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Klappentext

,,Ein Sturm zieht auf. Sechs Katzen, mit der Macht euer Schicksal zu ändern werden kommen. Sie können die Zukunft retten, doch wenn sie den falschen Weg einschlagen wird euer Schicksal ein für alle mal besiegelt sein"

Die Einzelläuferin Ruby lebt in der Nähe des Zweibeinerorts, doch als sie eines Tages ihre Pfoten in den Wald setzt, findet sie etwas über ihre Vergangenheit heraus. Ruby, nun Herbstpfote, beginnt sich bei den Clans einzugliedern, doch eine Herausforderung steht, die sie sich stellen muss. Wird sie das Ganze schaffen?

Das Ganze ist am Anfang vermutlich nur ein Nebenprojekt.

Hierarchie der Katzen

SturmClan

Anführer

GLUTSTERN- roter Kater mit schwarzen Pfoten

Zweite Anführerin

NACHTHERZ- weiße Kätzin mit einem schwarzen Fleck auf der Brust

Heiler

SMARAGDBLICK- braun getigerter Kater mit grünen Augen; Mentor von MONDPFOTE- weiße Kätzin mit hellblauen Augen und einer silbernen Schwanzspitze

Krieger

LUCHSOHR- hellbrauner Kater mit schwarzen Tupfen, großen Ohren und einem schwarzen Streifen auf dem Rücken

IGELPELZ- brauner Kater mit stacheligem Fell; Mentor von MARDERPFOTE

SAMTSCHWEIF- dunkelrote Kätzin mit grünen Augen und drei weißen Pfoten

STRAHLENHERZ- golden getigerte Kätzin

SOMMERWIND- kleine, filigrane Kätzin mit hellem Pelz und grünen Augen

SILBERFROST- silberne Tigerkätzin

STURMHERZ- silberner Tigerkater mit hellen Augen

LÖWENTATZE- goldener Tigerkater mit großen Pfoten

HABICHTFLUG- braune Tigerkätzin mit weißen Pfoten; Mentorin von KUPFERPFOTE

WIESELKRALLE- schwarz-weißer Kater

AMSELFELL- schwarzer Kater mit großen, dunklen Augen

ADLERKLAUE- goldener Tigerkater mit dunkelgrünen Augen

AMPFERBLATT- schildpattfarbene Kätzin mit einem weißen Fleck an der Schulter; Mentorin von HERBSTPFOTE

STREIFENBLÜTE- hellbraune Kätzin mit schwarzen Streifen; Mentorin von NACHTPFOTE

RABENFEDER- schwarzer Kater mit einem bläulichen Glanz

FUCHSSCHWEIF- flinke, fuchsbraune Tigerkätzin

SCHATTENHERZ- dunkelgrauer Kater mit schwarzen Flecken

HÄHERFLUG- grauer Tigerkater; Mentor von SEELENPFOTE

KRÄHENSCHWINGE- schwarzer Kater mit bernsteinfarbenen Augen

Schüler

HERBSTPFOTE- orange-rot getigerte Kätzin mit dunkelblauen Augen

SEELENPFOTE- silberner Tigerkater mit weißen Pfoten

KUPFERPFOTE- rostbrauner Kater mit einem langen Schweif

NACHTPFOTE- schwarze Kätzin mit dunkelblauen Augen

MARDERPFOTE- brauner Kater mit einer weißen Pfote

Königinnen

MOHNFEUER- rote Kätzin mit schwarzen Pfoten; Mutter von HIMMELJUNGES, RUßJUNGES und BLÄTTERJUNGES

