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»Folge deinem Herzen, junger Sammystern. Das macht aus dir einen guten und erfahrenen Anführer«  Seit uralten Zeiten leben tief verborgen im Wald vier heroische KatzenClans. Nach einer geglückten Entführung, muss Hauskater Sammy seine Zweibeiner hinter sich lassen, um Anführer des DonnerClan zu sein. Doch nicht alle Katzen trauen ihm, denn die Zeichen im Wald stehen auf Kampf als einige Clanmitglieder ermordet werden. So kommt die Zeit, in der sich Sammy, der nun den Namen Sammystern trägt, beweisen muss...

In die Wildnis ist der erste Band einer Warrior Cats Parodie, welche von den Benutzern Toalgi29302 und Windfeder geschrieben wird. In die Wildnis hat insgesamt 13 Kapitel. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen.

  • Die Hierarchie aller Katzen findet ihr hier

In die Wildnis

Prolog

Helles Mondlicht flutet die Felsen und taucht die Umgebung in silbriges Licht. Der Fluss strömt leise gurgelnd dahin, nichts rührt sich im nächtlichen Wald. Plötzlich schießen tropfnasse, dunkle Gestalten aus dem Wasser, ihre Augen blitzen und Kampfschreie zerreißen die Nacht. Wütend werfen sich die Katzen einander entgegen und schon nach wenigen Herzschlägen ist ein wilder Kampf entbrannt.

Inmitten der kämpfenden, fauchenden Menge bäumt sich ein dunkler Tigerkater über seinem rotbraunen Kontrahenten auf. Seine bernsteinfarbenen Augen glühen. "Was hat der FlussClan auf DonnerClan-Territorium zu suchen?" Verblüfft starrt ihn sein Gegner an. "Hey Bro, noch heute Night ist das hier FlussClan-Jagdgebiet! Verpisst euch, ihr kleinen Stinker!" faucht der rotbraune Kater. Genervt kneift Tigerkralle die Augen zusammen. Diese Katze ist so unfassbar dämlich. "Niemals," fauchte er, wird aber von einer kreischenden, schwarzbraunen Kätzin abgelenkt, die unter ihrem massigen Gegner begraben ist. Er reißt ihr den FlussClan-Krieger vom Rücken. "Schnell, Mausefell, lauf!" Mit einem Danke rechnet er nicht, genauso wenig damit, dass die verletzte Kätzin seinen Befehl ausführt. Sie tat nie was man ihr sagte. "Ich kann selber kämpfen! Ich bin kein Junges aus der Kinderstube! Außerdem..." Tigerkralle wendet sich ab. Es brachte sowieso nichts, mit ihr zu diskutieren. Sollte sie doch von den Fischfressern zerfetzt werden, wenn sie Spaß daran hatte.

Wieder stürzt er sich ins Getümmel. Eine helle Kätzin schlägt ihm mit den Krallen auf die Schnauze, sodass ihm Blut in die Augen läuft und seine Sicht verschwimmt. Der Geruch von Blut liegt auf den Felsen und unter den Schlägen der FlussClan-Krieger scheint der DonnerClan immer schwächer zu werden. "D-d-donnerC-c-clan, Rü-rü-rückzug! Rückzug! Schnell! Hilfeeeeee..." der Schrei von Rotschweif, dem Zweiten Anführer des DonnerClans, geht in ein panisches Jaulen über, als er im Wald verschwindet.

"Aber... wir können doch nicht einfach aufgeben!?" Wütend redet Tigerkralle auf den zitternden Rotschweif ein, während sich die FlussClan-Katzen über ihren Sieg freuen. "Yeah, don't come back, ihr Haufen Mäusedreck," beginnt Eichelnherz zu rappen und Tigerkralle würde sich am liebsten Moos in die Ohren stopfen.

Die Sterne spiegeln sich in den Augen der Kätzin, die auf der kalten Lichtung sitzt, allein unter ihren schlafenden Gefährten. Der Schein des halben Mondes versilbert ihr Fell. Als eine junge Schildpattkätzin an sie herantritt, spitzt sie die Ohren. "Wie geht es Mausefell?" "Ihre Wunden sind tief, Blaustern, aber sie ist jung und stark, bald wird sie wieder gesund sein." "Na hoffentlich...," murmelt die graue Kätzin "Wir haben sowieso schon viel zu wenige Krieger um mir jeden Vollmond meine Erdbeertorte zu ba... ähm, um zu jagen, meine ich. Und bis die Jungen so weit sind dauert es noch und wir habe eh so wenige und..." die Kätzin ist immer lauter geworden und scheint den Tränen nahe zu sein. "Tüpfelblatt... ich habe so Angst: Um mich, um den Clan... und vor allem: um die Torte! Was soll ich nur ohne sie tun? Wir sind verloooooren!" Jetzt beginnt sie wirklich zu heulen. "Hat... schnief... der SternenClan... heul... zu dir... schluchtz... gesprochen? Zu mir nicht! Sie haben uhuns bestihihihimmt verlah-ha-hassen... buhuhu!" Nun beugt sich die Anführerin des DonnerClans zu ihrer Heilerkatze und vergräbt ihren Kopf an deren Schulter. Nur wenige Augenblicke später ist das schildpattfarbene Fell an dieser Stelle komplett durchnässt. Aber plötzlich reißt die Heilerin ihre Augen auf. Ein Stern fällt vom Himmel! Als Blaustern ebenfalls den Kopf hebt, genervt von dem heulen der Anführerin murmelt Tüpfelblatt: "Es war eine Botschaft des SternenClans. Nur Blaues kann den Wald retten." Verwirrt sieht Blaustern sie an: "Aber alle Clans fürchten das Feu... oh, falscher Text. Wer oder was ist denn das Blaue? Und wie soll es uns retten? Und wenn es das nicht schafft? Oh SternenClan, wir sind verloren! Maaammaaa!"

Kapitel 1

Sammy schaut aus dem Fenster. Es regnet ja immer noch denkt er und schaut entgeistert nach draußen, als es donnert. Das kann man sich echt nicht mit ansehen… Sammy geht zu seinem Fressnapf. Noch nicht mal dort angekommen, kann er schon am Geruch erkennen, dass es sich um widerliche Froschschenkel handelt. Naserümpfend steht er nun vor dem Napf. „Ich hasse dieses ekelerregende Zeug. Meine Zweibeiner können nichts gut machen.“ Genervt von ihnen geht er raus ins nasse Nass. Kaum hat er einen Schritt aus dem Bau gemacht, wird er von seinem Freund Wolle überrannt. „Calcuations mei seundum cogovi vos nunc veni de porta. Et firmier constitta et octoginta oto perent“ sagt er freudig. „Was redest du da“ fragt Sammy ihn, schlau genug zu wissen, dass das Latein sein soll. Genervt schaut Wolle seinen Freund an. „Ich sagte: Das ich wusste das du jetzt rauskommst, da meine Berechnungen dies zu 88% voraussagten. Du musst dringend mal Lateinisch lernen es ist die Sprache der Chinesen und die Sprache der Liebe.“ Während er dies sagte umkreist er Sammy, wie eine Biene welche gerade Hummeln im Hintern hat. „War nicht schon Franzisösich die Sprache der Liebe?“ fragt Sammy interessiert. Verärgert schaut Wolle ihn an und meint empört: „Du bist nur neidisch, weil ich was kann was du nie können wirst. Aber solche eingebildeten Katzen wie dich gibt es genau 30 Millionen Mal in deinem Haus!“

Ist der nervig. Wenn er verschwindet ist er angenehmen aber nun ja, Sammy will nicht streiten. „Also was hast du heute noch vor? Lateinunterricht bei mir nehmen? In höhre, ego sume optimus“ labert Wolle weiter. Unfähig, irgendwas von dieser Katze zu verstehen erklärt Sammy ihm, dass er in den Wald gehen will. Dort will er den DonnerClan mit seiner mutigen Anführerin Blaustern treffen und vielleicht einen Kaffee trinken.

Nach einer kleinen Diskussion, die acht Stunden dauerte gehen sie zusammen in den Wald. „Ich habe berechnet das wir zu 0,000000007% hier keine Katze antreffen werden, weil du dir das alles nur ausgedacht hast!“ meint Wolle schließlich als sie beim Wald ankommen. Kann er nicht einmal nichts berechnen und normal sein!

