baum entdeckte wo sie drinnensaß. "Was willst du?", fauchte sie mich an. Bei ihrem Ton zuckte ich zusammen. "Ich wollte dich holen. Komm wieder mit ins Lager.", bat ich doch meine Gefährtin blieb stur und schüttelte mit dem Kopf. "Der Clan braucht dich und deine Familie braucht dich noch viel mehr.", sagte ich eingehend. Doch noch immer blieb Hasenstern hart und schwieg. "Meine Familie? Wer ist denn bitteschön meine Familie. Ich habe einen Gefährten und ein paar dumme Junge die nicht wissen wer ihre Mutter ist.", sagte sie bitter und schrie dann noch "Es war ein Fehler sie zu bekommen und es war ein Fehler mit dir zusammen zu kommen." In ihrem Ton erschrak ich. "Hasenstern..du warst die ganze Zeit nicht für sie da. Ich war immer bei ihnen und habe geholfen. Manchmal wenn ich keine Zeit hatte musste eben Schattenblüte dafür hinhalten. Sonst nichts.", flüsterte ich. Wütend sah sie mich an. "Was weißt du denn schon! Soll ich etwa meinen Anführerposten abgeben solange ich Junge habe? Niemals. Der Clan hält mich sonst für schwach.", entgegnete sie. "Du ziehst voreilige Schlüsse. Bitte überleg es dir nocheinmal. Du wirst es nachher bereuen.", sagte ich eindringlich. "Geh! Geh einfach ins Lager! Ich will nichts mehr von dir sehen.", schrie sie sauer. "A-aber..", stotterte ich. "Geh einfach! Schlaf in deinem Nest im Kriegerbau und fertig ist die ganze Sache!", fügte sie hinzu. Nun blieb mir nichts anderes übrig als zu gehen. Nach einem letzten Blick über die Schulter rannte ich weg, weg von hier. Hinein ins Lager.

Sofort ging ich zu Schattenblüte. Eisenschweif saß neben ihr und beobachtete wie die Jungen spielten. Dann setzte ich mich neben Eisenschweif. "Was ist denn los? Wo ist Hasenstern?", fragte Schattenblüte.

Schnell erklärte ich ihr alles, ließ die Sache mit den Jungen jedoch aus. Ungläubig sahen mich Eisenschweif und Schattenblüte an. "Ich kann es auch nicht glauben. Wie sie so etwas sagen kann. Ich meine, sie ist doch meine Gefährtin!", erklärte ich. Eisenschweif sah mich zweifelnd an "Ich weiß aber sie hatte in letzter Zeit viel um die Ohren. Deswegen musstest du auf die Jungen aufpassen und da du auch auf Patroullien musstest, habe ich mich auch um die Jungen gekümmert. Da ist es ja klar, dass sie mich vielleicht für ihre Mutter halten würden. Tja und als Kampfjunges es laut gesagt hat war die Reaktion klar.", entgegnete Schattenblüte. Seufzend ließ ich den Kopf hängen. "Was soll ich denn nun machen?", fragte ich verzweifelt. "Abwarten. Mehr kannst du in dieser Zeit nicht tun.", sagte nun Eisenschweif. "Aber was soll ich nun wegen den Jungen machen? Im Kriegerbau können sie schlecht schlafen und ich weiß nicht ob Hasenstern sie an sich ranlässt." Schattenblüte guckte zu Eisenschweif und wieder zurück. Bevor sie jedoch etwas sagen konnte, kam Hasenstern zurück. Ihr Fell hatte sich gesträubt und ihre Augen funkelten vor Wut. Blattfeuer und Amselschwung liefen auf dem Lagerausgang zu, als die beiden jedoch Hasenstern sahen, wichen sie erschrocken zurück. Sie flüsterten etwas zwischeneinander und als sich Hasensterns Blick zu ihnen umwandt, rannten sie noch ängstlicher aus dem Lager. "Ich gehe mal zu ihr. Passt auf die Jungen auf.", sagte Schattenblüte und lief ruhig zu Hasenstern. "Kristalljunges, Splitterjunges, Schneejunges, Kampfjunges kommt her.", rief ich. Sofort liefen die beiden zu mir und auch  Rostjunges eilte zu ihrem Vater. "Was ist denn los Lauschgleiter?", fragte Splitterjunges. "Es gibt Probleme mit Hasenstern. Deswegen bleibt ihr jetzt lieber erstmal bei mir und Eisenschweif.", erklärte ich. Traurig sah Kampfjunges zu mir hoch. "Ist..ist es etwa meine Schuld? Wegen vorhin?", fragte er. Ja, es ist deine Schuld. Hättest du das nicht gesagt wäre jetzt alles ok!, dachte ich sprach es jedoch nicht laut aus. "Nein, ist es nicht.", sagte ich ruhig. "Natürlich ist es seine Schuld!", wandte Kristalljunges ärgerlich ein. Kampfjunges zog den Kopf ein und kuschelte sich an mich. "Ist...ist es das wirklich?", fragte er. Eine Zeit lang sah ich ihn ruhig an bis ich antwortete. "Nein. Hasenstern hat zur Zeit nur viel um die Ohren."

Ich trat zaghaft in den Anführerbau. Die Jungen warteten draußen auf mich. "Hasenstern? Darf ich mit dir reden?" Den Blick den mir meine Gefährtin zuwarf, sagte einfach nur >Geh weg wir haben uns schon alles gesagt!< doch sie nickte. "Was willst du?", fragte sie. "Ich will nochmal mit dir reden. Vergiss doch die ganze Sache einfach. Es sind nur Junge und du weißt, dass wir alle dich ganz besonders lieben.", sagte ich eindringlich.

Hasenstern zuckte mit ihren Schultern  "Ich denke wir haben alles gesagt was es zu sagen gibt." Ich öffnete den Mund und schloss ihn gleich wieder. "Das kannst du doch nicht machen!!", rief ich entsetzt. "Lauschgleiter, wenn du noch weiter mit mir diskutierst werf ich dich aus dem Clan!" Sie fixierte mich mit einem bösen Blick der keinen Wiederspruch deutete. "Hasenstern, überleg dir was du tust. Bitte überwinde dich." Hasenstern knurrte und hob den Schwanz. "Du hast es so gewollt. Lauschgleiter, von diesem Tage bist du nicht mehr Teil des Gewitterclans. Verlasse unser Teretorium und kehre nicht zurück." Ich ließ meinen Kopf hängen blickte Hasenstern fest in die Augen. Ich wollte etwas sagen doch da kamen unsere vier Junge hineingestürmt. "Hasenstern, das darfst du nicht tun! Wir brauchen doch unseren Vater!", sagten alle im Chor. "Und dich!", fügte Kampfjunges mit großen Augen hinzu. Hasenstern schüttelte den Kopf.

"Jetzt geh Lauschgleiter.", befahl sie und ich trottete zum Ausgang. Da stellten sich auf einmal Kampfjunges, Splitterjunges und Kristalljunges in den Weg, sodass ich nicht hinausgehen konnte. "Wenn Lauschgleiter geht, gehen wir mit.", erklärten die drei. "Pff, mir doch egal. Ich brauch keine Junge die sich gegen mich stellen. Aber, wenn ihr geht, braucht ihr nicht wiederzukommen.", gab Hasenstern zurück. Die Jungen nickten und gingen mit mir aus dem Anführerbau. Kristalljunges drehte sich vorher noch um und sagte "Komm Schneejunges." Doch ihre Schwester schüttelte den Kopf und kuschelte sich an Hasenstern. "Nein. Ich bleibe hier. Hasenstern braucht gerade jetzt viel Liebe und ich versuche sie ihr zu geben."  Mit hängendem Kopf drehte sich Kristalljunges und folgte mir und ihren Geschwistern aus dem Lager. "Ich hatte gehofft sie würde mitkommen.", flüsterte sie nach einiger Zeit. Splitterjunges rückte an sie heran und legte ihren Schweif auf ihre Schulter. "Ich doch auch aber wenn sie da bleiben will, will sie da auch bleiben. Und jetzt komm. Lauschgleiter wird wissen wohin wir gehen.", sagte Splitterjunges. Ich wusste, dass wir irgendwann gehen mussten aber so früh und die Kleinen kommen auch noch mit, das hatte ich nicht erwartet.

Kapitel 15 ~ Rehlauf

Ich lief mit Ahornpfote, Blumenfall, Blutfell und Wildpfote durch den Wald. Wir waren auf Jagtpatroullie und hatten jeder schon ein Beutestück. Plötzlich erklang ein schreckliches Jaulen. Meine Patroullie stellte die Ohren auf und guckte sich in der Gegend um. "Was machen wir jetzt Rehlauf?", fragte Wildpfote. Einige Zeit lang überlegte ich es erklang nochmal eins und ganz leise hörte ich, wie jemand auf etwas einredete und da erkannte ich ihn, allein schon an der Stimme. "Geht ihr vor. Ich sehe nach.", beschloss ich. Nach einigem Zögern erklärten sich alle einverstanden und gingen. Erst als ich sicher war, dass sie auch wirklich weg waren drehte ich mich um und folgte dem Geräusch.

Langsam verzweifelte ich, weil ich nichts fand doch da sah ich sein dunkleres Fell. Lauschgleiter! Aber bei ihm waren noch drei Junge. Enttäuscht ließ ich den Schwanz hängen. Er hatte also eine Gefährtin. War ja klar, bei so einem Kater.."Rehlauf? Bist du das?", fragte auf einmal seine Stimme hoffnungsvoll. Zögernd legte ich meine Beute ab, vergrub sie und trat einige Schritte auf Lauschgleiter zu. "Wo ist deine Gefährtin?", fragte ich traurig. Er seufzte und blickte zu Boden. "Naja. Weg. Sie wollte nichts mehr von mir und den Jungen wissen, deswegen hat sie mich..rausgeschmissen.", erklärte er zögernd. "Du musst wissen, unsere Mutter ist Hasenstern. Lauschgleiter und sie haben sich gestritten. Dann hat Papa es übertrieben und Hasenstern hat ihn rausgeworfen. Wir drei sind mitgekommen doch meine Schwester Schneejunges ist geblieben.", erklärte ein dunkelgrauer Kater mit vier weißen Pfoten. Böse stieß eine weiß schwarz gestreifte Kätzin ihn an. Lauschgleiter seufzte. "Ja er hat Recht und wenn ich gleich mal dabei bin kann ich dir meine Jungen ja vorstellen. Der Kater hier ist Kampfjunges. Die schwarz weiß gestreifte Kätzin hier ist Splitterjunges und die komplett weiße ist Kristalljunges." Er zeigte nacheinander auf die Jungen. Sie waren so wunderschön! Ich hätte auch gern Junge, am liebsten von ihm. "Was wollt ihr denn jetzt machen?", fragte ich um das Thema zu wechseln. Lauschgleiter zuckte mit den Schultern. "In den Gewitterclan können wir nicht mehr und drei Junge kann ich auf die länge her auch nicht versorgen.", stellte er fest. Da kam mir eine Idee. Falkenstern hatte zwar gesagt, dass ich solche Entscheidungen nicht allein treffen soll aber er mit drei Jungen allein in der Wildnis? Nein, das konnte nicht gut gehen. Deswegen sagte ich "Kommt mit in den Luftclan." Die Jungen nickten begeistert, nur Lauschgleiter setzte einen besorgten Blick auf. Schließlich willigte er ein und so liefen wir ins Lager. Vorher sammelte ich natürlich die Beute auf.

"Schon wieder die?", fragte Falkenstern knurrend. "Ich habe gesagt, dass du nicht einfach so bestimmen kannst wer in meinen Clan kommt und wer nicht!" Ich blickte zu Boden und dann wieder zu Lauschgleiter und den Jungen. "Aber Falkenstern, Lauschgleiter ist ein Einzelläufer und jetzt schon dürr, wie soll er dann auch noch die drei Kleinen hier versorgen?", fragte ich verzeweifelt. Falkenstern seufzte und richtete seinen Blick gegen die Wand. Seine Mimik konnte ich nicht deuten aber was würde passieren? Hoffentlich nimmt er die Jungen auf! "Also gut Rehlauf", begann er. "Sie dürfen bleiben solange sie wollen. Wenn die vier möchten das ich sie in den Clan aufnehme, müssen sie es mir beweisen. VERSTANDEN?", fragte er. Die letzten Worte schrie er förmlich doch warum wusste ich nicht. Irgendetwas trauriges lag in seinem Blick doch, wieso? "Rehlauf, du kümmerst dich um sie. Auch um die Jungen. Deswegen bist du vorerst von den Kriegerpflichten entbunden." Verdutzt starrte ich ihn an. Diese Jungen waren doch schon alt genug ohne.. "Aber Falkenstern sie sind doch..", begann ich doch er hob den Schwanz. "Du ziehst in die Kinderstube solange sie noch Jungen sind. Sag Salbeiteich bescheid nur das sie sich nicht wundert." Das war das letzte bevor er uns hinausschickte. "Weißt du was das sollte?", fragte mich Lauschgleiter freundlich. Ich schüttelte den Kopf und sah ihn liebevoll an. Bald schon wich er zögernd meinem Blick aus und sagte nichts bis wir vor der Kinderstube ankamen. "Kommst..kommst du mit rein?", fragte ich stotternd. Zögerlich nickte er und trat hinter mir und den Jungen in die Kinderstube hinein. Dämmerlicht sah mich fragend an. Die Königinn hatte beschlossen in der Kinderstube zu bleiben nachdem ihre Jungen Schüler wurden. "Du..hast Junge? Mit Lauschgleiter?", fragte Salbeiteich und fügte schnell noch hinzu "Du hast ihn ja immer schon so angestarrt und das ganze Lager weiß, dass du in ihn verknallt bist und Junge haben willst."

Peinlich berührt starrte ich auf den Boden. "Stimmt das?", flüsterte mir Lauschgleiter ins Ohr. Langsam hob ich den Kopf und blickte tief in seine Augen bevor ich nickte. "Rehlauf du hast hier ein schönes flauschiges Nest das du erst einmal benutzen kannst bis die Jungen groß sind.", sagte Dämmerlicht und zeigte auf das Nest. Es war gegenüber von Salbeiteichs Nest.

Murrend machte ich mich auf dem Weg zu meinem neuen Nest und ließ mich dort nieder. Nach einigem zögern folgten mir die Jungen. Schimmerjunges und Hyänenjunges kamen zu meinem Nest und stellten sich vor Splitterjunges, Kristalljunges und Kampfjunges. "Hallo. Ich bin Schimmerjunges und mein Bruder da ist Hyänenjunges. Wollt ihr spielen?", fragte Schimmerjunges. Kampfjunges sah seine Schwestern zögernd an ehe er nickte. Schnell warf er noch einen Blick auf mich. "Dürfen wir Rehlauf?", fragte er. Ich nickte. Was sprach schon dagegen? "Gut, ich bin ein Fuchs und ihr müsst mich fangen.", rief Hyänenjunges und lief durch den Bau. Ohne zu zögern liefen nun die Jungen hinterher. Liebevoll sah ich ihnen zu und bemerkte gar nicht, dass Lauschgleiter plötzlich neben mir saß. Er hatte seinen Schwanz ordentlich auf seine Pfoten gelegt. "Wieso?", fragte er gleich. "Was wieso?", fragte ich. "Ich meine, wieso du mich liebst!", entgegnete er.

Erschrocken sah ich ihn an. Wie kam er denn jetzt darauf? "Also?", fragte er nochmals. "Wie also?", fragte ich obwohl ich die Frage verstanden hatte. "Meine Gefühle gelten nur für Hasenstern und für niemanden sonst!", fauchte er. Knurrend sah ich ihn an. "Ich kann nichts gegen meine Gefühle tun! Ich mochte dich schon seit deinem ersten Besuch hier. Ich habe mich in dich verliebt und habe jeden Tag an dich gedacht!" dann fügte ich noch hinzu "Aber das zählt ja natürlich nicht. Geh doch zurück zu deiner Hasenstern! Oh- du kannst ja nicht zurück! Habe ich vergessen!", danach blieb ich still. Verzweifelt sah ich Salbeiteich an. Jetzt hatte ich es komplett bei Lauschgleiter veraut! "Rehlauf, es tut mir leid, dass ich dir falsche Hoffnungen gemacht habe aber ich will wirklich nichts von dir.", sagte er und flüsterte mir dann noch ins Ohr "Wahrscheinlich verlasse ich irgendwann den Clan und lass die Jungen hier. Hier sind sie wirklich besser dran." Traurig blickte ich nieder. Es war klar das er den Clan verlassen würde aber ohne die Jungen?

Den Rest des Tages saß ich einfach nur so herum. Lauschgleiter war schon bald aus dem Bau gegangen. Die Jungen spielten unermüdlich und schon bald kam Blitzkralle hinein. Er hatte drei Wühlmäuse im Maul und legte je eine vor die Königinnen ab. "Danke.", sagte ich. "Kein Problem.", erwiederte er und verließ den Bau.

Ich erwachte auf einer Lichtung. "Ah, endlich bist du da.", sagte eine Stimme und ich schreckte hoch. Vor mir stand Preiselpelz. Was wollte sie denn hier?  "Was..machst du denn hier? Ich meine..was mache ICH hier!", fragte ich verwirrt.

"Ganz ruhig meine Kleine.", begann die Sternenclan Kriegerin. "Ich wollte dir sagen, dass du dich auf etwas ganz schreckliches einlässt. Du wirst dich zwar am Anfang freuen, aber am Ende wirst du mächtig enttäuscht." Verwirrt sah ich sie an. "Auf was lasse ich mich ein?", fragte ich. "Das wirst du noch früh genug erfahren.", sagte sie finster. "Mit wem hat es zu tun?", fragte ich. "Wenn du ganz scharf nachdenkst, weißt du wen ich meine.", damit verschwand sie auch schon.