BLÜTENTEICH- graue Kätzin mit weißen Tupfen

Junge

HIMMELJUNGES- kleiner, weißer Kater

RUßJUNGES- graue Kätzin mit blauen Augen

BLÄTTERJUNGES- bräunliche Kätzin mit grünen Augen

Älteste

DÄMMERBRIESE- rötliche Kätzin

OTTERPELZ- brauner Kater mit kurzem, glattem Fell und einer grauen Schnauze

SonnenClan

Prolog

DER BRAUNE TIGERKATER sah sich in seinem Bau um. ,,Beerenschweif?", fragte er und prüfte die Luft. Er witterte den Geruch der dunkelroten Kätzin und ihm wurde warm ums Herz. ,,Folge mir, Smaragdblick", hauchte eine Stimme. Beerenschweif, dachte der Kater mit den grünen Augen glücklich und sah den dunkelroten, durchscheinenden Schweif aus dem Bau verschwinden. Smaragdblick ging leise los. Vorsichtig setzte er eine Pfote vor die Andere, bemüht die weiße Kätzin nicht zu wecken, die sich in ihrem Nest zusammen gerollt hatte. Als er die Höhle verlassen hatte erblickte er den dunkelroten Pelz der Kätzin, die er liebte und sprang ihr hinterher. ,,Geh zum Ahnenteich", hörte er die Stimme der kleinen Kätzin sagen ehe ihr Fell verblasste. Die Hoffnung, sie nochmal wieder zu sehen stieg und er tappte leise an dem Wachposten vorbei. ,,Wohin willst du", fragte der dunkelgraue Kater und die fuchsbraun getigerte Kätzin die neben ihm stand sah den Heiler fragend an. ,,Heilersachen", war das Einzige, was Smaragdblick ihnen antwortete. Die beiden Katzen neigten den Kopf und ließen ihn durch den Tunnel. Der Kater ging los und fiel in einen leichten Trab. Ich werde Beerenschweif wiedersehen, dachte er und der Gedanke löste in ihm ein wohliges Kribbeln aus. Er beschleunigte sein Tempo und konnte bald das Ende des Territoriums des SturmClans sehen. Smaragdblick erkannte bald den Berg, der zum Ahnenteich führte. Er verharrte einen Moment und blickte den Berg hinauf. Es war spät und er war eigentlich zu müde um diesen Weg anzutreten, doch er musste die Höhle erreichen. Der Kater ging erneut los. Schneller, hörte er die Stimme von Beerenschweif in seinem Kopf und er beschleunigte sein Tempo, bis er begann los zu preschen. Seine Pfoten flogen über den Asphalt und es kümmerte ihn nicht, dass einige Dornen seinen Pelz streiften. Als er bei dem Berg angekommen war, wurde er nur noch schneller. Der Wind peitschte ihm um die Ohren, als der Tigerkater den Berg über den schmalen Pfad hinauf lief. Immer schneller trugen seine Beine ihn und immer kälter wurde es, je näher er an den mit Sternen bedeckten Himmel kam. Der Krallenmond schien auf den Kater hinab und gab ihm Mut. Endlich konnte Smaragdblick die Höhle sehen. Er verlangsamte sein Tempo und betrat die Höhle. Das Wasser aus dem Ahnenteich leuchtete silbern im Mondlicht. Bei Tageslicht nahm es ein sanftes türkis an.

Smaragdblick ließ seinen Blick durch die Höhle wandern, bis seine grünen Augen den roten Pelz und auf die bernsteinfarbenen Augen von Beerenschweif trafen. Das dunkelrote Fell der Kätzin schien, als wäre es von Sternen übersät und in ihren Augen erkannte der Tigerkater Liebe und Schmerz. Dieser Ausdruck ließ das Herz des Katers beinahe zerspringen vor Trauer und Schmerz. Langsam tappte er auf die Kätzin zu. ,,Warum musstest du bloß gehen?", fragte Smaragdblick mit zitternder Stimme und sah Beerenschweif mit einem Ausdruck an, der den Schmerz der Beiden wiedergab. ,,Es war mein Schicksal", miaute Beerenschweif tieftraurig und drückte ihre Schnauze an die des Katers, ,,Und wir... das sollte nicht sein." Smaragdblick nickte traurig. ,,Weshalb hast du mich her geholt?", fragte er. Beerenschweif blickte den Kater an. ,,Wir haben etwas zu verkünden", miaute sie und verblasste. Smaragdblicks Herz wurde schwer. Die Leere, die er nach dem Tod von Beerenschweif verspürt hatte, machte sich unter seinem Pelz breit und mit hängendem Schweif trottete der Kater auf den Teich zu. Er legte sich an das Ufer des Ahnenteiches und leckte ein paar Tropfen des Wassers auf. Es schmeckte kühl auf seiner Zunge und, wie immer wenn er von dem Sternenwasser trank, breitete sich eine wohlige Wärme und das Gefühl von Geborgenheit in ihm aus. Smaragdblick schloss die Augen.

