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Graufeuer
Name des Bildes bitte mit
Graufeuer 5
oder sonstigem Dateisachen.
Zugehörigkeit
Aktuell: DonnerClan
Nach dem Tod
Aufenthaltsort: Sternenclan
Tod
Todesgrund: Altersschwäche
Namen
Junges: Graujunges
Schüler: Graupfote
Krieger: Graufeuer
Älteste: Graufeuer
Familie
Gefährte: Blitzkralle
Mutter: Kupferauge
Vater: Flammenmeer
Schwester: Aschenglut
Neffe: Rotfeder
Ausbildung
Mentor(en): Farnherz
Schüler: Efeublatt, Hellstern, Rotfeder
Auftritte
Lebend: Graufeuer erzählt
Verstorben: ungewiss

GRAUFEUER/ Steckbrief

Aussehen

Ich bin eine alte (aber durchaus noch attraktive!) Kätzin namens Graufeuer. Ich bin eine DonnerClan -Älteste. Mein Fell ist halblang. Ich bin hellsilbergrau mit cremefarbenem Bauch und meine Beine werden zu den Pfoten hin cremefarben bis rötlich. Auch mein federartiger Schweif wird von der cremefarbenen Schwanzwurzel immer röter, bis er mit einem flammendroten Wuschel an der Spitze endet. Ebenso enden meine Ohrspitzen in cremefarben bis rötlichen Pinseln. Besonders in der Blattleere ist mein Kragen sehr ausgeprägt, ebenso meine "Pluderhosen". Mein linkes Auge ist wässrig-blau, das rechte ist orangfarben. Mein Nasenspiegel ist dunkelgrau, ebenso meine Schnurrhaare. Meine Pfoten- und Zehenballen sind verschieden gefärbt, teils dunkelgrau, teils rosa, die Krallen teils hell, teils dunkel.

Persönlichkeit

Ich bin für meine Scharfzüngigkeit bekannt, gebe aber gerne Ratschläge, sofern mir jemand eine Maus und genügend Zeit mitbringt, da ich mich selten kurz fasse. Obwohl ich eine Älteste bin, ist mein Temperament so feurig wie eh und je. Sollte ich es darauf anlegen, mich unauffällig zu verhalten, bemerkt mich niemand. Aber falls ich es darauf anlege, setze ich die Welt mit meinem inneren Feuer in Flammen.

Auftritt(e)

Graufeuer erzählt

Familie

Mein Gefährte ist (war? - ist immer noch? - ist wieder?) Blitzkralle. Junge haben wir leider nicht bekommen, sie starben, noch bevor sie leben durften. Meine Mutter war Kupferauge, eine hellgraue DonnerClan Kriegerin mit orangenen Augen, und Flammenmeer, ein langhaariger flammenfarbiger Kater mit wässrig blauen Augen war mein Vater. Auch er war ein DonnerClan Krieger. (Ja! Das war er! Schön, er ist nicht als DonnerClan Katze geboren. Sondern als HAUSKÄTZCHEN) Und wenn ich das jetzt nicht erwähnt hätte, würde niemand darauf kommen.

