Fandom


Prolog

Stille wehte durch den Wald, die Blätter der Bäume und Büsche bewegten sich in einem Ryhtmus. Doch als ein Kater sie durchstreifte, änderten sie ihre Richtung. Der Wald war finster und stockdunkel. Fast kein Lebewesen weit und breit. Der Kater hatte wolfgraues Fell und grünen Augen. Vor sehr vielen Monden hatte er als Sohn von Kojotenstern und Glanzbrise im Feuerclan gelebt. In seiner Jungenzeit wurde er von seinem Vater verbannt, weil er sich aus dem Lager geschlichen hatte, um Katzen beim Kampf gegen die Otter zu beobachten. Kojotenstern war sauer, nannte ihn in Wolfssplitter um und verbannte ihn. Manchmal dachte Wolfssplitter noch an seine Vergangenheit. Er dachte daran, wie er mit seinen Geschwistern Schattenwende, Blattfall, Hermelintanz und Nussjunges gespielt und sich die Geschichten der Ältesten angehört hatte. Doch die Zeit war nun vorbei. Er ist Anführer der Bösen und Nachfolger von seinem Großvater Fuchsnarbe, welcher zur Zeit das Sagen im Taal der Mörder hatte. Oft stattete Wolfssplitter mit Rußnebel seinen Großvater ein Besuch ab. Entweder berichteten sie ihn, was sie getan hatten oder sie unterstützen ihn beim Trainieren der Clan-Katzen. Krieger und Schüler aus allen Clans trainieren im Taal der Mörder. Wofssplitter seuftzte, er war noch nicht dort angekommen, wo er wollte. Seine Gefährtin Rußnebel wird in diesen Moment Junge bekommen. Sie sagte zu ihm, sie komme alleine zu Recht und er solle ruhig einen langen Spaziergang machen, damit die Zeit schnell vorrüber geht. ,,Wolfssplitter, Liebster!" Er hörte Rußnebels Stimme. Erfreut rannte er los. Leises Miauen war aus Rußnebels Bau zu hören. Ein Schnurren stieg aus seiner Kehle, denn er wurde Vater. Zwei Junge tranken bei der Mutter Milch. ,,Das silbergraue heißt Häherjunges, unsere Tochter und das dunkelgraue Farnjunges, unser Sohn," schnurrte Rußnebel und leckte die Junges übers Maul. Wolfssplitter rieb seinen Kopf an Rußnebels und miaute: ,,Ich kann es jetzt schon sehen, dass eines unserer Junges ganz nach mir und das andere ganz nach dir kommen wird." Er legte sich. Besonders hatte er sich auf Farnenjunges abgeshen. Ich werde dich zum besten Mörder aller Zeiten ausbliden und dich zu meinen Nachfolger ernennen, sagte er leise zu seinem Sohn. Er wachte wieder auf. Der Taal der Mörder! Er rannte zu Fuchsnarbe, um ihn von der Geburt seiner Jungen zu berichten. ,,Fuchsnarbe!" rief er. ,,Du wirst mir nicht glauben, was grad passiert ist." Er kam beim Baum an, doch er sah, hörte und riechte nicht eine einzige Spur von Fuchsnarbe. Blätter raschelten und ein schwarzweißer Kater tauchte auf. Es war Speer, einer von Fuchsnarbes engsten Anhängern aus dem Ort des Bösens. ,,Fuchsnarbe hat keine Zeit für dich. Er besucht Silberstachel im Traum," erklärte Speer mit eisiger Stimme. ,,Silberstachel? Kannst du mir sagen, worum es geht?" Speer blickte sich um, als ob er dachte, dass ihn irgendjemand lauschen konnte. Dann flüsterte er: ,,Über einen Überfall im Lager. Silberstachel sollte Rindenstern dazu anstifften, das Territourium zu vergrößern, in dem sie ein Teil des Feuerclan Territoruriums benutzen." Daran konnte Wolfssplitter sich noch erinnern. Nach Taubensterns Tod war nun Rindenstern Anführer des Erdclans. Der Kater hat sehr großes Vertrauen zu Silberstachel und glaubt ihm alles was der ehemalige Einzelläufer ihm erzählt. Das Territourium des Erdclans zu vergrößern, ging leider immer wieder schief. Grenzpattroulien vom Feuerclan nahmen ihr Teil des Territouriums immer wieder zurück. Aber immer wieder wird es vom Erdclan in Anspruch genommen. ,,Silberstachel soll Rotstreif und Kojotenstern umbringen. Denn wenn niemand Anfüher oder zweiter Anführer ist, dann ist der Feuerclan so gut wie Geschichte." Wolfssplitter schüttelte seinen Kopf: ,,Das geht aber nicht so einfach wie du denkst. Kojotenstern hat doch noch ein paar Leben." Speer runzelte die Stirn. ,,Daran sind Blitzpfote und Windpfote Schuld. Wenn die Wächter erstmal aus dem Weg geräumt wurden sind, dann kann Silberstachel Rotstreif und Kojotenstern töten." ,,Aber wer soll es sich dann mit den Wächtern aufnehemen. Sie sind immerhin stärker als ein ganzer Clan zusammen," fragte Wolfssplitter. Speer sah ihn mit seinen eindringlichen Augen an und kicherte hemmisch. ,,Du wirst Windpfote umbringen und Rußnebel Blitzpfote." Speers Gestalt verblasste. ,,Enttäsuche uns nicht. Du bist die letzte Hoffnung." Wolffssplitter erwachte in seinen Bau. Speer hatte Recht. Die Wächter müssen weg Wolfssplitter konnte schon Windpfotes Blut in seinen Zähnen und Krallen spühren. Wenn ein Mitglied der Wächter seine Macht verliert, verlieren die anderen sie auch, hatte er mal von Fuchsnarbe gehört. Mach dich auf deinen Tode gefasst Windpfote, dachte Wolfssplitter. Du und deine Wächter, ihr wird das Böse niemals besiegen.