Der Kater blinzelte und öffnete seine grünen Augen. Der Tigerkater rappelte sich auf und blickte sich um. Er erblickte einige Katzen. Einige Gesichter waren ihm bekannt und Andere eher weniger. Die grünen Augen des Katers erblickten Beerenschweif, die auf den Boden sah. Ein weißer Kater hob den Kopf und sah Smaragdblick an. ,,Möwenpelz", miaute der getigerte Kater und senkte dem Kopf vor seinem toten Mentor. Nun wendeten sich auch die Katzen zu ihm. Bloß Beerenschweifs Blick blieb gesenkt. "Dies sind Goldfeder, Pantherseele und Kleeblüte", stellte Möwenpelz drei, Smaragdblick unbekannte, Katzen vor. Ein goldener Kater neigte den Kopf vor dem Heiler. Die beiden Kätzinnen, von denen eine graues und die Andere schwarzes Fell hatte, sahen Smaragdblick an und neigten ihren Kopf ebenfalls. ,,Brandstern und Beerenschweif, kennst du ja bereits", miaute Möwenpelz und Beerenschweif hob beim Klang ihres Namen den Kopf. ,,Wir wollen dir eine Prophezeiung überbringen", miaute der ehemalige Anführer des SturmClans und rappelte sich auf. Sein Pelz hatte die selbe Farbe, wie der von Beerenschweif. Bloß die weißen Pfoten unterschieden ihn von seiner Tochter. ,,Ein Sturm zieht auf. Sechs Katzen, mit der Macht euer Schicksal zu ändern werden kommen. Sie können die Zukunft retten, doch wenn sie den falschen Weg einschlagen wird euer Schicksal ein für alle mal besiegelt sein", miaute Goldfeder und beim Klang der kühlen Stimme zuckte Smaragdblick leicht zusammen. Pantherseele stand ebenfalls auf und sah den getigerten Kater eindringlich an. ,,Auch du trägst dazu bei, ob euer Schicksal sich zum Guten wendet", schärfte sie ihm ein. ,,Denn bloß wenn alle Clans für einen Moment zusammen kämpfen, werdet ihr gerettet sein", erklang die Stimme von Kleeblüte. Ihre blauen Augen musterten den Tigerkater und dann verschwanden die Katzen nach und nach in den Schatten. Smaragdblick wollte sie aufhalten, wollte sie fragen, wer diese Katzen waren, doch man hörte kein Wort. Erst als auch Beerenschweif aufstand und hinter dem Farn und den Bäumen verschwinden wollte, erklang seine Stimme wieder: ,,Warte!" Die dunkelrote Kätzin blieb stehen und drehte ihren Kopf in Richtung des Katers. ,,Werde ich dich wiedersehen?", fragte Smaragdblick. Beerenschweif kam auf ihn zu und drückte ihre Nase an seine. ,,Noch lebst du und musst deinem Clan dienen, doch wenn deine Zeit gekommen ist, werden wir uns wiedersehen. Vielleicht schon früher. Doch ich werde hier auf dich warten. Egal wie lange es dauert", flüsterte die Kätzin mit erstickter Stimme. Der Heiler warf einen letzten, schmerzvollen Blick auf die Kätzin, ehe sie verschwand und ihn zurück ließ. Smaragdblick war wieder allein.

1. Kapitel

DIE GASSEN WAREN NEBELIG, als Ruby mal wieder zwischen den Häusern umher lief. Ihr orange-rot gestreifter Pelz war kaum zu erkennen und sie selbst hatte Schwierigkeiten ihre Pfoten zu erkennen, wenn sie sie hob. Der graue Dunst waberte die Gassen entlang und ließ Ruby verzweifeln. Die junge Kätzin wusste nicht wo sie sich befand und bekam es langsam mit der Angst zu tun. In einer Ecke weiter hinten rappelte es. Mit gesträubtem Fell wirbelte Ruby herum und fuhr die Krallen aus. Aus dem Nebel kam bloß Trixie. Das dicke, schwarze Hauskätzchen streckte sich und tappte auf Ruby zu. Diese legte ihr Fell wieder an und fuhr die Krallen ein. ,,Angst?", fragte Trixie sie und setzte sich der jüngeren Katze gegenüber. Hinter ihr tauchten Rusty und Lenny aus dem Nebel auf. Die beiden Kater gehörten zu den wenigen Katzen im Ort, die wirklich stark und geschickt waren. Tagsüber streunten sie herum und machten kleineren Katzen Angst und Nachts verkrochen sie sich bei den Aufrechtgehern, wie die Katzen aus dem Streunerort sie nannten. Können diese nervigen Flohhirne mich nicht einfach in Ruhe lassen?, fragte Ruby sich genervt und blickte in Trixies grüne Augen. ,,Sollte ich etwa?", fragte die Tigerkätzin kühl. Die schwarze Katze sah auf und legte den Kopf schief. ,,Sollte sie das, Lenny?", fragte sie den grauen Kater an ihrer rechten Seite. Dieser knurrte bloß und fuhr seine Krallen aus. Ruby versuchte sich nicht dem Gefühl der Angst hinzugeben, sondern einfach einen kühlen Kopf zu bewahren. Sie selbst konnte sich schließlich auch verteidigen. ,,Das bedeutet wohl 'Nein'", blaffte Ruby und stand auf. ,,Bleib doch noch etwas", miaute Trixie und begann ihr Fell zu putzen. Die kleinere Katze schnaubte bloß und drehte sich um. Als sie gerade zwei Schritte gegangen war, tauchten Livvy und Rocky auf. ,,Na Bravo", fluchte Ruby und sah sich nach einem Ausweg um. Da, bemerkte sie und sah kurz zu der engen Gasse, die zum Wald führte. In den Wald würden sich diese Angstratten niemals wagen. ,,Entschuldigt mich, aber ich habe besseres zu tun, als mich mit euch zu unterhalten", miaute die kleine Kätzin und sprang in die kleine Gasse davon. Hinter sich hörte sie die Hauskätzchen fluchen und lachte laut auf. Die kriegen mich nicht, dachte sie stolz und verlangsamte ihr Tempo. Sie genoss die Ruhe, dieser Gassen, fürchtete sich jedoch ein wenig vor dem, was hinter der widerlichen, schwarzen Straße lag. Und doch war sie neugierig genug um immer wieder einen Blick über den breiten Weg zu werfen und zwischen die Laubbäume zu sehen. Auch heute setzte sie sich an den Straßenrand und blickte durch den Nebel über die Straße. Sie hatte das Gefühl der Wald würde sie rufen, als würde etwas zwischen den Bäumen ihren Namen rufen. Ruby! Die Kätzin hatte das starke Bedürfnis aufzustehen, über die Straße zu laufen und zwischen den Bäumen zu verschwinden, doch sie blieb sitzen und lauschte der Nachtigall. Ihre dunkelblauen Augen beobachteten die Bäume. Da erschrak Ruby. Zwei leuchtend blaue Augen blickten ihr entgegen. Die kleine Kätzin stieß ein leises Fauchen aus und lief zu dem Erdloch, dass sie ihren Bau nannte. Im Ort der Streuner gab es eine Menge von diesen Erdlöchern. Dort schliefen die Streuner und seit Ruby das kleine Erdloch gefunden hatte, schlief sie dort.

