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Schatten der Vergessenheit ist mein zweites Buch, es spielt direkt vor Blütenfalls Schicksal

Hauptcharakter: Kleine Flamme 

Klappentext 

Nachdem Kleine Flamme im Stamm des flackernden Feuers aufgenommen wurde, tut er alles um ein richtiges Sternblatt zu werden, doch die Umstände sind hart. Katzen verschwinden auf mysteriöse Weise. Der junge Kater muss dem auf den Grund gehen... 


Prolog

Die gefleckte Kätzin schlich langsam näher. Das Mondlicht, das durch die Nadelbäume scheint, reichte gerade aus um etwas zu erkennen. Sie musste sich immer wieder daran erinnern, dass sie auf einer wichtigen Mission war, sie wurde ausgewählt um den düsteren Schatten zu finden, der ihrem Stamm schadet, zu viele Katzen sind wegen ihm gestorben. Da sah sie schon die Höhle, nichts als gähnende Schwärze. Es sah beängstigend aus, doch für den Stamm würde sie es wagen. Die Kätzin schaute sich kurz um, prüfte die Luft und ging vorsichtig herein. Ein Schatten huschte vor den Höhleneingang, dann war er wieder weg. Die Kätzin bekam Panik, als sie hinter sich ein raues Flüstern hörte „Er ist also wieder da. Dem werde ich schnell ein Ende machen. Du kannst mich nicht mehr überlisten, Ignis.“ Die Gefleckte wusste nicht was dieses Wesen meinte. Erst jetzt konnte sie es im silber glänzenden Mondlicht erkennen. Es hatte Ähnlichkeit mit einer Katze, doch die Ohren waren zu groß, es hatte einen massigen Körper auf dem Moos wächst, anstatt eines Schweifs war nur noch ein Fellfetzen übrig aus dem ununterbrochen Blut herausquoll. Die kugelrunden Augenhöhlen waren ausdruckslos und leer. Wie bewegte es sich ohne Augen? Doch es war zu spät zum nachdenken, es sprang auf sie zu und krallte sie an einem Stein fest. Die Kätzin wollte aufschreien, doch sie brachte keinen Laut heraus. Sie fühlte einen tiefen Schmerz, der sie von innen auffraß, der Schmerz wurde immer stärker, sie befürchtete, dass sie nicht mehr lange leben würde. Sie sah vor sich, wie sich ihr Leben abspielte, als sie ein Junges war und mit ihren Geschwistern gespielt hatte. Das geheimnisvolle ewige Feuer, dass sie als kleines Blatt betreten musste, ihren ersten Schüler den sie vor einem Mond bekommen hatte, sie wollte ihm noch so viel beibringen. Doch jetzt war es vorbei mit ihr, sie hatte dieses mysteriöse Wesen unterschätzt. Die Gefleckte holte einen letzten Atemzug und die Welt wurde schwarz. Das letzte was sie sah, war die langsam aufgehende Sonne. Dann erschlaffte sie, und wenig später verblasste auch ihre Leiche. Die düstere Kreatur lächelte zufrieden. Dann verschwand sie in den tiefen Schatten der Höhle.

Kapitel 1

Der rote Kater entdeckte einen winzigen Schatten. Nach genauerem hinsehen sah er, es war eine Maus. Sofort kauerte er sich hin schlich vorsichtig näher und sprang. Er wollte die Maus gerade mit einem Biss in die Kehle töten, doch plötzlich hörte er ein blubberndes Geräusch. Merkwürdig, die Heißen Quellen waren an der anderen Seite des Waldes, doch es war zu spät. Eine riesige Strömung aus Blut kam auf den jungen Kater zu. Die Maus in seinen Pfoten flüchtete in ihren Bau. Er versuchte ebenfalls wegzurennen, doch die massige Welle war schneller. Der Rote versuchte in der dickflüssigen Masse zu schwimmen, doch es half nichts. Plötzlich sah er ein gelbes Augenpaar aufblitzen „Blut wird in den Wald kommen, noch bevor die Blätter fallen. Nur die Flammen können es besiegen. Hütet euch oder ihr werdet untergehen“ 