„Du, ich kann dich verstehen ich habe mir heute eine Geschichte ausgedacht wo ich verheiratet mit einem Stück Wolle bin. Und nicht irgendein Stück nein es war grün. Und die Zeremonie war so toll. Der Past…“

Weiter kommt Wolle nicht, da aus dem nichts ein grauer Kater herauskommt und Wolle angreift. Überfordert bleibt Sammy stehen. Was soll er jetzt tun? Aber bevor er auch nur einen halben Entschluss fassen kann, spricht der Kater ihn an: „Danke das du mir Essen mitbringst. Ist echt nett von dir. Ich bin Graupfote.“ Zur Begrüßung lässt er Wolle los, welcher daraufhin panisch wegrennt. „Wer bist du?“ fragt Sammy den Kater interessiert und gespannt was er antwortet. Nachdem der Kater erst mal nicht antwortet erklärt er schließlich: „Ich bin eine Clan Katze“ und schlägt Sammy zu Boden. Dabei wird sei Kopf auf einen Stein geschleudert und es wird schwarz um ihn.

Kapitel 2

Als er wieder aufwacht, liegt Sammy in einen weichem Moosnest. Unbekannte Gerüche strömen von allen Seiten auf ihn ein und vor dem Brombeerstrauch, unter dem er liegt, hört er verschiedene Katzenstimmen. Er glaubt, die Stimme des grauen Katers zu erkennen, der ihn zu Boden geworfen hat. Vorsichtig rappelt er sich hoch und tritt aus dem Bau. Alles tut ihm weh. Die zwei Katzen, die vor dem Brombeerbusch sitzen, scheinen ihn nicht zu bemerken. Es sind ein kleiner Schildpattkater und ein schlafender, noch kleinerer Kater mit Tigerstreifen. Sammy tritt noch weiter auf die Lichtung, als er hinter sich ein Räuspern hört: "Rhrm... d-du-du d-d-d-darf-f-st-t d-de-den B-b-bau n-n-nicht verlass-ss-ssen!" die bernsteinfarbenen Augen weit aufgerissen fährt er in ängstlichem Flüsterton fort: "D-du b-b-bist doch e-ein Ge-ge-gefanngen-n-ner!"

Unfähig, den Kater wirklich ernst zu nehmen, starrt Sammy ihn an. Er? Ein Gefangener? Wieso das denn? Er beschließt, seine beiden unfähigen Aufpasser zu ignorieren und tappt über die Lichtung, die inmitten einer kleinen Schlucht liegt. Verschiedene Baue säumen den Rand und ein dichter Ginsterwall schirmt die Lichtung vor Eindringlingen ab. In der Mitte der Schlucht steht ein hoher Felsen, auf den ein merkwürdiges Gebilde steht. Es sieht aus wie... eine Torte!? Aber warum steht mitten im Lager eines Clans aus gefährlichen Wildkatzen eine ERDBEERTORTE herum? Der rote Kater, der eigentlich ja ein Gefangener ist, schleicht um den Felsen herum, doch niemand nimmt Notiz von ihm. Außer der blaugrauen Kätzin, hoch oben auf dem Stein. Sammy hat sie zuerst gar nicht gesehen, da ihr gesamtes Fell mit Sahne und Kuchenkrümeln verschmiert ist, sodass sie vor der monströsen Erdbeertorte fast nicht auffällt. Ihre blauen Augen sind angstgeweitet, als sie zu sprechen beginnt.

"Wer bist du? Willst du meine Torte haben? Willst du etwa meine süße, kleine Torte haben?" Ihre Stimme zittert und ist kaum mehr als ein flüstern "Ich habe geschworen, diese Torte zu verteidigen, auch wenn es mein Leben kostet! Wie kannst du es wagen, sie anrühren zu wollen? Die Torte der Anführerin? MEINE Torte?"

Restlos verwirrt blickt Sammy auf die sahneverschmierte Kätzin. Das soll Blaustern sein, die gefürchtete Anführerin des DonnerClans? "Ich... ich will deine Torte -" nicht, möchte er sagen, denn er mag gar keine Erdbeeren. Aber eben dieses Wort geht in einem panischen Aufschrei Blausterns unter: "Er will meine Torte! Oh meine süße Torte! Ich werde dich beschützen, mir fällt schon was ein! Nicht weinen, nicht weinen mein Törtchen!" Schreit Blaustern, der nun Tränen der Verzweiflung über das Gesicht laufen. Etwas verstört beobachtet Sammy die scheinbar völlig durchgedrehte Blaustern. "Ich gebe dir alles was du willst, mein Nest, meine Frischbeute, ja, meinen Anführerposten, wenn du nur meine Torte in Ruhe lässt!" "Ich... ich will... aber Anführer... ich..." Sammy weiß nicht was er sagen soll. Ist diese Katze denn komplett bescheuert? Oder ernennt sie öfter Gefangene zum Anführer? "So sei es." Sie hebt ihre Stimme "Alle Katzen, die... ach, kommt halt einfach alle her!" Sammy ist vollends verwirrt. Was hat Blaustern denn jetzt vor? "DonnerClan. In Angesicht des SternenClans trete ich hiermit von meinem Anführerposten zurück. Von nun an heiße ich nicht mehr Blaustern, sondern.... wie war denn noch mein Kriegername... ist ja auch egal. Sammy, komm hier herauf." Woher sie seinen Namen weiß, ist ein Rätsel, aber Sammy gehorcht.

"Aber Rotschweif ist doch Zweiter Anführer! Nicht dieses stinkende Hauskätzchen!" Eine junge Schildpattkätzin sieht Blaustern empört an, während der stotternde Kater mit dem roten Schweif, der vorhin noch Sammy "bewacht" hat peinlich berührt auf den Boden schaut. Blaustern zögert, dann miaut sie leise: "Tüpfelblatt, im Gesetz der Krieger steht, dass das Wort eines Anführers Gesetzt ist." Etwas lauter fährt sie fort "Also gut. In Angesicht des SternenClans ernenne ich dich zu meinem Nachfolger, denn du hast meine Torte nicht gegessen und ich halte meine Versprechen immer." Der Clan wirkt aufgrund dieser zugegeben etwas seltsamen Begründung etwas verwirrt und scheint höchstens die Hälfte zu verstehen. Schließlich erhebt sich ein einsames Miauen über die Katzenversammlung: "Das ist unfair!"

Kapitel 3

"Wann geht er den zum Mondstein?" "Glaubt er überhaupt an den SternenClan?" "Wir sind alle verlooooren!" Mit lautem Miauen mischen sich nun auch die anderen Katzen ein und Sammy steht etwas verloren auf dem Hochstein. "Du musst einen zweiten Anführer ernennen!" Zischt ihm eine Stimme ins Ohr. Hinter dem Hochstein hockt eine alte, einäugige Katzin und flüstert ihm die traditionellen Worte zu.

Sammy wendet sich wieder dem aufgebrachten Clan zu: "Und nun werde ich meinen zweiten Anführer ernennen. Ähm... du da wirst der zweite Anführer!" Sammy deutet auf einen großen weißen Kater mit gelben Augen. Er hat keine Ahnung, wen er da gerade ernannt hat, aber er hofft, dass es eine halbwegs gute Wahl war. Der Clan beginnt zu jubeln: "Weißpelz! Weißpelz!" "Noch vor Sonnenuntergang werde ich mit... ähm, Tüpfeldings zum Mondstein reisen um - wie bitte?" Sammy beugt sich näher zu der alten Kätzin am Fuße des Hochsteins. "Achso, ich werde mit Tüpfelplatt- was? Nein, ich meinte mit Tüpfelblatt zum Mondstein reisen um meine neun Leben zu empfangen." Ehrlich gesagt hat Sammy keinen blassen Schimmer, was er da eigentlich labert. Aber das scheint den DonnerClan - bis auf die Heilerin, die etwas säuerlich guckt - nicht zu stören.

Da erhebt sich ein großer, kräftiger Tigerkater und funkelt Sammy an: "Wer bildet dich denn aus? Du hast doch gar keine Ahnung vom Clanleben?" Hilfesuchend blickt das ehemalige Hauskätzchen zu Blaustern, oder wie auch immer sie nun heißt, wo sie keine Anführerin mehr ist. "Ähm... Tigerkralle? Kannst du das nicht machen?" fiept die blaue Kätzin vorsichtig. Für sie scheint die Angelegenheit damit geklärt, während der Tigerkater nur mäßig glücklich aussieht.

Das stürmt ein kleiner, schwarzer Kater ins Lager. "Meine Mauuus! Meine arme, arme Mauuus! Gemeuchelt! Ermordet! Gefressen! Oh, meine Mauuuus...!" heult er unter Tränen, einen angefressenen Mäusekadaver in den Krallen. Blauirgendwas beginnt aus Solidarität gleich mit zu heulen und vergräbt den Kopf in ihrer Torte. Als sie einige Herzschläge später wieder auftaucht, flüstert sie mit angstgeweiteten Augen und zitternder Stimme: "Und was ist, wenn wir auch gefressen werden?" Schlagartig ist es still auf der Lichtung, was Blauirgendwas in ihrer Theorie zu bestätigen scheint: "Maaaaammmaaaaa! Rette mich! Mama! Mama! Maaaaammmmaaaaaa!" Ihre Schreie werden immer panischer, bis sie vor Schreck plötzlich ohnmächtig umfällt. Eine moppelige, gescheckte Kätzin eilt zu ihr und zieht die Ex-Anführerin an den Rand der Lichtung.