Zusammenfassung

Graufeuer wird geboren in einer Zeit, da die Clans noch jung sind. Als Junges hat sie noch Eulenstern kennengelernt, den Nachfolger von Donner(stern) als Clan Anführer. Ihr Vater Flammenmeer kannte Donner noch persönlich, dieser hatte ihn aufgenommen als noch sehr kleines Kätzchen, welches vom Hund seiner Zweibeiner in den Wald verschleppt wurde. (Das glaubten wenigstens alle, aber die Wahrheit ist komplexer) Ihre Mutter Kupferauge ist ein Junges von Blaues Schnurrhaar und Donners Sohn Seidenfell. Flammenmeer, das mutterlose Junge, wuchs mit Kupferauge zusammen auf, da Blaues Schnurrhaar genug Milch hatte für ein weiteres Junges. Blitzkralle, Graufeuers späterer Gefährte, stammt von Blitzstreif, Donners Tochter und Silberdistel, Wolfsmilchs Sohn ab, deren Tochter Farnherz Blitzkralles Mutter ist. Zum Zeitpunkt ihres Todes hatte der Fluss seinen Lauf schon geändert und der ewige Streit um die Sonnenfelsen hatte begonnen...Sterbend versprach sie ihrem Neffen Rotfeder, ihrem letzten Schüler, das sie über den Clan wachen wird, so lange sein Blut im Clan weiterlebt. Seither taucht sie von Zeit zu Zeit, wenn seinen Nachkommen Gefahr drohte, auf, manchmal nur für ein paar Herzschläge, zuweilen aber auch länger. Als die Clans den Wald, der so lange ihre Heimat war, verließen, konnten (oder wollten) mehrere Älteste die Reise nicht antreten, unter ihnen Frostfell, eine seiner späten Nachkommen. Graufeuer blieb Mondelang bei ihnen, um für sie zu jagen, bis sie ihre Reise zum SternenClan antraten. Nach Frostfells Tod sorgte sie dafür, das Sasha und Laura sie finden und bestatten würden, dann konnte sie selbst ebenfalls in den SternenClan zurückkehren. Dieser lange Zeitraum ihres körperlichen Zurückkehrens hat sie sehr erschöpft. Als sie die Reise zum Seeterritorium endlich beendete, waren für die lebenden Katzen viele Blattwechsel vergangen. Feuerstern war nicht mehr am Leben, der WolkenClan am See eingetroffen und es zeichnete sich ab, das IRGENDETWAS mit Brombeerstern nicht stimmte...Wie soll sie ihrem Clan jetzt helfen? Sie ist ebenso ratlos wie der übrige SternenClan, doch dann findet sie einen Weg...

Clangefährten

in verschiedenen Zeitebenen (wird überarbeitet)

  1. Zeit vor ihrer Geburt - Zeit ihrer Kriegerernennung
  2. Zeit als Mentorin von Efeublatt - Tod ihres Gefährten
  3. Zeit als Mentorin von Rotfeder - Älteste

Anführer (3) Hellstern - weiße Kätzin mit einem roten Fleck an der linken Kopfseite und roten Schweif sowie strahlend grünen Augen

Zweiter Anführer (3) Buchenstamm - einfarbig dunkel silbergrauer Kater mit gelben Augen

Heiler (1) Wolkenfleck - Mentor von Bruchschweif

(2) Bruchschweif - schwarzer Kater mit goldgelben Augen und einem Schweif, der an zwei Stellen gebrochen war - Mentor von Buntpfote

(3) Buntnessel - zierliche schildpattfarbene Katzin mit sehr gleichmäßigen, scharf abgegrenzten schwarzen, roten und weißen Flecken sowie hellgrünen Augen mit gelbbraunem Rand.

Krieger

Schneckenhaus (1) - dunkelgrauer Kater mit blassgelben Augen

Flammenmeer (1) - langhaariger, flammenfarbener Kater mit blauen Augen - Mentor von Blitzpfote

Kupferauge (1) - hellgraue Kätzin mit orangefarbenen Augen

Farnherz (1) - hellorange bis cremefarbene Kätzin mit gelbgrünen Augen - Mentorin von Graupfote

Feuersturm (3) - rotbrauner Kater mit bernsteinfarbenen Augen - Mentor von Taupfote

Königin Kupferauge (1) - hellgraue Kätzin mit orangefarbenen Augen, Mutter von Aschenjunges und Graujunges

Farnherz (1) - hellorange bis cremefarbene Kätzin mit gelbgrünen Augen, Mutter von Blitzjunges Sturmjunges und Sonnenjunges

Federbrise (3) - junge hellgrau getigerte Kätzin mit grünen Augen, Mutter von Taujunges und Tupfenjunges

