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Dies ist die zweite Geschichte der Meeresglanz und Drachenseele Reihe. Den vorigen Teil findet ihr hier. Diese Geschichte spielt vor dem Tod von Meeresglanz.

Meeresglanz und Drachenseele

Zwei Katzen liefen am Sandstrand entlang. Die eine war eine Kätzin mit wunderschönen silbernen Fell und leuchtenden grünen Augen. Der andere war ein breiter, schwarzer Kater mit blauen Augen, die wie das Meer aussahen. Seite an Seite liefen sie, wobei vor allem der Schwarze nervös wirkte. Unsicher schaute er immer die Kätzin an, schaute verlegend weg, wenn sie seinen Blick erwiderte. Er schaute dann seine Pfoten an. Darüber musste die Silberne lächeln. Schweigend liefen sie weiter. Irgendwann erreichten sie einen kleinen Wald, nah am Meer. Ein Windhauch ließ die Blätter rascheln. Durch die Blattgrüne, strahlten die Pflanzen. „Komm Drachenseele! Wir müssen heute besonders viel Beute mitbringen!“, schnurrte die silberne Katze. Kurz schreckte der Kater zusammen. Dann nickte er. „Ich komme Meeresglanz!“ Meeresglanz prüfte die Luft. Als sie eine Maus roch, duckte sie sich und schlich sich an die Beute. Wie sie sich bewegt, dachte Drachenseele. Beim Heiligen SternenClan! Wie ich sie liebe! Drachenseele genoss es, im Wald zu sein. Das gezwitschert der Vögel wärmten sein Herz. Der Frische Luft befreite ihn von allen Sorgen der Welt. Ihm stach eine schöne, weiße Tulpe ins Auge, die kräftiger strahlte als die andere Blumen. Die anderen Tulpen daneben waren alle rot und wirkten bleich. Schnurrend erkannte er einen Vergleich zwischen Meeresglanz und der weißen Tulpe; Genau wie die weiße Tulpe, war sie was besonderes und stellte alle andere Katzen in den Schatten. Da kam den Kater eine Idee! Leise lief er zu der Blume und pflügte sie. In seinen Kopf stellte er einen Plan zusammen. Für einen Moment dachte er an die Zeit zurück, als er ihr Mentor war. Damals verstanden sich die beiden schon sofort. Schnell wurden sie beste Freunde. Er war so stolz auf seine Schülerin. So stolz, wie ein Mentor nur sein konnte. Nachdem sie ihr Kriegernamen erhielt, wurde aus Freundschaft liebe. Ein knacksen riss ihn aus den Gedanken. Erschrocken blickte er auf. „Mäusedung!“, fluchte seine Liebe. Verwirrt blickte er sie an. Anscheinend ist sie auf einen Ast getreten und hatte so auch die Maus vertrieben. Wütend peitschte ihr Schwanz. Mit verengten Augen blickte sie der rennenden Maus hinter her. Schüchtern lief Drachenseele zu Meeresglanz. Vorsichtig stupste er sie an, wodurch die Silberne zusammen zuckte. Meeresglanz drehte sich um. Verwundert blickte sie in Drachenseeles blauen Augen. Dem Kater wurde warm. Selten konnte er so einen warmen Blick von ihr sehen. Dann blickte sie die Tulpe an. „Die.. ist für... dich.“, murmelte er kleinlaut und legte die Blume vor ihren Pfoten. Sofort fingen ihre Augen an zu strahlen. „Danke!“ Um die Blume zu riechen, beugte sie sich. Schnell drehte er seinen Kopf weg und sagte: „Ich dachte sie passte so gut zu dir, da sie fast so schön ist, wie du es bist...“