Kapitel 16 ~ Lauschgleiter

Ich war jetzt schon einige Tage da und die anderen Katzen schienen sich langsam an mich zu gewöhnen. Außerdem wurde ich auch schon zu Patroullien eingeteilt. Meine Jungen vernachlässigte ich jedoch nicht. Jeden Tag war ich bei ihnen und spielte mit den dreien. Rehlauf war auch eine gute Mutter. Schnell hatten meine Kleinen sie ins Herz geschlossen. Doch das schlimmste war, dass Rehlauf mich liebte und auch noch mit mir Jungen haben wollte. Das konnte ich Hasenstern nicht antun! Das konnte ich den Jungen nicht antun! Aber..sie will nichts mehr von mir also kann ich tun und lassen was ich will. Ich bin frei und das war ich schon immer! "Lauschgleiter! Worüber denkst du nach?", fragte auf einmal Rehlauf die neben mich getreten war. Ich saß vor der Kinderstube und hatte mit einem leeren Blick in den Himmel gestarrt. "Du willst zurück zu Hasenstern, oder?", fragte sie mit zitternder Stimme. Langsam blickte ich zu ihr und schüttelte nach langem Überlegen den Kopf. "Nein. Und selbst wenn ich kann nichtmehr dorthin. Sie hat es mir verboten und ich muss schwer dafür bezahlen wenn ich wieder zurück gehen.", erwiederte ich schlicht. "Ich kann es dir doch ansehen.", begann sie und machte eine Pause. Rehlauf schluckte und sagte dann immernoch mit zittriger und trauriger Stimme "Du musst deinem Herzen folgen!", dann stand die Ziehmutter auf und lief in die Kinderstube zurück.

Ich lief im Wald umher als plötzlich Regenmaul aus einem Busch trat. Verwundert sah ich ihn an. "Was willst du denn hier? Du bist doch..", fing ich an doch er unterbrach mich. "Tod? Ja ich weiß aber mir wurde gewährt, dass ich für kurze Zeit auf die Erde komme um mit dir zu reden.", erklärte er. Ich zuckte mit dem Schwanz als Zeichen, dass er fortfahren konnte. "Nungut. Ich habe dein Gespräch mit Rehlauf belauscht und sie hat vollkommen Recht. Du musst deinem Herzen folgen. Was sagt dir dein Herz gerade?", fragte er. Ich überlegte kurz und sagte dann "Das ich...", ich hörte auf zu reden und sah ihn an. "Gut. Dann tu das. Aber vergess dein Versprechen nicht!", entgegnete der Finstere Krieger und wollte gehen doch ich hielt ihn auf."Moment mal Regenmaul! Du bist so weise und nett und weise also wieso bist du dann im Wald der Finsternis? Du gehörst in den Sternenclan!", sagte ich selbstbewusst. Regenmaul hielt inne und drehte sich zu mir um. Sein Gesicht wurde finster. "Ich war damals ein großer und erfahrener Krieger. Ja, ich war sogar zweiter Anführer bis ich auf die schiefe Bahn geraten bin.", er machte eine Pause und setzte sich hin. "Der Wald der Finsternis hat mich in seinen Bann gezogen und ich konnte nicht mehr entkommen. Irgendwann habe ich die erste Katze getötet. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören und als ich dann in einem Kampf gegen einen anderen Clan schwer verletzt wurde und viel Blut verlor war es mit mir zu Ende. Ich wachte auf einer Lichtung auf und sah richtig viele Sternenclan Katzen vor mir. Sie sagten, dass ich für die Bösen taten in den Wald der Finsternis kommen müsse. Einige hatten sich dagegen gestellt doch die Entscheidung wurde getroffen und so wurde ich in den Wald der Finsternis geschickt.", sagte er und sah mich erwartungsvoll an. "Deswegen...oh das tut mir so leid! In welchem Clan warst du damals?", fragte ich.

"Dem Dämmerclan und es ist deine Aufgabe ihn erneut zu gründen.", erklärte er. Geschockt sah ich ihn an. "Ich? Aber mit wem und..wann und in welches Teretorium sollen wir?"

"Es sind viele Fragen, aber die Antworten bekommst du in deinen Träumen.", sagte er noch bevor er sich auflöste und verschwand. Aufgebracht setzte ich mich hin und starrte auf ein Blatt. Später kam ein Wind auf und wehte das Blatt weg. "Vielleicht ist das der einzigste Weg. Weg von hier, von den anderen Clans." Ich stand auf und lief langsam zurück zum Lager des Luftclans. Als ich ins Lager kam, stolperte ich über ein Junges und als ich hinuntersah entdeckte ich Kampfjunges. "PAAAPA! Endlich bist du wieder da", rief er glücklich und sprang auf mich, sodass ich hinunter auf den Boden fiel. Gerade als ich aufblickte  sah ich Rehlauf die belustigt auf meinen Sohn hinabblickte. "Nun komm aber. Wir wollen mit den anderen Königinnen und ihren Jungen einen Spaziergang machen." Sie schien mich gar nicht zu beachten, denn sie drehte sich wortlos um und ging mit Kampfjunges zur Kinderstube, wo die anderen schon auf sie warteten. Doch Moment mal, wo ware Kristalljunges? Gerade als ich zu Rehlauf gehen wollte um sie zu informieren kam die Kleine aus dem Heilerbau geschossen. Ein paar Kräuter klebten an seinen Pelz. Was wollte sie denn da? War sie krank? "Sie möchte hier Heilerin werden, weißt du?", sagte auf einmal eine Stimme und ich drehte mich um. Neben mir stand Blitzkralle. "Darf..darf sie denn das überhaupt? Ich möchte nämlich gehen wenn die Kleinen soweit sind.", antwortete ich unsicher. Blitzkralle schwieg eine Weile bevor er sagte "Alle drei müssen noch viele Entscheidungen treffen, genau wie du. Doch leider kannst du ihnen keineswegs helfen. Da müssen sie allein durch.", mit diesen Worten verfolgte Blitzkralle die Königinnen wie sie aus dem Lager gingen. "Und ich weiß auch, dass Rehlauf Junge von dir haben möchte. Du möchtest es auch. Also geh einfach diesen Schritt. Ihr beide werdet euch freuen." Mein Mund klappte auf und meine Augen wurden größer. "Ich und Rehlauf? Das kann nicht dein Ernst sein!", sagte ich entsetzt. "Doch es ist mein Ernst. Verspiel deine Chanchen nicht bei ihr. Irgendwann wendet sie sich von dir ab und dann ist es zu spät. Also lass endlich von Hasenstern los, vergiss den Gewitterclan und dein altes Leben. Lebe im hier und jetzt. Sprich: in der Gegenwart.", damit drehte sich Blitzkralle um und lief weg.

Den ganzen Tag saß ich vor dem Kriegerbau und starrte ins Leere. Krieger verschwanden im Bau und tauchten wieder auf. Kurz vor Sonnenuntergang kamen die Königinnen wieder und ich sah, wie die Jungen müde hinter ihnen herstolperten. Mein Blick blieb an Rehlauf kleben und ich wusste nicht wie mir geschieht. Unsere Blicke trafen sich und einen Moment blickten wir einander tief und gefühlvoll in die Augen, bevor sie den Kopf senkte und zielstrebig in die Kinderstube lief. Ich weiß nicht wie lange es dauerte doch irgendwann kam sie wieder nach draußen zu mir. "Was sollte das eben?", fragte sie verwirrt. "Wie was sollte das eben?", fragte ich und sah ihr in die Augen. "Wieso wir uns so..naja..du weißt schon wie angesehen haben." Einen Moment lang schwieg ich bevor ich leise sagte "Heute ist mir klar geworden, dass ich riesige Fehler in meinem Leben gemacht habe." Ich machte eine Pause bevor ich sagte "Ich..will es wagen..ich möchte nochmals Vater werden..." Die Augen von Rehlauf glänzten vor Freude. "Ich...bin dann die Mutter, oder?", hauchte sie. Bestätigend nickte ich, bevor sie sich Freudig auf mich stürtzte.

Kapitel 17 ~ Rehlauf

Einige Monde sind vergangen und mein Bauch wurde dicker. Ich war überglücklich, weil Lauschgleiter zugestimmt hatte Vater zu werden. Kristalljunges, Kampfjunges und Spiegeljunges wurden auch imer größer und waren bald bereit Krieger zu werden. Wobei Kristalljunges Heiler wird. "Rehlauf? Ich muss mit dir reden.", sagte auf einmal Lauschgleiter. Ich zuckte zusammen und richtete meine volle Aufmerksamkeit auf ihn. "Ich hatte nie den Plan lange hier zu bleiben. Nur wegen den Jungen bin ich hier, weil ich nicht wollte, dass sie sterben. Hier haben sie es gut und man kümmert sich um sie doch ich hätte das nicht so gekonnt." er machte eine Pause und ich drückte mich an ihn. "Der Punkt ist, dass ich bald gehen werde. Ich habe eine Aufgabe bekommen die ich erfüllen musss, eine Aufgabe die ich nicht hier tuen kann. Das verstehst du doch, oder?", fragte er und sah mich herzzereißend an. "Aber..aber Lauschgleiter, unsere Jungen kommen doch. Sie brauchen einen Vater und ich brauche dich auch. Bitte, du musst hierbleiben.", flehte ich ihn an doch mein Gefährte ließ sich nicht entmutigen. "Nein. Es geht nicht. Glaube mir. Wenn du wüsstest, welche Last auf meinen Schultern liegt würdest du das selbe tun.

Die Tage sind sehr schnell verstrichen und ich hatte Lagerarest. Falkenstern hatte ihn mir erteilt und auch für die Zeit einen neuen Mentor für Ahornpfote bestimmt. Traurig beobachtete ich Ahornpfote jeden Tag. Mir fehlten das gemeinsame Training mit ihr. Stattdessen hatte Falkenstern sie sich als Schülerin genommen und bildete sie hart aus. Jeden Tag kam sie mit schmerzenden Gliedern zurück und war todmüde. Immer öfters kam sie zu mir und beschwerte sich, dass sie mich wieder als Mentorin haben wollte. Doch Ahornpfote freute sich auch für mich. Die kleine war eine echte Freundin.

"Rehlauf?", fragte auf einmal Lauschgleiter und riss mich aus meinen Gedanken. Ich blickte zu ihm auf, sagte jedoch nichts. "Die Zeit ist gekommen. Heute werde ich den Clan verlassen. Ich werde dich vermissen, besonders unsere Kleinen.", erklärte er. "UNSERE Kleinen? Das soll wohl ein Witz sein! Du bist zwar ihr Vater aber sie werden dich nie kennen lernen. Verstehst du?", sagte ich ärgerlich. "Sagmal Rehlauf was soll das eigentlich? Ich möchte unsere Jungen sehen. Ich möchte, dass sie wissen wer ihr Vater ist doch ich habe eine andere Aufgabe und das musst du verstehen.", erwiderte er hart. "Dann bleib bitte. Wenigstens noch so lange, bis sie die Augen geöffnet haben und wissen, dass du ihr Vater bist.", flüsterte ich. Mein Gefährte schloss die Augen und sagte nichts. Nach einer langen Zeit knickte er doch ein und meinte, dass er noch so lange bleiben würde. Ich wollte mich an ihn drücken doch er wich zurück und lief zu Blutfell, Wildpfote, Schwarzbart, Marderhundpfote und Blumenfall. Sie machten sich gerade bereit für eine Patroullie und verließen auch gleich das Lager. "Rehlauf? Geht...geht es dir gut?", fragte Splitterjunges. Ich schüttelte den Kopf. "Nein. Nichts ist gut meine Kleine. Aber ich will dich nicht damit belasten." Traurig ließ sie den Kopf hängen. "Ich wollte dich doch nur trösten.", meinte sie traurig. Ich leckte ihr zärtlich über den Kopf. "Das hast du doch schon!", schnurrte ich. "Wirklich...?"

Verschlafen hob ich den Kopf. Ich lag in meinem Nest in der Kinderstube. Kampfjunges, Splitterjunges und Kristalljunges lagen dicht an mich gekuschelt und schliefen. "Rehlauf? Du bist schon wach?", murmelte Salbeiteich verschlafen. "Ja. Wieso fragst du?", antwortete ich leise. Auch ihre beiden Jungen Hyänenjunges und Schimmerjunges schliefen noch. "Hast du Lust auf einen kleinen Spaziergang?", fragte sie lächelnd. Bedauernd schüttelte ich meinen Kopf. "Geht leider nicht. Erstens habe ich Lagerarest und zweitens schlafen die Kleinen noch." Traurig ließ sie den Kopf hängen, erhob ihn nach einiger Zeit jedoch wieder. "Dann frage ich Dämmerlicht.", sagte sie selbstbewusst und drehte ihren Kopf zu dem Nest der Königinn doch sie war nicht da. "Geht nicht. Sie ist wieder in den Kriegerbau umgezogen." Knurrend starrte Salbeiteich auf den Eingang der Kinderstube. "Aber...frag doch Wellenherz. Der hat garantiert Zeit für dich!", sagte ich freundlich. Meine Freundin lehnte ab und beschloss schließlich allein hinauszugehen. "Aber..! Jetzt wo die Clans so Streitlustig sind..das kannst du nicht machen!", versuchte ich es ihr auszureden doch sie blieb hartnäckig.

Die Sonne ging auf und ich saß vor der Kinderstube. Salbeiteich verließ gerade das Lager. Ihre Jungen hatte sie mir anvertraut und versprochen, dass sie Sonnenhoch wieder da sein würde. Schweren Herzens hatte ich sie gehen lassen und doch wusste ich nicht, dass das unser letztes Treffen war. "Was wollen wir machen?", fragte Schimmerjunges plötzlich. "Verstecken spielen.", schlug Kampfjunges vor aber Kirstalljunges lehnte ab. "Ich weiß ja nicht was ihr macht, aber ich gehe in den Heilerbau.", erwiederte sie und rannte quer über die Lichtung zum Bau. "Fangen!", sagte Splitterjunges plötzlich. "Nein, wir spielen Kämpfen. Ich bin der Gewitterclan und ihr müsst mich angreifen." Begeistert stimmten alle zu und rannten Splitterjunges hinterher. Gewitterclan..aber da..wieso nahm sie ausgerechnet den Gewitterclan? Hatte das etwas mit ihrer Herkunft zu tun?

Kapitel 18 ~ Lauschgleiter

"Wieso kann sie es nicht verstehen? Wieso? Warum habe ich zugestimmt?", fragte ich Regenmaul, der mit mir zusammen auf einer kleinen Lichtung im Wald der Finsternis saß. Er ließ sich Zeit mit seiner Antwort und es vergingen einige Minuten. "Denk doch mal nach.", sagte er schließlich. "Nachdenken?", fragte ich ungläubig nach. Was gab es da denn bitteschön zum Nachdenken? Ich hatte einen Auftrag von Regenmaul bekommen. Ich sollte den Dämmerclan wieder vereinen aber das konnte ich ja schlecht machen, wenn eine Kätzin von mir Junge erwartete. Junge...das ist es! "Jetzt weiß ich wieso!", sagte ich aufgeregt. "Sie erwartet Junge von mir und weil sie sie nicht ohne Vater aufziehen will, will sie das ich hierbleibe." Der finstere Krieger nickte. "Genau. Aber was machen wir jetzt?", fragte ich. Regenmaul setzte zu einer Antwort an doch da hörten wir Pfotenschritte und aufgeregte Stimmen. Sie kamen immer nähr bis die Büsche erzitterten und drei Katzen hineintraten. Ein hallbrauner Kater mit grauer Tiegerung dessen Namen ich nicht kannte, Preiselpelz und eine sandfarbene Kätzin, wobei die sandfarbene Kätzin ihren Schwanz mit dem Schwanz des Katers eng umschlungen hatte. "Mein geliebter Regenmaul.", flüsterte die sandfarbene und trat einen Schritt nähr auf Regenmaul zu. Dieser stand auf und drückte sich schnurrend an die Kätzin. "Was...ist hier los?", fragte ich verwirrt. Preiselpelz drehte sich zu mir um und stellte sich neben mich. "Der Kater heißt Machtstern und die Kätzin Weizenblüte. Es sind die Eltern von Regenmaul und wir sind hier um ihn zu fragen, ob er nicht doch zu uns in den Sternenclan wechseln will. Anscheinend hatten sie die Frage schon gestellt da die Augen von Regenmaul vor Freude leuchteten und er ohne zu zögern zustimmte. Die Familie rückte eng zusammen. "Weißt du, sein Vater war Anführer des Sonnenclans und seine Mutter die Heilerin des Sonnenclans." Meine Augen weiteten sich. "Aber...das geht doch nicht. Ein Heiler darf doch nicht..", fing ich an doch Preiselpelz unterbrach mich. "Jetzt ist nicht der Richtige Zeitpunkt, außerdem musst du aufstehen.", zischte sie leise und das letzte was ich sah war, wie sie zwischen den Büschen verschwanden und ich allein dastand. Dann verschwomm alles und ich wachte auf.

Ich schreckte aus dem Schlaf hoch und sah mich im Kriegerbau um. Das Nest von Blitzkralle war schon leer und das von Rehlauf auch. Wobei Rehlauf ja nicht im Kriegerbau schlief. Sie war ja umgezogen in den Bau der Königinnen um sich dort um meine Jungen zu kümmern. Meine Junge! Leise stand ich auf und schlich durch die Katzenmenge. Gerade  drehte sich Blutfell um und ihr Schweif fiel genau in meinen Weg. Ich konnte nicht so schnell reagieren, weshalb ich auf ihren Schweif trat. Sie knurrte, machte ein Auge auf und zog den Schweif wieder an sich. "Pass auf wo du hintritts, Trottel.", knurrte sie und schloss das Auge wieder.