Ruby blinzelte. Die Sonne schien auf ihren Pelz und wärmte sie angenehm. Müde streckte sie sich und setzte sich auf. Heute gehe ich in den Wald, beschloss sie und peitschte aufgeregt mit dem Schwanz. Sie kletterte aus dem Erdloch und begann erst einmal sich gründlich zu putzen, die rote Tigerkätzin mochte eine Einzelläuferin sein, doch sie wollte kein verfilztes Fell haben, wie die Katzen in der Umgebung. ,,Ruby", erklang eine Stimme aus dem Gebüsch. Die Kätzin sah auf. Da schossen Rabe, Schnee und Stern heraus. Die drei Geschwister stellten sich Ruby gegenüber. ,,Wo kommt ihr denn her?", fragte die Kätzin belustigt, ,,Und wo sind Wolke und Fuchs?" Die Eltern der drei waren nirgendwo zu sehen. ,,Die sind irgendwo dort", antwortete Schnee und deutete mit der weißen Schwanzspitze auf ein kleines Stück Wald, das den Ort der Aufrechtgeher von dem kleinen Wald der Einzelläufer trennte. ,,Und wieso seid ihr hier?", fragte Ruby ungeduldig und schlug mit dem Schwanz. Ich möchte in den Wald! ,,Wir wollen in den Wald", miaute Rabe. Ihr schwarzer Pelz glänzte bläulich in der Sonne. ,,Das trifft sich gut", schnurrte Ruby, ,,Ich wollte nämlich ebenfalls dorthin." ,,Und weil wir uns das dachten", begann Schnee und Stern fügte hinzu: ,,sind wir zu dir gegangen. Wolke und Fuchs haben gesagt, dass wir nicht allein gehen dürfen, sie aber auch nicht mitkommen wollen." Ruby nickte und stand auf. Einen Moment lang fühlte sie sich groß. Die drei Geschwister waren drei Monde jünger als sie und man konnte dies ganz genau an ihrer Größe erkennen. ,,Kommt mit", ordnete sie an und stellte sich an den Rand der Straße. Normalerweise kamen hier keine Ungeheuer vorbei, aber sie ging lieber auf Nummer sicher. Sie blickte einmal nach links und einmal nach rechts. ,,Wir können los", gab die Kätzin das Kommando zum Überqueren der Straße. Die vier jungen Katzen preschten über den schwarzen, steinigen Boden. Ruby kam als erste an und Stern bildete den Schluss. ,,Gut", keuchte Ruby. Ihre Ausdauer musste sie noch etwas trainieren, aber sie war schnell. Schnee keuchte ebenfalls. Der weiße Kater konnte eigentlich nicht so schnell laufen und kam deshalb bei so einem Tempo leicht aus der Puste. ,,Lasst uns weiter gehen", schlug der kleine Kater vor. Die drei Kätzinnen nickten und Ruby ging wieder voran. Sie prüfte die Luft. ,,Katzen", miaute sie und sträubte ihr Fell. ,,Ihr solltet zurück", riet Ruby den drei Kleineren. Diese schüttelten den Kopf. ,,Ihr solltet auf Ruby hören", ertönte eine Stimme hinter den vier Katzen. Alle der Jungkatzen fuhren herum und erblickten Wolke und Fuchs. Die braune Kätzin sah ihre Jungen tadelnd an und Wolke lief auf die drei zu. ,,Wir gehen jetzt", miaute der große, weiße Kater ohne einen blick an Ruby zu verschwenden. ,,Es tut mir leid", miaute die Kätzin und blickte zu Boden. ,,Macht nichts. Es war schließlich nicht deine Schuld", tröstete Fuchs sie, ,,Aber ihr drei kriegt gleich einen gewaltigen Ärger!" Damit verschwand die Familie über die Straße und ließ Ruby allein. Die getigerte Kätzin schnurrte belustigt ehe sie tiefer in den Wald hinein ging. Durch einige Blätter konnte sie die Sonne sehen, die warm auf ihren Pelz scheinte. Die Pfoten der Tigerkätzin trafen auf Zweige, Blätter und kühle Erde. Der Geruch der anderen Katzen wurde stärker und Ruby blieb stehen. Sie prüfte die Luft. Maus! Die Kätzin wusste zwar wie die kleinen Nagetiere rochen, hatte aber noch nie eines gefressen. Die Meisten der Mäuse im Ort waren vergiftet. Ruby verfiel in das Jagdkauern, das sie bei Wolke und Fuchs schon einmal gesehen hatte. Mit leichten Schritten schlich sie sich näher an die Maus heran. Das Tier knabberte an einer kleinen Nuss und war abgelenkt. Die rote Kätzin sprang und erwischte die Maus mit den Pfoten. Mit einem schnellen Biss erlegte sie das Tier. Genüsslich biss sie in das Fleisch des braunen Nagetiers. Sie leckte sich über die Lippen. ,,Lecker",, miaute sie.