Geschmeichelt über die Worte, schaute sie wieder Drachenseele an, der immer noch seinen Kopf in einer andere Richtung gedreht hatte. „Ich bin nicht hübscher als die anderen Kätzinnen.“, stellte sie klar. Darauf konnte Drachenseele nur den Kopf schütteln. „Das stimmt nicht. Deine Augen sind wunderbar! Sie sehen aus wie eine grüne Wiese in der schönsten Blattgrüne. Dein Fell scheint wie der klare Mond bei Vollmond. Du bewegst dich so elegant wie ein Adler fliegt. So schön, dass es schon verboten sein sollte.“ Die liebevolle Worten des Kriegers, rührte Meeresglanz zu tränen. „Drachenseele...“, murmelte sie. Ihre grünen Augen strahlten nur so vor Dankbarkeit. „Meinst du das ernst?“, ging sie auf Nummer sicher. „Ernst? Ich würde sterben um deine Schönheit erhalten!“, versicherte er ihr, wobei seine Pfoten zitterten. „Wir können später noch jagen gehen.“, schlug er vor. „Aber Klauenjunges, Tannenjunges, Blumejunges und Federsturm brauchen Frischbeute!“, protestierte sie, was Drachenseele innen drin weh tat. „Der ganze Clan jagt für sie.“, erinnerte er. Eine weile herrschte Stille. „Gut. Was sollen wir den sonst machen?“ Lächelnd streckte sich Drachenseele. „Ich zeige dir was!“, bestimmte er. Verwirrt legte sie den Kopf schief. „Ok...“, flüsterte sie unsicher. Wie der Wind rannte der Kater voraus, dicht gefolgt von der Kätzin. Immer tiefer ging es in den Wald hinein. Es dauerte eine weile. „Wo willst du hin?“, rief Meeresglanz außer Atem. „Lass dich überraschen!“, antwortete er über die Schulter. Kurz danach erreichten sie eine Lichtung voller Blumen, die in den unterschiedlichsten Farben strahlten. Es war ein wundervoller Ausblick. Ein junger Hase hoppelte über die Wiese. Als er jedoch die Katzen sah, rannte er schnell weg. Hinter dem Hasen, hoppelte noch zwei weitere Hasen, die anscheinend seine Kinder waren. „Süß!“, schnurrte die Katze neben Drachenseele. „Irgendwann möchte ich auch Jungen haben. Ja, drei Stück. Eine Silberne mir grünen Augen, ein hellbraun getigertes mit gelben Augen und ein schwarzes mit blauen Augen.“ Bei diesen Worten zuckte Drachenseele innerlich zusammen. Das letzte Junge sah so aus, wie er selbst! Konnte das ein Zeichen sein? Durch den Gedanken lächelte er. So gern würde er Jungen mit Meeresglanz haben. „Komm!“, forderte der Krieger und ging auf die Wiese. Meeresglanz stolperte ihn nach. Immer wieder betrachtete sie die Blume und die kleinen Insekten darauf. Freute sich über die Schönheit eines Schmetterling, der durch das Sonnenlicht der nun untergehende Sonne besonders schön strahlte. Auch ein Grashüpfer erregte die Aufmerksamkeit der Silbernen. Freudig blickte sie dem grünen Tier hinterher, was mit eleganten Sprünge über der Wiese hüpfte.

Als die beide in der Mitte der Wiese ankamen, setzte sich Drachenseele vor seine großen Liebe. „Meeresglanz.“, fing er an, „Ich war überglücklich das ich dich als erste Schülerin bekommen habe.  Wir verstanden uns so gut und wurden beste Freunde. Immer wenn ich Probleme hatte, warst du für mich da. Wie konnte ich glücklicher sein? Es hat Spaß gemacht bei dir zu sein. Du warst auch eine gute Schülerin. Wenn ich traurig war, warst du die einzige die mich wieder zum lachen bringen konnte. Ich habe jeden Tag mit dir als Schülerin genossen. Dann, als du Kriegerin wurdest, bemerkte ich was. Ja, etwas was mein Leben veränderte. Wenn ich dich ansah, fühlte ich was warmes im Bauch. Was ich fühlte, war Liebe, eine unsterbliche Liebe zu dir.“ Erschrocken und gleich zeitig glücklich, blickte Meeresglanz ihren ehemaligen Mentor an. „Meeresglanz! Du bist meine große Liebe! Ich will immer bei dir sein. Ich will dein Schutzengel sein. Ich will dir immer beistehen. Ich will dir mein Herz schenken. Ich möchte deins sein. Ich will... dein Gefährte sein, Meeresglanz.“ Ängstlich schaute der verliebte Meeresglanz. Diese zitterte. Eine weile war alles still. Drachenseele glaubte schon, dass die Silberne ihn nicht lieben würde. Plötzlich reibte die Kätzin den Kopf an den Schwarzen. „Drachenseele!“, schnurrte sie. „Ich liebe dich! Du darfst immer bei mir sein! Du darfst mein Schutzengel sein. Du darfst immer zu mir stehen. Du darfst mein Gefährte sein!“

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