"Greif sie an, nalos. So hat niemand mit dir zu reden!", sprach auf einmal Schneehaken. "Nein, sie ist immer noch eine Clan-Gefährtin!", wiedersprach ich leise. Plötzlich tauchte eine Gestalt neben mir auf. Schneehaken!, dachte ich erschrocken. "Geh weg. Sie werden dich sehen wenn sie aufwachen.", flüsterte ich leise. Doch der weiße verneinte. "Nein, nur du kannst mich sehen und niemand anders und wenn du sie nicht angreifen willst, mache ich es!", knurrte er wütend. "Du darfst sie nicht angreifen!", wiederholte ich flehend. "Lauschgleiter? Was redest du denn da?", fragte Blutfell verwirrt und öffnete die Augen. Ich machte den Mund auf doch es entwich mir nur ein Schrei denn Schneehaken stürtzte sich auf mich. Er hielt mich am Boden gedrückt, sodass ich nicht hochkam. Ich trat um mich doch der Kater gab nicht nach. "Es ist zwecklos!", lachte er böse. "Nein, ist es nicht!", fauchte ich. Plötzlich wurden auch die anderen Katzen wach und sahen mich verwirrt an. Das war der Moment für Schneehaken. Er entkam nur knapp meiner Kehle und biss somit in meinen Hals. Ich spürte, wie Blut an mir hinunterrann und auf den Boden tropfte. Ich versuchte seinen Bauch zu bearbeiten, was mir auch gelang aber die Kratzer waren nicht sonderlich tief und er steckte sie auch locker weg. "Mehr hast du nicht drauf?", sagte er lachend und beugte sich tief zu mir hinunter. Ich fuhr ihm mit der Kralle über die Nase und erwischte sogar einen Treffer über seinem Auge und auch bei ihm rann jetzt Blut übers Gesicht. Das Blut über seinem Auge verhinderte seine Sicht, weshalb er loslassen musste und ich freikam. Ich sprang auf seinen Rücken, hielt mich mit ausgefahrenen Krallen tief in seinem Fell fest, sodass er schrie. "Er schwebt in der Luft!", staunte ein Clan Gefährte von hinten. Sie standen alle an der hintersten Wand und ließen mir somit Platz zum kämpfen. "Nalos, zeig dich oder hast du Angst?", zischte ich in sein Ohr. Wieder lachte der Kater, sagte aber nichts. "Er sitzt ja auf einer anderen Katze.", rief wieder einer und machte mir somit klar, dass er sich nun den anderen Präsentierte. Ich biss in sein Nacken und ließ schließlich los. Schneehaken schüttelte mich ab und ich landete somit mit einem dumpfen Aufprall auf dem Boden. Nur damit er sich aufmich stürtzte und mit seinen Spitzen Krallen und seinen Zähnen mich bearbeitete. Er zerkratzte meine Flanke und biss mir ins Ohr. Wieder schrie ich. "Kann mir denn niemand helfen?", fragte ich verzweifelt die anderen doch keiner bewegte sich. "Schluss jetzt Schneehaken.", sagte auf einmal Bärenpranke, der große braune Kater. Sofort gehorchte Schneehaken und stellte sich aber mit einem wütenden Funkeln in den Augen neben Bärenpranke. "Wir brauchen ihn noch.", knurrte er. Erschrockenes Murmeln erklang von hinten. "Und du Lauschgleiter-überleg dir auf welcher Seite du stehst." Damit verschwanden sie auch schon.

Als ich mich im Bau umblickte sah ich, weclhen Schaden unser Kampf angerichtet hatte. Überall lagen Moosfetzen von den Nestern herum und Blut war auch auf dem Boden, genauso wie einige Fellfetzen. Wo die Nester ursprünglich waren, bekam niemand mehr mit. "Aufwachen...", rief eine Stimme und ich sah, wie Blitzkralle seinen Kopf in den Bau steckte. Er verstummte, als er das ganze Chaos im Bau sah, inklusieve mich. Ich hatte viele Kratzer und immernoch tropfte Blut auf den Boden. Auch sah er seine Clan Kameraden die hinten an die Wand gedrängt standen. "Was war hier los?", fragte er verdutzt.  Wir alle gingen aus dem Bau und draußen erklärten wir alles. Blitzkralle schickte mich in den Heilerbau, wo ich nochmals alles erklären musste. Einen kurzen Moment überlegte die Heilerin noch, bevor sie mit irgendwelchen Kräutern meine Wunde behandelte. Am Ende durfte ich gehen, musste aber die nächsten Tage im Lager bleiben und jeden Tag zu ihr kommen. Damit entließ sie mich.

Als ich aus dem Bau kam, standen Rehlauf, Wellenherz, Falkenstern und Dämmerlicht vor der Kinderstube und diskutierten wild. Erst als ich kam verstummten sie. "Was ist denn hier los?", fragte ich verwirrt. "Salbeiteich ist weg. Seit gestern. Sie hat zu Rehlauf gesagt, dass sie auf unsere Junge aufpassen sollte und seitdem hat sie niemand mehr gesehen.", erklärte Dämmerlicht ruhig. Ich nickte. "Wo kann sie denn sein? Vielleicht in einem anderen Clan?" Ich hörte wie Katzen auf den Lagereingang zukamen und als ich die Luft prüfte, roch ich zu meinem Entsetzen Meeresclan. Es waren nicht wenige Katzen nein, es waren richtig viele. "Ihr Königinnen, geht mit den Jungen in euren Bau. Lauschgleiter, du verteidigst mit Wellenherz die Kinderstube. Ich sage einigen Kriegern bescheid, dass sie den Ältestenbau verteidigen sollen.", befahl Falkenstern und wir taten was uns gesagt wurde. Zum Glück waren die Jungen drinnnen und Dämmerlich und Rehlauf konnten auf sie aufpassen.

Es waren viele Katzen und sie strömten auf unsere Lichtung. Ich wusste ihre Namen nicht aber es musste fast der ganze Clan sein. Sie stellten sich auf und mit in der ersten Reihe sah ich...Salbeiteich...und sie hatte ihren Schweif eng mit dem eines orang schwarzen Katers umschlungen. Ich sah wie sich Wellenherz versteifte und mit einer Mischung aus Wut und Trauer seine ehemalige Gefährtin ansah. Sie hatte also den Clan gewechselt, uns verraten, Wellenherz enttäuscht. Sowas hätte ich echt nicht von ihr erwartet. Niemand hätte das.

Kapitel 19 ~ Rehlauf

Wellenherz drängte sich durch die Luftclan Katzen hindurch bis er schließlich vor Salbeiteich und dem Kater stand. "Salbeiteich..was..wer..komm zurück!", sagte Wellenherz bittend, doch die Königinn schüttelte angeberisch den Kopf. "Nein. Ich möchte nicht. Ich habe hier einfach niemanden. Mich zieht nichts hierher und das ist seit entlichen Monden so. Bis ich Bienenfuß getroffen habe. Es war Liebe auf den ersten Blick und dann habe ich mich endlich getraut. Mein Entschluss stand fest. Ich würde beim Meeresclan leben.", erklärte sie mit einem stolzen Glitzern in den Augen. Bienenfuß fing an zu schnurren und leckte ihr zärtlich über ein Ohr. Dabei sah er Bienenfuß schadenfroh an. Dieser fuhr die Krallen aus und sein Fell sträubte sich. "Und was willst du dann hier? Wieso hast du mich verlassen? Unsere Jungen brauchen dich!", wimmerte Wellenherz. "Ich habe mich lange mit Bienenfuß besprochen und auch mit Nesselstern besprochen und dann sind wir hierher gekommen um meine Jungen zu holen. Die Jungen von mir allein!", sie machte eine Pause und fügte dann wütend hinzu "Und wenn ihr sie mir nicht freiwillig übergebt, werden wir darum kämpfen."

Ich sah wie Lauschgleiter sich vordrängte und sich neben Wellenherz stellte. Nach einigem Zögern sah ich, wie eine rote Kätzin zu den dreien lief und später erkannte ich Blutfell. "Wenn ich etwas sagen dürfte...", fing sie unsicher an. "Wie einige ja wissen habe ich schon immer vom Meeresclan geschwärmt und man hat mir verboten zu ihnen zu wechseln, weil ich ja hier noch eine Schülerin habe. Aber um ehrlich zu sein...hat sie mir gesagt, ich solle auf mein Herz hören. Naja und ach was ich glaube ihr wisst worauf es hinausläuft. Ich möchte in den Meeresclan wechseln."

"Nesselstern!", rief der Kater, der angeblich Bienenfuß sein sollte. Ein kleiner schwarzer Kater kam drängte sich aus der Katzenmasse heraus, seine Augen glitzerten fröhlich als er meine noch Clan Gefährtin Blutfell sah. Der Anführer stellte sich vor die Kätzin und sah sie lächelnd an, als er sich jedoch zu Bienenfuß umdrehte, blickte er ihn streng an. "Was gibts?", fragte Nesselstern. "Diese...Kätzin...will zu uns in den Clan.", das Wort Kätzin sprach der orang schwarze verächtlich aus. Salbeiteich biss ihm knurrend in die Flanke, sodass ihr neuer Gefährte vor Schmerz aufheulte. Nesselstern räusperte sich. "Also, wenn sie wirklich zu uns möchte, werden wir sie gern aufnehmen.", entschied er und sah seine Katzen nacheinander an. Plötzlich ertönte ein Jaulen. "Was soll das hier eigentlich? Ich bin der Anführer des Luftclans und so habe ich auch noch etwa zu sagen!", schrie Falkenstern. Alle Gespräche verstummten. "Niemand wechselt hier den Clan. Salbeiteich kommt sofort in meinen Clan und Blutfell du bleibst auch. Wie sieht es denn für die anderen Clans aus? Das wir unsere Katzen nicht richtig behandeln und sie vor Verzweiflung in einen anderen überwechseln?" Nesselstern stimmte lachend zu, woraufhin Falkenstern ihm eine mächtige Maulschelle ins Gesicht gab. Er traf seine Nase und über seinem Auge trat sich auch eine Wunde auf, sodass frisches rotes Blut auf den Boden tropfte. Es war so rot wie Blutfells Pelz. Zu meinem Entsetzen rannte Blutfell, die sich schließlich zu Krähenduft in die zweite Reihe gestellt hatte, vor doch Krähenduft hatte Glück, und packte sie noch fest an ihrem Schwanz. Sie schrie vor Schmerz auf und stürtzte sich mit ausgefahren Krallen auf ihren Clan Gefährten und ehe ich michs versah, brach auf unserer Lichtung ein Schrecklicher Kampf aus.

Dämmerlicht, die Jungen und ich drängten uns hindurch zur Kinderstube wo wir keuchend ankamen. Ich hörte Kampfgeschrei vor der Kinderstube, was auch die anderen hörten denn die Jungen drückten sich eng an die hinterste Wand der Kinderstube.

Ich wusste nicht wie lange es dauerte, aber bald hörte ich wie eine Katze "Rückzug!", schrie und als das Pfotengetrappel vorbei war. Langsam ging Dämmerlicht auf den Eingang der Kinderstube zu und steckte zögernd den Kopf hinaus. Dann erstarrte sie und zitterte am ganzen Leibe. Sie blieb eine Weile so stehen, bis sie ruckartig den Kopf zurückzog und auf mich zurannte. Ich sah ein panisches Flackern in ihren Augen und fragte sie was los war, doch sie antwortete nicht. Stattdessen schüttelte sie den Kopf und sagte nach einigen Minuten. "Sie haben unseren Clan verscheucht. Unseren ganzen Clan. Das ganze Lager ist voll von Meeresclan Katzen. Wir sind die einzigen Luftclan Katzen hier und es wird nicht mehr lange dauern bis sie uns entdeckt haben.", sie machte eine Pause und rief dann leise "WAS MACHEN WIR DENN JETZT?"

Tja, dass wusste ich auch nicht aber eins war klar, es musste uns schnell etwas einfallen. Ganz schnell.

Kapitel 19 ~ Lauschgleiter

Traurig rannte ich hinter meinen Clan Gefährten her. Ich sah durch die Runde. Alle waren entkommen, jedoch nicht ohne Kratzer. Zwei Katzen hatten wir an einem Tag an einen anderen Can verloren. Blutfell und Salbeiteich. Das hätte ich von den beiden nie gedacht. Zwar kannte ich sie nicht so gut doch immer hatten sie sich feindlich zu den anderen Clans geäußert, hatten bei einem Kampf immer mitgekämpft und waren loyal. Diese Zeiten waren vorbei. Wie kann man sich denn nur so täuschen?

Inzwischen hatten wir angehalten. Wir waren an der Grenze unseres alten Teretoriums. Falkenstern war stehen geblieben. Neben ihm stand Blitzkralle und die beiden berieten sich wie es weitergehen sollte. Geht in den Sonnenclan, dort werdet ihr Hilfe finden., flüsterte auf einmal eine sanfte Stimme. Bald tauchte auch die Gestalt neben mir auf. Es war....Weizenblüte. Die alte Heilerin des Sonnenclans und auch Mutter von Regenmaul. "Aber wieso sollten sie uns helfen? Wir sind doch Gegner?", fragte ich die Sternenkätzin. "Wer ist ein Gegner?", fragte auf einmal Tigerschatten die sich zu mir umgedreht hatte. Ich zuckte mit dem Schwanz als Zeichen, dass sie still sein sollte. Dann drehte ich mich wieder in die Richtung von Weizenblüte doch mit bedauern musste ich feststellen, dass sie weg war. Die Hilfe liegt in der Sonne., hallte eine Stimme in meinen Gedanken nach. Was sollte das denn nun wieder? Die Sonne? Ich denke der Sonnenclan! Wieso konnte der Sternenclan nicht einmal genaue Prophezeihungen äußern?

Schließlich drängte ich mich zu Falkenstern durch und blieb vor ihm stehen. "Irgendetwas sagt mir, dass wir beim Sonnenclan Hilfe bekommen können.", sagte ich schüchtern. Misstrauisch sah er mich an. "Wieso nicht beim Gewitterclan?" Ich zuckte zurück. Was sollte ich denn jetzt erwiedern? Es herrschte einen Moment lang Schweigen. "Nunja. Ich frage den Clan was er davon hällt." Ich nickte und entfernte mich als Falkenstern sich auch schon Wort verschaffte. "Also. Lauschgleiter hat gesagt, dass wir zum Sonnenclan gehen sollen. Was haltet ihr davon?", fragte er laut. Unruhiges Gemurmel brach unter den Katzen aus und sie drehte sich zu mir um. Als alle fragten wieso augerechnet dahin, musste ich ihnen wohl oder übel einen Grund nennen, um sie zu überzeugen. Ich trat neben Falkenstern und begann zu reden. "Überlegt doch mal wieso. Unser Lager wurde von Meeresclan Katzen überfallen. Sie haben uns einmal verjagt und wer sagt uns, dass es das nächste mal nicht wieder so läuft?" Entsetztes Gemurmel brach aus und einer rief sogar "Soll das heißen das wir schwach sind?" Ich sorgte für Ruhe indem ich mit dem Schwanz zuckte. "Nein. Das will ich nicht. Wir sind stark, dass weiß ich doch überlegt einmal was passiert wenn sie sich sogar noch mit dem Gewitterclan verbinden würden. Ich weiß zwar nicht warum sie das tun wollten doch sicher ist sicher. Also, was meint ihr?" Es herrschte Ruhe bis schließlich alle einwilligten. Dann machten wir uns auf zu dem Teretorium des Sonnenclans.

Ich wusste nicht wie lange es dauerte aber schließlich erreichten wir das Sonnenclan Teretorium. Ich sah wie drei Katzen auf uns zugerannt kamen. Sie hatten das Fell gesträubt und blickten uns feindselig an. Als sie jedoch den ganzen Clan sahen, wurden sie langsamer und blickten uns ungläubig an. "Was wollt ihr hier?", fragte ein weißer kleiner Kater freundlich, aber auch etwas verwirrt. "Wir würden gern mit Rotstern sprechen falls das möglich wäre Zedernpelz.", erwiederte Falkenstern ruhig. Er blickte uns misstrauisch an, nickte aber und führte uns zum Lager. Er befahl, dass nur Falkenstern und Blütenduft mit herein kommen solle. Der Rest musste draußen bleiben. Blitzkralle passte auf uns auf und dazu war auch noch eine graue Kätzin mit lockigem Fell. "Bauwasser, es ist schwachsinnig bei uns zu bleiben. Im Notfall könntest du uns sowieso nicht aufhalten." Feindsehlig drehte sie sich zu dem zweiten Anführer um, der das gesagt hatte. "Ihr befindet euch nahe des Sonnenclan Lagers, dann wärt ihr erledigt." Plötzlich ertönte lautsch Kreischen. Blitzkralle sprang auf und stürtzte sich durch den Eingang des Lagers. Blauwasser versuchte ihn aufzuhalten doch er stieß sie locker weg. "Was sollen wir machen?", rief einer aus der Menge und die Katzen rannten wild durcheinander. Ich versuchte sie zu beruhigen doch es klappte nicht. Sie rannten weiter und weiter. Bis ich irgendwann Marderhundpfote, Wildpfote, Tigerschatten und Rehlauf zu mir rief. Drei erschienen doch die 4. traf nicht ein. Warum auch? Sie erwartet Jungen also würde sie bei Dämmerlicht sein. "Was wolltest du?", fragte Marderhundpfote keuchend. "Wir müssen die Katzen beruhigen.", erklärte ich. "Ja aber wie?", fragte Wildpfote verzweifelt. Ich überlegte. Bis schließlich Tigerschatten rief "Essen!" sofort hielten alle an und drehten sich zu der Kätzin um. Marderhundpfote fing an zu lachen und Wildpfote fing auch bald an. Tigerschatten lächelte nur und ich sah die anderen alle verwirrt an. Ich hätte gedacht, dass es schwer sein würde aber so einfach... "Was, wo?", rief einer aus der hintersten Reihe. "Nirgendwo, ich wollte nur das ihr ruhig seit. Also, wir werden da jetzt mal gucken. Mit mir kommen Ahornpfote, Streifenpfote, Krähenduft, Wildpfote, Schwarzbart, Herbstlied. Wellenherz. und Lauschgleiter.", erwiederte Tigerschatten. "Farnnacht, Marderhundpfote und Blumenfall werden auf euch aufpassen. Irgendwelche Fragen?", fügte Tigerschatten hinzu. Als keine Frage kam drehte sie sich um und lief ins Lager. Die genannten Katzen folgten ihr.

Im Lager angekommen sahen wir etwas, dass wir besser nicht hätten sehen sollen. Dort lagen drei Katzen. Eine krümmte sich vor Schmerz, die andere bewegte sich nicht und die letzte war sehr doll verletzt. Wie konnte man Katzen nur so behandeln? Ich hatte den Luftclan in den Tod geführt als ich diese Entscheidung traf. Ich hatte ihnen Hoffnung gemacht, sie angespornt...alles für die Katz. Wie sollte diese Sache nur Enden wenn sich alle gegen uns wenden? Weizenblüte, wieso hast du mich hierher kommen lassen?, rief ich in meinen Gedanken doch eine Antwort erfolgte nicht.