Lebensgeschichte

Ihr wollt etwas über meinen Lebensweg wissen? Zunächst nur in aller Kürze. (Ha, wers glaubt. Hab ich mich jemals kurz gefasst?) Meine Kätzchen- und Schülerzeit verliefen in keiner Weise spektakulär, (wenn man davon absieht, das ich schon als Schülerin eine begnadete Eichhörnchen-Jägerin war. So viele Eichhörnchen wie ich, brachte niemand auf den Frischbeutehaufen!.) Auch meine Fähigkeiten im Kampf waren nicht übel, aber da war mein späterer Gefährte deutlich besser. (Jetzt, da er tot ist, kann ich es zugeben, früher hätte ich mir lieber die Zunge abgebissen, als es einzugestehen.) In unserer gemeinsamen Schülerzeit konkurrierten wir ständig und konnten uns überhaupt nicht leiden. Er war ein solcher Angeber! Meine Mentorin, seine Mutter, konnte es nicht verstehen. Als meine Schwester Aschenpfote, ihr Mentor sowie meine Mentorin und ich mit unserem Heiler vom Ahnentor zurückkamen, und die Abkürzug den Fluss entlang nehmen wollten, wurden wir von einer FlussClan Patrouille angegriffen. Aschenpfote war im WindClanterritorium in ein Kaninchenloch gestolpert und hatte sich böse den Fuß verzerrt, sie hatte schlimme Schmerzen und wir wollten schnellstmöglich nach Hause. Wir haben nicht gejagt oder etwas Unrechtes getan. Keine Ahnung, was den FlussClan so aufgebracht hat, jedenfalls griffen sie uns an, ohne uns zu warnen. Meine Schwester verletzt, unser Heiler keine große Hilfe im Kampf, ich eine Schülerin, deren Kampfgeschick - sagen wir - steigerungsfähig war. Unsere Mentoren alleine konnten den Kampf nicht gewinnen. Ein rabiater gegnerischer Kater hatte mich so an den Rand der Felsen gerollt, das ich vermutlich wenige Momente später abgestürzt wäre. Und was glaubt ihr, wer mich retten musste? Klar. BlitzKRALLE, der arrogante Fellball. Wenige Sonnenaufgänge zuvor war er Krieger geworden. Seine Jagdpatrouille kam uns zu Hilfe. Wie wir dann letztlich zu Gefährten wurden? Irgendwie wirkte er verlegen, nach dem Kampf. Ich meine, ich hatte erwartet, er würde jedem im Lager erzählen, wie großartig er war, das er uns alleine gerettet hat oder das er unseren dummen Fehler, dort überhaupt langgelaufen zu sein, ausbügeln musste. Aber - nein. Nichts davon. Er meinte nur, es sei reines Glück gewesen, das er an der FlussClan Grenze jagen war. Später kam er dann zu meiner Schwester und mir in den Schülerbau und brachte uns eine fette Taube. Er meinte, nach unserer langen Reise seien wir sicher hungrig. Er fragte auch Aschenpfote besorgt nach ihrer verletzten Pfote. Kann sich jemand vorstellen, wie verblüfft ich war? Kein Gedanke, das ich sein Verhalten auf mich bezog, nein. Ich glaubte tatsächlich, sein Interesse gelte Aschenpfote. Aber die Spannung zwischen ihm und mir, dieses ständige gegenseitige Anfauchen war vorbei. Unser Umgang miteinander begann sich zu normalisieren. Meine Mentorin sagte scherzhaft, seit Blitzkralle in den Kriegerbau umziehen durfte, sei er öfter am Schülerbau zu finden als unbedingt notwendig. Irgendwann, meine Schülerzeit war fast vorbei, beschloss sie, nicht mit mir auf Jagd zu gehen, sondern ich sollte mit Blitzkralle gehen. Wir brachten Beute mit in einer Menge, das war nicht zu fassen . Zwei Eichhörnchen und eine Drossel von mir, Vier Wühler und zwei Waldmäuse Blitzkralle. Zusammen haben wir dann noch ein Kaninchen ausgetrickst. Von unserer Ausbeute wurde der halbe Clan satt. Gut, es war Blattgrüne, da jagt es sich generell besser, klar. Auch Aschenpfote und ihre Jagdpartnerin hatten viel erwischt. Wir wurden an Sonnenfall dieses Tages beide zu Kriegerinnen ernannt. Mein Name ist seiher Graufeuer, während meine Schwester den Namen Aschenglut trägt. Blitzkralle war der erste, der laut meinen Kriegernamen sang. Der Clan genoß danach unser Festmahl, und als die Dunkelheit sich über den Wald zu legen begann, konnten alle beruhigt schlafen gehen. Aschenglut und ich bewachten das Lager. Am nächsten Morgen, nachdem wir vom Stellvertreter des Clans, unserem Vater Flammenmeer (jawohl, das frühere "Hauskätzchen") von unserer schweigsamen Nachtwache ausgelöst wurden, kam Blitzkralle zu mir und fragte, ob ich im Kriegerbau mein Nest neben seinem einrichten wollte. Er fragte mich. MICH! Nicht Aschenglut! Ich muss wohl etwas überrascht ausgesehen haben. Ausnahmslos alle Katzen in Hörweite begannen zu schnurren, als würden sie nicht mehr damit aufhören können. Scheinbar war ich die letzte Katze, die seine Gefühle für mich bemerkt hatte.