,,Angriff", ertönte da eine Stimme hinter ihr, die vermutlich einer eher jungen Katze gehörte. Eine kleine, schwarze Kätzin sprang aus dem Gebüsch und stürzte sich auf Ruby, die einen erschrockenen Schrei ausstieß. ,,Verschwinde aus unserem Territorium", miaute die kleine Katze und verbiss sich in dem Nackenfell der getigerten Katze. Ruby fauchte wütend und warf sich auf den Rücken. ,,Huch", gab die Kätzin unter ihr von sich und wand sich. Die Tigerkatze sprang auf und drehte sich. Mit ausgefahrenen Krallen nagelte Ruby die schwarze Kätzin am Boden fest. ,,Nachtpfote!", ertönten zwei Stimmen gleichzeitig und ein kleiner, rostbrauner Kater, eine kleine, hellbraune Kätzin mit schwarzen Streifen und eine weitere braun getigerte Kätzin tauchten auf. Die kann ich nicht besiegen, sorgte Ruby sich. Die größere Kätzin riss Ruby zu Boden. ,,Ergibst du dich?", knurrte sie. ,,Habichtflug, lass sie. Sie ist gerade mal so alt wie eine Schülerin", ertönte die sanfte Stimme der kleinen Tigerkätzin. Die Krallen von der Kätzin mit dem Namen Habichtflug bohrten sich tiefer in Rubys Schultern, die erschrocken keuchte. ,,Ergibst du dich?", fragte Habichtflug noch einmal und betonte jede Silbe einzeln. ,,Ja", keuchte die kleine Kätzin. ,,Gut. Dann nehmen wir dich mit ins Lager. Glutstern soll entscheiden, was wir mit dir machen", miaute die Kätzin mit den weißen Pfoten und ließ von Ruby ab. ,,Denk gar nicht daran abzuhauen. Streifenblüte und Habichtflug werden dich aufhalten", fauchte der rostbraune Kater. Ruby knurrte ihn an und der Kater sträubte sein Fell. Die Kätzin, die den Namen Streifenblüte trug stieß Ruby vorwärts und noch tiefer in den Wald hinein.