Sammy, der ziemlich überfordert ist, schnippt mit dem Schweif und bemüht sich, für Ruhe zu sorgen. "Pscht! Pssssccccchhht!" Als seine freundliche Aufforderung, endlich still zu sein, keinerlei Wirkung zeigt, platzt einer dunkelbraunen Kriegerin jedoch der Kragen: "Ruhe jetzt! Haltet doch alle mal den Rand hier!"

"Danke... ähm..." Sammy ergreift jetzt wieder das Wort, hat aber dummerweise den Namen der Kätzin vergessen. "Mausefell!" zischt ihm Einauge zu. "Ja, genau, Mausefell! Also ich gehe jetzt mit Tüpfel...ähm...blatt zum Mondstein und empfange meine neun Leben." Verzweifelt versucht Sammy, sich an den Namen seines Stellvertreters zu erinnern. Weißfell? Schweißfell? Oder doch Weißpelz? Er probiert es einfach mal: "Weißpelz wird sich in der Zeit um das Lager kümmern." Hat er noch irgendwas vergessen?

"Was ist denn jetzt mit meiner Maus?"

Verdammt, die Maus. Sammy muss sich jetzt etwas einfallen lassen. Ja, am besten vertröstet er den Schüler einfach auf morgen.

"Die wird begraben, während ich zumMondstein ziehe. Und morgen überlegen wir dann, wer der Mörder sein könnte und -"

Da macht Blaudings, die mittlerweile wieder wach ist, ihm allerdings einen Strich durch die Rechnung: "Aber, aber was, wenn der Mörder es auch auf, auf, auf uns angesehen hat!" heult sie in so ohrenbetäubendem Ton, dass Sammy das Gefühl hat, der Hochstein müsste unter ihm zusammenbrechen. "Ähm... das ist natürlich ein Problem... wir können Wachen aufstellen... darum kann sich Weißpelz kümmern?" Bitte nicht noch mehr Fragen, sonst dreht er hier komplett durch. Zum Glück scheint der Clan halbwegs beruhigt und auch Blaudings wird jetzt von mehreren Königinnen getröstet. Eilig wendet Sammy sich dem Ausgang zu, achtet gar nicht darauf, ob Tüpfeldings ihm folgt. Dieser Clan - seit heute sein Clan - macht ihn jetzt schon wahnsinnig. Wie halten das die Clankatzen nur aus? Das letzte, was er von der Lichtung hört, ist ein panischer Schrei: "Wo ist meine Tooorteeee?!"

Kapitel 4

Schockiert drehen alle ihre Köpfe zu Blaudingsdabums. Die ehemalige Anführerin liegt heulend vor einem Baum und hält eine Erdbeere in der Hand. „Das war das einzige was ich finden konnte“ beklagt sie. Sammystern, welcher schnell zurückgerannt ist, ist vollkommen überfordert. Ein toter und eine Entführung sind zu viel für ihn. Sammy geht entschlossen zu der ehemaligen Anführerin und versucht sie aufzuheitern. „Weißt du was Blau … ähm … Blautorte, ich kenne einen Ort an dem es so viel Zitronenkuchen gibt wie du willst. Wir können da ja mal hingehen und dann den schönsten mitnehmen.“ Blaudingsdabums dreht vorsichtig ihren Kopf in seine Richtung und funkelt Sammystern an. „Du warst das. DU HAST MEINE TORTE GEKLAUT UND WILLST SIE FÜR DICH HABEN. UND UM DAS ZU VERSCHLEIERN, BIETEST DU MIR LÄCHERLICHEN ZITRONENKUCHEN AN!“ Mit Tränen in den Augen brüllt sie ihn an. „WIE SOLL ICH NUR OHNE MEINE TORTE WEITERLEBEN? ICH SOLLTE ES JETZT EIN ENDE BEREITEN!“

Rasend schnell rennt sie zu einem Fluss und bleibt davor stehen, der Rest folgt ihr still und leise, bis auf einer, der ständig „Das ist unfair!“ ruft. Zehn Meter vor ihr bleibt der Clan stehen. „Du bist ein wichtiges Mitglied des gesamten Clans, ohne dich hätten wir nicht jetzt so einen kompetenten Anführer.“ versucht Mausefell sie zu überreden und bemüht sich, dass der Sarkasmus in ihrer Stimme nicht zu sehr auffällt. „Los spring endlich und stoße mit den Kopf gegen einen Stein, damit wir dich endlich los sind“ provoziert Rabenpfote Blautorte: „Oder musst du erst nach Mami und Dadi rufen, weil die Torte weg ist? Es ist nur eine Torte! Meine Maus ist tot, kapiert, die kann man nicht neu backen!“ Wie gewohnt bricht die ehemalige Anführerin in Tränen aus, wodurch der Meeresspiegel um 5 cm steigt. „Jetzt sei mal ruhig, niemand soll hier sterben!“ sagt Sammystern ruhig zu Rabenpfote. Der schaut ihn höhnisch an und sagt ihn: „Glaub mir Hauskätzchen, ohne die sind wir besser dran!“ Daraufhin verschwindet der Kater im Gebüsch in der Nähe.

Sammystern wendet sich wieder Blautorte zu. „Alles ist gut. Ich kann dir auch eine Torte holen wenn du magst. Mit ganz viel Erdbeeren.“ Plötzlich wird Blautorte wütend: „Ich bin keine Bärenfresserin!“ „Ok dann halt keine Bären“ antwortet der Kater, rennt auf sie zu und zerrt sie mit den Zähnen vom Abgrund. Quengelnd ergibt sich die Kriegerin ihrem Schicksal und lässt sich wehrlos wegschleifen. Beruhigt das diese Kleinigkeit erledigt ist geht Sammystern langsam in Richtung Lager, als plötzlich ein Ruf ertönt. Weißpelz ist gerade von der Klippe gestürzt und ruft: „Ich hasse Stellvertreter zu sein.“ Geschockt und hilflos steht Sammy nun mit der Tortenliebhaberin zwischen den Zähnen da und hofft nur noch das alles besser wird.

Kapitel 5

"Wie? Da soll ich rein?!" Entgeistert starrt Sammy auf die dunkle Öffnung im Felsen, die sich direkt vor seiner Schnauze auftut. Nein, da geht er nicht rein. Eher ernennt er Blautorte zum Zweiten Anführer - warte... hat er das nicht schon gemacht? Ehrlich gesagt ist Sammy sich unsicher, die ganzen Geschehnisse am Fluss waren dann doch ein bisschen viel. Aber egal. Gerade will der rote Kater ein weiteres Argument vorbringen, warum er definitiv nicht in diese Höhle gehen wird, als ihm etwas einen gewaltigen Schubs gibt und er mehrere Fuchslängen in die Höhle geschleudert wird. Die tiefschwarze Dunkelheit wird immer dunkler und bedrohlicher und - ahhhhhhh! Mit einem panischen Schrei rast Sammy los. Er achtet nicht mehr wirklich auf seinen Weg, als er - Doing. Der rote Kater prallt volle Kanne gegen einen kristallenen Felse. Sterne sehen geht er zu Boden...

"Sei gegrüßt, Sammy." Entsetzt rappelt der Kater sich wieder hoch. Wer redet da mit ihm!? Verwirrt blinzelt er den vielen, sternenschimmernden Katzen entgegen, die sich um ihn herum versammelt haben. Ist das der Sternenclan? "Du wirst jetzt deine neun Leben erhalten... tritt vor."

Vollkommen verwirrt gehorcht Sammy, als auch schon eine schneeweiße Katzin mit erdbeerfarbener Nase auf ihn zutritt: "Mein Name ist Erdbeertörtchen und ich bin die Schwester von Blautorte. Mit diesem Leben gebe ich dir die Gabe, Kuchen zu backen. Nutze sie gut um deinem Clan zu helfen und Streitigkeiten zu beseitigen." Streitigkeiten beseitigen? Mit... Kuchen!? Für diesen Gedanken hat Sammy gerade noch Zeit, bevor sich die erdbeerfarbene Nase auf seine legt und er in einer Wolke von ekelhaft süßem Puderzucker-Erdbeer-Zimt-Vanille-Tortengeruch versinkt. Nach Luft schnappend taucht Sammy wieder auf. Die weiße Kätzin hat sich von ihm abgewand und macht Platz für die nächste Katze. Ein gewaltiger, rostbrauner Kater nähert sich ihm. "Man nennt mich Kiefernstern. Ich bin der Vater von Tigerkralle und war einst Anführer im Donnerclan. Mit diesem Leben gebe ich dir Käse. Nutze ihn gut. Vielleicht kannst du auch Frischbeute damit anlocken, mal sehen. Musst du ausprobieren..." Als der große rote Kater seine Nase an die des kleinen roten Katers legt, versinkt letzterer in einer Wolke eines Geruchs, der ihn stark an... die alten Socken seiner Hausleute erinnert. Als er mit tränenden Augen wieder daraus auftaucht, liegen vor ihm drei fein-würzig duftende Käselaibe.

