FANDOM


SternenClan

SternenClan

»Ich bin Schneepelz. Ich bin mir nicht sicher, ob der SternenClan gerade meine Gedanken verfolgt. Ich bin eine DonnerClan-Kriegerin, ich war immer unheimlich stolz ein Teil in der Gemeinschaft des DonnerClans zu sein. Ich weile inzwischen unter den Ahnen im SternenClan.

Ich denke sehr oft an die Zeit im DonnerClan und vermisse vor allem meine Schwester Blaustern. Sie ist eine unheimlich emotionale und dennoch starke Kätzin. Ich habe sie stets von Silbervlies beobachtet. Ich weile zwar über ihr bei den Sternen, die sie nur zu Mondhoch am Himmel glitzern sieht, aber ich schaue öfter auf sie herab, als sie denkt.

Ich weiß, dass sie unheimlich viel Leid erfahren hat und dennoch hat es sie nie davon abgehalten, ihrem Clan zu dienen. Wir waren gerade zu Schülern ernannt worden, als unsere geliebte Mutter Mondblüte in einem Kampf im WindClan-Lager starb. Blaustern hatte es damals hilflos mitansehen müssen. Wir waren unglaublich bestürzt und untröstlich über ihren Verlust, vor allem, da sich Sturmschweif nicht besonders für uns interessierte und uns in dieser schwierigen Zeit beigestanden hat.

Damals haben Blaustern und ich uns oft gestritten, denn während sie sehr lange wegen des Todes unserer Mutter litt, war ich bereit, das Clanleben weiterzuleben und zu akzeptieren, dass Mondblüte beim SternenClan in Ruhe und Frieden weilte. Ich lernte Stachelkralle, der damals noch wie wir ein Schüler des DonnerClans war, besser kennen und verbrachte viel mehr Zeit mit ihm als mit Blaustern. Das mag dazu geführt haben, dass wir stritten. Ich schob es auf ihre wohlmögliche Eifersucht. Ich dachte, sie sei einfach eifersüchtig auf Stachelkralles Glück und meines. Ich dachte, sie sei eifersüchtig, weil ich weniger Zeit mit ihr verbrachte. Tatsächlich hatte Blaustern schon immer ein gutes Gefühl, wenn es um die Abgründe hinter Persönlichkeiten ging.

Sie hat es einfach damals schon gespürt. Sie wusste, dass Stachelkralles Herz befleckt von dunklen Gedanken war. Ich habe nie etwas bemerkt, nie. Ich hätte nie etwas bemerkt. Sie stattdessen verliebte sich in den FlussClan-Krieger Eichenherz. Ich konnte das nicht verstehen, sie liebte einen Kater, entgegen das Gesetz der Krieger, welches ihr immer so wichtig war, eine Katze aus einem feindlichen Clan! Ich habe schon geahnt, dass sie mir etwas verheimlichte, aber als ich die Beweise dafür hatte und sie zur Rede stellte, wurde sie einfach so unglaublich abweisend mir gegenüber. Das hat mich sehr verletzt. Ich konnte sie nicht verstehen. Ich weiß nicht, warum jener schicksalshafte Tag dazu führen musste, dass einem unschuldigen Jungen seine Mutter genommen wurde.

Oh Weißpelz, ich sehe dich von dem Silbervlies aus und ich bin unheimlich stolz auf dich! Es brach mir das Herz, mein Junges vom SternenClan aus zu beobachten, es war so winzig und klein, es verstand nicht, wohin ich verschwunden war! Mein Sohn dachte, ich hätte ihn verlassen, weil ich ihn nicht mehr lieb hätte! Ich wünschte ich hätte ihm wenigstens noch ein Mal sagen können, wie sehr ich ihn liebe… Ich war erschüttert, wie wenig einfühlsam Stachelkralle ihm gegenüber war. Er war bestürzt über das Unglück, welches mich erfuhr und er trauerte auf seine eigene Art. Trotzdem habe ich es Blaustern zu verdanken, dass mein Sohn ein so weiser, starker, mutiger Krieger geworden ist, der von allen Katzen des DonnerClans geschätzt wird.


Oh Blaustern, ich wünschte du könntest mich hören! Ich werde mein Versprechen dir gegenüber auch nicht brechen, ich werde auf Moosjunges achten, wie du auf mein Junges geachtet hast, als ich es nicht mehr konnte. Ich habe nicht immer verstanden, warum du gewisse Entscheidungen getroffen hast und dennoch denke ich, dass du immer zu Gunsten unseres Clans gehandelt hast, was ich nach wie vor bewundere. Es scheint so, als hätten schon früh viele weise Katzen geahnt, dass du unseren Clan eines Tages führen wirst und ein wertvolles Mitglied des DonnerClans bist. Ich weiß, dass fast keine Katze ahnt, welches Leid du ertragen musstest, als du dich dazu entschieden hast, die Jungen von dir und Eichenherz dem FlussClan zu übergeben. Ich denke es ist die schlimmste Entscheidung, die eine Königin treffen muss. Ich beobachte Nebelfuß und Steinfell täglich. Sie bereichern den FlussClan, sie sind ebenso anmutig und stark wie du. Dir wird nicht entgangen sein, wie ähnlich Nebelfuß dir sieht. Eichenherz ist unglaublich stolz auf eure Jungen und ich weiß nun, dass du ihn wirklich geliebt hast so wie er dich. Nebelfuß wird dir folgen, sie wird den Clan so wie du stets an erste Stelle stellen. Moosjunges ist ein fröhliches Kätzchen, das dich sehr vermisst aber weiß, dass du eines Tages wieder bei ihr sein wirst.


Ich vermisse die Zeit mit meiner Schwester und ich wünschte, ich wäre auf eine andere Weise von ihr getrennt worden als im Streit. Ich weiß, dass sie sich ewig Vorwürfe deswegen machen wird, die sie sich nicht machen muss. Ich werde nun weiterhin hier auf Blaustern und Weißpelz warten und sie empfangen, wenn auch ihre Zeit gekommen ist.«

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.