2. Kapitel

VOR EINEM PLATZ, DER VON DICHTEN HECKEN UMGEBEN WAR und in den ein Tunnel aus Dornen führte, blieben die Katzen stehen. Wo sind wir?, fragte Ruby sich und blickte Nachtpfote an. ,,Mein erstes Training und gleich eine Gefangene", miaute sie fröhlich zu dem rostbraunen Kater. Dann wandte sie sich an Ruby. ,,Wie heißt du eigentlich?", fragte die schwarze Kätzin und ihre Augen blitzten neugierig auf. ,,Ruby", zischte die Tigerkätzin und baute sich zu voller Größe auf. Nachtpfote fauchte wütend und plusterte ihr Fell auf. ,,Nachtpfote", fauchte Streifenblüte, ,,Wir gehen jetzt ins Lager." Lager? Doch ehe Ruby weiter nachdenken konnte schubste Habichtflug sie in den Tunnel, was die Jungkatze straucheln ließ. Die Schnauze von Habichtflug stieß sie weiter nach vorne bis sie aus dem Tunnel heraus kam. Sie stand auf einer Lichtung mit einigen Erdlöchern, die von Zweigen, Farn und Dornen bedeckt waren. Mitten auf der Lichtung stand ein riesiger Fels. ,,Glutstern!", rief Streifenblüte und sprang zu einem der Erdlöcher. Warum heißen die eigentlich alle so komisch?, fragte Ruby sich. Dort wo sie herkam, hatten die meisten Katzen einen Namen mit nur einer Silbe und nicht gleich dreien. Ein großer, roter Kater mit schwarzen Pfoten trat auf die Lichtung und sprang auf den riesigen Fels. Streifenblüte nahm neben dem Felsen Platz. ,,Alle Katzen, die alt genug sind das Lager zu verlassen, mögen sich unter dem Hochfelsen versammeln und meinen Worten lauschen!", rief der Kater von dem Ruby vermutete, dass er Glutstern war. Aus den Bauen traten einige Katzen und setzten sich tuschelnd zu einander. Nachtpfote und der Kater sprangen zu einem silber getigertem Kater, der zusammen mit einem braunen Kater an einem der Baue saß. ,,Heute haben Nachtpfote, Kupferpfote, Streifenblüte und Habichtflug auf ihrer Patrouille eine Einzelläuferin gefangen genommen. Tritt vor", befahl der rote Kater und blickte zu Ruby. Alle Anwesenden wandten ihren Kopf zu der getigerten Kätzin. Diese sah sie nur unverwandt an, musste aber insgeheim zugeben, dass die Menge an Katzen ziemlich einschüchternd war und trat einige Schritte näher zu dem Felsen. ,,Wie ist dein Name?", fragte Glutstern und seine Stimme war gleichzeitig warm und bestimmt. ,,Ruby", stieß die kleine Kätzin hervor und machte sich ganz klein. Ihre Ohren waren angelegt und sie sah aus großen Augen zu dem riesigen Kater empor. ,,Wer hat dich so genannt?", fragte Glutstern weiter. ,,Eine Katze, die mich gefunden hat, als ich noch ein Junges war", miaute Ruby, obwohl sie diese Frage für unsinnig hielt. Glutstern öffnete sein Maul und wollte vermutlich etwas erwidern, wurde aber von einem Geräusch unterbrochen. Eine Katze schnappte nach Luft. Ruby drehte ihren Kopf und blickte in Augen, die das gleiche dunkelblau hatten wie die ihren. ,,Aber", schnappte die Katze nach Luft. Es war eine Kätzin mit fuchsbraun getigertem Pelz. Hinter ihr stand ein grauer Kater mit dunkleren Flecken und grünen Augen und zwei schwarze Kater. ,,Ich hab es doch gesehen. Du bist in den Fluss gefallen. Und dann... dann warst du weg", stammelte die Kätzin. Der Kater hinter ihr starrte Ruby an, die am liebsten im Boden versunken wäre. ,,Du... ich dachte du... du wärst tot", fuhr die Kätzin fort. Die Tigerkätzin starrte die Ältere an. Da überkam sie eine Erinnerung.

Der Duft von Blumen erfüllte die Luft,als die kleine Tigerkätzin von ihrer Mutter getragen wurde. Der Weg der Beiden führte zum Lager. Neben ihnen liefen ein grauer Kater mit einem nachtschwarzen Jungen im Maul und ein brauner Tigerkater mit einem rostbraunem Kater im Maul. Ein Fluss kreuzte den Weg der sechs Katzen und als die noch schwache Königin versuchte ihn zu überqueren fiel ihr Junges in die Wogen. ,,NEIN!", ertönte ein Schrei. Dann sah das kleine, getigerte Junge nur noch Wasser...

,,Bist du... bist du meine Mutter?", krächzte Ruby. Die Kätzin nickte langsam und lief auf das verschollene Junge zu. ,,Du bist nicht tot", murmelte die Ältere der Beiden immer wieder und leckte ihrer Tochter übers Ohr. Glutstern räusperte sich. ,,Ich werde die Versammlung später weiter führen", miaute er verlegen und sprang von dem Felsen hinab. Die Katzen blieben stehen und starrten die beiden Kätzinnen an. Dann wandten auch sie sich wieder ihren Tätigkeiten zu. Die beiden schwarzen Kater verschwanden und der graue Kater gesellte sich zu Ruby und ihrer Mutter. ,,Ich bin Schattenherz", miaute er und seine Augen waren glasig vor Rührung, ,,Dein Vater." Die kleine Kätzin sah von Schattenherz zu der Kätzin. ,,Ich bin Fuchsschweif", erklärte sie und leckte ihrer lange verschollenen Tochter noch einmal übers Ohr. ,,Heißt das... ich habe eine Schwester?", fragte eine Stimme hinter ihnen. Ruby drehte sich um und erkannte Kupferpfote und Nachtpfote. Die schwarze Kätzin sah Ruby aus großen, dunkelblauen Augen an, die - wie Ruby gerade bemerkte- ihren zum Verwechseln ähnlich sahen. ,,Wir wollten es euch sagen...", begann Fuchsschweif, doch Nachtpfote unterbrach sie mit vor Zorn funkelnden Augen, ,,Ich hatte ein Recht dazu, zu wissen, dass ich eine Schwester habe!" ,,Es tut uns leid, ich hätte es dir schon vor langer Zeit erzählen sollen, aber ich wollte euch nicht traurig machen", miaute Fuchsschweif und sah betrübt zu Boden. ,,Jetzt bin ich sauer und traurig", fauchte Nachtpfote. Ruby war still. Ist sie auch sauer auf mich?, fragte sie sich und blickte zu ihrer neu gewonnen Schwester. Doch als Nachtpfotes dunkelblaue Augen Rubys trafen, konnte die Tigerkätzin bloß Bedauern und Liebe erkennen. ,,Wie heiße ich denn?", fragte Ruby um die Stimmung zu lockern. Sie war sich sicher, dass sie nicht Ruby hieß, da alle Katzen hier merkwürdige Namen hatten. ,,Wir nannten dich Herbstjunges", schnurrte Schattenherz und blickte mit einem liebevollen Blick zu seiner Tochter. ,,Aber wenn Glutstern dich zur Schülerin ernennt, wirst du Herbstpfote heißen", miaute Kupferpfote, der sich bis zu diesem Moment nicht an der Unterhaltung beteiligt hatte. Er drückte seinen Pelz an ihren. Ruby schnurrte. Ich habe eine Familie! Ein warmes Gefühl der Geborgenheit und der Wärme fuhr über ihren Pelz.