Kapitel 1

Zwei Monde waren vergangen, seitdem Blitzpfote fast von den Katzen aus dem Taal der Mörder getötet wurden wäre. Dem Mondclan sei Dank kamen Fleckenwind und Eschenbart - die Hüter der Wächter der Elemente- ihr zur Hilfe. Die Brüder gaben Blitzpfote eine Prophezeigung. Die lautete: Geht beim vierten Vollmond zu der Stelle, wo die Sonne auf und unter geht. Dort trifft ihr euch mit dem Rest der Wächter. Eigentlich hatten Blitzpfote und Windpfote abgemacht, den Ort zu suchen, wenn Große Versammlungen stattfanden. Leider kam immer etwas dazwischen. Also ließen sie es bleiben und gingen dann hin, wenn sie auch müssen. Zwei Monde müssen sie noch warten. Blitzpfote war gerade dabei Flockenschweifs und Stachelherz Nest aus dem Ältestenbau zu räumen. Die Beiden hatten sich vor nicht langer Zeit dem Mondclan angeschlossen. Flockenschweif war über Nacht eingeschlafen und wachte am nächsten Tag nicht mehr auf. Der Clan hatte gestern für sie Todenwache gehalten. Stachelherz starb ein paar Tage vor ihr am Grünen Husten. Blitzpfote zerrte Flockenschweifs Nest nach draußen. Eine raue Stimme war zu hören: ,,Komm ich helfe dir." Es war Tüpfelpelz. Die Mentorin ihrer Mutter hatte sich vor einem Mond den Ältesten angeschlossen. Sie gehörte mit Drosselkralle, Stachelzahn, Efeukralle, Hasenfuß und Häherschwinge der Zeit zu den ältesten Kriegern, bevor sie in den Bau der Ältesten eingezogen war. Dankend nickte Blitzpfote Tüpfelpelz an. Die schildpattfarbende Kätzin packte das Ende mit ihren Zähnen hoch und ging vorwärts während Blitzpfote rückwärts ging. Sie gingen seitwärts bis zu einer Dornenhecke. ,,Hier hinter kommen die alten Nester hin," nuschelte Tüpfelpelz. Gemeinsam schleuderten sie Flockenschweifs Nest über der Dornenhecke. ,,Landet es auch auf dem Boden, oder bleibt es irgendwo an den Dornen oder Ästen hängen," fragte Blitzpfote. Die Schildpatt-Kätzin zuckte mit den Schultern. ,,Mal so, mal so. Der Wind weht es ehe komplett weg. Wir brauchen uns keine Sorgen zumachen, dass es an einer blöden Stelle hängen bleibt." Stachelherz Nest kam an die Reihe. Als Blitzpfote damit fertig war und sich für Tüpfelpelz Hilfe bedankt hatte, kam nun Stachelherz Nest aus dem Krankenbau an der Reihe. Eigentlich war es Heckenpfotes Aufgabe, die Nester der Kranken wegzuräumen, aber sie kümmerte sich grad um Apfelduft. Die Königin lebte seit anderndhalb Monden mit Moosfeder in der Kinderstube. Moosfeder wiederum war seit einen halben Mond in der Kinderstube eingezogen. Seit dem ihr Gefährte Hasenfuß keinen Schüler mehr hatte, konnte er sich wieder Zeit für seine Gefährtin nehmen. Zwei Junge hatten sie schon: Heckenpfote und Saatpfote. Apfelduft dagegen wird bald ihren ersten Wurf bekommen. Als Blitzpfote an der Kinderstube vorbeiging, wurde sie von der Heilerin aufgehalten. ,,Du findest Stacheleherz Nest rechts neben dem Eingang," miaute sie, als sie Apfeldufts Bauch abtastete. Blitzpfote nickte verständnisvoll. Pfotenschritte närhten sich. Windpfote und Saatpfote kamen mit neuen Materialien für neue Nester zu ihr angetrappt. ,,Wo sollen wir anfangen?" fragte Windpfote nuschelnd durch das Moos. Blitzpfote deutete mit ihrer Schwanzspitze zum Ältestenbau. ,,Flockenschweifs und Stachelherz Nest hab ich schon weggeschmissen." Ohne ein weiteres Wort gingen Windpfote und Saatpfote zum Ältestenbau und Blitzpfote betrat den Heilerbau. Nachthimmel suchte nach Kräutern. Der Heiler hob den Kopf. ,,Sei gegrüßt, Blitzpfote. Bist du hier um Stachelherz Nest zu entfernen?" Sie nickte: ,,Heckenpfote hat mir schon gesagt, wo ich es finde und Windpfote und Saatpfote kommen dann mit einem neuen Nest." Der Heiler wandte sich wieder seinen Kräutern zu. Wahrscheinlich suchte er Kräuter, die gegen Apfeldufts Bauchschmerzen halfen. Vorhin hörte sie nämlich beim Vorbeigehen ihre Beschwerden. Sie entdeckte Stachelherz Nest sofort und zog es nachdarußen. Beim Rausziehen bemerkte sie gar nicht, dass sie auf die Heilkräuter trauftriff. ,,Pass doch auf, wo du hintritts," knurrte Nachthimmel angespannt. Blitzpfote legte das Nest ab und seuftzte: ,,Tschuldigung, hab sie nicht gesehen." Der Heiler vertrete die Augen, sagte aber nichts mehr. Windpfote und Saatpfote kommen zum Heilerbau mit Materialien für ein neues Nest im Maul. Blitzpfote trug das alte Nest zur Dornenhecke, wo sie mit Tüpfelpelz die anderen Nest hingetragen hatte. Die Älteste war beim Frischbeutehaufen zusammen mit Sandschwinge und Goldschweif. Rabenfell und Lerchenbrust gaben sich im Bau die Zungen. Bei diesem Anblick musste Blitzpfote schnurren. Sie hoffte dass auch sie und Wespenstich eines Tages Älteste werden, sich Tag für Tag die Zungen geben und die bis dahin scheinbar ausewachsenen Jungen beobachten. Pfotenschritte nährten sich. Ein vertrauter Geruch stieg ihr durch die Nase. Wespenstich kam mit einem Eichhörnchen zu ihr getrappt und legte es ab. ,,Ich dachte mir du hättest vom Nester raustragen Hunger bekommen und mir ein Eichhörnchen vom Frischbeutehaufen genommen, dass wir teilen könnten," miaute der schwarze Kater mit den goldenen Pünktchen. Blitzpfotes Augen funkelten. ,,Gerne. Ich hab auch sowieso grad nichts zu tun und gefrühstückt habe ich auch nicht." Ihr Freund schnurrte: ,,Also dein Magen bestätigt es." Etwas vor Peinlichkeit berührt versuchte sie ihren Magen vorm Knurren abzuhalten. Wespenstich kicherte. ,,Komm neben der Brennelsselnbarriere ist eine sonnige warme Stelle."

Kapitel 2

Windpfote war mit Saatpfote, Blitzpfote Löwenschopf, Tulpenblatt und Rattenherz auf Jagdpattroulie. Sie hielten sich in der Nähe des verlassenen Zweibeiner-Nestes auf. Rauchherz glaubte, dort sollten oft Vögel nach Körnern picken. Windpfote versuchte es bei den Zäunen. Er schlich neben der Zaunseite, die Richtung Lager stand, dann bog er ab. Nicht weit von ihm entfernt knapperte ein Kaninchen an einer Karotte. Duckend und mit eingefahrenen Krallen schlich er näher an das Kaninchen heran. Dabei strichen Graßhalme und Farnhalme seinen blauschwarzen Pelz. Er bewegte sich im Rythums der wehenden Halme. Als er nah genug ran war, sprang er. Mit einem einzigen Biss in der Kehle tötete er das Eichhörnchen. Nachdem er es neben ihn begrub, erwitterte er eine Amsel. Dieser Vogel hüpfte direkt über ihn auf den Zaunspitzen. Windpfote wollte ihn unbedingt fangen, aber wenn er mit seinen Krallen den Zaun hoch klettern würde, fliege der Vogel sofort weg. Es machte keinen Sinn, also versuchte er es woanders. Er ging weiter gerade aus. Nicht mehr lange und er kam bei der dicken Eiche an. Vor einigen Monden war er mit seinen Mentor und Dachszahn auf Grenzpattroulie. Sie hatten bis zu dieser Eiche makiert. Ihm fiel ein, dass in diesem Baum eine Eichhörnchenfamilie lebte. Vielleicht war jetzt irgendwo eins in der Näher der Eiche. Als er ankam, rümpfte er die Nase. Weder Beute noch Feuerclan oder Erdclan durchströmte seine Nase, sondern Monster-Gestank. Diese Dinger mussten vor kurzen in Gruppen den Monsterfahrweg befahren haben. Die nächste Grenzpattroulie sollte unbedingt die Grenze makieren, bevor es der Erdclan tut. Seitdem Rindenstern der Anführer ist, ging die Freundschaft zwischen Erdclan und Feuerclan immer weiter den Bach runter. Etwas raschelte in den Farnen neben einer der Wurzeln. Egal was es war, Windpfote wollte es kriegen. Er duckte sich und zog seine Krallen ein. Die Baumwurzeln umrundete er, um kein Geräusch zu verursachen. Wieder streiften Farnhalme sein Pelz, so dass er den gleichen Rythmus mitmachen musste. Ein junges Eichhörnchen, scheinbar eines der Jungen, die er vor Monden in den Nest schlafen sah, wühlte mit seiner Schnauze im Graß. Der wuschige rote Schweif wedelte durch die Luft. Windpfote nutzte den Schweif, um das Eichhörnchen zu sich zu ziehen. Er fuhr seine Krallen aus und packte den Schweif. Das Eichhhörnchen schrie auf und wollte losrennen, doch bevor es auf die Eiche klettern konnte, konnte Windpfote es davor noch erledigen. Nachdem er das Eichhörnchen neben seiner Taube grub, drehten sich seine Ohren in alle Richtungen. Zuerst dachte er an einem Feind oder an einer Beute, aber es war Löwenschopf. Sein Mentor ging genau wie er die Zaunseite Richtung Lager entlang. ,,Bist du fertig?" fragte er. ,,Die andern sind schon auf dem Heimweg." Windpfote nicktte und grub sein Kaninchen und seine Taube aus. Löwenschopf schien beeindruckt. ,,Herzlichen Glückwunsch für deinen Fang, noch nicht mal ich habe so fette Beutetiere erwischt." Windpfote blickte auf. ,,Was hast du denn gefangen." Löwenschopf deutete seine Nase auf einen Rotkelchen, einer Blaumeise und einer Amsel. ,,Aber du hast wenigstens mehr fangen könne als ich." Sein Mentor kicherte. ,,Lasst uns zurück zum Lager gehen. Auf dem Weg berichtete Windpfote, dass Monstergestank den Feuerclan-Geruch komplett verpesstete, als er bei der dicken Eiche das Eichhörnchen erbeutete. Löwenschopf machte ein ernstes Gesicht. ,,Ich glaube da sollte die nächste Pattroulie zügig zu sehen, dass sie die Grenze makiert bekommt, ehe es der Erdclan tut." Windpfote stimmte zu: ,,Genau dass hab ich mir auch schon gedacht." Als sie durch die Brennelselnbarriere hindurch gingen, miaute Löwenschopf: ,,Ich werde es Rotstreif gleich mittelien." Windpfote legte seine Beute auf dem Beutehaufen. ,,Windpfote?" miaute Nachthimmels Stimme aus der Kinderstube. ,,Wärst du so nett und schickst mir Heckenpfote mit Kerbel?" ,,Mach ich!" antwortete Windpfote und flitzte zum Heilerbau. Heckenpfote lag zusammen gerollt in ihrem Nest. Windpfote schüttelte sie wach. ,,Hey Heckenpfote," zischte er mit zusammengebissenen Zähnen. ,,Du sollst Nachthimmel Kerbel bringen." Die Heilerschülerin rieb sich den Schlaf aus den Augen. Gähnend ging sie zur Vorratskammer und holte ein Bündel Kerbel raus. Windpfote ging nach ihr aus dem Heilerbau raus und schaute sich im Lager um. Kojotenstern hockte auf dem Baumstumpf und putzte sich das Fell. Seine Gefährtin Glanzbrise lag in dem Anführerbau, der hintere Teil war im Bau, während der vordere Teil nach Kojotenstern schaute. Rotstreif unterhielt sich immer noch mit Löwenschopf. Hoffentich erwähnt mein Mentor, dass ich es herausgefunden hatte und nicht er. Von seiner Schwester war weit und breit nichts zu sehen. Anscheinend hatte sie sich mit Wespenstich aus dem Lager geschlichen. Windpfote vertrete sich die Augen. Liebes Päärchen. Für so etwas hatte er keine Zeit und auch kein Interesse. Ihn waren nur die Wächter, seine Elementar-Kraft und sein Aufstieg als zukünftiger Feuerclan-Anführer jetzt wichtiger. Er sah sich, anstatt Kojotenstern, auf dem Baumstumpf sitzen. Enttäuchst seufzte er. Das dauert noch: Rotstreif und Kojotenstern sind schließlich noch am Leben und er ist noch nicht mal Krieger und hat einen Schüler. Außerdem wird er Anführer sein, nachdem er das Böse besiegt hatte. Seitdem er wusste, dass er eines Tages ein Anführer wird, dachte er fast nur daran. Windpfote schüttelte sich die Gedanken aus dem Kopf.