Entsetzt starrt Sammy auf die silbergraue Kätzin vor ihm. Er hat das Gefühl, sie schon einmal gesehen zu haben, hat aber keine Ahnung wo. "Ich heiße Mondblüte..." flüstert dir Kätzin leise, Tränen schwimmen in ihren Augen "Blautorte ist meine Tochter... kümmere dich um sie, bitte! Sie ist doch noch so klein! Und... und... und..." das Flüstern der Kätzin wird zu einem schluchzendem Schluckauf: "I-hich ver-hicks-mi-hih-se si-h-ie doch so-h-o seh-heeeee-h-r..." laut heulend wendet sich die Kätzin wieder ab und vergisst prompt, dass sie Sammy doch noch ein Leben geben sollte.

Der Kater, der jetzt auf ihn zutritt, tut dies allerdings. Der große, braun gefleckte Kater scheint kein großes Interesse an jeglicher Konversation zu hegen. "Vipernzahn" knurrt er "Leben der Ungeduld" Und dann glaubt Sammy, noch irgendetwas wie "Das ist unfair" herauszuhören, bevor er in der Finsternis des dritten Lebens versinkt. Schein wohl ein Verwandter von Dunkelstreif zu sein.

Leopardenfuß gibt ihm sein viertes Leben. Was genau es ist, versteht Sammy nicht so genau, denn die hübsche, schwarze Kätzin nuschelt ziemlich. War es das "Leben des Schmerzes"? Oder des "Scherzes"? Oder des "Herzens"? Jedenfalls ist es unangenehm. Sammy hat das Gefühl, seinr Beine schlafen ein, doch er kann nichts dagegen tun.

Die Katze, die ihm das nächste Leben gibt stellt sich mit "Federbart. Donnerclan. Ehemaliger Heiler. Stets zu Diensten!" vor. Und das ganze in einer solchen Geschwindigkeit, dass es sich für Sammy eher nach: "Fedabadonclaehmalgerheiastesudi!" anhört. Seltsamerweise kommt ausgerechnet von diesem aufgedrehten Kater das Leben der Ruhe und der Besonnenheit. Eine bleiernde Müdigkeit erfasst Sammy, gefolgt von einer seltssmen Ruhe. Plötzlich stört es ihn nicht mehr ganz so sehr, dass er hier augenscheinlich von verrückten Zombiekatzen umgeben ist.

Als er die Augen wieder aufschlägt, sieht er sich einem großen Kater gegenüber. Allerdings passt der ängstliche Gesichtsausdruck nicht ganz zu der eindrucksvollen Gestalt. Beinahe panisch (was Sammy ein wenig an Blautorte erinnert) sieht der graue Kater sich um, während er auf Sammy zugeht "Man nennt mich Distelklaue" wispert er "Aber das ist ein Deckname. Eigentlich heiße ich Stachelkralle. Aber sag das keinem. Man weiß nie, wem man trauen kann... Ich glaube, sie werden mich bald finden... schon so lange werde ich verfolgt..." Mit einem abgehetzt-irren Gesichtsausdruck räuspert er sich, um Sammy ins Ohr zu hauchen: "Ich gebe dir das Leben der Vorsicht. Pass auf dich auf..." Sammy fühlt heiße Angst in sich hochsteigen, als der Kater seine Nase berührt. Aber so schnell es gekommen ist, so schnell verschwindet es auch wieder.

Die nächste Katze, ein großer, rotbrauner Kater mit riesigen weißen Pfoten stellt sich ihm als Döner-Donner vor. "Hey Bro! Coole Sache, so 'ne neun Leben, oder? Isch bin der Gründermichel von diesem crazy Clan da. Sollte eigentlich Donners Döner-Clan sein, weißte, so 'ne schicke Döner-Bude mitten im Wald - voll Bio und so. Aber da ham de Sternengeisterdingskatzen nich mitjemacht. Pff, DonnerClan, so'n Schwachsinn. Jo, auf jedenfall kriegste von mir jetzt dein nächstes Leben: Nennt sich 'Leben der Guten Ideen und der Kreativität'. Kannst es aber auch anders nennen... is ja wurscht." Mit diesen Worten beugt er sich vor und berührt Sammys Nase. Ein Schauer rast durch sein Fell und der von Dönern und Pommes steigt ihm in die Nase. Obwohl er beides für keine gute Idee hält. Aber hey, das ist der Gründer des DonnerClans, den darf er vermutlich nicht kritisieren.

Also verdreht er nur kurz die Augen als sich der rote Kater von ihm abwendet. Als er sich wieder auf seine Umwelt konzentriert, erblickt er vor sich ein Tier, das definitiv keine Katze ist. Sondern eine... Maus. "Ich Rabenpfotes Maus. Name Ratte. Geben dir Leben und Prophezeiung. Leben von Verrücktheit und Prophezeiung von Blau. Prophezeiung sein: 'Nur retten kann Blau Clan.' Und nun Leben." Völlig perplex, das er gerade einer sprechenden Maus gegenübersteht und auch noch ein völlig verwirrende Prophezeiung erhalten hat, senkt Sammy den Kopf, um sein achtes Leben zu erhalten. Ein seltsames Gefühl ergreift von ihm besitz, etwas, absolut lustig-leichtes. Wenn irgendwas den DonnerClan beschreiben kann, dann das. Und plötzlich findet Sammy es überhaupt nicht mehr schlimm, dass er scheinbar ab jetzt der Anführer von einer Horde Bekloppten ist. "Nun sein Name Sammystern" erklärt ihm die Maus noch, als bereits alle Sternenkatzen seinen Namen jubeln und er merkt, wie er langsam aufwacht.

Dunkelheit umgibt ihn, als er wieder zu sich kommt. Bernsteinfarbene Augen funkeln ihn an. "Hat alles geklappt? Hast du deinen neuen Namen und deine neun Leben?" Ihre Stimme trifft förmlich vor Abneigung gegen Sammystern. "Ja." antwortet er daher nur knapp. Allerdings hat er das Gefühl, er sollte mit seiner Heilerin über die Prophezeiung reden. Gerade öffnet er das Maul um zu sprechen beginnen, als ihm etwas siedend heiß einfällt: Er hat vergessen, die Maus zu fragen, wer sie eigentlich umgebracht hat.

Kapitel 6

"BLAUTORTE! WANN GEDENKST DU DENN ENDLICH DIE PATROULLIEN EINZUTEILEN? HEH?"

Genervt knurrt Tigerkralle. Seit einem Mond ist Sammystern nun schon Anführer - und er nervt! Nicht anderes tut er, als mit Blautorte zu streiten. Warum um SternenClans Willen er sie zu seiner Stellvertreterin gemacht hatte kann Tigerkralle sich nicht wirklich erklären. Die beiden sind NUR am motzen (Sammystern) bzw. heulen (Blautorte). Es ist anstrengend. Sehr anstrengend. Laut schniefend und schluchzend schlurft Blautorte zum Lagerausgang. "Freiwillige vor... schnief...wer will mit auf Patroullie? Schluchz..." Tigerkralle wendet sich ab. Er wird sich diese elende Heulsuse sicher nicht antuen.

Als er einige Zeit später wieder am Lagereingang vorbeikommt, sitzt Blautorte immernoch dort. Aber langsam sollte wirklich jemand die Patrouille übernehmen. Und das - dem getigerten Kater fallen fast die Augen aus dem Kopf - scheint jetzt auch Blautorte zu merken.

"BUHUHUUUU... KEINER WILL MIT MIR AUF PATROULLIE! KEEEEEINNNER MAG MICH! NIEMAND! ICH BIN GAAAAAANZ ALLEIN! BUHUUUUU.... DABEI MUSS DOCH JEMAND AUF PATROULLIE GEHEN... BUHUUUUUUUHUUUUU..."