Kapitel 20 ~ Rehlauf

Die Jungen waren noch immer eng an die hinterste Wand gedrückt. "Blitzkralle hat es doch mal geschafft ein Loch in die Wand zu hauen, vielleicht geht es jetzt ja auch.", erinnerte sich Dämmerlicht. Doch bedauernd schüttelte ich den Kopf. "Nein. Das würde viel zu laut sein. Die anderen bemerken sicherlich bald, dass wir feheln und kmmen dann zurück und holen uns.", versuchte ich sie zu überzeugen. Dch insgeheim hatte ich irgendwie eine Ahnung, dass das nicht so schnell passieren würde. "Ich rieche Luftclan Katzen!", fauchte eine Katze draußen. "Honigfarn, das ist doch logisch! Wir sind immerhin im Lager des Luftclans!", erwiederte eine andere spöttisch. Die andere Katze schnaubte und blieb dann leise. "Nein. Honigfarn hat recht, hier sind noch irgendwo Feindliche Katzen.", hörte ich Salbeiteich sagen. Erschrocken sah ich Dämmerlicht an. Verräterin!, dachte ich wütend. Wie konnte sie nur soetwas tun! Wir waren doch Clan Gefährten! Plötzlich raschelte es am Eingang und ehe ich michs versah, stand Salbeiteich im Eingang. Ich spurtete noch hinten zu den Jungen und stellte mich vor sie. Dämmerlicht stellte sich vor die feindliche Kätzin. "Wusste ichs doch! Das hier noch welche sind.", fauchte sie und ihr Blick wanderte zu mir. "Da sind doch meine Kleinen Schätzchen!", sagte sie lachend und ging mit ausgefahrenen Krallen auf mich zu. Ich spürte wie sich die Jungen enger an die Wand drückten. "Wenn ihr mir die Jungen gebt, lasse ich euch laufen. Wenn nicht dann...", sagte sie und hielt mir ihre ausgefahrenen Krallen an die Kehle. "Ist es aus.", flüsterte sie mir ins Ohr. Panisch riss ich die Augen auf und sah mich um. Es gab keinen Ausweg. Keine Fluchtmöglichkeit. Draußen warteten die feindlichen Meeresclan Katzen und weitere Auswege gab es nicht. "Und? Wie lautet deine Antwort?", fragte sie.  "Ich...", fing ich an. Doch Dämmerlicht warf sich dazwischen und rang die Kätzin etwas weiter von mir zu Boden. "Du bedrohst nicht meine Freundin!", fauchte sie. Dämmerlicht entblößte ihre Zähne und beugte sich hinunter. "Nesselster...!", rief sie doch ihr Ruf ging in ein gluckern unter. Dämmerlicht ging weg und ich sah wie aus ihrer Kehle immer weiter Blut lief. Bis sie in einer Blutlache lag. "Du hast doch nicht gerade...", fragte ich ungläubig doch Dämmerlicht sah mich nur ernst an. "Einer musste sterben!" Damit ging sie hinter mich zu den Jungen

"Wo ist Salbeiteich? Sie hat sich doch nicht etwa..", fragte eine Stimme und ich erkannte die von Bienenfuß. Es raschelte wieder im Eingang und wie das Schicksal auch so sein sollte, trat der Gefährte der toten Kätzin hinein. "Salbeiteich!", flüsterte er entsetzt und er stürtzte zu seiner Gefährtin. Er schien uns gar nicht zu beachten. Stattdessen leckte er sie heftig ab in der Hoffnung, dass sie wiederauferstehen würde doch das Blut floss weiter und weiter. Wütend blickte er auf und sah sich um bis sein Blick auf uns fiel. "Wieso habt ihr das getan? Ihr..ihr Moster!", schrie er. "Sie war doch eure Freundin!", fügte er hinzu. "Einer musste sterben.", erwiederte Dämmerwolke gleichgültig wie sie es vorhin auch zu mir gesagt hatte. Noch immer war ich von dieser Katze erstaunt. Sie hatte eben eine Katze getötet! Noch dazu eine Freundin! Was war nur in sie gefahren? Da kam mir ein erschreckender Gedanke. Salbeiteichs Jungen musste gerade mitansehen wie ihre eigene Mutter umgebracht worden war. "Mama..", wimmerte Hyänenjunges und auch Schimmerjunges stimmte mit ein.

"Nesselstern!", schrie Bienenfuß, bevor auch er von Dämmerlicht zu Boden gerangen wird. Das konnte ich jedoch noch verhindern, indem ich sie wegstieß. Gerade als sie ihre Zähne offenbarte. "Danke das du mich von ihr ferngehalten hast.", brummte Bienenfuß und er stand auf. "Wieso hast du das getan?", fragte meine Freundin wütend. "Ich habe ihn gerettet vor dir!!! Du kannst nicht einfach so Katzen umbringen nur weil sie uns verraten könnten. Dann müsstest du wenn schon den ganzen Clan umbringen und das lasse ich nicht zu.", knurrte ich entsetzt. Dämmerlicht verengte die Augen zu schlitzen. "Und wie willst du dann wieder gehen?", entgegnete sie. "Ganz einfach: wir gehen da raus, zeigen uns und bitten sie uns gehen zu lassen.", erklärte ich und hörte hinter mir ein "Genau. Aber wir werden euch nicht gehen lassen. Nicht nachdem ganzen Ärger hier." langsam drehte ich mich um und sah den Anführer, Nesselstern. Hinter ihm trat auch gleich Blutfell hinein, der vor Schreck fast die Augen ausfielen. "Was zur Hölle..?!", fragte sie entsetzt. Dann sah sie Dämmerlicht, die ihr Fell aufgestellt hatte und ihre Krallen ausgefahren hatte, die in Blut getränkt war. "Es ist alles ok. Nichts schlimmes ist passiert!", sagte Dämmerlicht locker hinweg. "Alles ok? Nichts schlimmes passiert? Ihr habt Salbeiteich umgebracht!", platzte es aus Bienenfuß heraus.  "Dämmerlicht. Rehlauf. Ihr habt ein schweres Verbrechen begangen das so schnell nicht wieder gut zumachen ist. Ich kann euch nicht einfach laufen lassen die Gefahr auf ein zweites Verbrechen an anderen Katzen ist zu groß." Der Anführer machte eine Pause. "Deshalb müsst ihr euch dem Meeresclan anschließen."

Der Anführer schwieg und sah uns erwartungsvoll an. "Aber Nesselstern, wäre es nicht besser uns laufen zu lassen? Ich meine, wir könnten noch mehr von euren Katzen umbringen. Die Gefahr ist zu groß. Außerdem wollen wir nur zu unserem Clan zurück.", sagte ich ruhig. Der Gefährte von Blutfell antwortete noch immer nicht. Anscheinend ließ er sich meine Antwort durch den Kopf gehen. "Es war aber auch nicht richtig einfach unser Lager einzunehmen.", schaltete sich die pipsige Stimme von Rachejunges ein. Die Augen von Nesselstern schossen zu dem Kleinen herum. "Du hällst dich mal schön zurück. Ich bin hier immernoch der Anführer und ich entscheide was hier zu machen ist. Die Katzen leisten meinen Befehlen folge und das wirst du auch machen, weil ich jetzt entscheide, dass ihr in meinem Clan bleibt, für immer. In diesem Lager." Damit drehte er sich um und stelste aus dem Bau. "Oder bis unser Clan kommt und uns zurückholt.", murmelte Dämmerlicht. Nesselstern, der am Ausgang stehen geblieben war, drehte sich zu Dämmerwolke um und funkelte sie böse an. "Du bist mal ganz ruhig. Du hast hier am meisten Verursacht und dafür wirst du noch teuer bezahlen." Damit ging er entgültig aus dem Bau. "Das hast du mal wieder toll hinbekommen. Jetzt sitzen wir hier fest, bekommen eine Strafe aufgebrummt und vielleicht kommt unser Clan noch nicht einmal um uns zu holen. Außerdem werden die Jungen hier im Clan aufwachsen, lernen gegen unsere Clan Gefährten zu kämpfen, finden hier Freunde und wollen für immer hierbleiben aber was noch schlimmer ist: Meine Jungen haben keinen Vater und denken sie wären Meeresclan Katzen." Wütend funkelte ich meine Freundin an und wartete auf eine Antwort. "Die werden schon kommen.", murmelte sie nur und ging zurück zu den Jungen. Wütend schnaubte ich auf und setzte mich zu der toten Salbeiteich. Ich winkte ihre Jungen heran welche auch ohne zu zögern heranliefen und sich neben mir niederließen. Sie leckten ihr liebevoll über den Pelz und schluchzten leise in ihren Pelz hinein. Jungen brauchten ihre Mutter, das ist immer so. Dämmerlicht hat das Leben der Kleinen zerstört. Dafür hat sie auch eine Strafe verdient!

Kapitel 21 ~ Lauschgleiter

Es waren die drei wichtigsten Katzen des Luftclans! Falkenstern lag nur noch da. Er atmete nicht mehr! Panisch drehte ich mich zu meiner Patroullie um doch diese wurden von Kriegern des Sonnenclans umzingelt. Alle sahen sie verrückt an. Die Augen waren aufgerissen und sie hoben eine Pfote. Die Krallen waren ausgefahren und Blut tropfte auf den Boden. Mein Blick wanderte zu Blitzkralle doch in seinem Zustand konnte er jetzt auch nicht helfen, er verlor so viel Blut, dass er nicht lange überleben würde, wenn keine Hilfe käme. Tja und Blütenduft...sie.. krümmte sich vor Schmerz und als ich genauer hinsah, sah ich das eins ihrer Augen zerkratzt war. Funkenflug kam mit Kräutern aus seinem Bau und eilte sofort zu seiner Heiler Freundin, doch gerade als er angelangt war, stand Rotstern über ihm und sah ihn ernst an. Er sagte etwas zu Funkenflug, welcher energisch den Kopf schüttelte und an seiner Stelle stehen blieb. Sie diskutierten weiter bis Rotstern schrie "Schluss jetzt!" . Der weiße Heiler ließ sich nicht beirren und drehte sich ohne ein Wort um zu der verletzten Kätzin. Er behandelte sie und Rotstern verzog sich nach langen bösen Blicken.

Erleichtert drehte ich mich um und sah, wie Herbstlied und Wellenherz keuchend am Boden lagen. Blut quoll ununterbrochen aus ihren Kehlen hervor. Die Krieger des Sonnenclans blickten sie herablassend an. "Lauschgleiter! Warum hast du das getan?", keuchte eine Stimme und ich sah Schwarzbart, der erschöpft zu Boden viel. "Du hast uns alle in den Tod geführt..", er sagte noch mehr, edoch unverständlich, bevor seine Atmung aufhörte und seine Augen glasig wurden. Er ist tod!, dachte ich erschüttert. Was soll ich jetzt tun? Wegrennen, immerhin wäre ich dann in Sicherheit, wenn ich es je lebend aus dem Lager schaffen würde. Trotzdem, meine Clan Gefährten werden dem untergang geweiht., überlegte ich. Ülötzlich erschien eine Gestalt vor mir. Es war Weizenblüte. Neben ihr stand Regenmaul. "Es tut mir so leid.", flüsterte Weizenblüte niedergeschlagen. "Es tut dir leid?!", schrie ich entsetzt und sah aus dem Augenwinkel, dass die alle noch lebenden Katzen in der Bewegung innehielten. "Ich dachte es wäre der richtige Weg.", sagte sie und ihr Blick wanderte zum Boden. "Lauschgleiter, das einzige was du jetzt noch tun kannst ist wegrennen. Sonst wirst du auch noch hier sterben und das ist nicht dein Schicksal.", sagte Regenmaul ruhig. "Aber..!", fing ich an doch Regenmaul unterbrach mich. "Deine Clan Gefährten, ich weiß. Ihnen ist nicht mehr zu helfen. Sie sind dem Untergang geweiht. Außerdem musst du jetzt erstmal Rehlauf befreien. Sie ist noch im Lager.

"Wie..was..?", stotterte ich doch auf den Befehl von Regenmaul hin, schoss ich durch den Eingang hinaus aus dem Lager. Ich drehte meinen Kopf schnell um, um zu sehen ob ich verfolgt wurde doch zu meiner Überrasch ung folgte mir keiner. Als ich an meinen Clan Kameraden vorbei donnerte sahen sie mich verwirrt an und schrien mir etwas zu doch ich blendete sie aus un konzentrierte mich nur auf den Weg ins Luftclan Lager. Meine Lungen brannten und alles in mir sagte, ich solle anhalten und verschnaufen doch irgendwie schaffte ich es weiter zu rennen. Die Bäume zogen an mir vorbei und hin und wieder musste ich über ein paar Äste springen, bis ich schließlich Meeresclan Gerüche wahrnahm und nach und nach das Luftclan Lager auftauchte. Ich stoppte und ging langsam aber sicher auf den Eingang zu, eine orangene Kätzin hielt mich jedoch auf. "Stopp. Hier ist Meeresclan Revier. Wer bist du?", fauchte die Kätzin. "Die Frage lautet doch wohl ehr, wer bist du?", erwiederte ich. Die Kätzin verstummte. Bis sie nach einiger Zeit die Krallen ausfuhr und sich auf mich stürtzte. Überraschend kam ich am Boden auf und spürte, wie meine Flanke von spitzen Krallen zerkratzt wurde. Doch so schnell gab ich nicht auf! Mittlerweile hatte sich die Kätzin über mich gebäugt. Ich nahm meine ganze Kraft zusammen und sprang auf, vor Überraschung jaulte die Kätzin auf und landete auch auf dem Boden.

Ich fuhr ihr mit den Krallen über den Rücken und genoss die Schmerzensschreie die sie ausstieß. Nach einer Weile ließ ich von ihr ab und setzte mich gelassen auf den Boden und beobachtete die Kätzin. Eine Weile lang blieb sie am Boden liegen bis sie irgendwann mit einer qualvollen Mimik aufstand. "Du!", sagte sie ärgerlich. Lächelnd sah ich sie an, sagte jedoch nichts. "Wie kannst du mir nur so weh tun?", fragte sie traurig. Was war denn jetzt los? Sie hatte es doch auf einen Kampf angelegt... "Du hast es doch auf einen Kampf angelegt.", wiedersprach ich ruhig. Ungläubig sah sie mich an. "Ich? Wer hat mich denn angegriffen?", erwiederte sie. "Die Frage lautet er, wer hat mich denn angegriffen?", lachte ich und blendete bald ihre lächerlichen Vorwürfe gegen mich aus. Doch bald wurde es mir zuviel als sie mich als >Missgeburt< beschimpfte. Ich fuhr die Krallen aus, sprang und nagelte sie am Boden fest. "Noch ein Wort und du gehst zum Sternenclan!", fauchte ich. Sofort wurde die Kätzin ruhig, öffnete den Mund und setzte zu einer Bemerkung an doch als ich ihr eine Ausgefahrene Kralle an die Kehle hielt, schloss sie ihn wieder. "Gut so und jetzt zisch ab.", war mein letztes Wort bevor ich von ihr abließ. Sie rappelte sich auf verzog das Gesicht vor Schmerz bevor sie in mein Lager gehen wollte doch ich stellte mich vor den Eingang. "Wo willst du denn hin?", fragte ich. "Nach Hause..?", antwortete sie verwirrt. "Das hier ist nicht dein zu Hause. Das ist meins. Also geh in dein richtiges! Wenn du leben willst." Hass erfüllte ihre Augen. Sie drehte sich um und machte sich auf den Weg in ihr eigenes Teretorium bevor sie sich umdrehte und wütend sagte "Wir sehen uns wieder und dann mach ich dich kalt." Sie rannte nun und bald war nichts mehr von ihr zu sehen. Wenn du willst, ich bin sowieso der stärkere., dachte ich und lief ruhig in das Meeresclan Lager.

Ich war gerade erst ein paar Schritte gelaufen als ich es sah. Noch eine tote Katze.  Sternenclan, wieso duldest du das nur? , schrie ich innerlich in den Himmel hinauf.

Kapitel 22 ~ Rehlauf

Ich stand in der Kinderstube und sah ein paar Meereclan Katzen nach. Sie trugen den Laichnahm von Salbeiteich aus dem Bau. Hyänenjunges und Schimmerjunges hatten bis dahin auch noch neben ihr gesessen und ließen nur mit wiederwillen von der Mutter ab. Koalajunges und Rachejunges, Elfenjunges und Koalajunges waren gleich zu ihren Freunden hingerannt um sie zu trösten. Morgenjunges jedoch stand nur da und starrte geschockt auf den Ausgang. Kristaljunges, Splitterjunges und Kampfjunges schienen die ganze Sitauation jedoch gar nicht zu realisieren, da sie einfach nur spielerisch auf dem Boden herumtollten. Erst als Splitterjunges in die Blutpfütze fiel, quiekte sie erschrocken auf und sprang zu mir. "Was willst du hier Fremder?", fragte auf einmal eine tiefe Stimme laut. Ich hob den Schwanz um den Jungen zu zeigen, dass sie ruhig bleiben sollten. Ich stand auf und schlich auf leisen Pfoten zum Ausgang um mehr zu sehen und mir verschlug es vor Freude den Atem als ich ihn sah. Meinen Gefährten. Er war gekommen um uns zu retten. "Ihr müsst stark bleiben! Immerhin war sie auch unsere Ziehmutter und wir flennen auch nicht so rum.", beschwerte sich Elfenjunges gerade bei Schimmerjunges.