Als unser zweiter Anführer wenige Monde später bei einen Kampf gegen ein freilaufende Gruppe Hund ums Leben kam, wurde Bltzkralle zum neuen Stellvertreter. Er war ein wirklich guter Stellvertreter, das müsst ihr glauben. Schön, er war noch jung und ja, manchmal vergaß er mich, weil er zeitweilig nicht nur die Aufgaben eines Stellvertreters, sondern die des Anführers übernehmen musste.Warum? ...Vielleicht werde ich darüber mal noch ausführlich berichten. Nur so viel: Am Alter unserer Anführerin lag es nicht.

Wie ich meine Jungen verlor

Die Blattwechsel vergingen, doch Blitzkralle, der wirklich ein guter und treuer Gefährte für mich geworden war, hatte nie die Zeit gefunden, mit mir jagen zu gehen, ich meine mit mir alleine jagen zu gehen, bis ich ihn irgendwann vor die Wahl stellte, entweder, ich würde endlich Mutter oder er könne sich eine andere Gefährtin suchen. Das war mein ernst, schließlich war meine Schwester Aschenglut schon zwei mal Mutter geworden. Sturmherz, ihr Gefährte, war nicht so ein ehrgeiziger Kater wie sein Bruder Blitzkralle. Wann wenn nicht jetzt, meine zweite Schülerin Hellpfote würde in wenigen Sonnenaufgängen ihre Kriegerprüfung ablegen. Wir hatten gerade keine offenen Konflikte mit den anderen Clans das Leben war so friedlich und leicht, wie es nur in der späten Blattfrische sein konnte. Die Beute lief gut, der Frischbeutehaufen war immer reichlich gefüllt. Streuner und Hauskätzchen waren kein Problem. Es gab absolut nichts, was dagegensprach, würden wir endlich dem Clan auch Junge schenken. Er kam offenbar zum gleichen Ergebnis und wir verbrachten einen wundervollen Blattfrische-Tag zusammen. Wir ließen uns Zeit, erst durchstreifen wir ohne Eile das gesamte Territorium, erlebten einen goldenen Fluss, während wir die Sonne untergehen sahen. Ein kleines Wettrennen bis zur Baumgeviert-Grenze, ein ruhiger Spaziergang durch den dunkler werdenden Wald. Zwischendurch immer wieder kleinere Pausen, um eine unvorsichtige Amsel zu erlegen oder einem Geruch nach Waldmaus nachzuspüren. Als wir den Donnerweg erreichten, auf dem nur wenige Monster mir hell funkelden Nachtaugen unterwegs waren gingen wir bis an den Rand des WolkenClan Territoriums und durch die Hochkiefern zurück bis wir ein wenig außerhalb des Lagers ein provisorisches Nest für uns beide zusammenscharrten und eng aneinandergekuschelt einschliefen. So fand uns am nächsten Tag die Morgenpatrouille, doch Sturmherz schnurrte nur und sagte, das Eulenstern die Patrouillen selbst eingeteilt hatte und wir uns Zeit lassen sollten. Blitzkralle hatte dann natürlich keinen Moment mehr Ruhe, er schaute mich nur fragend an. Als ob ich ihn davon abhalten würde, seine Pflicht zu tun! Es war ein herrlicher Tag gewesen, der nur uns beiden gehörte, aber er war vorbei. Etwas wehmütig folgte ich ihm zurück ins Lager, doch er war schon im Bau des Anführers verschwunden, bevor ich aus dem Ginstertunnel auf die Lagerlichtung trat. Etwas mehr als ein Halbmond verging, bevor ich bemerkte, das mir schon beim Geruch von Eichhörnchen übel wurde, wenige Sonnenaufgänge später fragte mich Aschenglut dann direkt, ob ich Junge erwarten würde. Ich war mir nicht sicher gewesen, aber als ich Buntnessel, unsere Heilerin aufsuchte, bestätigte sie Aschengluts Vermutung. Ich wollte es Blitzkralle alleine mitteilen, ohne, das der ganze Clan mithört Glaubt irgendjemand, man kann einfach so mal mit einen vielbeschäftigten Stellvertreter alleine sprechen? könnt ihr vergessen. Ich beschloss, mich der nächsten Patrouille anzuschließen, auf die er gehen würde. Das ergab sich dann fast genau einen Mond nach unserem gemeinsamen Streifzug durch das Revier.