Kreischend und heulend bricht Blautorte zusammen. Plötzlich rascheln die Wände der Kinderstube und vier winzige Junge kommen herausgeschossen. "Wir kommen mit auf Patroullie!", fiept Rußjunges und ihre drei Wurfgefährten nicken so doll, dass ihnen beinahe die winzigen Köpfchen abfallen. Tigerkralle erwartet eigentlich, dass Sammystern oder so etwas dagegen sagt, aber - das hier ist der DONNERCLAN. Also dürfte es ihn nicht wirklich wundern, wenn Blautorte den Jungen erlaubt, mit auf Patroullie zu gehen. Tut sie natürlich...

Kaum das die fünf Katzen durch den Lagerausgang verschwunden sind, wird Tigerkralle von Graupfote angequatscht. Dem moppeligen Kater klebt Sabber in den Mundwinkeln, das Maul ist komplett vermiert. Und als er das Maul öffnet erhascht Tigerkralle - er muss sich wirklich zusammenreißen, nicht vor Ekel den Kopf abzuwenden - einen "wunderbaren" Blick auf ein halbzerkautes Stück Maus. E-kel-haft. Einfach nur wiederlich. "Dfu schollst zschu Schammyschern gommen. Tfraining," schmatzt der Schüler. Und ohne Tigerkralle genug Zeit zum antworten zu geben, wendet er sich wieder ab um erneut zum Frischbeutehaufen zu schlurfen. Er sollte mit Löwenherz sprechen, dass der seinen Schüler im Training mal mehr fordert, denkt sich Tigerkralle. Dann macht er sich reichlich unmotiviert auf den Weg zu Sammystern.

"Und langsamer! Langsam sagte ich! Nicht stehenbleiben! Bloß etwas langsamer!" Frustriert lässt Sammystern sich auf den Boden plumpsen. So hatte er sich das Training nicht vorgestellt... und Tigerkralle ist auch nicht gerade freundlich - der muss doch nicht gleich so rummotzen, nur weil ihm die Maus entwischt ist. Im übrigen lag das nur daran, dass... "HILFEEEE!" Blitzartig rasen sowohl Sammystern als auch Tigerkralle los. Zum Glück kennt der rote Kater das Territorium mittlerweile, sonst wäre er wohl blindlings gegen den nächsten Baum gerannt. Was er allerdings sieht, als er am Ort des Geschehens ankommt, lässt ihn beinahe wünschen, er hätte es getan: Vor ihm auf dem Boden hockt Blautorte und heult, Frostfells Jungen hocken mit neugierig-mitleidigen Gesichtern hinter ihr.

"Aaaaahhhhhh! Eine Schlaaaaaannnngeeeee! Sie will mich freeeesssseeeen! HIIIIIILLLLLLFFFFFEEEEE!" Allerdings sieht Sammystern weit und breit keine Schlange. Gibt es im Wald vielleicht welche, die sich unsichtbar machen können? Das wäre natürlich ungünstig... langsam bekommt auch Sammystern Angst...

Tigerkralle schaltet schneller: Mit einem Satz ist er bei der Ex-Anführerin und schleudert den sich ängstlich am Boden windenden Regenwurm in die Büsche. "Daaa-daaaanke! Tigerkralle, du-du bist mein He-held!" Bevor ihm Blautorte allerdings mit einer Schicht Tränen und Dankbarkeit überschütten kann, verzieht sich der "He-held" lieber. Für heute reicht es ihm...

Kapitel 7

Nach einem anstrengendem Tag, bei dem er Blautorte vor einer “Schlange“ gerettet hat und sie dann auch noch alle 10 Minuten zu ihm ging um sich zu bedanken reicht es dem Kater an Geduld. Er geht genervt in den Anführerbau und beschließt mit Sammystern den ach so mutigen Anführer zu reden. Nun ja mutig ist er, wenn man bedenkt wen er zum zweiten Anführer gemacht hat.

„Dürfte ich bitte mit dir sprechen Sammystern?“ fragt er freundlich, bevor er in den Bau tritt. Kaum erblickt er den roten Kater, wird er von ihn nett begrüßt: „Hallo Tigerschweif, wie geht es dir? Worüber willst du mit mir reden? Wenn es jedoch Clanangelegenheiten sind, kannst du auch zu Blautorte gehen. Sie ist eine sehr fähige zweite Anführerin wie ich in letzter Zeit festgestellt habe.“ „Sie fähig? Sie kann keine Patrouillen einteilen, sie heult nur rum und kann einen Regenwurm nicht von einer Schlange unterscheiden! Nennst du so etwas fähig? Sie ist komplett inkompetent für alles! Jedes Junge in diesem Clan ist besser dazu geeignet den Clan anzuführen als sie!“ erwidert er leicht angewidert. Sammystern sieht ihn nur an und erwidert schlicht: „Dann solltest du doch froh sein, das sie den Clan nicht mehr anführt. Denn nur damit du es nicht vergisst, ich bin der Anführer nicht Blautorte.“ Entgeistert sieht Tigerkralle den roten Kater an und wird wütend: „DANN TRIFF DIE RICHTIGEN ENTSCHEIDUNGEN! BLAUTORTE WURDE VON DIR NUR ZUR ZWEITEN ANFÜHRERIN BESTIMMT, WEIL DU MIT IHR WEGEN DIESER DUMMEN TORTE MITLEID HATTEST. SIE KANN NICHTS SELBER BESTIMMEN UND KENNT KEINE EINZIGE IHRER AUFGABEN ALS ZWEITER ANFÜHRER. MAN SOLLTE SICH WÜNSCHEN, DAS DER REGENWURM EINE ECHTE SCHLANGE GEWESEN WÄRE, DANN WÄRE DER CLAN VON IHR BEFREIT UND BESSER DRAN!“ „Der Clan … schnieff … ist …heul… besser ohne mich?“ hört Tigerkralle hinter sich eine Stimme weinen. Er dreht sich um und entdeckt Blautorte, welche gerade vorhatte den Bau zu betreten. Von sich selbst überrascht, empfindet Tigerkralle Mitleid mit der ehemaligen Anführerin. Er ist zwar nicht anderer Meinung deswegen, aber so etwas hatte sie eigentlich nicht verdient, schließlich ist sie extrem Sennsibel. „Es tut mir leid, ich habe es nicht so gemeint.“ Sagt er etwas niedergeschlagen. Die Kätzin hört ihm aber nicht zu und rennt davon. Nachdem er seinen Blick vom Lagereingang wenden konnte knurrt Sammystern ihn an. „Wie kannst du es wagen so über meinen Zweiten Anführer zu sprechen? Du wirst dich dafür bei ihr Entschuldigen und als Strafe für fünf Monde das Training von uns beiden übernehmen, ihr bei den Aufgaben als zweiter Anführer unterstützen da du das so gut kannst, ihre Torte finden, Schüleraufgaben erledigen und im Ältestenbau schlafen. Das ist mein letztes Wort und geh mir aus den Augen bevor ich noch wütender werde.“

Kapitel 8

Dummheit. Anders kann Tigerkr-, Tigerpfote, wie er ja neuerdings heißt, es nicht nennen. Welcher Idiot, außer Blautorte, kommt bitteschön auf die Idee, Sturmwind und Glanzfell auf eine Patroullie zu schicken? Ohne irgendeine kompetente Katze dabei? Also außer ihm, denn er ist ja nur noch Schüler und darf deswegen keine Patroullie anführen... weswegen er jetzt schon seit Sonnenaufgang planlos und verdammt wütend auf ihren dusseligen Möchtegern-Anführer im Wald herumirrt - weil Sturmwind den Weg zum Lager nicht wiederfindet und ihm verboten hat, voranzugehen. Es ist zum Kopf-gegen-Bäume-donnern...

Vielleicht war seine Strafe für Tigerpfote doch etwas hart? Oder nicht? Er hat ja überhaupt keine Ahnung vom Clanleben... Sammystern starrt gerade gedankenverloren der Patrouille hinterher, die Blautorte losgeschickt hat, als ihn jemand antippt. Er zuckt zusammen und dreht sich um: "Ähm, hallo... Rot...ähm..." verdammt, wie hieß der nochmal? Rotfell? Rotpelz? Rot... "ähm, hallo Rotschweif. Was ist los?" Der schildpattfarbene Kater sicht etwas verunsichert aus. "Äh... heu-heu-te ist-t große Vers-sammlung. Beim B-Baumge-geviert. Wen nimm-mmst du m-mit?"

Gute Frage, denkt Sammystern. Wen nimmt er mit? Und... was ist eine 'Große Versammlung' überhaupt? Wen kann er fragen... ah, diese Älteste, Einauge? Keinauge? Irgendwie so. Aber sie war von vorneherein sehr freundlich, also würde sie ihm sicher helfen..."Sag ich dir gleich." Vertröstet der Anführer Rotschweif und schlurf- äh, eilt zum Ältestenbau. Anführer sind würdevoll, also eilen sie und schlurfen nicht. Logisch, findet Sammy.