"Das ist nicht das selbe!", rief die Kleine und rannte aus dem Bau. Ihr Bruder Hyänenjunges folgte ihr schnell und auch ihre Adoptiefgeschwister verließen den Bau. Kristalljunges, Splitterjunges und Kampfjunges jedoch blieben an meiner Seite. "Wir müssen ihnen folgen!", sagte Dämmerlicht zerstreut. Ich nickte und lief ebenfalls auf unsere Lagerlichtung. Lauschgleiter stand gerade Bienenfuß gegenüber. "Sie kommen mit mir mit.", knurrte mein Gefährte gerade. "Sagt wer?", antwortete Bienenfuß. Ich räusperte mich und ihre Augen wanderten zu mir. Lauschgleiter kam gleich angerannt und vergrub seine Schnauze in meinem Fell. Als er sich löste, stand Nesselstern hinter ihm. Blutfell war an seiner Seite. "Sie bleiben hier. Für immer.", sagte der Anführer mit tiefer Stimme. "Hier? Aber das ist nicht ihr Platz! Ihr Platz ist im Luftclan!", wiedersprach Lauschgleiter. Bedauernd schüttelte Nesselstern den Kopf. "Ich habe es ihnen auch schon ausdrücklich gesagt. Es gibt keinen Rückzieher und wenn doch, wird es starke Konsequenzen geben!", erwiederte er. "Nesselstern, Lauschgleiter hat recht.", fing Blutfell an doch sie wurde unterbrochen. "Auf welcher Seite stehst du eigentlich?", fragte Nesselstern empört und wich von ihrer Seite.

"Ich steh auf gar keiner Seite. Aber Lauschgleiter hat wirklich recht. Hier werden sie nicht glücklich und sie werden immer Außenseiter bleiben. Bitte lass sie zu ihrem Clan gehen.", flehte sie. "Ich werde hier bleiben.", fügte sie hinzu als Nesselstern immer noch nichts sagte. Schließlich fing er an zu Lachen. "Rehlauf. Da du bald Junge bekommst machen wir einen Tausch. Wir bekommen ein Junges und ihr seid fein raus." Geschockt sah ich ihn an. "Das könnt ihr doch nicht machen! Was wenn ich nur das eine bekomme? Oder wenn ich zwei bekomme und ihr eins einfach wegnehmt! Dann ist das andere alleine. Das könnt ihr doch nicht machen!" Die letzten Worte schrie ich. "Entweder das oder ihr bleibt hier!", sagte er kalt. Mit traurigen Augen sah ich zu Lauschgleiter welcher bedauernd nickte. Dann seufzte ich. "Gut. Ihr bekommt eins. Wenn die Jungen da sind gehe ich mit einer Patroullie zu euch und übergebe euch das eine.", versprach ich. Ich hörte, wie Dämmerlicht, Blutfell und Lauschgleiter entsetzt die Luft einzogen. Meine Adoptiefjungen waren nicht dabei. Umso besser., dachte ich. "Nungut. Aber solltet ihr nicht zu uns kommen, werden wir kommen und dann wird es nicht gerade toll für euch werden. Halbmondsprenkel!", rief er. Bald schon kam aus der hinersten Ecke unseres Lagers die Kätzin angefegt. Sie hatte ein hellgraues Fell, worauf sich weiße Punkte zierten. "Halbmondsprenkel, du hast doch mal für eine Zeit lang Pumaflamme geholfen. Jetzt sag mir bitte, wann diese Kätzin ihre Jungen wirft.", befahl der Kater. Ohne zu fragen wandte sich Halbmondsprenkel mir zu und untersuchte ich von oben bis unten. Dann beschloss sie "In gut 4 Monden werden sie kommen." Nesselstern nickte. "Gut, dann soll es so sein. Wenn du in 5 Monden nicht bei uns gewesen bist, werden wir selbst kommen um uns das zu holen, was uns zusteht." Er machte eine Pause und rief "Bienenfuß, Traubenschweif, Schleckermaul!" Nach einiger Zeit kamen die genannten Katzen zu uns. "Ihr und Halbmondsprenkel begleitet diese drei Luftclan Katzen und ihre Jungen aus unserem Teretorium. Sorgt dafür das sie wirklich weg sind. Auf dem Rückweg jagt ihr bitte noch für den Clan." Die drei Katzen nickten. Ich rief die Jungen und dann ging es los. Die Meeresclan Katzen umzingelten uns und liefen vorwärts. Wer nicht hinterher kam wurde von den Kriegern in den Hinterlauf gebissen. Bitte, hilf uns Sternenclan! Ich will das alles wieder normal ist!

Kapitel 23 ~ Lauschgleiter

Ich konnte immer noch nicht glauben was Rehlauf da getan hatte. Sie hatte ernsthaft eins unserer Jungen an den Meeresclan versprochen! Ich blickte sie an und suchte eine Meinung in ihrem Gesicht doch es blieb verschlossen. Sie starrte einfach vor sich hin und sah ab und zu mal hinter sich um sich zu versichern, dass die Jungen uns auch folgen konnten. Dämmerlicht hingegen redete und redete die ganze Zeit mit Traubenschweif. Sie lachten beide zusammen und so langsam schlich sich bei mir der Gedanke ein, dass sie sich verlieben würden. Aber das ist doch absurd! Beide haben einen Gefährten und Junge zusammen. Außerdem sind unsere Clans verfeined. Sie wäre ein Dummkopf  wenn sie sich mit ihm einlässt., überlegte ich. Ich verspürte ein zwicken und sah hinter mich. Dort stand Honigfarn. Was macht die denn hier? Sie ist doch gar nicht mitgekommen und außerdem, sie sollte doch im richtigen Lager des Meeresclans sein!, dachte ich erschrocken. Sie stellte sich neben Halbmondsprenkel und ließ mich nicht aus den Augen. Ich wurde nervös. Was sollte denn das ganze? Wollte sie sich rächen? Da. Noch ein zwicken. Wieder Honigfarn. "Was soll das ganze?", fragte ich ärgerlich. Mit versteinerter Miene sah sie mich an. "Du bist zu langsam. Ganz einfach.", erklärte sie. "Wieso bist du überhaupt hier? Ich meine..!", fing ich an doch die Kätzin ließ mich nicht ausreden. "Halbmondsprenkel. Dieser Kater hier weiß nicht wann es zu viel wird. Geht ihr schon vor. Ich muss ihm mal zeigen was dann passiert!", knurrte Halbmondsprenkel. Die hellgraue Kätzin mit den weißen Punkten verengte die Augen und sah uns misstrauisch an. Dann nickte sie jedoch nur und ließ uns gehen. Honigfarn wartete bis sie verschwunden waren. Dann fing sie an. "Ich bin gekommen, weil ich nochmal gegen dich antreten will.", erklärte sie. Ungläubig sah ich sie an. "Aber du hast schon mal gegen mich verloren. Außerdem hast du immer noch die Wunden die ich dir zugefügt habe.", erklärte ich und zeigte mit meiner Schweifspitze auf ihre Wunden. Sie waren mit Kräuterpaste bedeckt und ich ahnte, dass sie bei der kleinsten Bewegung aufgehen konnten. "Ein anderes mal und ich denke, dass wir nochmal die Gelegenheit für einen Kampf bekommen werden.", sagte ich gelassen. Ihr Fell sträubte sich. "Hast du etwa Angst?", fauchte sie. "Ich? Angst? Wieso? Ich bin nur um deine Gesundheit besorgt.", erklärte ich. "Du bist um meine Gesundheit besorgt? Wers glaubt! Was ist wirklich los!", knurrte sie. "Nichts. Ich habe doch gesagt, ich bin um deine Gesundheit besorgt.", erklärte ich und versuchte ruhig zu bleiben was mir bald nicht mehr gelang. "Ehrlich?", flüsterte sie. Ich nickte. Sie kam nähr an mich heran und drückte sich an mich. "Danke.", hauchte sie in mein Ohr. Ich sah mich nervös nach Rehlauf um. Hoffentlich sieht mich Rehlauf nicht mit ihr! Trotzdem fühlte sich die nähe von Honigfarn irgendwie beruhigend an. Ja, ich genoss es sogar. Ich wollte es mir nicht eingestehen doch...noch mehr als die von Rehlauf. Aber leider war dieser Moment schon wieder vorbei, denn sie riss sich von mir und stand mit vor Hass funkelnden Augen vor mir. "So weit hast du mich jetzt schon gebracht. Ich betrüge meinen Clan nur wegen dir! Schäm dich ein bisschen!" Entsetzt riss ich die Augen auf. "Ich habe doch nichts gemacht. Du hast doch angefangen und was kann ich dafür wenn du mich zu mir hingezogen fühlst!" Plötzlich raschelte etwas und ich hörte schwere Pfotenschritte immer nähr kommen. Honigfarns Nase berührte die meine und ich roch nun noch stärker ihren nach Kräuter Duftenden Pelz. "Sag das nochmal!", fauchte sie. Wo war nur die nette, liebevolle Kätzin von vorhin? Niemand kann so schnell seine Meinung ändern, oder? "Lauschgleiter? Was soll das?", rief die überraschte Stimme von Rehlauf. Oh nein! Rehlauf hat mir jetzt noch gefehlt!

Kapitel 24 ~ Rehlauf

Entsetzt starrte ich Lauschgleiter und die fremde Kätzin an. "Es ist nicht so wie es aussieht!", rief Lauschgleiter während er immernoch die Kätzin anstarrte. "Achja? Wie sieht es denn aus!", fing Rehlauf an. "Es sieht aus als ob du mich hintergehst. Mit dieser komischen Kätzin da! Wie lang geht das schon?", rief ich wütend. "Es ist nichts zwischen uns.", sagte er und löste sich endlich von der Kätzin. "Wie lange geht das schon?", brüllte ich nun und sah, wie einige Vögel erschrocken wegflogen. "Nichts geht hier. Ich habe Honigfarn nur mal zufällig im Wald getroffen und das ist jetzt nur wegen ihr passiert.", erklärte er. "Ach, Honigfarn heißt sie also.", sagte ich mit vor Wut zitternder Stimme. "Ich erwarte Junge von dir und du hintergehst mich? Ich habe gedacht du liebst mich aber da lag ich wohl falsch! Du kannst mit gestohlen bleiben!", schrie ich und rannte so schnell es geht weg. Hinter mir hörte ich schnelle Pfotenschritte und roch Lauschgleiter. Tränen rannten mir über die Wangen als ich an ihn und die Kätzin dachte. Ich stellte mir beide vor, wie sie auf einer Lichtung im Wald saßen. Sie hatten gemeinsam Junge und gaben sich die Zungen. Dann lästerten sie über mich. So wollte ich eigentlich mit ihm dasitzen. Eng an ihn gekuschelt. Meine Jungen tollten umher. Aber das kann ja nur ein Traum sein!

Mittlerweile war ich bei Dämmerlicht angekommen. Sie wartete genau an der Grenze zum Sonnenclan, denn dort hatten wir die Geruchsspuren von unseren Clan Gefährten gerochen. Die Jungen waren bei ihr und waren, zu meiner Überraschung, ganz still. "Da bist du endlich. Wo ist Lauschgleiter?", fragte sie. "Er hat gesagt, dass sich unsere Wege hier trennen.", versuchte ich locker zu sagen doch es klappte irgendwie nicht. "Erzähls mir einfach auf dem Weg zu unseren Clan Gefährten.", meinte Dämmerlicht und folgte der Geruchsspur zum Sonnenclan Lager. Ich zögerte etwas. Sollte ich es ihr wirklich erzählen? Eigentlich ging es ja nur mich und ihn etwas an aber vielleicht würde es sich ja besser leben, wenn ich es endlich aussprach. Trotzdem. Wie würde sie damit umgehen? Würde Dämmerlicht es allen sagen? "Rehlauf, was hast du denn?", fragte Koalajunges. "Ich überlege nur mein Kleiner."

Koalajunges zuckte mit den Schultern und rannte wieder vor zu seinen Geschwistern. Nun war ich allein. Dämmerlicht war voraus gelaufen und starrte nach vorn. Plötzlich hielt sie an und ich lief in sie hinein. "Pass doch auf.", zischte die Kätzin. Murrend stellte ich mich neben sie und erstarrte, als ich dort unsere verletzten Clan Gefährten sah. Erst wollte ich zu ihnen rennen doch eine Stimme hinten schrie "Halt nicht!" Langsam drehte ich mich um und sah dort Lauschgleiter. Keuchend hielt er neben mir an. "Was soll das?", fauchte ich. "Meine Clan Gefährten sind verletzt und ich soll nicht zu ihnen gehen und helfen?", fügte ich hinzu. Dämmerlicht, die nun ebenfalls neben mir stand, drehte ihren Kopf zu Lauschgleiter und fragte "Warum?" Lauschgleiter jedoch antwortete nicht gleich, sondern sah auf den EIngang. Er raschelte und schon trat Rotstern hindurch. Feuerteich, Olivenpelz und Blauwasser waren auch bei ihm. Ganz leise flüsterten sie sich gegenseitig etwas zu doch verstehen konnte ich es aus dieser Entfernung nicht. Plötzlich drehte Blauwasser um und zeigte mit dem Schweif auf uns. "Eindringlinge!", schrie sie und sofort rannten die Katzen los. Hecktisch sah ich mich in der Gegend um, wollte Schutz suchen doch hier gab es keinen einzigen Busch. Deshalb heißt der Clan ja auch Sonnenclan., dachte ich. "Renn Rehlauf!", schrie Lauschgleiter, der schon einige Meter vor mir war. Die Jungen rannten vor ihm und Dämmerlicht war auch schon ein ganzes Stück weit gekommen. Gerade wollte ich mich in Bewegung setzten, als die Patroullie auch schon bei uns war. "Wo willst du denn hin?", lachte Olivenpelz böse. Ehe ich etwas antworten konnte, kamen auch meine Clan Gefährten zu mir zurück. Was soll das denn? Sie hätten jetzt schon sehr weit weg sein können! Nur wegen mir brauchen sie doch nicht wiederkommen., dachte ich genervt. "Da sind ja auch die anderen. Los kommt mit zu euren anderen mikrigen Freunden.", befahl Feuerteich. Auf seinen Befehl hin liefen wir zu den anderen. Immer wieder sah ich Bewegungen zwischen ihnen und sah auch, wie manche flach atmeten.

Als wir dann nähr bei ihnen waren roch ich schon den Gestank von Blut und sah, wie schlimm einige Bearbeitet waren. Am schlimmsten hatte es Tigerschatten getroffen. Sie bewegte sich kaum und hatte ihre Augen nur zu Schlitzen verengt. Falkenstern, Blitzkralle und Blütenduft fand ich in der Menge gar nicht. "Was habt ihr mit ihnen getan?", flüsterte ich. Doch eine Antwort erhielt ich nicht. "In eine Reihe.", knurrte Rotstern und schnell stellten wir uns in einer Reihe auf. Er schritt vor uns hin und her. "Von uns könnt ihr keine Hilfe erwarten. Als wir in Not waren, habt ihr und nicht geholfen. Jetzt müsst ihr auch allein durch!", knurrte er ohne, dass wir irgendeine Frage gestellt hatten. "Aber ihr seid doch gar nicht zu uns gekommen und wer hat überhaupt gesagt, dass wir Hilfe wollen.", wiedersprach Dämmerlicht. Sofort sprang Rotstern auf sie zu und drückte sie zu Boden. Die Krallen hatte er ausgefahren. "Du hast nicht die Erlaubnis zu sprechen.", fauchte er ihr ins Gesicht. "Aber..", fing sie an, wurde aber durch eine mächtige Backpfeife auf ihrer Wange zum Schweigen gebracht. "Willst doch noch etwas sagen?". fragte er nun und Dämmerlicht schüttelte nur den Kopf. Das Blut, dass ihr Gesicht bedeckte und auch schon auf den Boden tropfte, wurde durch ihre Bewegung in alle Richtungen geschleudert. "Wieso tust du das? Bitte lass sie gehen.", flehte ich. Dämmerlicht lag immer noch am Boden und Lauschgleiter drückte sich an mich. "Ich lasse euch und eure Gefährten gehen wenn..", er machte eine lange Pause und überlegte. "Hoffentlich will er nicht auch noch ein Junges von meinem Wurf.", flüsterte ich Lauschgleiter zu. Dieser nickte bestätigend. "Wie war das? Du bekommst Junge? Ah gut dann nehme ich gern dein Angebot an. Wir bekommen eins aus deinem Wurf. Dankeschön. Zwar ist das keni fairer Austausch gegen alle von deinen Freunden, aber immerhin etwas. Dann bitte. Ich sage Funkenflug bescheid, sie wird eure Freunde noch etwas Heilen und dann werdet ihr von hier verschwinden.", entschied er. Als er weg war wimmerte ich leise. "Noch eins? Wieso denn nur?" Ich sank wieder auf den Boden und starrte mit leerem Blick vor mich her. "Wieso habe ich das gerade überhaupt laut ausgesprochen?", flüsterte ich bedrückt.

Kapitel 25 ~ Lauschgleiter

Es war ein schock für mich als Rotstern sagte, dass er ebenfalls ein Junges haben wollte. Wie konnte man nur so grausam sein?, fragte ich mich in Gedanken. Aber es kann mir doch egal sein! Immerhin muss ich ja sowieso nach diesem Vorfall gehen, oder? Kräftig nickte ich und beobachtete von einer abgelegenen Stelle aus, wie der Heiler unsere Katzen versorgte.

"Ich glaube ich bin fertig. Wenn ihr euch noch etwas schont müsstet ihr in 3-4 Tagen wieder richtig Gesund werden.", erklärte er. Entsetzt schnappte nach Luft. Das würde doch niemals reichen um sie wieder gesund zu pflegen. Ich muss den Meeresclan überzeugen aus unserem Lager zu gehen!, entschied ich. Vorsichtige wanderte mein Blick durchs Lager. Niemand bewachte mich. Alle standen um die kranken herum. Das war meine Chance. Ich stand auf und schlich geduckt über die Lichtung. Als ich unbemerkt aus dem Lagertunnel kroch, atmete ich erleichtert aus und rannte geschwind zur Meeresclan Grenze.

Mein Lauf beinhaltete keine besonderen Vorfälle. Niemand hatte mich entdeckt. So konnte ich erleichtert ins Clan Gebiet schlüpfen. Ich war noch keine Minute gegangen, da fiel ich mit einem dumpfen Aufprall auf den Boden. Da sah ich wieder das orange Fell von der Kätzin. "Was willst du hier?", fragte sie misstrauisch. "Dein Lager einnehmen.", sagte ich ruhig. Honigfarn lachte. "Du? Allein? Wie willst du das schaffen?", lachte sie. Plötzlich raschelten die Farne und etliche dunkle Krieger traten aus den Büschen. Sie staunte nicht schlecht, ich genauso. Was wollten die Krieger der Finsternis hier? "Los komm Lauschgleiter, machen wir sie fertig!", rief eine Katze von hinten. Ich nickte und sah schon, wie Braunpranke Honigfarn von mir wegzog. "Auf uns Lager!", schrie ich und die anderen fielen mit ein. "Zögert nicht zu töten!", schrie ich nach hinten. "Das ist unser Lauschgleiter! Das habe ich vermisst!", rief Braunpranke der zu mir aufgeholt hatte. "Und danach nehmen wir uns die anderen Lager vor.", fügte ich hinzu.