Graufeuer erzählt

Einmal trug es sich zu, das mitten während der allgemeinen Ruhe des Clans zu Sonnenhoch der Ginstertunnel des Lagereinganges raschelte. Plötzlich standen mitten unter unseren erstaunten Clanmitgliedern, die sich vor ihren Bauen oder am Frischbeutehaufen träge die Zunge gaben, zwei Junge Katzen. Nichts allzu ungewöhnliches soweit. Es gab immer wieder Junge, bei unserem Clan ebenso wie bei anderen. Gibt es etwas normaleres, als in der Blattgrüne Junge im Lager zu sehen? Nein. Doch bei Jungen sollte man annehmen, das sie in der Kinderstube oder doch wenigstens im Lager sind. Wenn also der Ginstertunnel zwei von außen kommende Junge ausspuckt, ist das schon ein Grund, sich danach umzuschauen. Der DonnerClan ist nicht überängstlich, und die Katzen merkten sehr schnell, das es sich keineswegs um eine Invasion handelte. Zwei abenteuerlustige Junge, dem Geruch nach eines eindeutig FlussClan, das andere unser Frechdachs, Taujunges. Junge Katzen! (Waren meine Schwester und ich früher auch so? Vermutlich schon.) Ziemlich mutig von der kleinen FlussClan Kätzin, die sich als Löwenjunges vorstellte, nicht nur ihr Lager zu verlassen, sondern den Fluss zu überqueren und sich mit einem Jungen eines anderen Clans zu treffen. Was glaubt ihr, hatten diese beiden Mäusehirne sich ausgedacht? Man stelle sich vor: Löwenjunges wollte Taujunges das Schwimmen beibringen. Schwimmen? Ein DonnerClan Junges will schwimmen lernen? Und als wäre das nicht sonderbar genug, fühlt sich ein FlussClan Junges bemüßigt, es ihr zu zeigen? Sie sind noch keine fünf Monde alt, beim SternenClan!  Nur, was sollte jetzt mit ihnen geschehen? Die Stimmung zwischen unseren Clans war gerade mal wieder auf einem Tiefpunkt angelangt. Doch die Jungen konnten schließlich nichts dafür. Wo war eigentlich Federbrise, Taujunges Mutter? Hatte sie das Fehlen ihrer Tochter nicht bemerkt? Nein... wie auch. Sie war selber nicht da, nur Tupfenjunges lag in der Kinderstube. Eine solch pflichtvergessene Königin hatte ich nie zuvor gesehen. Ja, sie ernährte ihre Jungen, Tupfenjunges und Taujunges gut, sie hielt sie sauber und wärmte sie Nachts. Doch wann immer es ihr möglich war, verließ sie das Lager, um erst viel später wieder aufzutauchen. Kein Wunder, das Taujunges nur Unsinn machte. Ihr Bruder war da völlig anders, ängstlich, kaum bereit, freiwillig und aus eigenem Antrieb die Kinderstube zu verlassen. Auch jetzt schlief er wieder, als sei er es gewöhnt, alleine im Bau zu sein. Es gab nur eine Möglichkeit: Wir mussten unsere wohlverdiente Sonnenhoch Pause unterbrechen, zwei Krieger auswählen, die nicht zu unüberlegten Aktionen neigen, die den FlussClan benachrichtigen und mit einer FlussClan Patrouille zurückkommen sollten. Das die Jungen mittlerweile von ihrem Ausflug erschöpft waren, konnte keine Katze leugnen. Sonst hätten unsere Krieger Löwenjunges direkt mitgenommen und an der FlussClan Grenze auf eine Patrouille gewartet. Da wir in diesem Mond keine andere Königin als Federbrise in der Kinderstube hatten und diese nicht da war, hat man die Kleinen zu mir geschickt. ICH MAG JUNGE! Das muß ich an der Stelle betonen. Aber, ich bin eine Älteste und pflege mich nach Sonnenhoch gern vor dem Bau auszustrecken und die Sonne zu genießen. (Natürlich nur bei sonnigem Wetter, sonst bleibe ich im Bau, was glaubt ihr denn.) ICH bin schließlich kein Mäusehirn. Wie dem auch sei, plötzlich wuselten da die jungen Katzen um mich herum, wollten die Reste meiner Wühlmaus aufessen und stellten in drei Atemzügen fünf Fragen. Wie soll man da Ruhe finden? Aber sie waren nicht unhöflich, sie waren nervös, weil sie vermuteten, das ihnen Ärger bevorstand. (Beide!) Also musste ich sie ablenken, und wie geht das besser, als ihnen eine Geschichte zu erzählen? Ich gähnte nochmal ausgiebig, legte gemächlich eine Pfote auf meine Mahlzeit und fragte sie, was sie lieber wollen. Mir den Rest meiner Mahlzeit wegessen oder eine Geschichte? (Dieser Tage war ich nicht sehr hungrig, ich hätte also kein Problem damit gehabt, hätten sie "essen" gesagt.) Sie besannen sich auf ihre Manieren, wirkten etwas verlegen, zumindest Löwenjunges. Sie fragte dann auch schüchtern, ob ich etwas von den Anfängen der Clans erzählen könnte. Also gab ich die Wühlmausreste frei, und sagte ihnen, sie sollen ruhig aufessen.