Kapitel 3

Halbmond erleuchtete den Himmel, als Windpfote mit Löwenschopf, Ahornflügel, Rauchherz und Rotstreif auf Nachtpattroulie war. Heute fand auch das Heilertreffen statt. Nachthimmel und Heckenpfote waren mitihnen aus dem Lager gegangen, sind denn dann aber neben dem Trainingsplatz hergangen, während die Nachtpattroulie geradeaus zur Grenze ging. Die Nachtpattroulie sollte die Grenze nach Erdclan-Geruch absuchen. Vor einigen Sonnenuntergängen roch Windpfote Monstergestank, welches Feuerclan-Geruch verpesstete. Er gab es seinen Mentor Bescheid, der wiederum es Rotstreif weitergab. Der Zweite Anführer hatte am selben Tag eine Grenz-Pattroulie los geschickt. Heute Nacht wollte er mit seine Pattroulie die Grenze konttrolllieren. ,,Weit und Breit kein Erdclan-Geruch zu erwittern," stellte er fest. Rauchherz schien verunsichert: ,,Auch nicht auf ihrer Grenze?" Der Zweite Anführer schüttelte den Kopf. Löwenschopf und AHornflügel wechselten Blicke, als behaupteten sie, da stimmte irgendetwas nicht. Rauchherz überquerte vorsichtig den Monsterfahrweg und schnupperte an einem Erdclan-Busch. ,,Es müssten bestimmt Sonnenuntergänge her sein, nachdem die letzte Grenzpattroulie hier makierte." ,,Sollten wir es Kojotenstern berichten und das ganze mit ihm genauer Untersuchen." Sein Mentor schüttelte den Kopf. ,,Lass uns erstmal abwarten, was Rotstreif gleich sagen wird." Der Zweite Anführer schien nichst zu sagen zu haben. Er schaute nur überlegt auf das Territrouirum des Erdclans. Seine Schwester Ahornflügel, ging zu ihm. ,,Was überlegst du?" flüsterte sie. Rotstreif seufzte: ,,Dass ich morgen wieder mit einer Pattroulie die Grenze kontrollieren werde. Wenn dann immer noch kein Erdclan-Geruch zu riechen ist, melde ich es Kojotenstern. Es kann ja schließlich sein, dass sie grad im Lager viel zu tun haben oder einige von ihnen krank sind." Er machte sich auf dem Rückweg, gefolgt von Ahornflügel, Rauchherz, Windpfote und Löwenschopf. Als sie im Lager ankamen, ging Windpfote zum Schülerbau. Seine Schwester und Saatpfote waren bereits am Schlafen. Wo er mit seiner Pattroulie aus dem Lager ging, kamen sie rein. Sie waren mit ihren Mentoren, Schneeschweif, Glanzbrise, Moorzahn, Echsenflucht und Tigersturm auf der Ort des Bösens-Pattroulie. Windpfote legte sich schlafen. Wind tauchte auf und er wachte auf. Er war weder im Feuerclan noch im Mondclan oder im Taal der Mörder. Es war ein Lager, genau wie der Feurclan-Lager, aber anders. Bernsteinbrust tauchte auf. ,,Das ist das Lager des Erdclans," erklärte er. Windpfote blickte sich um. Er erkannte Matschschweif, Seerose, Pfützenpelz, Amselfeder, Schmutzwind, Silberstachel, Maisfrost, Jaguarpfote, Gepardenpfote, Zinkpfote, Eisenpfote und Rindenstern. Er verstand nichts. ,,Warum hast du mich hier hergebracht? Es sieht doch alles in Ordnung aus." Der ehemalige Feuerclan-Heiler sagte nichts, sondern deutete mit seine Ohrenspitze zu Rindenstern. Der Anführer unterhielt sich mit Silberstachel und Maisfrost. ,,Ich höre nicht was sie sagen." ,,Hör genauer hin. Der Wind hilft dir auch dabei," antwortete Bernsteinbrust. Tatsächlich, der Wind schob das Gespräch zwischen Rindenstern, Maisfrost und Silberstachel zu seinen Ohren. ,,Dann soll es so sein," ertönte Rindensterns Stimme. ,,Wir nehmen das Großteil des Feuerclan-Territouriums in Anspruch." Windpfote erschrag. Silberstachel sagte: ,,Wenn der Feuerclan wieder unser Territourium mit ihrem Gestank makiert werden wir angreifen." Maisfrost meldete sich zu Wort. ,,Aber nicht gleich beim ersten Mal. In unserem Lager herrscht zur Zeit ein extreme Weißer Husten. Es ist unmöglich sie alle auf einen Kampf gegen den Feuerclan zu schicken." Es herrschte Stille, dann miaute Rindenstern: ,,Es wird vielleicht ein paar Monde dauern, bis alle die krank sind gern gesund werden." An Silberstachel gewandt ergänzte er noch zum Schluss: ,,Dann kannst du sie auf dem Überfall auf das Lager des Feuerclans trainieren." Das Gespräch war beendet. ,,Sie wollen unser Lager angreifen?" fragte Windpfote Bernsteinbrust ungläubig. Seine Gestallt verschwand. ,,In anderndhalb Monden werden du und deine Schwester euch mit den anderen Wächtern treffen. Mit ihrer Hilfe werdet ihr den Kampf gegen den Erdclan gewinnen." Jetzt waren nur noch Augen und Mond zu sehen. ,,Eines muss du noch wissen. Nicht nur der Erdclan wird angreifen, sondern auch die Katzen aus dem Ort des Bösens und vom Taal der Mörder. Ihr werdet also Eisclan und Wasserclan um Hilfe bitten müssen." Nun verschwand Bernsteinbrust vollkommen. Windpfote aber war noch im Erdclan-Territourium. Warum bin ich immer noch hier? Kommt gleich noch eine Mondclan-Katze? Auf einer Antwort konnte er nicht warten, er musste schnell wie möglich weg, ehe ihn ein Erdclan-Krieger erwischte. Seine Ohren drehten sich in alle Richtungen um. Der Sandweg. Er ist nicht mehr weit. Im Rückwärtgang schilch er sich davon. Als er meinte außer Hörweite und Geruchweite zu sein, drehte er sich um und rannte auf dem Sandweg zu. Nachthimmel und Heckenpfote waren so ebend hier vorbeigekommen auf dem Rückweg zum Lager. Windpfote schluckte Hoffentlich bemerkte niemand dass ich fehlte. Oder noch schlimmer, hoffentlich wird der Erdclan nie heraus finden, dass ich sie ausspioniert habe. Bei dem Traingsplatz blieb er wie angewurtzelt stehen. Nachthimmel und Heckenpfote standen vor der Brennelsenbarriere. Heckenpfote drehte sich in seiner Richtung. Windpfote dachte sie hätte ihn erwischt, aber in ihren Gesicht konnte er lesen, dass sie niemanden sah. Dann fiel Windpfote ein, dass er ein Geist sein musste und sein Körper immer noch im Schülerbau schlief. Erleichtert atmete er aus. Bernsteinbrust hatte nur sein Geist zum Erdclan geschickt. Das heißt, dass sie seinen Geruch auch nicht erwittern werden. Nachdem die Heiler in der Brennelselnbarriere verschwanden, folgte Windpfote sie. Er hatte Recht, niemand sah ihn und sein Körper war auch immer noch am Schlafen. Er schlüpfte hinein und wachte auf. Gehört ein Geist zu sein, wann immer ich will auch zu meiner Windkraft? Und nicht nur dass. Auch dass ich jedes kleine Geräusch in normerlerweiße unhörbarer Entfernung hören kann? Er konnte es nicht glauben seine Elementar-Kraft hatte sich tatsächlich vergrößert.