"Nehmen wir als erstes erstmal das vom Meeresclan. Die anderen kommen später.", meinte Bärenpranke und ich musste leider einstimmen, da auch tote Katzen nicht unendlich viel Kraft und Außdauer hatten. Keuchend blieben wir ein paar Meter vor dem Lager stehen. Ich stand vor der Katzenschaar, weil sich Bärenpranke irgendwo in die Menge gestellt hatte. "Wie wollen wir vorgehen?", fragte eine kleine schwarze Kätzin in der ersten Reihe. "Wir teilen uns in zwei Gruppen auf. Die erste wird angreifen, in der auch ich bin. Die hälfte von euch kommt mit mir, die anderen werden uns zur hilfe eilen, wenn ihr einen lauten Schrei von mir hört oder wenn jemand kommt und euch dazuruft. Ansonsten bleibt ihr hier stehen." Ich sah allen in die Augen und sie nickten nacheinander. "Moment. Wer soll die zweite Gruppe anführen?", fragte Schneehaken. Sein Augen glitzerten wild. Anscheinend wollte er die Gruppe anführen, doch da hatte er sich gewaltig getäuscht. Er hatte mich bei meinen letzten Besuchen im finsteren Wald schlecht behandelt und hatte mir bei manchen Worten sogar weh getan. Ok, die anderen Katzen waren manchmal auch nicht besser aber Schneehaken, nein. Ich durfte ihn nicht belohnen. Bärenpranke hatte mich heute gut behandelt, mir rat gegeben. Aber eigentlich war er mir auch nicht zur hilfe geeilt wenn ich Probleme hatte.."Erde an Lauschgleiter? Wer soll nun die zweite Gruppe anführen?", fragte die kleine schwarze genervt. "Bärenpranke.", beschloss ich. Die Augen des Katers leuchteten triumphierend. Dankend sah er mich an und ich nickte einfach nur. Die Gruppe teilte sich auf. Schneehaken kam zu mir, auch die kleine schwarze und noch viele andere Katzen, deren Namen ich nicht kannte. Bei genauerem hinsehen, war die schwarze Kätzin recht mager und gebrechlich. Aber trotzdem sah ich ihre Entschlossenheit in den Augen. "Wie..heißt du?", fragte ich vorsichtig. Sie sah mich mit leuchtend grünen Augen an. "Samaragtteich.", antwortete sie kurz. "Dich habe ich noch nie gesehen.", stellte ich erstaunt fest. Die schwarze blickte schnell zum Boden. "Ich zeige mich auch nicht oft. Dazu schäme ich mich auch viel zu viel für meine ehemaligen Taten.", erklärte sie. Dann ließ sie sich zurückfallen und lief allein als Nachhut. Dann blieb ich stehen. Nochmals sah ich alle an und fragte sie, ob sie bereit seien. Als alle nickten rannte ich vor und stürtzte mich in das kleine Gewässer, was das Lager umgab. Ich konnte darin stehen und auch den anderen Katzen ging es gleich.

Dann rannten wir nacheinander ins Lager. Die Lichtung war ziemlich leer. Nur ein einzelner Krieger stand als Wache auf der Lichtung. Als er uns sah glitzerten seine Augen panisch und als er "Angriff!", rief stürtzen alle noch vorhandenden Katzen aus ihren Bauen. Sie sahen jedoch verschlafen aus und blinzelten uns müde an. Sie stellten sich in einer Reihe auf. Die Katzen hier waren jedoch Älteste und zwei Königinnen. Dazu kamen auch noch zwei Krieger und zwei Schüler. "Das wird einfach!", knurrte Schneehaken neben mir fröhlich und leckte sich die Schnauze. "Angriff!", schrie ich und stürtzte vor ins getümmel. "Zögert nicht zu töten!", fügte ich laut hinzu, wusste jedoch nicht ob man mich gehört hatte. Das wird unser neues Lager!

Kapitel 26 ~ Rehlauf

Ich wartete mit meinen Clan Gefährten an einer kleinen Lichtung außerhalb des Sonnenclan Lagers. Tigerschatten, Falkenstern, Blitzkralle und Blütenduft waren auf Anordnung von Funkenflug im Lager geblieben. Rotstern wollte ja eigentlich, dass sie mit uns aus dem Lager sollten doch der Heiler hatte in ihrem Gespräch gewonnen. Wir wurden immer von zwei  Katzen bewacht. Eigentlich war es ja lächerlich ich meine, wo sollten wir denn bitteschön hin? Ohne die wichtigsten Katzen in unserem Clan würden wir sowieso nirgendswo hingehen. 

Da wir ja einen Führer brauchten, hatten Schwarzbart und Farnnacht es erstmal übernommen. Die beiden machten es auch echt gut. "Los, ab auf die Lichtung. Ihr müsst hier noch ein paar Tage warten.", sagte Eschenkralle. Mehlfuß, der bei ihm war, nickte zustimmend mit dem Kopf. Wir traten durch einige kleine Büsche und kamen letzten Endes an einer kleinen Lichtung an, die von Bäumen und noch viel mehr Gebüsch umgeben war. Es war schön kuschelig hier und würde die paar Tage erstmal für uns reichen. "Sieht gemütlich aus.", brummte Farnnacht neben mir. "Ja. Da hast du recht.", stimmte ich zu. Ich blickte hinter mich. Es hatte sich ein kleiner Gang gebildet, wo wir hindurchgekommen waren. "Eschenkralle, wieso habt ihr hier eigentlich so viel Gebüsch?", fragte Marderhundpfote gerade. Der stattliche Kater kam auf die Schülerin zu und auch ein paar andere Katzen. Anscheinend interessierte es sie auch. "Nunja, es stimmt das es hier keine Bäume und so geben sollte. Das sagen jedoch immer die ganzen anderen Clans. Aber da haben sie sich getäuscht.", erklärte er. "Aber wieso?", fragte Marderhundpfote. "Nunja, wie ihr seht liegt es ja in den kleineren Bergen und es gibt hier auch ein kleines Waldgebiet.", meinte Mehlfuß stolz. "Stimmt. Die Berge gibt es bei euch ja auch noch. Die sind mir aber gar nicht aufgefallen als ich bei euch im Teretorium angekommen bin. Wahrscheinlich war ich in den Gedanken so mit dem Meeresclan beschäftigt gewesen, dass ich die gar nicht mitbekommen habe.", staunte Wildpfote auf einmal. "Mir geht es genauso. Dann stimmen ja die ganzen Gerüchte vonwegen alles kahl und keine Bäume nicht!  Aber Wildpfote, Berge kann man das hier nicht nennen. Es sind mehr oder weniger große Hügel.", sagte Marderhundpfote ernst.

"Ach papalapap. Hauptsache es ist etwas grünes da!", rief Wildpfote fröhlich und hüpfte wild im Kreis herum, wobei sie bald Marderhundpfote anrempelte und beide lachend auf dem Boden rumkugelten. "Marderhundpfote! Wildpfote!", rief Schwarzbart streng. Sofort bekamen die Schülerinnen große Augen und sprangen auf. Trotzdem kicherten sie noch etwas, was Schwarzbart nur mit einem ärgerlichen Blick kommentierte. "So, wir werden uns jetzt so weit es geht einrichten. Alle gesunden Krieger gehen dort hinten rechts in die Ecke. Die Schüler schlafen gegenüber. Die Königinnen und ihre Jungen gehen nach links. Und die Ältesten schlafen ebenfalls gegenüber.", befahl Farnnacht. "Aber bei uns ist doch nur Schatten! Weißt du wie kalt das in der Nacht wird?", beschwerte sich Wildpfote. "Und? Bei uns ist auch Schatten. Da ist nunmal normal bei Bäumen. Die Königinnen, Jungen und Ältesten haben es nötig! Das meine ich ernst und jetzt zieht ab.", sagte Farnnacht mit einem strengen Blick. Alle Katzen zogen in ihre Ecken ab, nur Dämmerlicht blieb noch bei mir. Unsicher trat sie von einer Pfote auf die andere. "Nunja, da meine Jungen jetzt schon erwachsen sind, wollte ich zu den Kriegern ziehen. Meine alten Aufgaben aufnehmen, verstehst du?", versuchte sie zu erklären. "Kann ich verstehen. Aber, du willst mich doch nicht mit den ganzen Jungen allein lassen?", fragte ich verständnisvoll aber auch ungläubig. "Ja, ich weiß und ich würde dir auch helfen, aber ich möchte eben auch wieder frei sein und...ach man ist das schwer." Schwer seufzend ließ sie sich auf den Boden fallen. "Wir machen eine Deal, verstanden? Du bleibst und kümmerst dich mit mir um die Jungen, ich meine, es sind insgesamt 9 Jungen und wie soll ich sie allein beschäftigen, zumal ich ja auch noch selbst welche erwarte.", erklärte ich. Die Kätzin gab sich geschlagen und willigte ein. So gingen wir an unsere besagte Schlafstelle. Als wir ankamen, waren wir die ersten. Irgendwo hinten sah ich auch schon kleine Gestalten, die auf der Lichtung umher huschten. "Morgenjunges! Elfenjunges! Rachejunges! Koalajunges! Schimmerjunges! Hyänenjunges! Kampfjunges! Splitterjunges! Kristalljunges!", schrie ich. "Sofort hierher!", fügte ich noch laut hinzu. Es dauerte nicht lange, da waren die 9 auch schon da. Keuchend blieben sie vor uns stehen. "Hier werdet ihr schlafen.", erklärte ich.

"Das sieht aber ganz schön ungemütlich aus.", warf Rachejunges ein. "Genau. Hier werden wir nicht schlafen!", quiekte Koalajunges zustimmend. "Also wenn ihr gern allein im Freien schlafen wollt..", fing ich an. "Nein, nein, nein. Hier passt das schon.", miaute Splitterjunges schnell. Hyänenjunges und Schimmerjunges nickten stumm. "Wie wäre es, wenn wir uns ein paar Blätter und Moos zusammenholen worauf ihr dann schlafen könnt.", schlug Dämmerlicht nun vor. "Vorausgesetzt  Die beiden erlauben uns.", warf ich ein und zeigte mit dem Schweif zu Mehlfuß und Eschenkralle, welche mit verengten Augen über die Lichtung schritten und alles beobachteten. "Ich frag mal!", rief Kristalljunges und ehe jemand etwas sagen konnte sauste sie auch schon über die  Lichtung und hielt vor Mehlfuß an. Kampfjunges verdrehte die Augen. Splitterjunges stupste ihn spielerisch an. "Lass sie doch.", murmelte sie. Plötzlich sah ich, wie Kristalljunges wieder auf uns zugerannt kam. Ihre Augen glänzten fröhlich. "Wir dürfen.", keuchte sie während sich ihre Flanken hoben und senkten. "Aber, jemand muss mitkommen. Wir dürfen nicht allein gehen. Mehlfuß ist gerade ins Lager gerannt um jemanden zu holen. Dann dürfen wir los." Plötzlich kam Großschweif mit schweren Schritten auf uns zu. "Ich habe gehört ihr wollt Schlafmaterial zu holen?", krächzte er. Dämmerlicht nickte. "Könnt ihr noch ein paar zusätzliche Helfer gebrauchen?", fragte er und legte den Kopf schief. "Nunja, vorausgesetzt es gibt überhaupt etwas da draußen.", klärte Dämmerlicht auf. "Ach das wird schon klappen.", miaute Großschweif und schnippte mit seinem großen langem Schweif. Dann lief er zurück zu seinen Clan Gefährten.

Schließlich hatte man Krallennarbe geholt und zusammen liefen wir mit der Kätzin durch das bisschen grüne im Teretorium und versuchten so viel Nestmaterial wie möglich zu holen. Wir hatten nicht viel gefunden. Dämmerlicht hatte zwar einen großen Packen mit Krallennarbe geteilt und Großschweif hatte auch ein bisschen, aber so viel für uns Königinnen, Junge und Ältesten war das nicht. Dann mussten wir halt improvisieren. Zurück im Lager, brachten wir alles zu unserem Bereich. Ich blieb jedoch noch kurz vor der vernarbten Kätzin stehen. "Danke das du uns geholfen hast." Ein Lächeln schlich sich in ihr Gesicht ein und sie nickte. "Habe ich doch gern gemacht. Aber jetzt geh ruhig zu deinen Freunden und hilf ihnen." Ich nickte ebenfalls und lief zu meinen Clan Gefährten. Diese waren gerade dabei das Nestmaterial zu verteilen.

Kapitel 27 ~ Lauschgleiter

Der Kampf lief gut für uns. Die meisten Katzen lagen in der Ecke und hoben kaum senkbar ihre Flanken. Nur noch ein Krieger stand und stellte sich gegen uns. "Es bringt nichts! Sie sind zu stark, Rückzug!", jaulte er und blickte zu seinen Clan Gefährten. Die Ältesten hieften sich mühevoll hoch und nahmen sich die Kleinen ins Maul und humpelten aus dem Lager. "Wir haben sie besiegt!", jaulten die scharzen Krieger freudig und ich stimmte bald mit ein. "Jetzt kannst du deine Clan Gefährten holen.", versicherte mir Bärenpranke. Dankbar nickte ich. "Und wir gehen wieder zurück in unseren Wald und kommen dir zu Hilfe, wenn du uns brauchst. Versprochen.", fügte er hinzu. Ich blickte ihn genauer an. Er hatte keine Kratzer und seine Freunde hatten es ebenfalls nicht. Ich hingegen hatte ein eingerissenes Ohr und auch ein Kratzer ging von meiner Flanke, über meinen Rücken und endete kurz vor meinen Kopf. Er war aber nur oderflächlich, weil er nicht blutete. Er war eben nur da. Genau wie meine Clan Gefährten. Ich blickte zum Ausgang, wo gerade der letzte finstere Kater verschwand. "Wieso hast du das getan?", hörte ich die traurige Stimme von Regenmaul neben mir. Ich drehte meinen Kopf zu ihm um. "Wieso? Wir brauchen ein Lager, weil wir ja nicht ewig am Sonnenclan kleben können. Außerdem haben sie uns angegriffen. Wo wir doch schon verletzt waren und haben fast einige meiner Clan Gefährten getötet. "Deshalb hast du das gemacht? Hast unschuldige kampfunfähige Katzen angegriffen wegen dem Sonnenclan!", seine Stimme wurde immer lauter bis er fast schrie. "Wir brauchen nunmal etwas und wenn sie unser Lager in anspruch genommen haben, können wir doch auch ihres in Anspruch nehmen.", verteidigte ich mich. "Lauschgleiter, du enttäuschst mich.", flüsterte Regenmaul nun. "Du solltest eigentlich längst weg sein und  Dämmerclan gründen. Die Katzen warten und bald wird es zu spät dafür sein.", erklärte er mir bevor er verschwand.

Was sollte denn das jetzt? Wieso kam er zu diesem Zeitpunkt damit?, dachte ich. Nagut, eigentlich hatte ich das auch aus meinem Kopf verdrängt. Es gab eben wichtigeres zu tun. Zum Beispiel das Versprechen zu halten das ich gegeben habe! Ich schüttelte meinen Kopf um die Gedanken los zu werden. Als ich plötzlich auf den Boden fiel.  "Wer?", brachte ich heraus bis ich die leuchtenden Augen von Honigfarn erkannte. "Du hast meinen Clan verscheucht. Dafür wirst du büßen.", knurrte sie. Ich lachte und stand auf, bis ich genau ihr gegenüber stand. "Ich habe nur das getan was ihr getan habt. Es war also fair.", erklärte ich und grinste. "Es war nicht fair. Du hättest einfach zu uns kommen können und draum betteln, dass wir euch das Lager zurückgeben.", wandt sie ein. Wieder lachte ich. "Und was denkst du hätte ich sagen sollen? >Bitte ich will zurück in unser Lager, ihr habt nicht das recht dazu hier zu sein!<"  Sie verengte die Augen zu schlitzen. "Mach dich nicht über uns lustig. Wir hätten euch das Lager schon überlassen." Ich verdrehe die Augen. "Das glaubst du doch selber nicht. Du kannst also deinen Freunden sagen, dass wir das Lager  erst verlassen wenn wir unseres bekommen.", richtete ich aus. Ihr Blick wanderte zum Boden. "Naja um ehrlich zu sein bin ich nicht von den anderen hier. Ich bin allein gekommen um mit dir zu reden.", gestand sie. Ich musterte sie von oben bis unten. Sie hatte ihre Krallen angelegt, ihr Fell nicht gesträubt und sah mich normal an. Irgendetwas in mir sagte, dass es eine Falle sein könnte doch als ich das flehen in ihren Augen sah schob ich meine Gedanken beiseite und willigte ein. Sie führte mich zu einem dunklen Bau. In einer Wand war ein Loch drinnen, sodass ich zu einer Landschaft hinunterblicken konnte. Es sah einfach wundervoll aus. Das Wasser um die Insel herum glitzerte und auch die Sonne sandte ihre Strahlen aus und tauchte das bisschen Wald in die Helle. "Schön nicht?", fragte sie vorsichtig. Ich schwieg, was sie anscheinend als ja deutete. "Das ist der Königinnenbau.", erklärte sie. Ich sagte immernoch nichts. "Setz dich bitte.", erklärte sie und ohne zu überlegen tat ich was sie mir befahl. "Nunja, ich bin nicht gerade die beliebteste im Clan.", begann sie. "Ich werde immer ausgeschlossen und da ich wirklich, nach der Meinung von Nesselstern aus, nichts tue droht man mir, dass ich aus dem Clan geworfen werde. Wenn ich nicht Königinn werde und Junge bekomme.", die orange blickte mich an. "Und jetzt erwartest du von mir, dass ich dir helfe Jungen zu bekommen? Das kann doch nicht dein ernst sein! Wie krank bist du denn? Frag jemanden in deinem Clan.", sagte ich barsch. Ihre Augen verdunkelten sich. "Hast du nicht gehört was ich am Anfang gesagt habe? Niemand mag mich und wie soll ich denn dann deiner Meinung nach jemanden überreden oder besser, einen Gefährten finden? Du bist meine einzige Hoffnung.", flehte sie. Nun wog ich die Entscheidungen ab. Einerseits habe ich eine Gefährtin die Junge erwartet und hatte auch schon im Gewitterclan eine. Ich habe Junge die mir vertrauen. Doch andererseits muss es ja niemand erfahren und da ich sowieso bald weg muss würde es kein Problem sein. Solange sie es niemandem erzählt wäre es kein Problem. Doch trotzdem stellte sich mir noch eine einzige Frage. Wieso ausgerechnet ich? Sie hätte doch auch einfach in den Zweibeinerort gehen können und sich dort jemanden gesucht der ihr hilft. Dann stellte ich die Frage und Panik trat in ihren Augen auf. Sie war auf die Frage nicht vorbereitet., stellte ich erleichtert fest, denn so hatte ich noch ein paar Minuten um mir das alles nochmals genau zu überlegen. Doch auch ich war nicht vorbereitet, denn als sie begann zu sprechen entschlug es mir die Sprache.