Kleine Flamme schrie auf, als ihn etwas packte und er gerüttelt wurde. Erschrocken wachte er auf. Er befand sich im Bau der Kleinen Blätter. Über ihm stand Kleine Wolke. „Musst du immer so schreien! Wir müssen auch mal schlafen!“ Peinlich berührt stand Kleine Flamme auf und ging in den riesigen, sandigen Höhleneingang. Wie immer flackerte das ewige Feuer auf einem großen Stein. Er bemerkte, dass es sich mittlerweile wie sein richtiges Zuhause anfühlte, doch einige Katzen haben ihn immer noch nicht akzeptiert. Vor sechs Monden, als er noch ein Junges im AbendClan war bekam er eines Nachts einen Traum, seine wahre Bestimmung läge woanders. Er hatte Glück, dass er unversehrt zum Stamm des flackernden Feuers gekommen ist. Moos, eine Jungenmutter die früher eine Einzelläuferin war, hat ihn dann aufgenommen und ihm alles über den Stamm erklärt. Er ist ihr immer noch sehr dankbar dafür. Kleine Flamme blickte hinter sich, eine schlanke silber getigerte Katze rannte auf ihn zu, anhand der leuchtend grünen Augen erkannte er sofort wer es war, Kleiner Fisch. Die beiden waren schon seit er im Stamm aufgenommen worden war beste Freunde. Der silberne Kater stand schon neben ihm „Was war denn los?“, fragte er leicht belustigt. Kleine Flamme wollte nur ungern antworten, aber als ihn Kleiner Fisch immer weiter drängte erzählte er ihm seinen Traum, die gelben Augen und die Prophezeiung. Er wusste nicht was Kleiner Fisch davon halten wird, er wurde nicht zu einem Sternblatt ausgebildet, er teilte seine Träume nicht mit seinen Ahnen. Kleine Flamme war überrascht, dass Kleiner Fisch sich nicht über ihn lustig machte, im Gegenteil, es sah so aus, als würde er ihn verstehen. Schließlich erwiderte Kleiner Fisch ernst: „Wir sollten Brodelndes Feuer Bescheid sagen.“  

Kapitel 2

„Du bist noch ein Kleines Blatt, aber wir sollten lieber eine Patrouille losschicken, die alles überprüft“, sagte Brodelndes Feuer. Kleine Flamme hätte nicht gedacht, dass die Große Sonne ihm zustimmen würde. „Wer wird mitkommen?“, fragte Kleine Flamme. „Das werde ich gleich dem Stamm erzählen“, erwiderte der braun-gestreifte Kater trocken, dann ging er weg, auf den sandigen Felsen wo das ewige Feuer, nach dem der Stamm benannt wurde, angenehm flackerte. 

„Alle Katzen des Stammes mögen sich unter dem Felsen des Feuers versammeln!“, rief Brodelndes Feuer, seine Stimme hallte durch die große Höhle. Aus den vereinzelten Bauen kamen die Katzen. „Was ist Passiert?“, quiekte Klee,  das Junge von Moos, „hoffentlich nichts schlimmes“, flüsterte Moos zu der weißen Kätzin. Brodelndes Feuer redete weiter „Ein Kleines Blatt hatte einen merkwürdigen Traum“, der gestreifte blickte auf Kleine Flamme, alle Katzen drehten sich zu ihm um, einige erstaunt, andere ungläubig.  „Er befürchtet, dass etwas schlimmes passiert ist. Ich werde eine Patrouille losschicken, die alles überprüft.“, erzählte die Große Sonne. „Wer kommt mit?“, rief ein junger Sonnenkrieger durch die Menge. Brodelndes Feuer überlegte kurz, dann hat er sich entschieden: „Das wären dann Ich, Kleine Flamme, Kleiner Fisch, Funkelnde Blüte, Grollender Donner und zur Sicherheit auch Dunkler Schatten.“ „Was ist mit den Sternblättern“, fragte Efeustern, „vielleicht verletzt sich jemand.“ „Das könnte sein, dann nehmen wir noch Silberstern und Nesselstern. Die ausgewählten versammeln sich vor meinem Bau“, mit diesen Worten sprang der getigerte Kater vom großen Felsen.  