"Einauge ist nicht da" grummelt eine zerrupfte, alte Schildpattkätzin. Irgendjemand hat Sammystern vor kurzem erzählt, früher wäre sie hübsch gewesen, aber... naja...zumindest muss früher dann schon verdammt lange her sein. "Vielleicht hat sie sich im Wald verlaufen und ist verhungert" Aus irgendeinem Grund klingt sie durchaus so, als würde sie es vollkommen ernst meinen. Und ehrlichgesagt beunruhigt das Sammystern etwas... Schon etwas weniger entspannt startet der DonnerClan-Anführer also die Aktion "Wir-suchen-Einauge." Sammystern sucht im Heilerbau, was Tüpfeldingsda mit einem genervten Schnauben quittiert, Tupfenschweif inspiziert den Schmutzplatz, wobei sie feststellt, dass dort dringend mal saubergemacht werden müsste und Flickenpelz... ähm... der sucht sicherlich auch irgendwo. Hofft Sammystern zumindest...

Langsam nervt es wirklich... Tigerkr...pfote lässt sich auf die Erde fallen und schließt die Augen. Bald geht die Sonne unter und er ist einfach den ganzen verdammten Tag im Wald umhergelatscht. So hatte er sich das eigentlich nicht gedacht. Neben sich hört er ein leises Rascheln. Vermutlich Glanzfell oder so... die geht im sowieso gewaltig auf den Keks. Nur am jammern und immer so furchtbar freundlich... anstrengend.
Ob er heute wohl mit auf die große Versammlung darf? Wohl kaum, er hat das Gefühl, dass der neue Anführer ihn nicht wirklich mag. Tja, das beruht schonmal auf Gegenseitigkeit. Ein Fauchen reißt den Kater aus seinen Gedanken. Hä? Was ist denn jetzt los? Genervt öffnet Tigerkralle die Augen und sieht sich nach der Ursache des Geräusches um. Doch er sieht nur Glanzfell, die neben dem am Boden liegenden Sturmwind hockt. Vorsichtig tritt Tigerpfote näher. Und was er sieht, lässt ihn erstarren.


Mäusedreck und Dachsspucke! Was ist denn heute los? Verzweifelt zerrt Sammystern an den Dornenranken, die sich allerdings lediglich noch tiefer in sein Nackenfell bohren. Am liebsten würde er einfach nachhause gehen und sich in seinem Körbchen zusammenrollen. Allerdings - auch dafür müsste er seinen Kopf aus dem Gestrüpp freibekommen. "Kann ich dir helfen?" Danke, danke, danke! Am liebsten würde Sammystern Einauge um den Hals fallen. Und sie danach für ihren belustigten Unterton erwürgen. Aber dazu müsste er... wie gesagt. "Ja!" knurrt er.
Ritsch, ratsch!
Eilig zupft die alte Kätzin ihrem Anführer die Dornen aus dem flammenfarbenen Pelz. Dabei erklärt sie ihm im Flüsterton, was es mit der großen Versammlung auf sich hat: "Da gehen alle Clans zum Baumgeviert und treffen sich. Dann erzählen die Anführer vom Großfelsen aus, was im letzten Mond so im Clan vorgefallen ist. Dann ist meist noch etwas Zeit zum Zunge geben und dann gehen wir wieder nachhause. Und das wichtigste: Es herrscht Waffenruhe! Das will der Sternenclan so." Ähm, schön, denkt Sammystern. Ihm schwirrt ein wenig der Kopf. Zu viele neue Begriffe. Baumgeviert. Großfelsen. Ähm... alles klar. "Und wen nehme ich mit?" "Wen du willst. Den zweiten Anführer auf jeden Fall. Und den Heiler. Und ein paar Krieger, ein paar Schüler und ein oder zwei Älteste."Schön, denkt Sammystern. Wenn er jetzt auch noch die Namen richtig hinbekommt, kann eigentlich fast nichts mehr schiefgehen.

Kapitel 9

"Blautorte, Tüpfelpl-...blatt, Rotschweif, Dunkelstreif, Löwenherz, Sandpfote, Graupfote, Einauge und Flickenpelz. Ihr kommt mit zur Großen Versammlung!" Die angesprochenen Katzen nicken erfreut. Nun gut, bis auf Dunkelstreif, dem bloß ein genuscheltes "Das ist unfair" über die Lippen kommt. "Wir gehen dann jetzt los," entscheidet Sammystern, die Sonne ist schließlich schon fast untergegangen und bis zum Baumgeviert braucht der Clan sicher ein bisschen. Vorallem, da Sammystern, was er aber nie zugeben würde, den Weg nicht kennt. Er wartet noch kurz, bis sich alle Katzen hinter ihm eingereiht haben, dann marschiert er los. Also in Richtung Baumgeviert. Oder zumindest dahin, wo er denkt wo es ist. Unauffällig lässt sich der etwas planlose Anführer also zurückfallen und überlässt es Blautorte, den richtigen Weg zu finden. Ob das etwas wird... Okay, es hat geklappt. Also so halb. Sie sind immerhin angekommen, auch wenn Sammystern nicht versteht, wieso genau es wichtig war, den Weg durch das Brombeerdickicht zu nehmen. Denn nun sehen er und seine Krieger eeetwas zerrupft aus. Alle anderen Clans scheinen schon da zu sein, also macht Sammystern einen Schritt nach vorn und - "Aaaaaaahhhhhh" Mit einem heiseren Jaulen stürzt er den Abhang hinab auf die Lichtung.

„Ist er Tod? Denn ich hab so einen Hunger“ fragt Graupfote und schaut zu Sammystern nach unten in den Abhang. Blautorte verspürt bei diesen Worten ein Stich in die Magengrube. Weinent bricht sie vor ihren Clangefährten zusammen: „Wir…schnief…werden es nie scha-schaffen anzukommen. Was ist wenn er alle seine Leben verliert? Wer soll dann den Clan übernehmen?“ Tüpfelblatt, welche sich neben einen Baum befindet, geht zu Blautorte und streichelt ich Fell. „Hör mal zu Blautorte. Wir alle schätzen und lieben dich, aber du gehst uns alle auf die Nerven! Hör auf zu flemmen wie ein Junges und lass das Hauskätzchen da unten vergammeln.“

„Geeeegrrrrrüüüüsst seeeeiiiist duuuuuu Nraaauuunsteeeeern.“ „Ich grüße dich auch mein kleiner Riese.“ antwortet Schwarzstern der Anführer des Schatten Clans. „Hahaha da kommt auch unser Zebra“ lacht der Anführer des Schatten Clans als Streifenstern eintrudelt. „Soooollleeeeen wiiiir anfaaaaangen?“ fragt Braunstern die anderen Anführer. „NEIN BIST DU WAHNSINNIG! Ohne Blaustern können wir unmöglich anfangen. Schließlich ist es ja nicht so dass wir hier plötzlich ein Dreigevier haben“ antwortet Streifenstern, als Plötzlich ein Baum vom Baumgeviert umknickt und auf den naheliegenden Boden hinter den Bäumen fällt. „Nun das ändert die Situation, vielleicht denkt der Sternen Clan das wir die Versammlung beenden sollen?“ ist Braunstern der Meinung.

„Hast du dazu nichts zu sagen du elendes kleines Haufen Mäusemist?“ fragt Tüpfelblatt. „Dich sollte man den Hunden zum fraß vorwerfen, so wie du dich aufführst und nichts hinbekommst. Aber die würden dich wahrscheinlich nicht mal nehmen. Denkst du ich merke als Heilerin nicht was los ist. Du hast eine inkompetente Katze zum Anführer gemacht, die nicht mal weiß was ein zweiter Anführer ist, kümmerst dich nur um deine behinderte Torte und kriegst nichts auf die Reihe. Eine Schande dass dich noch keiner getötet hat. Obwohl warte das kann ich ja jetzt erledigen.“ Kaum hat sie diese Worte ausgesprochen springt sie auf Blautorte zu. Alle sind geschockt. Graupfote fällt das Gras was er gerade frisst aus dem Maul und Dunkelstreif schreit nur: „Das ist unfair!“ Tüpfelblatt schubst Blautorte den Abgrund hinunter, die nicht mal schreien kann. „DAS IST UNFAIR. DAS IST UNFAIR“ schreit Dunkelstreif panisch als ob er um Hilfe schreit.

Kapitel 10

Zitternd duckt sich Tigerpfote noch tiefer in den Farn. Neben ihm schnieft Glanzfell, scheint sich nur mit Mühe ein verzweifeltes Jaulen verkneifen können. Langsam senkt sich sie Dunkelheit über den Wald, Wolken verdecken den Himmel, nur der Vollmond schimmert hindurch.