"Also, Taujunges, du wolltest schwimmen lernen?" Ich fragte nochmals nach, einfach, weil ich es nicht fassen konnte."Ja" antwortete sie einfach, erkennbar nicht im mindesten erschüttert darüber, das sie, seit die Sonne an diesem Tag aufgegangen war, so ziemlich jede Regel für Junge missachtet hatte. "Und du meinst, ein anderes Junges ist die richtige Katze, es dir zu zeigen?" Löwenjunges plusterte empört ihr Fell auf. "Ich kann sehr gut schwimmen!" Ich leckte ihr kurz über die Ohren. "Ich glaube dir. Du bist eine FlussClan Katze. FlussClan Katzen lernen zu schwimmen, kaum das sie laufen können. Aber Taujunges ist eine DonnerClan Katze." Ich richtete mich auf und schaute die beiden Mäusehirne streng an. "DonnerClan Katzen. Schwimmen. Nicht. Was glaubt ihr, warum es fünf Clans gibt, hmm? Es gibt Katzen, die gerne den Wind in ihrem Fell spüren, während sie hinter Kaninchen herrennen. Es gibt Katzen, die es mögen, durch dunkle, schattige Sümpfe zu schleichen und Eidechsen zu essen. Auch Katzen, die hoch springen, gerne auf Bäumen Vögel jagen und von dort aus ihr Territorium überwachen gibt es. Es gibt sogar Katzen, die gelernt haben Fische zu fangen und zu schwimmen. Die Katzen haben sich dann ihre Gebiete, in denen sie sich wohlfühlten und am besten jagen konnten, als Lebensräume ausgesucht. Der WindClan lebt auf den offenen Flächen des Moorlandes. Der SchattenClan fühlt sich in den dunklen, dichten Nadelwäldern mit kleineTümpeln und sumpfigen Wiesen wohl. Der WolkenClan lebt im lichten Wald und ist in den Baumwipfeln zu Hause. Tja...und der FlussClan hat sich für den Fluss mit seinem Fischreichtum und den Inseln im Schilf als Lagerplatz entschieden. Deshalb schwimmen sie. Es ist Teil ihrer Lebensweise. "Aber was ist mit dem DonnerClan? Den DonnerClan hast du nicht beschrieben...?" fragte Taujunges dazwischen. "Der DonnerClan...er ist als letzter Clan gegründet worden. Es lag weniger daran, das die Katzen sich von denen der anderen Gruppen unterschieden. Schau dir unseren Frischbeutehaufen einmal an...nein, nicht jetzt! Die Katzen haben gerade gegessen, da ist nicht mehr viel zu sehen. In der Blattgrüne wird Frischbeute schnell ungenießbar, deshalb gehen wir lieber vor Sonnenfall nochmal jagen, falls nicht alle satt geworden sind...Aber du isst seit einigen Monden Frischbeute. Was hast du schon gegessen?" "Äh.. Maus natürlich, Wühlmaus, Star, Eichhörnchen, Kaninchen.." "Danke, das reicht. Wir essen Vögel, wie