Kleine Flamme schlenderte zu der Gruppe, alle warteten schon auf ihn, alle - außer Nesselstern, seine Mentorin war bekannt für ihre Vergesslichkeit, doch sie würde alles für den Stamm tun. „Dann müssen wir eben alleine gehen“, bedauerte Brodelndes Feuer. Kurz darauf ging die Patrouille los. Obwohl Kleine Flamme schon seit einiger Zeit beim Stamm wohnte, staunte er immer wieder bei dem Anblick vom Vulkan. Doch jetzt gab es keine Zeit, um die Landschaft zu bewundern. Sie mussten den ganzen Wald überprüfen, jeden Baum, jedes einzige Mauseloch auch nur nach den kleinsten Anzeichen von Gefahr. Er hörte ein leises Rascheln. Kurz darauf kam ein braunes, kleines Tier heraus. Es kroch näher zu Kleine Flamme, der daraufhin hochsprang, als er sah, dass es eine Maus war. Er wusste nicht wieso, aber er spürte, dass es ein Zeichen war. Die Restliche Patrouille starrte ihn erstaunt an, Kleiner Fisch konnte ein belustigtes Schnurren nicht unterdrücken. Er kam zu ihm und machte dem ein Ende, ging schnell zu der Maus, die offenbar noch ein Junges war, denn sie sah nur neugierig zu dem silber-gestreiften Kater hoch. Kleiner Fisch ließ sich nicht ablenken, er packte die Maus und tötete sie mit einem Biss in die Kehle. Dann ging er weiter, um den Rest der Patrouille einzuholen, wobei er erwartungsvoll auf Lob zu seiner Mentorin Funkelnde Blüte guckte. Die schildpattfarbene Kätzin nickte nur kurz und Kleiner Fisch vergrub seinen Fang neben den Wurzeln eines Baumes. Leicht enttäuscht trottete er zu den anderen Katzen. Wenig später kamen sie an eine dunklen Höhle an.. Nein, meine wahre Bestimmung ist es ein Sternblatt zu sein. Der rote Kater erstarrte. Der in der Luft hängende Geruch kam ihm nur zu bekannt vor. Nesselstern! Er rief die anderen und zeigte ihnen die in die höhle führende Geruchsspur und Funkelnde Blüte fand sogar leichte Pfotenspuren im aufgewühlten Schlamm. Leider erkannte man sie schlecht, da anscheinend einige Wildschweine nach Futter gesucht haben. Wieso ist Nesselstern überhaupt in die Höhle gegangen? Was ist ihr passiert? Kleine Flamme entdeckte noch einen Geruch, Tod. Komischerweise war aber kein Blutgeruch da. Wenn sie nicht geblutet hat, wie ist sie dann gestorben? Kleine Flamme wusste es nicht, das alles war sehr merkwürdig. Doch er spürte, dass diese ganzen Ereignisse mit seiner Prophezeiung zusammenhängen. Etwas zog ihn in die Höhle, eine unsichtbare Kraft. Stärker als der stärkste Sonnenkrieger, er versuchte dem Drang zu widerstehen, doch es war schwer. Er wagte es und fand sich in der Dunkelheit wieder. Er sah nichts, er hörte nichts. Er kam sich vor, wie ein verlorengegangenes Junges. Da! Er hat etwas gehört. Schwere, langsame Pfotenschritte, danach eine eisige, raue Stimme, die es ihm eiskalt den Rücken hinunterlaufen ließ. „Ich lasse dich in Ruhe, wenn du mir sagst wo Ignis ist“, erwiderte die Kreatur listig. Kleine Flamme wusste nicht was dieses Wesen meinte. Dann wurde ihm wieder klar, dass Moos ihm von Ignis erzählt hatte. Er war der Gründer des Stammes, mutig, loyal und stark. Doch er lebte schon lange nicht mehr. Kleine Flamme bemerkte, dieses Wesen hatte überhaupt kein Zeitgefühl. Wie lebte diese Kreatur so lange. Ihm wurde es unheimlich, er wusste nicht einmal wie die mysteriöse Kreatur aussah oder wer sie war. Nach dem Klang ihrer Stimme nach zu urteilen, mochte sie Ignis nicht besonders gerne. „Ignis lebt schon lange nicht mehr. Wer bist du überhaupt?“ Die Kreatur schnurrte belustigt, Kleine Flamme bekam weniger Angst, offensichtlich war es eine Katze. „Es ist mutig von dir, mich etwas zu fragen, Junges. Ich bin Umbra. Der Schatten des Waldes und ich werde alles dafür tun, Ignis zu vernichten. Du kannst mir nicht vormachen, dass er tot ist. Er wurde wiedergeboren und ich werde herausfinden, wer es ist. Er verdient den Stamm der leuchtenden Sterne nicht. Er ist ein schrecklicher Anführer gewesen.“ „DU warst im Stamm des flackernden Feuers?“, staunte Kleine Flamme. „Ja, aber ich wurde bei meiner Sternblatt Zeremonie verbannt, der Stamm bedeutet mir nichts mehr.“ „Kleine Flamme? Kleine Flamme! Wo bist du?!“ Der rote Kater erkannte die Stimme. Es ist Dunkler Schatten. Umbra huschte schnell in die Dunkelheit. „Erzähle niemandem von mir“, drohte der Kater.  Kleine Flamme war wieder alleine in der Schwärze. Langsam sah er das Sonnenlicht durch die Höhle schimmern. Dann erkannte er die große Silhoulette von Dunkler Schatten. Umbra kam ihm gar nicht mal so schlimm vor. Er rannte schweigend nach draußen. Der Rest der Patrouille wartete vor dem Höhleneingang. Niemand von ihnen sagte auf dem Rückweg auch nur ein Wort. Beim Lager angekommen sprang Brodelndes Feuer auf den Felsen des Feuers. „Nesselstern ist tot“, verkündete er. Erstaunt jaulten die Katzen. "Heute Nacht werden wir um sie trauern. Doch zuerst braucht Kleine Flamme einen neuen Mentor. Silberstern, du bist klug und zielstrebig. Ich erwarte, das du diese Eigenschaften an deinen Schüler weitergibst" Silbersterns Augen strahlten vor Freude: „Es wird mir eine Ehre sein, Kleine Flamme zu unterrichten", miaute sie ruhig, doch man konnte ihre Freude nicht überhören.  