Kapitel 4

Volllmond leuchtete am Himmel. Noch ein Mond und sie und ihr Bruder werden sich mit den anderen Wächtern treffen. Sie saß neben Windpfote und Saatpfote bei ihren Clan-Gefährten. Heckenpfote hielt sich bei Nachthimmel auf. Wespenstich unterhielt sich mit seinen Brüdern. Ameisenherz, Blattfall, Bussardwind und Rattenherz genimigen sich noch etwas vom Frischbeutehaufen. Rabenfell, Lerchenbrust und Tüpfelpelz gaben sich noch restliche Fellplege. Kojotenstern unterhielt sich mit Rotstreif und Glanzbrise vor der Brennelselnbarriere. Löwenschopf und Tulpenblatt gaben sich die Zungen. Heute war Große Versammlung. Langsam machte sich Kojotenstern zum Aufbruch bereit. Auch die anderen waren fertig. Blizpfote reihte sich neben ihrer Mentorin ein, während ihr Bruder hinter ihr neben seinen Mentor ging. ,,Wir müssen uns etwas beeilen. Die anderen Clans sind bestimmt schon längst da," erwähnte Kojotenstern. ,,Sie waren vor Kurzem hier lang gelaufen." Der Anführer beschleunigte sein Tempo. Blitzpfote hielt mit ihrer Mentorin Schritt. Beim Fluss angekommen blieben sie stehen. ,,Die Steine sind weg," hallte Graßherz Stimme durch die Luft. ,,Beim Heiligen Mondclan," miaute Rotstreif entstetzt, ,,Das stimmt." ,,Wie sollen wir nun rüber kommen? Die anderen Clans sind bestimmt schon ungedultig," fragte Ameisenherz nervös und aufgeregt zu gleich. Kojotenstern tastete das Wasser ab. ,,Also rüber watten können wir nicht. Dafür ist das Wasser zu tief," stellte er fest. Blattfall schluckte: ,,Das heißt wir müssen schwimmen?" Kojotenstern nickte: ,,Anders wirds nicht gehen." Einer nach dem anderen watteten sie ins Wasser. Blitzpfote setzte ihr Pfoten in Begung und strampelte durch das Wasser. Ihre Mentorin stützte sie. Als sie das andere Ufer erreichte und auch Windpfote, Löwenschopf, Rabenfell, Lerchenbrust und Tüpfelpelt hinter ihr aus dem Wasser stiegen, ging Kojotenstern bereits weiter. Mengen von Katzen. Erdclan, Wasserclan und Eisclan alle waren schon da. Die Feuerclan-Katzen teilten sich auf. Jeder ging zu seinen Freunden. Blitzpfote erkannte Flammenpfote und ihre drei Geschwister vom Eisclan neben einen Brommbeerstrauch sitzen. Die Kätzin war seit zwei Monden Schülerin. Sie, Eichenpfote, Rauchpfote und Wolkenpfote waren die einzigsten Schüler im Eisclan. Windpfote ging mit Saatpfote zu Matschschweif und Seerose. Blitzpfote trappte zu Flammenpfote und ihren Geschwistern. Mit ihnen hatte sie sich gleich, als sie das erste Mal auf der Großen Versammlung waren, angefreundet. ,,Hallo, Blitzpfote," grüßte Flammenpfote. ,,Wir dachten schon ihr kommt nicht mehr." Blitzpfote antwortete: ,,Erstens wir sind etwas spät losgezogen und zweitens wir müssten durch den Fluss schwimmen. Die Steine die wir sonst immer benutzten waren weg." Flammenpfotes Schwester Rauchpfote nickte: ,,Wir mussten auch schwimmen und der Erdclan auch." Wolkenpfote der Bruder, beschwerde sich: ,,Mein schöner weißer Pelz ist immer noch voll durchweicht." Flammenpfote stupste ihn in die Seite. ,,Du musst dich aber auch immer beschwerden," grunzte sie ihn an. Eichenpfote der noch kein Wort gesagt hatte, miaute: ,,Still. Die Versammlung beginnt gleich." Blitzpfote setzte sich zwischen Flammenpfote und Rauchpfote hin. Eichenpfote saß neben Flammenpfote und Wolkenpfote neben Rauchpfote. Sie konnte den blauschwarzen Pelz ihres Bruders erkennen, der etwas weiter hinter ihr bei Saatpfote, Matschschweif und Seerose saß. Zwei weitere jungere Krieger, die Blitzpfote nicht kannte hatten sich zu denen gesetz. Kojotenstern erhob sich und begann mit den tradittionellen Eröffnungssatz: ,,Katzen aller Clans seit herzlich willkommen. Wir haben uns hier versammelt, um diese Nacht friedlich zu versammeln!" Er setzte sich hin und gab Rindenstern ein Zeichen anzufangen. Seit dem Taubenstern vor drei Monden verstarb, war er Anführer des Erdclans. Seine Stellvertrerin war Maisfrost. Die weiße Kätzin mit den Schildpatt-Flecken saß unter ihm vor seinen Baumstumpf. ,,Bei uns im Lager herrscht zur Zeit Weißer Husten, deswegen sind wir auch nur so wenige." Blitzpfote schaute sich um. Unter den Erdclan-Katzen erkannte sie nur Jaguarpfote, Gepardenpfote, Silberstachel, Pfützenpelz, Matschschweif, Seerose, Fleckenglanz, und Tauwasser. Deutlich wenige als vom Feuerclan. Rindenstern fuhr mit rauer Stimme fort: ,,Unser Heilerbau ist voll und unser Vorrat an Katzenminze verschwindet auch immer mehr. Storchenherz war zurück geblieben, um sich um die Kranken zu kümmern." Er setzte sich hin und gab Maulwurstern ein Zeichen weiterzumachen. Der schwarzgraue Kater mit den krummen spitzen Krallen, miaute: ,,Wie ihr bereits erfahren habt, sind die Steine, die ihr immer benutzt, verschwunden sind. Das liegt daran, weil wir Hochwasser haben. Doch ihr müsst euch keine großen Sorgen machen. Die Steine sind nicht wirklich verschwunden, sondern wurden vom Wasser bedeckt. Eins kann ich euch noch sagen, wenn die nächste Große Versammlung stattfindet, müssten die Steine wieder sichtbar sein. Das Hochwasser bleibt nämlich nicht für immer. Und jetzt zu der nächsten Neuigkeit. Wieselauge und Hummelblick wurden vor zwei Monden Eltern von zwei gesunden Jungen. Ihre Namen sind Vogeljunges und Bernsteinjunges." Er setzte sich hin und gab Federstern ein Zeichen weiter zu machen.