Kapitel 28 ~ Rehlauf

Es wurde langsam dunkel und bald war alles grob verteilt. Die Wachen hatten sich abgewechselt, sodass jetzt Blauwasser und Krallennarbe uns bewachten. Das Nestmaterial hatten wir auch verteilt und uns eng aneinander gekuschelt. Rachejunges, Elfenjunges, Koalajunges und Morgenjunges schliefen an den Bauch von Dämmerlicht gekuschelt.Schimmerjunges und Hyänenjunges lagen bei mir und die anderen drei Jungen von Lauschgleiter lagen etwas abseits. "Rehlauf?", flüsterte auf einmal Schimmerjunges. Die kleine hatte ihren Kopf erhoben und blickte mich traurig an. "Immer wenn ich die Augen schließe muss ich an Salbeiteich denken. Wieso hat Dämmerlicht sie umgebracht?", fragte sie. Warum? Ja warum? "Ach meine Kleine, ich weiß es doch auch nicht.", antwortete ich ausweichend obwohl ich die Antwort kannte. "Ich vermisse sie so sehr. Sie soll bei uns sein.", jammerte sie. "Aber sie ist doch bei dir. Den ganzen Tag. Du merkst es nur nicht.", erklärte ich sanft. "Wo? Wo ist sie?", fragte sie und ich sah eindeutig Tränen in ihren Augen. "Hier drin in deinem Herzen.", flüsterte ich. Die Kleine Kätzin sagte nichts mehr und schloss einfach nur die Augen. Ich tat es ebenfalls.

"Danke.", flüsterte eine Stimme als ich die Augen öffnete. Ich sah eine schilplattfarbene Kätzin Kätzin. Salbeiteich. Sternen bedeckten ihren Pelz und sie sah sehr jung und kraftvoll aus. "Ich hätte nicht den Clan wechseln solln. Ich hätte bei euch bleiben müssen. Bitte verzeih mir.", flehte sie. EInen Moment lang überlegte ich. Ja, sollte ich ihr verzeihen? Schließlich nickte ich. "Ja, ich verzeihe dir. Einerseits war es ganz schön dumm deinen eigenen Clan zu verraten, deinen Gefährten zu hintergehen und deine Jungen im Stich lassen aber dein Verstand war vernebelt. Du wusstest nicht was du tust.", erklärte ich und sie seufzte erleichtert. "Aber Rehlauf, das ist nicht nur der Grund weshalb ich zu dir kam. Es ist noch ein anderer.", Salbeiteich stoppte. "Bitte sag es ihr nicht! Sie ist trächtig und ich weiß nicht wie sie es verarbeitet.", kam eine andere Stimme von hinten und ich sah Preiselpelz. "Aber sie muss es wissen.", knurrte eine andere Stimme und ein weißer Kater mit braunen Flecken kam an. "Sie ist trächtig und man weiß nicht wie sie es verarbeitet. Unkenstern hat völlig recht.", wandte jetzt Preiselpelz ein. Ich schüttelte den Kopf. Was ging hier bitte gerade vor sich? "Um was geht es denn bitte überhauptt?", fragte ich nun laut und alle verstummten. Salbeiteich blickte die zwei anderen Katzen an. Unkenstern nickte und Preiselpelz schüttelte den Kopf. Salbeiteich hingegen wirkte unentschlossen. "Er muss es ihr selbst sagen.", beschloss nun Unkenstern. "Vielleicht nimmt sie es dann besser auf als wenn sie es von uns erfährt. Also, sind wir damit einverstanden?", fragte der ehemalige Anführer. Das schloss ich aus dem Namen -stern. Doch welchen Clan hatte er geführt? Ich bekam gerade noch mit wie sie alle ja sagten, bevor alles um mich herum verschwomm und ich langsam auf unserer kleinen Lagerlichtung aufwachte.

Mein Kopf schoss in die Höhe. Hecktisch sah ich mich um. Was meinten wohl die Sternenclan Katzen? Wer musste es mir selbst sagen? Um was ging es denn überhaupt? "Was ist los?", krächzte Kampfjunges verschlafen. Anscheinend hatte er mich gehört. Er kam auf mich zugetappt und setzte sich vor mich hin. Seinen Schweif hatte er ordentlich um seine Pfoten gelegt. "NIchts, ich habe nur geträumt.", murmelte ich. Der kleine Kater verengte die Augen zu Schlitzen und musterte mich. "Weiter.", miaute er knapp. Erstaunt sah ich ihn an. "Erzähl mir alles, denn ich weiß das du mir was verschweigst.", fügte er hinzu. Einen Moment lang überlegte ich. Sollte ich das wirklich tun? Ihm alles erzählen? Würde er das überhaupt verkraften? Aber nunja, was sollte er denn da verkraften, ich meine ich verstehe den Traum ja selbst nicht und vielleicht hilft er mir ihn ja zu verstehen.

Schnell erzählte ich ihm alles was ich im Traum erfahren hatte. Von Salbeiteich und ihrer Entschuldigung, von den anderen die mir irgendetwas erzählen wollten oder mir es eben verschweigen. Die ganze Zeit saß Kampfjunges regungslos da und ließ alles über sich ergehen. Als ich endete nickte er und schwieg. "Das mit Salbeiteich verstehe ich ja, aber am Ende das Gespräch zwischen den Sternenclan Katzen und dir habe ich nicht wirklich verstanden. Aber eins weiß ich jetzt schon, es muss wichtig und schlimm sein wenn sie es dir nicht sagen wollten. Aber überleg doch mal um was es gehen könnte.", erklärte er. Überlegen? Was sollte ich denn da überlegen? "Naja, es passieren ja in letzter Zeit viele komische Dinge. Der Meeresclan, die Morde, der Sonnenclan der uns überfällt, Lauschgleiter der verschwindet.", er verstummte und sah mich erwartungsvoll an. Es passierte in meinem Gehirn immer noch nichts. Was wollte er mir nur damit sagen? Um wen ging es? "Naja immer war ein Kater anwesend.", sprach er langsam weiter. Ein Kater? Achja! "Lauschgleiter!", rief ich leise aus und der kleine nickte verständnissvoll. Plötzlich ertönte ein Schrei. Alle Katzen schreckten auf und ich sprang schnell auf. Dämmerlicht war ebenfalls sofort wach und rannte mit mir in Richtung des Schreies und was ich da sah verschlug mir die Sprache. Dort lag eine Laiche oder besser gesagt drei Laichen. Übertrieben? Nein, dort lagen Blauwasser, Krallennarbe und Mehlfuß. Alle hatten die Augen noch aufgerissen und man sah ihnen den Schock noch an. Schwarzbart stand sofort an meiner Seite und betrachtete die toten Katzen. "Das wird Ärger geben.", murmelte er leise und ich pflichtete ihm leise bei. "Wer oder was hat sie getötet?", flüsterte Dämmerlicht neben mir entsetzt. "Wenn wir das wüssten..", fing ich an und verstummte. Ein rascheln ließ uns zusammenzucken. Ich zitterte im Körper, genauso wie Dämmerlicht. Mich schob Schwarzbart nach hinten und Dämmerlicht stellte sich neben ihn. Ich war den beiden dankbar, dass sie mich nicht in die erste Reihe gestellt hatten, so war ich wenigstens erstmal ein wenig geschützt, wenn wir angegriffen würden. Das rascheln wurde lauter. Lauter. Bis ich den Umriss einer dunkeln Katze hatte. Als sie ins Licht trat riss ich traurig die Augen auf. Dort stand er. Mein Gefährte. Lauschgleiter. Blut klebte an seinen Pfoten. Er hatte den Mund geöffnet und auch vom Mund tropfte Blut auf den Boden. Er hatte die Katzen getötet. Aber wieso? "Lauschgleiter!", wimmerte ich leise und fiel nach hinten auf den Boden. Wieso hatte er das getan?

Kapitel 29 ~ Lauschgleiter

Nach einiger Zeit hatte mich Honigfarn nun doch überredet und wir hatten ihren Plan in die Tat umgesetzt. Als sie freudestrahlend aus dem Lager gehüpft war, bin ich gleich ins Teretorium des Sonnenclans gerannt um den Clan zu suchen. Als ich ihre Fährte aufgenommen hatte, hatte es mich zu den großen Hügeln gebracht. Dort war auch ein bisschen Grünzeugs, was mich überraschte da es ja eigentlich überall kahl sein sollte. Als ich ein lautes Gerede hörte wusste ich, dass hier das vorübergehende Lager war. Dann waren dort auch noch die Wachen Blauwasser und Krallennarbe, wenn ich mich nicht getäuscht habe. Sie wollten mich nicht durchlassen und mich zu Rotstern bringen, weil sie mich des Beutediebstahls beschuldigt haben. Da habe ich sie angegriffen und plötzlich war da noch eine weitere Gestalt neben mir. Es war die kleine schwarze Kätzin Smaragtteich. Sie half mir. Als die Katzen dann größtenteils geschwächt waren und nicht mehr kämpfen konnten habe ich abgelassen doch Smaragtteich hat immer weiter gekämpft und hatte schon bald die erste Katze umgebracht. Sie warnte mich, denn wenn ich nicht die andere auch umbrächte würde sie das selbe mit mir gemacht. Ich blieb immernoch stur und hatte verneint. Als sie mich dann konfrontiert hat mit dem, ich wäre weich geworden und wolle nicht töten ist etwas in mir durchgebrannt und ich habe ebenso weitergekämpft. Gekratzt und hatte schließlich den all entscheidenen Todesbiss durchgeführt. Irgendwann war Mehlfuß gekommen und als er uns beide sah wollte er wegrennen doch Smaragtteich hatte ihn aufgehalten und mich machen lassen, bis ich auch ihn umgebracht hatte. Inzwischen weiß ich, dass ich einen richtig großen Fehler gemacht hatte. Mit allem. Aber diese finsteren Katzen bringen mich immer wieder zum überkochen und gerade wenn ich meinen Plan verdrängt hatte und versuchte ein normaler Kater zu sein, passierten wieder diese Sachen und ich begann wieder mit meinem Tötungswahn. "Du bist so geboren worden. Es steht dir nicht zu so weich zu werden wie eine Clan Katze also los, bring sie zu ihrem neuen Lager und lass sie dann allein. Verursache Krieg!", knurrte die kleine schwarze neben mir. Ich blickte ihr tief in die Augen und stimmte zu. "Ich komme wieder zu dir, wenn du sie ins Lager gebracht hast.", erklärte sie und löste sich plötzlich in Luft auf.

"Wieso hast du das gemacht?", fragte plötzlich Schwarzbart. Ja, wieso habe ich das gemacht? Weil ich Krieg verursachen will, weil ich dazu gezwungen wurde? Das konnte ich nicht sagen, deshalb zuckte ich nur mit den Schultern  und sah an mir hinunter. Meine Pfoten waren blutig und auch aus meinem Maul spürte ich, wie sich das Blut auf dem Boden verteilte. "Keine Ahnung was mich dazu gebracht hat, aber wir müssen schnell los. Ich habe ein neues Lager gefunden. Die Augen von Dämmerlicht glänzten erleichtert, was sie sich jedoch dabei dachte und warum sie so erleichtert war wusste ich nicht. Hinter ihr sah ich den Kopf von Rehlauf. Sie sank auf den Boden und ich versuchte zu ihr zu gehen doch die anderen ließen mich nicht zu ihr. "Vertraut mir, ich habe wirklich ein Lager für euch gefunden. Wenn ihr euch beeilt schaffen wir es noch rechzeitig bis zur ersten Wachablösung.", redete ich ihnen zu doch die Katzen gaben immer noch nicht nach. "Bitte.", flehte ich deshalb.

Sie dirskutierten und diskutierten bis sie mir endlich glaubten. Dann versteckte man die Laichen so gut es ging in Büschen bevor wir eilig losrannten. Ich war der erste. Immer wieder blickten wir uns hektisch um, weil wir sichergehen wollten, dass uns nicht jemand sieht. Komischerweise blieben wir unentdeckt und atmeten erleichtert auf als wir die Grenze zum Meeresclan überschritten. Ich spürte verwirrte Blicke auf meinen Pelz doch ich ließ mich nicht beirren und führte sie immer weiter bis wir schließlich die Insel und das vorübergehende Lager sahen. "Wir können uns doch aber nicht im Lager des Meeresclans niederlassen.", beschwerte sich Federglanz. Einige andere Katzen murmelten Zustimmung. "Ich geh da nicht durchs Wasser!", rief Großschweif von hinten. Ich verdrehte die Augen. Bald brach eine laute Diskusion auf. "Ruhe!", sagte ich so laut es ging und die Katzen verstummten. "Also erstens ist das Wasser so hoch, dass man nicht schwimmen muss. Es ist genau richtig, sodass ihr durchlaufen könnt und wegen dem Lager, ich meine so wie du mir so ich dir. So lange der Meeresclan euer Lager hat habt ihr ihres." Ich wählte extra nicht die Worte >unser<. Wieder brach eine Diskusion aus. Ich sah wie sich Farnnacht und Schwarzbart zusammenschlossen und ebenfalls diskutierten. Bald nickten beide und Schwarzbart bat um ruhe. "Wir benutzen erstmal ihr Lager. Wer nicht mitkommen will muss draußen schlafen." Daraufhin herrschte stille und alle wateten wortlos durchs Wasser. Farnnacht ging als erstes und Schwarzbart als letztes. Auf mich achtete niemand. Gut so!, dachte ich und wandt mich ab. Ich rannte weg und spürte plötzlich eine Katze neben mir. Unsere Pelze berührten sich und ich brauchte nicht lange zu überlegen bis ich wusste wer es war. Smaragtteich.

Kapitel 30 ~ Rehlauf

Wortlos folgte ich ihnen durchs Wasser. Wir hatten beschlossen, dass die Jungen selbst durchs Wasser hinüberschwimmen sollten. Dabei ging natürlich immer eine erwachsene Katze neben einem Jungen um es hochzuziehen, falls es untergehen sollte, denn im gegensatz zu uns konnten sie hier noch nicht stehen. Die Schüler konnten zwar stehen, mussten aber ihren Kopf mühevoll hoch halten damit er kein Wasser abbekam. Es sah schon irgendwie witzig aus.

Als endlich alle auf der winzigen Lagerlichtung waren, standen Farnnacht und Schwarzbart etwas erhöht auf einem Felsen und ließen ihren Blick durchs Lager schweifen. Hinter ihnen war ein Bau, der etwas höher erhoben war als die anderen. Das war wahrscheinlich der Anführerbau. Dort konnte Falkenstern schlafen. Moment mal, Anführer..Falkenstern? Wo war der eigentlich? Plötzlich wurde mir eins bewusst. Wenn er nicht hier war, dann Blitzkralle, Blütenduft und Tigerschatten auch nicht! "Wir haben sie vergessen! Wir haben Falkenstern, Blitzkralle, Blütenduft und Tigerschatten vergessen!", jaulte ich laut los. "Bewahrt Ruhe!", mischte sich Wellenherz ein. Zu meinem erstaunen klang er wirklich ruhig. "Also, hier unten links ist gleich der Schülerbau.", erklärte Farnnacht und zeigte auf den Bau. "Dort rechts nebenan der Kriegerbau. Die freie Stelle neben dem Kriegerbau müsste der Frischbeutehaufen sein. Der Bau der hier senkrecht ist, ist der Heilerbau. Auf der linken Seite vorn der Bau ist der Ältestenbau und der eben neben ihm, also praktisch gleich neben dem Heilerbau ist die Kinderstube. Jetzt geht bitte in eure dementsprechenden Baue und seht euch um.