Kapitel 3

„Nein! Beinwell heilt keine Bauchschmerzen und Mohnsamen helfen nicht bei einer Rauchvergiftung. Und wie kommst du überhaupt auf die Idee, zum Felllosenort zu gehen um Katzenminze zu pflücken! Wogegen soll die helfen?“, miaute Silberstern empört. Kleine Flamme wurde wütend. Auf Silberstern und auf sich selbst. Seit Nesselsterns Tod konnte er nicht mehr klar denken. Und Silberstern war nicht mal Halb so gut wie sie. Sie ist viel zu streng und beachtet nie was er sagt. Bei den Clans haben sie Katzenminze benutzt um Grünhusten zu heilen. Wieso konnte Silberstern einfach nicht zugeben das er Recht hat! Wütend ging er weg und ließ sie alleine stehen. Er musste wieder mit Umbra sprechen. Entschlossen rannte er aus der Höhle. Eine dunkle Silhouette rannte auf ihn zu. „Kleine Distel!“, miaute er überrascht. „Wo willst du hin?“, fragte sie. „Wieso folgst du mir?“, fragte Kleine Flamme zurück. „Ich wollte in den Wald um zu jagen“, miaute die schwarze Kätzin kühl. „Ich muss noch Kräuter sammeln“, antwortete er genauso kühl zurück. Sie gingen gemeinsam den steinigen Vulkan hinunter. Doch eine hellgraue Pfote hielt Kleine Distels Schwanz fest. „Wo wollt ihr hin“, fragte Wachsame Taube, ihre grünen Augen funkelten. „Wir wollten jagen“, erwiderte Kleine Distel. „Mit einem Sternblatt?“, fragte die Hellgraue verwundert. „J-ja, ich muss Kräuter sammeln“, stammelte Kleine Flamme. Er konnte nicht gut lügen. „Ich werde euch begleiten. Sicher ist sicher.“ Darüber war Kleine Flamme nicht sehr begeistert. Vor Kleine Distel konnte er sich wegschleichen, doch Wachsame Taube würde ihn die ganze Zeit im Blick haben. Schweigend liefen sie weiter, ab und zu fing Kleine Distel Beute und Kleine Flamme fand sogar Bachminze an den Heißen Quellen. Wachsame Taube beachtete ihn nicht. Er versuchte sie zu pflücken, als er im Wasser einen großen Schatten sah. Er blickte auf, und wollte schreien. Auf der anderen Seite der Quellen war ein großes, hellbraunes Wesen! Es hatte leere Augenhöhlen und hinter ihm lag eine dünne Schlange Blut, das langsam in die Quellen lief. Die Kreatur hörte auf zu trinken und hob den Kopf zu Kleine Flamme. „Ich weiß das du hier bist!“, flüsterte es, mit einer genauso eisigen, rauen Stimme wie Umbra. „W-wer bist du?“, fragte er verängstigt. Doch das Wesen sprang in einem großen Satz hinter die Felsen. Wachsame Taube ist gekommen. „Bist du gleich fertig?“, fragte sie, „Kleine Distel hat schon einen Haufen Beute gefangen!“ „Ja, ich muss nur noch zur großen Höhle, dort wachsen Wacholderbeeren und Birke hat Grünhusten“, antwortete er. „Na gut, kannst du alleine zur großen Höhle gehen?“, fragte Wachsame Taube skeptisch. Darauf hatte Kleine Flamme gewartet, er könnte wieder zu Umbra und ihn fragen, wer das Wesen an den Quellen war. Das ist seine Chance! „Natürlich!“, antwortete er und rannte schon davon bevor Wachsame Taube etwas sagen konnte. Er wusste nicht, ob es wirklich Wacholderbeeren in der Nähe von Umbras Höhle gibt. Er musste sich jedenfalls beeilen. Die Sonne ging schon langsam unter. Tatsächlich, vor der Höhle wuchs ein kleiner, junger Wacholderbusch. Er hatte jedoch keine Beeren. Ich finde noch woanders Wacholderbeeren. Er wollte sich gerade in die erdige Höhle schleichen, als plötzlich Wachsame Taube und Kleine Distel angerannt kamen. Kleine Flamme miaute überrascht, als sie zu ihm rannten. Kurz danach hörte er ein merkwürdiges Grunzen. Es kam immer näher. Wildschweine!   

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