Kapitel 5

,,Bei uns im Clan läuft alles so wie es sein soll. Wir haben genug Beute für jeden von uns," miaute Federstern und gab Kojotenstern ein Zeichen weiter zu machen. ,,Bei uns herrscht zur Zeit traurige Gewissheit: Flockenschweif und Stachelzahn haben sich den Mondclan angeschlossen," er hielt inne. Aber wir können uns glücklich schätzen, in ein paar Monden Neuzugang zu bekommen. Apfelduft und Moosfeder erwarten bald Junge. Außerdem hatte sich Tüpfelpelz seit Kurzem den Ältesten angeschlossen. Sonst läuft bei uns auch alles, so wie es sein sollte." Die Versammlung war beendet. Blitzpfote verabschiedete sich von Flammenpfote und ihren Geschwistern und machte sich auf die Suche nach Windpfote. Auf dem Weg zu ihm, fragte sie sich, ob Flammenpfote und einer ihrer Geschwister auch zu den Wächter gehört. Schließlich war Feuer auch so was, wie eine Elementar-Kraft. Auf dem Rückweg ging sie neben ihren Bruder. ,,Nur noch ein Mond und dann lernen wir die anderen Wächter kennen," flüsterte sie. Windpfote nickte: ,,Vielleicht besucht uns Bernsteinbrust oder die Hüter der Elemente davor noch in unseren Träumen." ,,Hoffentlich." Den Rest des Weges gingen sie schweigend. Schnell legte sich Blitzpfote ihn ihr Nest. Genau wie Windpfote, hoffte auch sie auf einer Begegnung mit den Hütern der Elemente. Sie war wirklich im Mondclan. Ein rotbrauner Kater mit kurzen Haaren kam aus weiterer Entfernung immer näher zu ihr. Es war Fleckenwind. ,,Sei gegrüßt Blitzpfote," grüßte der Kater. ,,Wie du und Windpfote es bereits gemerkt habt, sind es nur noch ein Mond entfernt bis ihr die Wächter kennen lernt." Blitzpfote nickte: ,,Wir müssen den Ort suchen, wo die Sonne auf und unter geht." Zu ihrer Überraschung schüttelte Fleckenwind den Kopf. ,,Die Prophezeiung war ein Missverständnis. Ihr müsst nicht am Horizont treffen sondern mit Horizont." Blitzpfote legte den Kopf schief. ,,Heißt dass wir müssen uns mit jemanden treffen, der Horizont heißt?" fragte sie unsicher. Fleckenwind nickte. ,,Geht immer gerade aus. Wenn ihr das Wasserclan-Territourium hinter euch gelassen habt, zeigen wir euch dann Weg nach Horizont." Fleckenwinds Gestallt verblasste, doch er sagte noch: Eine Elementar-Kraft wird bei euerem Treffen nicht dabei sein. Ihr müsst sie zusammen finden." Blitzpfote landete wieder in der Kinderstube. Sie müssen sich als nicht am Horizont treffen sondern mit Horizont und die achte Katze müssen sie noch finden. Langsam brach der morgen heran. Saatpfote war schon aufgestanden, denn er musste mit Rattenherz, Echsenflucht und Häherschwinge auf Morgenpattroulie. Windpfote war noch am schlafen. Blitzpfote ging nach draußen, um sich beim Frischbeutehaufen zu bedienen. Die Morgenpattroulie war auch noch da, aber schon fast fertig. Blitzpfote leckte über ihr Maul. Ein saftiges Eichhörnchen lag auf dem Boden neben den Frischbeutehaufen. Eichhörnchen waren Blitzpfotes absolute lieblings Beutetiere. Sie kauerte sich nieder und begann zu fressen. ,,Heckenpfote, ich brauche Borretschblätter!" hallte Nachthimmels Stimme aus der Kinderstube. Blitzpfote drehte sich um. Der Heiler schaute mit seinen Kopf aus der Kinderstube. Schließlich kam Heckenpfote mit den Borretschblättern im Maul zur Kinderstube. ,,Morgen Blitzpfote." Ihre Mentorin kam zu ihr angetrappt. ,,Wollen wir zu zweit die Kampftechniken üben, die du schon gelernt hast?" Blitzpfote nickte: ,,Gerne." Tulpenblatt wühlte im Frischbeutehaufen rum und zog ein Spatz heraus. ,,Immerhin werden die Schüler in einem Kampf nicht nur gegen Schülern kämpfen sondern auch mal gegen Kriegern. Und da ein Krieger natürlich größer und kräftiger sein kann, müssen die Schüler darauf vorbereitet sein, sonst kann man schnell den Tod vorraussehen." Sie nahm sich ein Bissen von ihrem Spatz. Blitzpfote schluckte: ,,Aber du wirst mich doch nicht versuchen umzubringen, oder?" Ihre Mentorin sah sie fragend an und seuftzte kichernd: ,,Natürlich nicht. Wir kämpfen doch mit eingefahrenen Krallen. Und wenn ich dich schlimm verletzen oder gar töten werde, ist es gegen das Gesetz." Da war Blitzpfote erleichtert. Bisher hatte sie nur gegen ihren Bruder gekämpft. Tulpenblatt war schon fertig und begab sich zur Brennelselnbarriere. Sie gingen zum Trainingsplatz und stellten sich in Kampfespositoin auf. ,,Bereit?" Blitzpfote zögerte: ,,Ja". Tulpenblatt griff sie an. Sie biss sich in Blitzpfotes Genick. Blitzpfote versuchte sich zu befreien. Tulpenblatt ließ los und griff nochmal an. Diesmal drückte sie ihre Schülern zu Boden. Bei dieser Situation konnte Blitzpfote die Bauchattacke anwenden. Sie kratze über den Bauch ihrer Gegnerin, die aber noch nicht los ließ. Blitzpfote versuchte etwas anderes, damit ihre Mentorin von ihr runter geht. Mit einem kräftigen Hinterpfotenschlag schlug sie Tulpenblatt gegen den Bauch. Mit gewaltiger Kraft flog die Schildpatt-Kätzin in einem kurzen Bogen durch die Luft und prahlte gegen einen Baum. Benommen schüttelte sie ihren Kopf und rappelte sich auf. Blitzpfote konnte aus ihren Hinterpfoten einige kleine Blitze erkennen, die dann Tulpenblatt gegen den Baum prahlten. Sie fühlte sich schuldig. ,,Alles in Ordnung. Ich wollte nicht, dass das passiert." Ihre Mentorin schüttelte und reckte sich. ,,Schon gut, du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Und das war ein echt abgefahrener Trick. Mit nur einen Schlag hast du mich bis zu dem Baum geworfen. So was hab ich noch nie gesehen." Blitzpfotes Schuldgefühle verschwanden und Schmeichelgefühle tauchten auf. ,,Heißt das ich habe eine neue Kampftechnik erfunden." Tulpenblatt überlegte: ,,Also ich habe bei meiner Ausbildung zur Kriegerin noch gar keine Katze gesehen, die diese Technik je in meinen Kampftraingsstunden angewendet hatte. Ich glaube die gibts auch überhaupt nicht." Blitzpfotes Auges strahlte. Sie hatte eine neue Kampftechnik erfunden: den Hinterpfotenschlag.

Kapitel 6

Halbmond erschien am Himmel. Je kürzer die Zeit bis zum Treffen mit den Wächtern dauert, desto aufgeregter wirkte Windpfote. Nachthimmel und Heckenpfote gingen in den Wald hinein. Kojotenstern und Glanzbrise gaben sich die Zungen. Rotstreif unterhielt sich mit der Ort des Bösens-Pattroulie, welche vor einigen Herzschlägen zurück kam. Blitzpfote war mit Wespenstich hinter dem Ältestenbau verschwunden. Sie sagte irgendetwas über dem Ort der Liebe. Windpfote erinnerte sich dass seine Schwester ihm erzählte, sie müssten sich nicht am Horizont treffen sondern mit Horizont. Und die achte Katze wird fehlen, also wird eine Clan-Katze alleine kommen. Windpfote würde gern wissen ob dieser Wächter überhaupt eine Katze ist. Er weiß noch nicht mal, ob Horizont eine Katze ist. Nicht nur dass wusste er nicht, auch was die anderen Wächter für Elemtar-Kräfte tragen. Er schaute zum Himmel. ,,Eschenbart, Fleckenwind, Eisstern", fragte er leise zum Himmel. ,,Könnt ihr mir nicht verraten, was es noch für Elemente gibt?" Wind kam Richtung Mondclan zu ihm geflogen und bewegte sich vor und durch sein Gesicht. Eine Stimme ertönte, um genau zu sein Fleckenwinds Stimme. ,,Hab Gedult, Krieger des Windes. Die Antwort wirst du bei euren Treffen schon noch erfahren." Windpfte gruntzte enttäuscht. Eigentlich hatte er eine andere Antwort erwartet. Sein Mentor kam zu ihm. ,,Wir gehen mit Ahornflügel, Schattenwende, Graßherz und Häherschwinge auf Nachtpattroulie." Die Nachtpattroulie pattroulierte beim Trinkbach und Sonnenkreis. Etwas zischte. Windpfote spitzte die Ohren, auch die anderen schienen etwas gehört zu haben. ,,Ach du heiliger Mondclan," hauchte Häherschwinge. ,,Es hört sich nach einer Schlange an." Löwenschopf schüttelte den Kopf: ,,Unmöglich hier gab seit meiner Geburt gar keine Schlangen, warum sollten jetzt welche auftauchen." Graßherz zischte: ,,Ist doch egal, wir müssen sie loswerden, ehe sie sich in unser Lager schleicht." Löwenschopf nickte: ,,Wir teilen uns auf. Häherschwinge du suchts in den Büschen hinter dem Trinkbach. Schattenwende Graßherz ihr sucht die Schlage hier. Windpfote und ich suchen bei dem Sonnenkreis." Sie hatten es verstanden. Windpfote folgte seinen Mentor. ,,Sind Schlangen für Katzen gefährlich?" fragte er. ,,Und wie. Wenn sie eine Katze egal wo beißen, sind sie so gut wie tod und deshalbt müssen wir sie finden und erlegen." Windpfote ruschte aus und landete auf dem Boden des Sonnenkreises. Er blickte sich um und dachte, dass hier vielleicht ein Schlangenbau sein könnte. ,,Ich werde im Sonnenkreis nach dem Schlagenbau suchen!" miaute er seinen Mentor zu. Löwenschopf antwortete: ..Okay. Ich suche hier oben." Windpfote ging zweimal im Sonnenkreis herum und suchte nach Schlagenbauen. Doch er fand nichts, kein Loch. Er kletterte wieder hoch. Plötzlich hörte er ein kurzes schrilles Schrei einer Katze, dann erstarb es. ,,Komm mit sehen wir mal nach was passiert ist." Sie rannten zum Trinkbach. Schattenwende und Graßherz kamen ebenfalls angerannt. Entsetzt blieb Schattenwende, wie gelehmt stehen. ,,Oh nein! Häherschwinge sie blutet. Jemand muss sofort Nachthimmel holen." Löwenschopf ging zu Häherschwinge und tastete ihre Atmung ab. ,,Es lohnt sich nicht. Sie ist tod." Windpfote war geschockt. ,,Häherschwinge wurde von einer Schlange gebissen," vermutete Graßherz. Schattenwende fuhr die Krallen ein und aus. Seine Augen fingen an zu tränen. ,,Wir müssen die Schlange töten, die Häherschwinge getötet hat." Windpfote fragte sich, warum Schattenwende sich noch größere Sorgen, um Häherschwinge macht, als Graßherz und Löwenschopf zusammen. Dann fiel ihn ein, dass er ihr Schüler war. Etwas raschelte ihm Farnbusch und Kojotenstern, Glanzbrise und Rotstreif. ,,Was ist hier los," wollte der Anführer wissen. Glanzbrise antwortete für die Nachtpattroulie: ,,Ich kann dir sagen warum." Sie deutete mit ihrer Schwanzspitze auf Häherschwinges Leichnahm. Auch Rotstreif hatte sie erst jetzt gesehen. ,,Wie ist das passiert?" Die Nachtpattroulie wechselte gegenseitig Blicke. Graßherz trat vor. ,,Eine Schlange hat sie getötet. Wir hatten vorhin so ein schlangenartiges Zischen gehört. Und dann..." Löwenschopf fiel ihm ins Wort: ,,Dann hab ich uns aufgeteilt die Schlange zu suchen." In seiner Stimme klangen Schuldgefühle. ,,Es ist meine Schuld. Ich hätte dich oder Rotstreif am besten Bescheid geben sollen, anstatt auf eigner Faust zu handeln." Rotstreif legte dem goldenen Krieger seine Schwanzspitze auf seinen Schultern. ,,Es ist nicht deine Schuld," versuchte er ihn zu trösten. ,,Keiner von euch trägt die Schuld an Häherschwinges Tod. Es war einzig und allein die Schlange dafür verantwortlich." Glanzbrise nichte Rotstreif zustimmend zu. Kojotenstern schaute sich um. ,,Wo ist die Schlange jetzt hin?" Schattenwende antwortete: ,,Keine Ahnung. Als wir Häherschwinge hier gefunden haben, war nichts von der Schlange zu sehen." Kojotenstern betrachtete die Erde. ,,Normalerweiße hinterlassen Schlangen schlängelartige Spuren, aber ich sehe keine." Jetzt meldete sich Windpfote zu Wort: ,,Ich finde wir sollten uns mehr um Häherschwinge kümmern, als um die Schlange." ,,Sehe ich auch so," miaute Glanzbrise. Auch die anderen waren dafür und schließlich auch Kojotenstern. ,,Kommt tragt sie ins Lager. Wir müssen eine Trauerfeier abhalten."