der WolkenClan, Kaninchen, wie der WindClan und.." ich rückte näher mit dem Gesicht zu den beiden Jungen " wenn die Zeiten hart sind, essen wir auch Eidechsen und Frösche. Es hat schon eine Zeit gegeben, ich war damals noch eine Schülerin, da gab es nichts im Wald an Beute. Der Schnee lag mehr als eine Schwanzlänge hoch, die Beute blieb in ihren Verstecken. Wir und auch der WolkenClan waren halb verhungert. Strömender Fluss ...du kennst ihn wahrscheinlich unter dem Namen Flussstern, Löwenjunges...bot uns auf der Großen Versammlung an, uns mit Fisch auszuhelfen. In der Nähe eures Wasserfalls war der Fluss noch nicht zugefroren, deshalb hatte der FlussClan nicht so unter Hunger zu leiden. Wir nahmen den Fisch an, es war freundlich von Flussstern, für uns zu fischen. Wir hatten Hunger." "Fisch ist die beste Beute die es gibt!.." miaute Löwenjunges dazwischen. "Du hast recht, ich würde lügen, wenn ich sage, der Fisch hat nicht geschmeckt, aber wir sind nicht darin geübt, ihn zu fangen, Löwenjunges. Hör zu, was weiter geschah. Eulenstern war vernünftig genug, solange nichts anderes zu finden war, Fische des FlussClans als Beute zu akzeptieren. Es ging einen viertel Mond gut. Zwei unserer Krieger wollten dann auch fischen. Doch sie kannten den Fluss nicht so gut wie der Flussclan. Am Ende brachen sie durch die Eisschicht ein und wurden von der Strömung unter das Eis weitergetrieben. Strömender Fluss (für mich wird er immer so heißen) verlor eines seiner Leben beim Versuch, unsere Katzen zu retten. Er hatte keinen Erfolg. In der Folge verlor er ein weiteres Leben durch grünen Husten. Sein Zorn auf den DonnerClan war entsprechend, wie du dir denken kannst. Er sagte, wenn wir nicht darauf warten, was uns freiwillig gegeben wird, und Katzen sterben würden, dann sei es keine gute Idee, fremde Clans auf den Geschmack an Fisch zu bringen. Damals haben er und Eulenstern beschlossen, das der DonnerClan nicht mehr versucht Fische zu fangen, sonst würde es als Beutediebstahl gelten und Krieg auslösen. Seither gibt es auf unserem Beutehaufen keine Fische. Und DonnerClan Katzen sind seit damals auch nicht mehr schwimmen gegangen.

Bilder(galerie)

Mit großem Dank an DewtailWarrior

Anmerkung

Die Charaktere von Sturmnacht, Federbrise, Tupfenjunges uns Taujunges sowie von Feuersturm und Tigerpfote hat mir DewtailWarrior freundlicherweise "ausgeliehen" Danke, Dewtail

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