Ich wartete erst bis meine anderen Baugefährten bei mir ankamen, dann gingen wir in den uns vorgeschriebenen Bau. Es dauerte etwas, bis sich meine Augen an das Licht gewöhnt hatten. Dann fand ich einen großen geräumigen Bau wieder. Doch eins war nicht zu übersehen, nämlich das Loch in der Wand. Das würde bestimmt ganz schön zugig werden. Vor allem in der Nacht. "Was machen wir denn jetzt?", fragte Dämmerlicht. "Ich hole Farnnacht.", antwortete ich und verließ die Kinderstube. Es dauerte nicht lange bis ich ihn gefunden hatte. Er stand in der mitte der Lichtung und unterhielt sich lautstark mit Schwarzbart. "Nein! Mir steht dieser Bau zu. Immerhin habe ich allen die Befehle gegeben!", erklärte Farnnacht wütend. Sollte ich zu den beiden gehen? Ja, nicht das sie sich nachher noch an die gurgel gehen. "Sagt mal was soll das ganze hier?", schimpfte ich als ich bei den beiden ankam. "Er will im Anführerbau schlafen, aber mir steht dieser Platz zu.", knurrte Schwarzbart. "Niemandem steht dieser Bau zu. Er sollte Nesselstern gehören. Nicht euch. Außerdem sind wir gerade in schlechten Zeiten! Die Clans wollen sich bekriegen und ein Kampf steht bevor. Da streitet ihr euch darum, wer im Anführerbau schläft? Sagtmal wisst ihr eigentlich wie lächerlich das alles ist? Ihr schlaft im Kriegerbau.", befahl ich. Inzwischen hatten die beiden Kater ihre Blicke zu Boden gerichtet. Anscheinend war ihnen das alles unangenehm. Sollte es ja auch. "So, nun überlegt euch erstmal wie wir Falkenstern, Blitzkralle, Blütenduft und Tigerschatten hier her bekommen.", entschied ich nun ruhiger. Die zwei nickten kleinlaut. "Achso und bei uns im Bau ist ein riesengroßes Loch. Was machen wir jetzt?" Sofort schienen die beiden ihre Arbeit ernst zu nehmen. Grübelnd sahen sie sich an. "Nunja, reparieren sollten wir es nicht. Ihr könnt euch entweder in den Heilerbau legen, oder aber ihr geht mit zu den Ältesten." Ich nickte. "Tigerschatten.", flüsterte auf einmal eine Stimme neben mir. Es war Federglanz. Krähenduft und Blumenfall standen etwas weiter entfernt und sahen sich auch traurig an. Da fiel mir erst ein, dass die drei ja Tigerschattens Eltern und die Schwester waren. Warum ist mir das denn nicht früher eingefallen? Hmm, sicherlich durch Lauschgleiter, den Meeresclan und die Jungen. Kein Wunder., dachte ich. Und dann sah ich auch noch wie Marderhundpfote mit hängendem Schweif zu Wellenherz ging. Hyänenjunges und Schimmerjunges waren bei ihr. Salbeiteich., fiel es mir ein. Ihre Mutter war ja gestorben. Durch Dämmerlicht. Habe ich denn gesehen wie Marderhundpfote getrauert hat? Nein! In letzter Zeit war mir so viel entgangen. Lauschgleiter war ein schlechter Umgang für mich gewesen. "Da hast du aber recht gehabt.", flüsterte eine Stimme und ich nahm einen grauen Kater war. Wie hieß er noch gleich? Regenmaul? Ja, so musste er heißen. "Warum bist du hier?", fragte ich. Doch da war er schon wieder weg. "Ich gehöre zu deinem Clan, vergessen?", antwortete Federglanz barsch. Ich zuckte zusammen. "Sorry, war in Gedanken.", murmelte ich und entfernte mich. Ich ging zu Marderhundpfote und legte ihr den Schweif auf ihren Rücken. "Es tut mir so leid.", flüsterte ich traurig. "Was? Was tut dir leid?", fragte sie verwundert. "Naja das mit deiner Mutter.", sagte ich verlegen. Ihre Augen hellten sich auf. "Ach was nein muss es nicht. Sie war zwar meine Mutter doch in der letzten Zeit hat sie sich nicht um mich gekümmert. Es ging nur um Schimmerjunges und Hyänenjunges. Auch manchmal um Wellenherz aber mich hat sie abgeschoben.", erklärte sie fröhlich. Verwirrt riss ich die Augen auf. "Du bist froh das deine Mutter tot ist?", flüsterte ich. Doch da schüttelte sie wieder mit ihrem Kopf. "Nein, nantürlich bin ich nicht froh das meine Mutter tot ist immerhin war sie ja meine Mutter doch das sie mich, ich meine mich und meine Familie so belogen und betrogen hat naja, da hat sie es verdient zu sterben.", meinte sie. Ich starrte sie unverständlich an. Plötzlich spürte ich einen Pelz neben mir und als ich mich umdrehte fand ich Salbeiteich wieder. Anscheinend sah Marderhundpfote sie auch, denn sie schaute sie verwirrt an. "Mutter, was willst du hier?", fragte sie. "Du enttäuschst mich. Ich war zwar nicht für dich da, habe dich aber immer aufmerksam beobachtet und dich auch gefragt als du traurig warst und..ach! Wie kannst du nur sagen das ich es verdient hätte zu sterben?", die letzten Worte schrie sie fast. Als ich mich umsah merkte ich, dass die anderen einfach so weitermachten wie bisher. Federglanz stand mit traurig schimmernden Augen bei ihren Eltern Blumenfall und Krähenduft. "Du denkst wohl ich würde dir verzeihen nach allem was du getan hast? Du hast Wellenherz betrogen, hast dich nie um mich gekümmert und bist noch in einen anderen Clan gewechselt. Da soll ich dir verzeihen?", knurrte Marderhundpfote und versuchte sich zu beherrschen. "Marderhundpfote, all das tut mir leid und ich sehe ja ein das ich ein paar kleine Fehler gemacht habe aber..", sie kommt nicht weiter denn ihre Tochter unterbricht sie. "Kleine Fehler? Das ist ja wohl das letzte. Komm mir ja nicht wieder an! Ich habe genug von dir und jetzt verschwinde.", schrie die Schülerin und rannte wütend aus dem Lager. Entschuldigend sah ich die verstorbene Königinn an. "Sie war schon immer so.", flüsterte sie. "Bitte pass gut auf sie auf Rehlauf, denn die Zeiten werden härter und Marderhundpfote wird einen schrecklichen Fehler begehen, den sie nicht wieder rückgängig machen kann. Sie braucht hilfe. Deine Hilfe."

Kapitel 31 ~ Lauschgleiter

Ich lief durch die Gegend auf der Suche nach Smaragtteich. Wo war sie denn nun hin? Die kleine schwarze hatte doch versprochen mit mir zu reden, sobald ich den Luftclan in das Lager gebracht hatte. Ich lief nun schon einige Stunden herum und noch immer keine Spur. Doch da nahm ich einen Geruch war und da stand sie auch schon. Doch komischerweise war sie nicht allein. Bärenpranke und Schneehaken waren bei ihr. Nun rannte ich und stoppte noch bevor ich in den braunen Kater hereinrennen konnte. "Warum hast du so lange gebraucht? Ich bin Stundenlang durch die Gegend geirrt.", beschwerte ich mich. "Setz dich.", knurrte Schneehaken. Verwundert befolgte ich die Anweisung und die anderen taten es mir gleich. "Wir sind hier weil wir den Krieg planen. Du hast dich nun schon zu lange von uns abgewandt da mussten wir etwas unternehmen. Jetzt da du endlich frei von allem bist fangen wir an. Wir arbeiten in Teams. Du und Bärenpranke. Ich mit Smaragtteich und noch einige andere finstere Krieger. Du nimmst dir mit Bärenpranke den Sonnenclan vor. Sie haben bis jetzt die Laichen noch nicht gefunden und werden es auch so schnell nicht. Sie haben nur bemerkt, dass sie verschwunden sind. Geht zu der Stelle wo ihr die toten gelagert habt und schleppt sie in die Teretorien der anderen Clans. Jede Katze in eins. Was wir machen ist geheim. Das ganze findet Nachts statt.", erklärte Schneehaken.

Ich konnte die Nacht gar nicht abwarten doch als es langsam dunkel wurde, wurde ich irgendwie nervös. Was wenn sie mich entdecken? Wie werden sie reagieren? Ich zuckte zusammen als ich in der ferne schnelle Pfotenschritte hörte. Dann noch einige Stimmen und ich wusste sofort wem sie gehörten. Dem Meeresclan. Der richtige Meeresclan. Und sofort wusste ich was es bedeutet: Der Luftclan wurde angegriffen! Ich musste schnell los sie warnen. Gerade als ich lossprinten wollte stellte sich Bärenpranke mir in den Weg. "Wenn du da jetzt hinrennst werden das deine letzten Atemzüge sein.", knurrte er. Erschrocken sah ich ihn an. "Das kann doch nicht dein ernst sein!", sagte ich. "Doch. Du kannst nicht jeden Clan warnen bevor er angegriffen wird.", erklärte er ruhig. "Er hat recht!", hörte ich eine Stimme sagen. Diese gehörte Regenmaul. War er doch wieder auf der finsteren Seite? Da konnte nicht sein. Immerhin wurde er ja in den Sternenclan gebracht. Er wollte es und hat es sich verdient.

"Na gut. Lass uns aufbrechen.", gab ich mich geschlagen und sah das zufriedenen Grinsen von Bärenpranke. Ich verdrehe die Augen und rannte los. Ich spürte wie Bärenpranke aufschloss doch die ganze Zeit herrschte eine unangenehme Stille zwischen uns. Eine Stimme in mir sagte, dass ich zurücklaufen sollte und mit dem Luftclan kämpfen sollte doch auf der anderen Seite hatte ich mich dem Wald der Finsternis verschrieben. Außerdem ging mir die Drohung von Bärenpranke nicht aus dem Kopf und aus Erfahrung wusste ich, dass die finsteren Krieger immer Wort halten und auch nicht zögern zu töten. Ich merkte nicht, wie wir ein kleines Stück vom Luftclan durchquerten und in das Gewitterclan Gebiet wechselten. Immernoch in Gedanken sprang ich mit Leichtigkeit über jeden Stamm und Büsche während Bärenpranke immer weiter zurückfiel. Er war nicht für einen solchen Marsch gebaut. Mein Magen zog sich zusammen als ich an Hasenstern und Schneejunges dachte. Wie es den beiden wohl geht? Vermissen sie mich? Nein, ausgeschlossen. Immerhin hat meine ehemalige Gefährten mich aus dem Clan verbannt.

Ich stoppte als wir den Rand vom Sonnenclan überquert hatten und wartete auf Bärenpranke der nach einigen Minuten auch ankam. Er keuchte und blutete an seiner rechten Hinterpfote. Doch das war mir egal. "Los. Gehen wir.", sagte ich kühl und rannte weiter. Komischerweise war ich noch nicht außer atem. Woran das wohl lag? Ich rannte die Hügel hinauf zu der Stelle wo das ehemalige Lager von uns war. Ich lief zu der Stelle, wo wir die toten Körper von Blauwasser, Krallennarbe und Mehlfuß lagen. Erleichtert atmete ich auf als ich sah, dass sie immernoch so dalagen wie wir sie hinterlassen hatten. Doch trotzdem schwirrten schon einige Fliegen um ihre Körper und man roch den Todesgeruch. "Du nimmst eine ins Maul und ich ebenfalls und du noch eine auf deinen Rücken.", sagte ich unbeeindurckt zu Bärenpranke. Er schnappte sich Mehlfuß und ich half ihm Blauwasser auf seinen Rücken zu legen. So blieb nur noch Krallennarbe übrig. Ich nahm ihren Nacken und schliff ihn aus dem Versteck. "Los. Ich bring sie zum Gewitterclan und du die beiden zum Luftclan und eine lässt du im Sonnenclan liegen.", befahl ich und er tat was ihm befohlen wurde. So trennten sich unsere Wege fürs erste und ich machte mich auf zum Gewitterclan. Ich schliff sie irgendwie durch den Fluss auf der Grenze und ließ sie so nah liegen, dass die Katzen vom Sonnenclan ihre Laiche liegen sehen konnten. Und doch so versteckt, dass der Gewitterclan sie nicht sehen konnte. Aber was wenn sie Krallennarbe doch nicht entdecken würden? Ich musste mir etwas einfallen lassen! Da kam mir eine Idee. Ich zupfte ein bisschen Bauchfell ab und legte in regelmäßigem Abstand immer wieder welches ab bis zur Grenze und noch ins Sonnenclan Teretorium herein. Als ich dachte das es genug war, hörte ich auf und betrachtete voller Stolz mein Werk. Geschafft!, dachte ich erleichtert und wartete bis Bärenpranke wieder auftauchte. "Fertig?", fragte ich und der Kater nickte. "Dann werden wir den Sonnenclan mal drauf aufmerksam machen.", meinte Bärenpranke.

Kapitel 32 ~ Rehlauf

Wir waren in den Ältestenbau umgezogen. Die Ältesten freuten sich über den täglichen Besuch der Jungen und erzählten ihnen Geschichten wenn die Kleinen lange Weile haben. Alles schien glattzulaufen bis ich diese Nacht vom Kriegsruf einiger Katzen aufwachte. Ruckartig riss ich den Kopf hoch. Die Jungen schliefen noch friedlich, was mich eigentlich wunderte. So waren die Ältesten, Dämmerlicht und ich wach. Vorsichtig stand ich auf und weckte die Jungen. Sie maunzten ärgerlich als sie die Augen öffneten und blieben aber ruhig, als Großschweif sie wütend anfauchte. "Wir werden angegriffen. Verhaltet euch ruhig und geht nach hinten in die Geschützte Ecke. Graureif passt auf euch auf.", erklärte ich leise und zeigte auf den Kater mit den vielen Narben. Er wendete seinen stechenden Blick auf mich und die Jungen. Eine Sekunde lang überlegte er, dann stimmte er zu und führte sie in die hinterste Ecke. Sie blieben zum Glück ruhig und so stellten wir uns alle vor den Eingang auf, damit wir sie abfingen wenn sie tatsächlich in unseren Bau gestürmt kamen. "Ähm Rehlauf, ich denke du solltest auch nach hinten zu Graureif. Du bist trächtig und du gefährdest deine Jungen wenn du jetzt kämpfst.", erklärte Dämmerlicht und blickte zu Boden. Ich verengte die Augen und fauchte, dann befolgte ich ihre Anweisung und ging nach hinten zu Graureif. Etwas Erleichterung spiegelte sich in seinem Blick wieder, als er sah das ich mich zu ihm gesellte. Wir saßen in der Ecke, die Jungen standen zitternd hinter unseren Körpern und keiner wagte es nach vor zu klettern. Sie wussten jetzt wie kämpfe ausgehen konnten. Das hatten sie in unserem Lager gelernt.

Plötzlich wurde das Geschrei und getobe lauter doch niemand wagte es, aus dem Bau zu treten. Ich wusste nicht wie lange es dauert doch bald ertönte ein richtig lauter Schrei und alles verstummte. "Ruhe jetzt! Alle raus aus ihren Bauen!", das war die Stimme von...Falkenstern? Wann war er denn gekommen. Fragend sah ich den alten vernarbten Kater an doch dieser schüttelte auch nur den Kopf. Vorsichtig taten wir was uns befohlen wurde und schlichen aus dem Bau. Die Jungen bildeten mir Dämmerlicht den Schluss. Was ich dann sah verschlug mir die Sprache. Ich hatte mich nicht getäuscht! Dort standn wirklich Nesselstern und Falkenstern auf dem erhöhten Felsen.

"Danke.", begann Nesselstern. "Ich weiß mittlerweile, dass es ein Fehler war euer Lager einzunehmen. Eigentlich gibt man das nicht so gern zu, aber..", der Meeresclan Anführer verstummte. "Ist schon ok. Das einzigste was wir wollen ist, dass wir in unser richtiges Lager zurück können.", erklärte Falkenstern. Nesselstern schwieg einige Zeit, auch der Rest unseres Clans. Sie wussten, wie die Lage steht. Alle wollten zurück. "Also, ja. Ich lasse euch in euer altes Lager gehen wenn...", Nesselstern machte eine Pause. "Rehlauf nicht vergisst eins ihrer Jungen uns zu geben." Falkenstern sog die Luft scharf ein und gleich darauf bildeten alle eine Gasse, wo ich nun in der mitte stand. Nun konnten beide Anführer mich problemlos angucken. "Rehlauf? Willst du das wirklich tun?", fragte Falkenstern entsetzt. Da gab es nichts zu überlegen. Ich musste. Schon ange hatte ich es ihnen versprochen und wenn wir dann in unser Lager zurück durften, war es mir das wert. Irgendwie jedenfalls. Aber was, wenn ich nur zwei Junge gebären würde? Eines bekam ja der Sonnenclan und das andere der Meeresclan. Dann wäre ich allein. Aber jeder musste Opfer bringen. Ich wusste nicht, dass das so schwer werden würde. Ich schloss die Augen und öffnete sie nach einigen Minuten wieder. "Ja. Wenn wir dann in unser richtiges Lager zurück dürfen, bekommt ihr eins.", sagte ich mit zittriger Stimme. Nesselstern nickte zufrieden. "Versprochen. Wir lassen euch auch in Ruhe, jedenfalls bis Rehlauf ihre Jungen gebärt. Falls ihr uns aber in jeglicher Hinsicht schaden wollt, brecht ihr dieses Versprechen von uns.", beschloss Nesselstern mit fester Stimme und Falkenstern nickte. Alle brachen in Jubel aus, als wir schlielich aus dem Lager gingen. Nur ich nicht. Wieso sollte ich auch? Ich hatte gerade versprochen, dass sie eins von meinen Jungen bekommen würden. Wer sollte da froh sein?

Wir hatten vorher nochmals durchgezählt ob alle da waren und tatsächlich, wir waren vollständig. Farnnacht und Schwarzbart hatten ihre Anführerposition abgegeben, da nun Falkenstern und Blitzkralle wieder da waren. Auch Blütenduft und Tigerschatten waren mit ihnen gekommen. Tigerschattens Wunden waren auch soweit versorgt. Man sah zwar noch ein paar kleine Kratzer, aber der größte Teil war schon weg.

Der Weg zum Lager kam mir ewig vor, deshalb war ich umso fröhlicher, als wir endlich da waren. Probleme mit dem Meeresclan gab es auch nicht mehr. Sie teilten uns mit, dass es ihnen leid tue, mehr sagten sie aber nicht. Blutfell sah uns nur mit traurigen Augen an und verabschiedete sich noch von ihrer Schülerin Wildpfote. Dann waren sie weg und wir hatten unser Lager für uns allein. "Endlich zu Hause.", sagte Wildpfote und hüpfte aufgeregt im Kreis herum. "Ja, endlich zu Hause.", murmelte ich.

Ende des Buches

Erklärung

Sooo, ich wollte ja eigentlich daraus nur ein einziges Buch machen, aber weil es sonst zu lang werden würde und auch viel zu viel Ideen in meinem Kopf sind, die man auf keinen Fall in einem Buch zusammenfassen kann, habe ich mir gedacht hier einen Kat zu machen und es in mehrere Bücher zu verteilen. Deshalb wird dies eine ganze Staffel werden. Ich hoffe es gefällt euch trotzdem und hoffe, dass ihr den zweiten Band usw. lesen würdet.

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