Kapitel 7

Schattenwende und Glanzbrise trugen Häherschwinge auf der Lichtung. Bis jetzt hatte sie noch niemand gemerkt. Windpfote schaute sich um. Die Meisten müssen schon am schlafen sein, dachte er. Es raschelte in der Brennelsenbarriere und Nachthimmel tauchte auf, dicht gefolgt von seiner Schülerin. Heckenpfote endeckte Häherschwinge und stupste ihren Mentor an. ,,Was ist mit Häherschwinge?" fragte der Heiler und schnupperte an sie. ,,Sie wurde von einer Schlange gebissen," erklärte Löwenschopf. ,,Das kann man auch hier an den Bissspuren sehen," miaute Schattenwende und zeigte mit seiner Pfote auf Häherschwinges Kehlte. ,,Ich hab bis her noch nie so solche Bisse gesehen, weder von einem Fuchs noch von einem Dachs." Nachthimmel kontrollierte es. ,,Das stimmt." Kojotenstern sprang auf seinen Baumstumpf. Glanzbrise und Schattenwende schoben Häherschwinge in der Mitte. ,,Alle Katzen, die alt genung sind, ihre Beute selbst zu fangen mögen sich beim Baumstumpf versammeln!" rief Kojotenstern. Aus dem Schülerbau kamen Blitzpfote und Saatpfote mit noch halbgeschlossenen Augen heraus. ,,Was ist los?" gähnte Saatpfote. Windpfote sprang zu ihnen und zeigte mit seinen Schwanz zu Häherschwinge. Blitzpfote traute ihren Augen nicht, als sie Windpfotes Schwanz folgte. ,,Sie ist doch etwa nicht-," sie brach ab, als wollte sie das letzte Wort nicht erwähnen, aber Windpfote wusste genau, was sie sagen wollte. ,,Ja," antwortete er. ,,Es war eine Schlange." Inzwischen hatte sich auch der Rest der Katzen versammelt. Alle machten geschockte überraschende entsetzte Gesichter, als sie Häherschwinge tod auf der Lichtung liegen sah. Tulpenblatt und Apfelduft rannten zu ihr. Sie waren Häherschwinges Töchter. Nicht nur sie auch Glanzbrise. Niemand sagte auch nur einen Satz, sie ließen die Köpfe hängen. Dann sprach Kojotenstern: ,,Eine Schlange hat Häherschwinge beim Trinkbach gebissen." Nun murmelten die Katzen durcheinander. Rotstreif jaulte sie sofort zur Ruhe, damit Kojotenstern mit der Trauerfeier beginnen kann. Er schaute zum Mondclan und fuhr fort: ,,Wir haben uns hier versammelt um über Häherschwinge gestorben. Sie ist an einem ehrenvollen Todes gestorben. Möge der Mondclan ihre Seele zu sich aufnehmen." Er sprang vom Baumstumpf runter und berührte Häherschwinges Flanke mit der Nase. ,,Leb wohl, wir werden dich nie vergessen." Auch Windpfote und die anderen verabschiedeten sich von Häherschwinge. Als sie fertig waren, trauerten sie immer noch. Die Ältesten gingen mit gesenkten Köpfen und Schwänzen wieder zurück zu ihrem Bau. Auch die Krieger gingen in ihren Nestern zurück. Nur Kojotenstern, Rotstreif, Tulpenblatt, Apfelduft, Glanzbrise, Schattenwende, Graßherz, Löwenschopf, Nachthimmel und Heckenpfote blieben bei Häherschwinges Leichnahm. Windpfote sah Blitzpfote und Saatpfote an. Seine Baugefährten nichten, als konnten sie seine Gedanken lesen. Sie gingen zu Häherschwinges Leichnahm, um bei der Totenwache mitzumachen. Häherschwinge gehörte zum Teil zu Windfptes Familie. Sie war schließlich die Mutter von Kojotensterns Gefährten. Kojotenstern war Adlerklaues Bruder und somit sein Onkel. Glanzbrise war seine Tante. Also war Häherschwinge so was wie seine Großmutter oder Urgroßmutter. Langsam entfernten sich die Katzen. Kojotenstern unterhielt sich noch mit Rotstreif. Windpfote wendete seine super Ohren an. Als er als Geist mit Bernsteinbrust beim Erdclan war, konnte er mithilfe des Windes das Gespräch zwischen Rindenstern, Maisfrost und Silberstachel aus weiter Entfernung hören. Er setzte seine Ohren in Bewegung, um den Wind zu finden, welcher das Gespräch zwischen Kojotenstern und Rostreif zu ihm tragen kann. ,,Such dir Katzen aus, die Häherschwinge morgen vor Sonnenaufgang zu den Gräbern tragen können," miaute der Anführer an Rotstreif gewand zu. Windpfote sah, dass er verständnissvoll nickte und in den Kriegerbau ging. Kojotenstern ging ebenfalls in sein Bau.