3. Kapitel

,,ALLE KATZEN, DIE ALT GENUG SIND, das Lager zu verlassen mögen sich unter dem Hochfelsen versammeln und meine Worte anhören", ertönte ein Ruf von dem Hochfelsen. Nachtpfote sprang schnell davon. Kupferpfote folgte ihr, während Ruby sich zusammen mit ihren Eltern an eine andere Stelle zu Füßen des Hochfelsens setzte. ,,Heute haben Schattenherz und Fuchsschweif ihre verloren geglaubte Tochter wieder gefunden. Ruby, tritt vor", miaute der Anführer. Schüchtern trat Ruby einen Schritt auf den Kater zu. ,,Von diesem Tag an, bis du dir deinen Kriegernamen verdient hast, wird dein Name Herbstpfote sein. Ich bitte den SternenClan auf dich herab zu sehen und dich durch dein Dasein als Schülerin zu leiten." Ruby blickte zu dem Anführer empor. ,,Ampferblatt!", rief Glutstern und eine schildpattfarbene Kätzin mit leuchtend grünen Augen und einem weißen Fleck auf der rechten Schulter japste überrascht. ,,Ich?", fragte sie. ,,Ja, du. Sturmherz hat dich hervorragend ausgebildet und du bist nun bereit all deine Fertigkeiten und dein Wissen an diese Schülerin weiter zu geben", schnurrte Glutstern. ,,Du musst zu ihr gehen und deine Nase mit ihrer berühren", murmelte Fuchsschweif der verwirrten Schülerin zu, die ihr dankbar zunickte. Herbstpfote lief auf Ampferblatt zu und musste sich ein wenig strecken um an ihre Mentorin heran zu kommen. Ampferblatt bückte sich ein wenig und so berührten sich die Nasen der Beiden. ,,Herbstpfote! Herbstpfote!", riefen die Katzen und Herbstpfote fühlte wie Freude, in ihr aufkeimte. Glücklich lief sie zu Fuchsschweif und Schattenherz. ,,Gut gemacht", murmelte Schattenherz und seine Augen leuchteten glücklich. Herbstpfote warf einen sehnsüchtigen Blick zu den Katzen, die bei Nachtpfote und Kupferpfote standen. ,,Na geh schon", schnurrte Fuchsschweif belustigt. ,,Danke", miaute die kleine Kätzin und sprang mit großen Sätzen auf ihre Geschwister zu. ,,Hallo Herbstpfote", miaute Nachtpfote fröhlich, ,,Darf ich vorstellen? Das sind Marderpfote und Seelenpfote." Herbstpfote nickte den beiden Katern zu die sie neugierig musterten. Seelenpfote sah die Kätzin an. ,,Herzlichen Glückwunsch", gratulierte er ihr und Herbstpfote merkte wie erwachsen er klang. Er musste schon älter sein als sie und ihre Geschwister. ,,Die Beiden sind Brüder", miaute Kupferpfote und gähnte. Herbstpfote nickte. ,,Was seid ihr eigentlich für ein Haufen?", fragte sie. Bisher hatte ihr noch niemand gesagt wo sie sich befand und wer diese Katzen waren, die sie aufnahmen, als hätte sie ihr Leben lang bei ihnen gelebt. ,,Wir sind der SturmClan", prahlte Nachtpfote und sah ziemlich stolz aus. ,,Außer uns gibt es noch den BlitzClan, den NebelClan, den SchneeClan, den SonnenClan und den RegenClan. Wir leben alle in verschiedenen Territorien. Wenn wir geboren werden, kriegen wir einen Namen, der mit Junges endet, wenn wir zu Schülern werden mit Pfote und wenn wir Krieger sind einen Anderen Namen. Und wenn du Anführer bist verleiht der SternenClan dir einen Namen, der mit Stern endet", miaute Kupferpfote und seine Augen glänzten aufgeregt. ,,Der SternenClan sind unsere Ahnen. Sie sind Nachts am Himmel zu sehen und schicken unserem Anführer und unserem Heiler Träume und Prophezeiungen. Der Heiler kümmert sich um die kranken und verletzten Katzen. Und die Königinnen bringen Junge zur Welt oder kümmern sich um sie", fügte Nachtpfote hinzu. ,,Die Ältesten haben dort hinten ihren Bau. Wir kümmern uns um sie. Doch dafür habe ich noch nie ein Danke erhalten", beschwerte Marderpfote sich. ,,Wir schlafen da", erklärte Seelenpfote und deutete mit der Schwanzspitze auf einen Bau, der direkt neben ihnen lag. ,,Wenn du willst kannst du mein Nest haben", bot Nachtpfote an. ,,Nein, nein. Ich mache es selber, aber ich danke dir", lehnte die getigerte Kätzin dankbar ab. ,,Dort hinten ist Moos", erklang eine Stimme hinter Herbstpfote. Diese fuhr herum und erblickte Ampferblatt. Die Mentorin der Kätzin sah sie freundlich an. ,,Und wenn du schon dabei bist, kannst du gleich neues Moos für die Ältesten mit bringen", fuhr die Schildpattkatze fort und lief zu dem Baum, auf den sie eben gedeutet hatte. Nachtpfote bedachte Herbstpfote mit einem mitfühlendem Blick, ehe die rote Kätzin zu ihrer Mentorin lief.