Normalerweise mag Tigerpfote die Dunkelheit, liebt es, mit den Schatten zu verschwimmen, fühlt sich in der Dunkelheit geborgen, wie bei einem alten Freund. Doch heute ist alles anders. Der unangenehme Geruch von Blut geht von dem leblosen Körper vor ihm aus, sticht in der Nase und lässt Tigerpfotes Innerstes erstarren. Er ist ein erfahrener Krieger, hat schon viele Kämpfe erlebt. Hat Katzen zum SternenClan gehen sehen.

Aber es macht ihn nervös, den Mörder nicht zu sehen, nicht zu wissen, wer die Schuld am Tod seines Clangefährten hatte. Es ist still im Wald, nur der ferne Ruf eines Nachtvogels ist zu hören. Dennoch fühlte sich Tigerpfote beobachtet, fixiert wie die Beute eines Jägers . Und vielleicht ist er, ist sein Clan, die Beute dieses Jägers.

"Sieh uns an, junger Sammystern. Du hast soeben dein - ähm... äh... eh...wähääääähääää" Weil die graue Kätzin (wenn Sammystern sich richtig erinnert, ist sie irgendwie mit Blautorte verwandt) einen Heulkrampf bekommt, spricht der helle Kater, dessen Namen Sammystern vergessen hat, weiter: "Du hast soeben dein erstes Leben verloren. Sei also sparsam mit den restlichen, man weiß nie wann man sie braucht... überall kan Ge-" Auch er wird unterbrochen. Erdbeertörtchen tippt ihn von hinten an und faucht, er solle aufhören Panik zu verbreiten, woraufhin er wie ein Irrer davonrast und irgendwas von "Angriff" und "Rette sich, wer kann" brüllt. "Worauf sowohl Mondblüte als auch Distelklaue hinauswollten - du hast gerade dein erstes Leben verloren" Danke für diese Info, denkt sich Sammystern, das weiß er bereits. "Aber es droht Gefahr..." ihre Stimme nimmt einen seltsamen Ton an, als sie weiterspricht: "Nur Blau kann den Clan retten, vor Dunkelheit und Tod"

Ist das eine Prophezeiung? Sammystern ist sich nicht ganz sicher, aber... Vor seinen Augen beginnen die Sterne zu verschwimmen, alles dreht sich und langsam wird es dunkel. Als er wieder zu sich kommt, ist Sammystern verwirrt. Noch ziemlich in Gedanken versunken macht er sich mit dem Clan wieder auf den Heimweg, ohne noch einen einzigen Gedanken an die Große Versammlung zu verschwenden.

Immer tiefer kriecht die Kälte in Tigerpfotes gestreiften Pelz. Nur Glanzfells leises Atmen ist zu hören. Wolken jagen über den Himmel, getrieben von eisigen Höhrnwinden, als würden sie davonlaufen. Wäre Tigerpfote ein Heiler, würde er es vielleicht für ein Zeichen halten. Katzen auf der Flucht. Gefahr. Sein Nackenfell richtet sich auf, bevor er das Wesen in den Schatten bewusst wahrnimmt. Aber jetzt hört er es, leise Schritte auf dem Waldboden, das Rascheln von Fell. Tigerpfote fährt die Krallen aus...

Der Clan ist seltsam schweigsam, als er durch den dunklen Wald nachhause schleicht nur Tüpfelblatt und Blautorte fehlen. Wo die nur bleiben? Plötzlich hält Sandpfote, die einige Schritte hinter Sammystern geht, an und sträubt ihr Fell. Auch Sammystern hält jetzt inne und Beobachtet die Schülerin - wobei ihm einfällt, dass sie noch einen neuen Mentor braucht - und wartet darauf, dass sie erklärt was los ist. Gerade will er danach fragen, als sie sich auf den Boden kauert und ihren Clangefährten bedeutet das Gleiche zu tun. "Blut" haucht die gelbbraune Schülerin. "Katzenblut"

Vorsichtig kriechen die Krieger des DonnerClans auf das Gebüsch, aus dem der Geruch kommt zu. Sammystern, der das Gefühl hat, er müsse als Anführer zumindest ein bisschen Verantwortung übernehmen, schiebt mit der Vorderpfote die Brombeerranken beiseite. Er schlängelt sich vorsichtig an den Dornen vorbei und -

"Whaaaaaaaaaaaaaar!" Ein gewaltiges etwas mit scharfen Krallen springt ihn an und drückt den Anführer zu Boden. Mit aller Kraft versucht Sammystern seinen Angreifer von sich herunterzuschubsen, aber er ist zu stark. Doch plötzlich, als der rote Kater schon fast aufgegeben hat, springt sein Angreifer mit einem Satz von ihm herunter. "Sammystern" Die Stimme des Katers ist kalt und voller Abscheu, als er Sammystern ins Gesicht starrt. Seine bernsteinfarbenen Augen funkeln vor Schmerz und Hass, doch jetzt erkennt Sammystern, wem er gegenüber steht - Tigerpfote.

"Ich dachte nicht, dass mein Anführer ein Mörder wäre. Aber ich habe mich geirrt." Der feuerfarbende Kater starrt seinen Kontrahenten fassungslos an. Er - ein Mörder? Doch dann erblickt er Glanzfell, die über Sturmwinds Leichnam kauert. Seine Beine beginnen zu zittern und langsam stolpert er auf den reglosen Körper zu. Ein Aufjaulen geht durch die Katzenreihen hinter ihm, als allen klar wird, dass ihr Clangefährte tot ist, eilig stürzen sie auf ihn zu und beginnen den schlaffen Körper ins Lager zu zerren. Sammystern kann es noch immer nicht ganz fassen: Sturmwind, sein Clangefährte, der faule Krieger - tot? Am liebsten würde er Blautortemäßig einfach anfangen zu heulen, aber... er ist der Anführer. Er muss mutig sein. Seinem Clan helfen. Und hoffen, dass er nicht das nächste Opfer ist.

Kapitel 11

Nach den Vorfällen an der Schlucht, brachte man Blautorte in den Heilerbau wo ihre Wunden in Ruhe eilen sollen. Jedoch hält sie es für wichtiger sofort auf Patrouille zu gehen, sehr zu missfallen von Tigerpfote der sich gerade im Schülerbau es sich gemütlich macht als die zweite Anführerin zu ihn humpelt. „Tigerpfote, möchtest du mit auf Patrouille gehen?“ fragt sie ihn mit so großen Augen, das sich Tigerpfote wundert das sie noch nicht rausgefallen sind. „Tut mir leid Blautorte“ entgegnet der ehemalige Krieger: „ich muss noch den Ältesten das Fell putzen.“ Daraufhin fängt sie an zu weinen: „Was soll ich jetzt… schnief… machen? Du bist der letzte…heul… den ich gefragt habe und alle haben was besseres zu tun als mit mir zu patrouillieren.“ Plötzlich rennen wie ein Blitz vier kleine Gestalten aus der Kinderstube. „Wie kommen mit“ schreit Farnjunges Blautorte an. „Oh du bist so mutig Farnjunges. Ab den heutigen Tag wirst du Farnzweig heißen, ein Krieger des Clans sein mein Leibwächter. Versprichst du mir das?“ „JAJAJAJA“ jubelt Farnpelz und springt umher, als ob er gerade Hummeln am hintern hat. „Ist das dein ernst?“ fragt Tigerpfote die zweite Anführerin: „Es gibt Regeln Blautorte! Das du mich zum Schüler gemacht hast ist noch zu verkraften, aber Jungen zu Kriegern machen? Blautorte diese Katzen sind gerade mal 5 Monde alt. Glaubst du wirklich das Farnjunges dazu geeignet ist ein Krieger zu sein?“ Als dies Tigerpfote sagt, wird Farnpelz sehr wütend. „Rede respektvoll mit mir du Kakerlake! Ich bin stärker und kompetenter als du Schüler. Ich werd Sammystern mal fragen ob ich dein Training übernehmen darf und dir Manieren beibringen.“ „Mach doch entgegnet Tigerpfote trotzig: „Er wird es eh tun.“ „Aber erst mal gehen wir auf Patrouille“ sagt Blautorte und geht zur Kinderstube, aus dem Frostfell hinausstürmt.

„Letztes Mal als du mit meinen Jungen fortgegangen bist, hat euch eine Schlange angegriffen! Bitte Blautorte pass auf das ihnen nichts geschieht, denn ich ahne schlimmes“ sagt die Königin besorgt und schaut eindringlich auf Blautorte. „Ich werde gut auf sie aufpassen und wenn nicht, verspreche ich hoch und heilig hier, Angesicht zu Angesicht vor dem Sternen Clan einen Eid, werde ich auf ewig deine verbliebenden Jungen beschützen, auch wenn dies mein eigener Tod sein sollte.“ Mit diesen Worten lässt sie die besorgte Königin zurück, die dank den Worten von ihr nur noch mehr Angst bekommen hat.