Kapitel 8

Windpfote unterhielt sich mit Blitzpfote hinter der Kinderstube. ,,Ich kann es kaum glauben, dass wir in einen viertel Mond die anderen Wächter treffen werden," miaute Windpfote aufegregt. Seine Schwester stimmte ihn zu. ,,Ich auch. Aber wie schleichen wir uns aus dem Lager, ohne dass niemand mitbekommt, dass wir weg sind?" Windpfote schreckte auf, daran hatte er überhaupt nicht nachgedacht. ,,Ich glaube, wenn wir nicht mir zur Großenversammlung dürfen, schleichen wir uns wenn die Katzen weg sind aus dem Lager. Wir direkt hinter unseren Bau zum Trainsplatz, von dort aus weiter in das Eichhörnchjagdgebiet und wenn wir dann beim Sandweg angekommen sind gehen wir zum Fluss." Blitzpfote sah ihn mit schief gelegtem Kopf an. ,,Und was ist wenn, unsere Gefährten noch nicht weit entfernt sind und uns riechen können." Windpfote musste sich etwas anderes einfallen, aber Blitzpfote kam ihn zu vor: ,,Wie wäre es, wenn wir etwas warten und uns dann langsam aus dem Lager schleichen?" Windpfote überlegte. ,,Würde klappen. Aber wir gehen in den Traingsplatz und zum Eichhörnchenjagdgebiet und auf dem Sandweg. Es könnte immerhin noch eine Nachtpattroulie von uns im Terriourium sein." Blitzpfote sah sich um. ,,Genug mit der Ideensucherrei." Sie ging zu einer Schlammpfütze und tauchte eine Pfote hinein. Windpfote rümpfte sich angewiedert die Nase. ,,Igiit. Bei dem Gestank traut sich noch nicht mal ein Kater aus dem Ort des Bösens heran." ,,Genau," miaute Blitzpfote und schüttelte den Schlamm ab. ,,Mir ist so ebend eingefallen, dass zwischen diesem Platz und dem Trainingsplatz eine Schlammpfütze ist. Wespenstich hat mir davon erzählt, er sagte dazu Tarnschlamm." Jetzt wurde Windpfote einges klar, was Blitzpfote mit dem Schlamm vorhat. ,,Du willst, dass wir uns mit den Tarnschlamm einreiben, bis man uns nicht mehr riechen kann." Sie nickte: ,,Du hast es erraten." Sie kehrten zurück zur Lichtung. Er hörte Schmerzenschreie, die aus der Kinderstube kamen. Es war Apfelduft, deren Jungen in ein paar Monden zur Welt kommen werden. Nachthimmel massierte Apfeldufts Bauch und Heckenpfote kam mit Kerbel vom Heilerbau zur Kinderstube angetrappt. Kojotenstern hockte auf seinen Baumstumpf und schaute mit halbgeschlossenen Augen durch die Lichtung. Wieder kam Windpfote das Bild in den Sinn, wo er anstatt Kojotenstern auf dem Baumstumpf sitzt und von seinen Gefährten bejubelt wird. Ein Stern, genau wie der von Kojotenstern, erschien auf seinen Kopf. Windpfote wusste noch genau, was das Bild bedeutet. Er wird nach Kojotenstern Anführer. Ein anders Bild erschien auf einmal in einem Kopf. Es zeigte einen roten Kater mit dunkelbraunen fast schwarzen Streifen und einen silbergrauen Kater mit stachelähnlichen Fellhaaren. Rotstreif und Silberstachel, dachte Wolfsspfote geschockt. Silberstachel wird es tatsächlich gelingen Rotstreif umzubringen. Ihm wurde etwas klar. Nach dem Kampf wird er Rotstreifs Platz einnehmen, denn er wird nich nur Wolfssplitter töten, der Kojotenstern ein oder mehrere Leben nehmen wird, sondern auch Silberstachel, der Rotstreif ermorden wird. Wenn er vor dem Kampf schon einen Kriegernamen und einen Schüler hat, wird ihn Kojotenstern zu seinen Stellvertrer ernenn. Aber hat er während des Kampfes noch seinen Schülernamen und wird erst nach dem Kampf zum Krieger ernannt, dann muss er wahrscheinlich abwarten bis Kojotenstern ihn zu seinen Stellvertreter macht. Aber egal wie. Windpfote wird der Nachfolger von Kojotenstern. Da fiel ihm ein, dass auch Rotstreif vor seinem Amt als Zweiter Anführer noch keinen Schüler gehabt hatte. Er bekam erst ein paar Monde später Löwenschopf als Schüler. Vielleicht wird es Kojotenstern auch mit Windpfote machen, wenn er im Kampf ein Krieger ist, aber noch kein Schüler hatte. Blitzpfote wird im Kampf nur Rußnebel töten. Wenn sie es wirklich schaffen wird und daran glaubte Windpfote, wird er sie als seine erste Stellvertreterin ernennen. Windpfote hatte seine gloreiche Zukunft vorraus geplant. Nachdem baldigen Angriff der Katzen, die im Ort des Bösens trainierien und seiner Rache an Silberstachel und Wolfssplitter, die Kojotenstern und Rotstreif töten wollen oder werden, wird Windpfote danach irgendwann zum Anführer.

Kapitel 9

Das nächste Kampftraining begann. Diesmal war Saatpfote und sein Mentor dabei. Löwenschopf und Tulpenblatt wollten, dass ihre Schüler mal gegen einen anderen kämpfen, anstatt immer nur gegen sich selbst. Saatpfote war einer der sich nicht so leicht unterkriegen ließ. Immer wenn Blitzpfote oder Windpfote ihn fast besiegt hätten, fing es wieder von vorne an. Saatpfote hatte auch so gut wie alle Kampftechniken drauf, außer zwei. Rattenherz sagte, wenn er die auch fertig hat, wird er Rotstreif und Kojotenstern fragen, ob Saatpfote schon seine Abschlusspfüfung machen darf. Blitzpfote musste zugeben: Er war ein genauso erfolgreicher Jäger und grandioser Kämpfer wie Rattenherz. Blitzpfote verdrehte sich die Augen. Wie der Mentor, so sein Schüler. Gerade kämpfte Windpfote gegen Saatpfote. Löwenschopf hatte ihnen befohlen nur die Kampftechniken anzuwenden, die sein Schüler gerlernt hatte. Sonst wäre es unfair gegenüber Windpfote, wenn Saatpfote mit einer Kampftechnik kam, die er überhaupt noch nicht kannte. Blitzpfote und Windpfote wechselten sich jeweils ab. Zuerst war Blitzpfote mit dem Rückwärtstritt dran, dann ihr Bruder. Blitzpfote hatte es erst beim dritten Versuch geschaft Saatpfote mit dem Rückwärtstritt zu besiegen. Ihr Bruder zwei Mal. Jetzt war Windpfote an der Reihe mit der Bauchattacke, welche Blitzpfote grad schon beim ersten Mal gemeistert hatte. Wieder konnte Windpfote sich nicht wären, das vierte Mal schon. Saatpfotes Krallen bohrten sich fest in seine Arme und Beine. ,,Du wirst nicht so leicht gewinnen wie deine Schwester," hauchte der dunkelbraune Kater in Windpfotes Ohr. ,,Ich lasse mich nicht von euch beiden besiegen." Du schaffst es Windpfote. Denk an unser heimliches Training," rief Blitzpfote in Gedanken zu ihrem Bruder. Als hätte er sie gehört, nahm er seinen Mut zusammen. Er zog seine Vorderpfoten von Saatpfote weg und kratzte mit ausgefahrenen Krallen gegen seinen Bauch. Nun nahm er auch seine Hinterpfoten zur Hilfe. Dann haute Blitzpfotes Bruder mit allen Pfoten und aller Kraft kräftig gegen Saatpfotes Bauch, so dass der Kater vor Rattenherz landete. Dieser sah zu ihm herab. Blitzpfote konnte sehen, dass etwas Enttäuschung in den Augen des grauen Katers funkelte. War er etwa von seinen Schüler enttäuscht, weil er wieder verlorenen hatte. Er halft ihn noch nicht mal beim Aufstehen, weil Saatpfote benommen war. Anscheinend konnten Löwenschopf und Tulpenblatt es selbst kaum mitansehen. ,,Was ist nur mit dir los?" zischte Löwenschopf. ,,Du bist sein Mentor. Du musst ihm helfen." Blitzpfote sprang zu Windpfote. Tulpenblatt war seiner Meinung. ,,Schon als er das erste Mal verlor, hattest du ihn nicht geholfen. Du hast ihn auch gar keine Ratschläge gegeben." Rattenherz zischte zurück: ,,Ich mache mit meinem Schüler was ich will. Ich bilde ihn so aus, wie ich es will. Es ist die Schuld eurer Schüler, die Saatpfote besiegen. Bisher hatte er immer nur gegen die Heilerschülerin gekämpft. Gegen ihr konnte er immer schon beim ersten Mal gewinnen." Er drehte sich um und stolzierte davon, ohne auch nur seinen Schüler zu rufen. Saatpfote wirkte klein und verängstet. Dann konnte Blitzpfote plötzlich ein neues Gesicht in ihm sehen. Fuchsnarbe. Ach du heiliger Mondclan. Redet Fuchsnarbe ihn etwa ein, wer der bessere ist. Entweder wir oder er. Blitzpfote schüttelte sich als sie plötzlich Windpfotes Schmerzenschreie hörte. Saatpfote griff seinen besten Freund einfachso ohne einen Grund an. Selbst Löwenschopf und Tulpenblatt waren geschockt. Rattenherz kam zurück und blieb beim Eingang stehen. Es war als hätte Saatpfote Fuchsnarbes Kraft bekommen. Windpfote konnte sich nicht rühren. Blitzpfote schluckte. Hoffentlich verliert er nicht seine Wind-Kraft. ,,Saatpfote. Ich befehle dir, hör sofort auf damit," miaute Löwenschopf. Zorn funkelte in Saatpfotes Augen. ,,Nein noch nicht. Der Kampf hat erst begonnen!" Blitzpfotes Augen erweiteten sich. Sie schüttelte unglaubwürdig den Kopf. Saatpfote wendete eine Kampftechnik an, die ihr Bruder nicht kannte und auch nicht darauf vorbereitet war. Der dunkelbrauner Kater sprang Windpfote an und biss seine Zähne in sein Ohr. Windpfote wollte sich loslassen doch er konnte nicht. Noch nicht mal seine Wind-Kraft kam ihm zur Hilfe. Er war einfach zu schwach und erschöpft. Windpfote kreischte auf. Sein rechtes Ohr fing an zu Bluten. Kein Wunder, Saatpfote hatte auch die Spitze mit seinen Zähnen ausgerissen. Jetzt wurde es Blitzpfote langsam genug. Sie sprang Saatpfote von hinten an und hielt ihn am Boden fest. ,,Niemand krümmt meinen Bruder auch nur einen Haar," zischte sie in sein Ohr. Saatpfote schüttelte sich, als Fuchsnarbes Seele aus ihm verschwand. Blitzpfote hatte Fuchsnarbes Seele scheinbar einen so großen Schrecken eingejagt, dass er sich aus dem Staub machte. Benommen schüttelte Saatpfote den Kopf. Er sah seinen Freund bewusstlos mit blutenden Ohr am Boden liegen, der gerade von Löwenschopf untersucht wurde. Tulpenblatt wurde grad rausgeschickt, um Nachthimmel zu holen. ,,Was hab ich getan," miaute Saatpfote entsetzt. ,,Ich wusste nicht was über mich gekommen war. Es war als wäre jemand in mir drin gewesen." Blitzpfote sah ihn an. ,,Du meinst Fuchsnarbe?" Saatpfote wirkte überrascht nickte aber. ,,Ich trainiere im Taal der Mörder," flüsterte er etwas leiser hinzu. ,,Beende dein Training im Taal der Mörder," riet Blitzpfote ihn. ,,Fuchsnarbe hat nichts gutes mit seinen Schülern im Sinn. Er bildet sie nicht aus, damit sie die besten Krieger sind, sondern damit sie in seinen Fusstapfen treten." Saatpftotes Augen weiteten sich. ,,Du meinst, Mörder, wie er einer war. Die ihre eingenen Clan-Gefährten umbringen?" Blitzpfote nickte. ,,Das hab nicht gewusst," stammelte Saatpfote. ,,Danke. Von jetzt an werde ich keine Pfote mehr in diesem Taal setzten oder auch nur auf irgendeinen Wort von ihm hören." Blitzpfote lächtelte. ,,Wenn Fuchsnarbe doch versuchen sollte sich in seinen Träumen zuschleichen, scheuche ihn einfach mit Beleidigungen, gegen die noch nicht mal er etwas tun kann, weg. ,,Du meinst das funktioniert und ich werde endlich von ihm befreit?" ,,Ein Versuch ist es wert. Und wenn es nicht klappt, hole uns einfach zur Hilfe." Sie drehte sich um und ging zu ihrem Bruder. Blitzpfote hatte gerade den ersten Kater -der von Fuchsnarbe trainiert wurde- aus dem Taal der Mörder befreit.