,,Du musst deine Krallen ausfahren und unter das Moos schieben, dann musst sie schnell darunter hinweg ziehen", erklärte Ampferblatt und machte es gleich vor. Herbstpfote legte den Kopf schief und nickte dann. Ihre Mentorin nickte der jungen Kätzin zu. Diese tat es, wie Ampferblatt gesagt hatte. Die Krallen der Tigerkätzin fuhren schnell über die Rinde des Baumes und die Kätzin hatte schon bald eine ordentliche Menge an Moos gesammelt. Stolz sah sie darauf hinab. ,,Gut. Nun bring es den Ältesten und nimm dir selbst etwas. Danach kannst du dir etwas vom Frischbeutehaufen holen", miaute Ampferblatt warm. Herbstpfote klemmte sich das Moos unter ihr Kinn und in ihr Maul. Fröhlich trabte die Kätzin den kleinen Hügel hinunter und zurück ins Lager. Die Schülerin erinnerte sich daran, dass Marderpfote auf den Bau, der an dem sonnigsten Platz im Lager war gezeigt hatte, als er vom Ältestenbau gesprochen hatte. Sie trabte zu dem Bau und tappte vorsichtig hinein. Die Sonne scheinte durch den Eingang hinein und zwei Katzen lagen in ihren Nestern. Die Anderen waren leer. ,,Du bist Herbstpfote, nicht wahr?", fragte eine hübsche, rötliche Kätzin, ,,Mein Name ist Dämmerbriese und dieser alte Kater ist Otternpelz." Der braune Kater grummelte bei der Erwähnung seines Namens. ,,Ich bringe frisches Nestmatherial", miaute Herbstpfote und legte das Moos vorsichtig ab. Dämmerbriese schnurrte. ,,Da hast du aber viel Moos gefunden", lobte sie die Schülerin, deren Brust vor Stolz anschwoll. Herbstpfote lief zu den beiden leeren Nestern und machte sich an die Arbeit. Als sie das geschafft hatte, waren die Nester der beiden anderen Ältesten dran. Otternpelz legte sich auf sein frisch gemachtes Nest. ,,Ein wenig feucht", grummelte er. Dämmerbriese rollte mit den Augen. ,,Es wird trocken, wenn es eine Weile gelegen hat", versprach Herbstpfote und ließ betrübt den Schwanz hängen. ,,Hör nicht auf ihn. Er ist bloß Mürrisch", munterte Dämmerbriese die kleine Kätzin auf. ,,Herbstpfote!", hörte die rot getigerte Kätzin die Stimme ihrer Schwester. ,,Ich muss gehen", miaute sie, schnappte sich das Moos, das übrig war und sprang mit großen Sätzen aus dem Bau und auf den der Schüler zu. Nachtpfote saß dort und hatte den Schwanz ordentlich über ihre Pfoten gelegt. ,,Hat Otternpelz sich wieder beschwert?", fragte sie und ihre Schnurrhaare zuckten belustigt. Herbstpfote nickte und sah kurz zu Boden. ,,Mach dir nichts draus", miaute Nachtpfote ihr tröstend zu und berührte mit der Schwanzspitze die Flanke ihrer Schwester. Herbstpfote schnurrte. ,,Komm, ich zeige dir einen freien Platz", bot Nachtpfote an und trottete in den Bau. Herbstpfote tappte neugierig hinterher. Nachtpfote sprang geschickt über einige Nester und kam an einem Platz an, der noch frei war. Herbstpfote kam etwas ungeschickter hinterher und ließ das Moos fallen.

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