Tigerpfote ist auf dem Weg zum Ältestenbau, als ihn plötzlich Tüpfelblatt anspricht. „Tigerpfote ich muss mit dir reden?“ sie zieht ihn in ihrem Bau und erzählt das sie abhauen muss weil Blautorte Sammystern erzählt hat das sie sie von der Klippe gestoßen hat. Daher möchte Sammystern sie exekutieren. „Ich bitte dich Tigerpfote hilf mir zu entkommen.“ „Das kann ich nicht tun. Wenn ich dir helfe, werde ich ebenfalls ein Clanverräter. Man wird uns beide umbringen!“ entgegnet er zweifelnd. „Bitte hilf mir, du musst ja nicht zurückkehren. Ich habe Kontakt zu einem anderen Clan und ich mein keinen von den drei anderen, sondern von einer Hauskätzchengruppierung. Wir können dort gemeinsam hin! Ich weiß dass du Sammystern und Blautorte genauso sehr hasst wie ich, wir können diesen Clan gemeinsam erobern und ihn wieder einen würdigen Namen geben. Was hältst du davon?“

Kapitel 12

„Du verlangst von mir den Clan für dich zu verraten Tüpfelblatt. Das kann ich nicht tun. Ich mag zwar beide nicht, aber das ist kein Grund den Clan zu verlassen.“ antwortet Tigerpfote empört auf dem Vorschlag der Heilerin. „Bitte Tigerpfote. Ich flehe dich an. Lass mich nicht sterben!“ sagt sie beunruhigt mit Tränen in den Augen. „Es tut mir Leid, wirklich Leid, aber das hast du dir allein ausgesucht und wir wissen beide, dass wir wegen unseres Hasses sowieso in den Wald der Finsternis gehen. Nur wirst du halt vor mir schon mal da sein.“ Mit diesen Worten lässt er die Heilerin stehen und geht zu den Ältesten deren Fell er noch säubern wollte.

„Tüpfelblatt, leugnest du das du meine durchaus kompetente zweite Anführerin gedemütigt hast und anschließend eine Klippe herunter geschubst hattest, welchen sie nur überlebte, weil dort sehr viel Moos war?“ fragt Sammystern die Heilerin, vor allen Mitgliedern des Clans. „Nein das tue ich nicht“ faucht die Kätzin zurück: „Ihr solltet mir dankbar sein das ich es überhaupt versucht habe. Ihr isst alle genauso gut wie ich das Blautortes ableben die einzige Möglichkeit ist das Geheule loszuwerden. Und ihr wisst genauso dass unser großer Anführer Sammystern ihr folgen sollte. Er hat seine neun Leben nicht verdient. Wisst ihr wer sie nämlich wirklich verdient hat?“ fragt sie alle Katzen: „Nein? Dann sag ich es euch. Es ist Rotschweif. Er war schon 10 Monde Zweiter Anführer bevor dieses Hauskätzchen kam und hat alles versucht zur Zufriedenheit der Heulsuse zu erledigen.“ Sammystern räuspert sich. Er hätte nie gedacht das Tüpfelblatt so über ihn denkt. Er hat nur versucht alles richtig zu machen. „Also gut. Ich du wirst sterben, durch Tigerpfotes Krallen und zwar jetzt, allein am Rand des Territoriums. Wenn du dies erledigt hast Tigerpfote, mach ich dich wieder zu einem Krieger, nur muss ja irgendwer diese Verräterin umbringen, also los an die Arbeit.“

„Bitte Tigerpfote das kannst du nicht tun.“ Fleht Tüpelblatt, als sie zusammen mit Tigerkralle die Grenze erreichen. „Tut mir leid ich habe ausdrückliche Befehle dich hier zu töten.“ Entgegnet er kalt. „Nein bitte, ich war immer gut zu dir und ich kann mich ändern. Ich kann mich mit Sammystern und Blautorte wieder vertragen. Nur bitte gib mir eine Chance.“ weint sie und schaut ihn traurig an. „Bitte ich will noch nicht sterben.“ flüstert sie. „Das wirst du auch nicht.“ Er kratzt ein wenig mit seinen Krallen an einem Baum und schmiert ein paar blutrote Beeren darüber. „Ich werde es so aussehenlassen als seist du tot. Aber ich möchte das du nie wieder hierherkommst, nie wieder, sonst mach ich kurzen Prozess mit dir.“

Kapitel 13

Blautorte geht mit Farnpelz und den drei Jungen in die Richtung des Donnerweges, welches sich bei der Schatten Clan Grenze befindet. Natürlich hat sie selbst noch nie eine Kralle zu den verräterischen Katzen getraut und es graust der zweiten Anführerin noch immer, wenn sie daran denkt Braunstern wiederzusehen. Einige Meter vor der Grenze macht sie schließlich halt und erklärt dem neuen Krieger wo er am besten Anfangen sollte zu jagen und zwar so 5 Meter neben ihm, damit sie sich nicht aus den Augen verlieren. Mit den Jungen möchte sie ihren Kuchen suchen. „Blautorte, warum ist dir diese Torte eigentlich so wichtig?“ fragt Lichtjunge neugierig. Da kommen plötzlich traurige Momente in Blautorte hoch. Sie erinnert sich wie das Monster kam und ihre Schwester, noch auf dem Donnerweg war. Sie erinnert sich wie sie versucht hat sie zu retten und schrie: „Erdbeertörtchen das Monster, schnell renn weg“. Sie erinnert sich an das schwere atmen und das schnellste Rennen was sie je gestartet hat, aber verlor als Erdbeertörtchen es nicht schaffte zur Seite zu springen.

„Es tut mir Leid, das möchte ich dir nicht erzählen“ sagt sie zu Lichtjunges, die sehr enttäuscht über diese Antwort ist. „Bitte, Bitte, Bitte sag mir was los ist. Ich sag es auch keinem weiter.“ Das neugierige Junge springt Blautorte an und kratzt ihr leicht über das Ohr. „Wirklich ich sag es keinem weiter!“ „Ok, ich erzähl dir was los ist. Als ich Schülerin war, also eine Schülerin in deinem Alter…“

Rußjunge und Dornenjunge sind inzwischen ein wenig weitergegangen. Sie möchten unbedingt diese Torte finden und Blautorte stolz machen. „Sie wird uns zu großen Kriegern machen Dornenjunge“ sagt Rußjunge und wedelt mit ihren Schweif. „Ja“ entgegnet ihr Bruder etwas traurig: „Ich wünschte nur das wir vier gemeinsam Krieger geworden wären und gemeinsam als Schüler noch ein paar Streiche gemacht hätten. Als Krieger müssen wir uns nett und freundlich benehmen und respektvoll. Ich weiß nur nicht ob ich das will.“ „Natürlich willst du das und ich glaube ich habe einen Hinweis auf die Torte gefunden.“ „Und wo ist diese Stelle?“ fragt Farnpelz, der sich von hinten an seine Geschwister angeschlichen hat.

„…und deswegen muss ich die Torte wiederfinden.“ beendet Blautorte ihre Geschichte. Lichtjunge die immer größere Augen machte ist sprachlos. „So mal schauen wo die anderen sind.“ Sagt die Zweite Anführerin und dreht sich um, um die anderen Katzen zu finden. Nach kurzer Zeit entdeckt sie die drei jungen Katzen. Sie scheinen eine Erdbeere gefunden zu haben. „Ich bin so stolz auf euch.“ ruft Blautorte ihnen zu, als sie plötzlich ein Donnern hört. Es ist dasselbe Geräusch was sie damals hörte, als sie zu spät kam. Wie gelähmt bleibt sie stehen und sieht die drei Jungen Katzen, die neugierig noch mehr Erdbeeren auf dem Donnerweg gefunden haben, wie es scheint da sie eine zweite Erdbeere gerade zusammen sammeln. Neben ihr rennt Lichtjunge freudig auf ihre Geschwister zu und ruft: „Ich helfe euch, vielleicht finden wir die Torte ja.“

Gefühlt eine Ewigkeit vergeht als hinter dem Baum das Monster geht und auf die Katzen zusteuert. Blautorte schaut wie gelähmt zu. Jede Zelle in ihrem Körper hat Angst was passiert und weigert sich einzugreifen. Sie schließt die Augen und hört das quietschen des Monsters und das jaulen der Katzen.

Wie es weitergeht erfahrt ihr in Band 2 und was genau Blautorte Lichtjunge erzählt hat das erfahrt ihr in einem kommenden Short Adventure.

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