Kapitel 10

Ihr Bruder war noch immer im Krankenbau. Blitzpfote lugte herein und sah, wie Nachthimmel Ampferblätter auf Windpfotes Ohr legte. Er zuckte dabei zusammen. Besorgt fragte Blitzpfote: ,,Wird er schnell wieder gesund?" Der Heiler drehte sich um. ,,Ja, solange es aufhört zu Bluten. Es wäre besser, er bleibe noch eine Nacht hier. Morgen darf er wieder im Schülerbau schlafen. Und mach dir keine Sorgen, er wird seine Windkraft nicht verlieren." Blitzpfote erschrak. ,,Woher weißt du davon?" Nachthimmel blickte von dem Ampferblättern nicht auf. ,,Eisstern hat mir von den Wächtern des Mondes erzählt, bevor ihr geboren wurdet. Ich hatte schon den Verdacht, dass ihr zwei davon sein könntet. Ich nehme an Kojotenstern weiß auch schon Bescheid, aber ich habe noch nie mit ihm darüber geredet." Windpfote schien anscheinend nichts mitzubekommen, worüber Blitzpfote und Nachthimmel redeten. Seine Schmerzen waren lauter, als das Gespräch. ,,Wieso hast du uns nie gesagt, dass du es weiß?" fragte Blitzpfote. Nachthimmel seuftzte: ,,Weil ich dachte ihr kämet zu mir als ihr eure Kräfte erhalten habt und sagt es mir selbst." Wieder legte er ein Blatt Ampfer auf Windpfotes Ohr. ,,Wenn du darüber Bescheid weißt erzählst du es auch Kojotenstern?" Der Heiler schüttelte den Kopf: ,,Er wird es irgendwann auch selbst herausfinden, dass ihr zu den Wächtern gehört." Blitzpfote wusste nicht, ob sie Nachthimmel über ihr Treffen beim Horizont mit den anderen Wächtern erzählen soll. Aber da er schon viel über sie wusste, könnte es nichts schaden. ,,Windpfote und ich müssen uns diesen Vollmond beim Horizont mit den anderen Wächtern treffen, damit wir sie kennen lernen." Nachthimmel sah sie an und dann Windpfote. ,,Es ist in weniger als vier Sonnenaufgängen bis Vollmond. Bisdahin muss dein Bruder längst wieder fit sein." ,,Heißt dass du wirst uns nicht verraten, dass wir weg sind. Es könnte sein, dass es ziemlich lange dauern könnte, bis wir zurück sind." Nachthimmel räumte die Ampferblätter auf einem Haufen zusammen, ehe er antwortete. ,,Ich werde schweigen wie ein Grab. Und wenn ihr wollt könnt ihr euch etwas Sauerampfer einnehmen, bevor ihr loszieht. Es ist ein Reisekraut, es löscht euren Durst und regt euren Apptetit an. Ich lege es bevor es zum Versammlungsort geht auf meinem Nest." Er deutete mit seinem Schwanz auf das Nest, gegenüber dem Krankenbau. Blitzpfote nickte: ,,Danke für deine Hilfe." ,,Nichts der Rede Wert. Es hätte jeder Heiler getan. Selbst Bernsteinbrust." Er drehte sich um und ging nach draußen. Windpfote stöhnte auf und sagte: ,,Hab ich richtig gehört, Nachthimmel weiß von uns und den Wächtern Bescheid?" Blitzpfote nickte und flüsterte: ,,Eisstern hat ihn davon erzählt bevor wir geboren wurden sind und er hatte immer gewusst, dass wir zwei davon sein könnten. Ich habe ihn anschließend auch von den Treffen mit den anderen Wächtern diesen Vollmond beim Horizont erzäht." Windpfotes Augen weiteten sich vor Neugier. ,,Was hat er dazu gesagt?" ,,Dass er uns nicht verraten wird und er wird bevor er zur Großen Versammlung geht Reisekräuter auf sein Nest für uns bereit legen. Es löscht den Durst und regt den Appetit an." Blitzpfote ging nach draußen. Die Blätter verfärbten sich langsam in bunten Farben. Bald beginnt Blattfall. Blitzpfote zitterte, als Wind durch ihren Pelz streifte. Wespenstich kam zu ihr. Ihr wurde wärmer, als der schwarze Kater zu ihr kam. Es schien als fächelte er den Wind vor Blitzpfote weg, damit sie nicht mehr frieren musste. ,,Hallo, Wespenstich. Wie gehts dir?," grüßte Blitzpfote. Wespenstich schnurrte: ,,Prima. Wie gehts deinem Bruder?" ,,Morgen darf er wieder zurück zur Kinderstube." ,,Freud mich zu hören. Hast du Lust mit mir hinter dem Ältestenbau zu gehen?" Blitzpfotes Augen funkelten. ,,Im Ort der Liebe? Klar." Blitzpfote und Wespenstich gingen Seite an Seite zum Wespenstich. Ein Lächeln kam aus ihrem Mund, dann verschwand es. In vier Sonnenaufgängen wird sie ihn das letzte Mal sehen. Sie hoffte das Treffen wird nicht lange dauern und sie bekommen auch keine Mission, die Monde dauern könnte, prophezeit. Sie fragte sich was Wespenstich denken wird, wenn sie mit ihrem Bruder aus dem Lager schleicht. Was, wenn er denkt sie verheimlicht ihn etwas? Was ist, wenn er es herausfindet und es allen erzählt? Was wird nur aus ihrer Beziehung, wenn er ihr Geheimnis herausfinden wird? Blitzpfote seufzte. Sie musste es ihn sagen. Sie mochte Wespenstich sehr und vor einem Freund sollte man keine Geheimnisse haben. Sie muss es schließlich auch nicht gleich Windpfote erzählen. Und vielleicht verspricht Wespenstich ihr dieses Geheimnis niemals auszuplaudern. Sie sind beim Ort der Liebe angekommen. ,,Wespenstich, ich glaube da gibt es etwas was ich dir sagen muss," begann sie zögernd. Überrascht drehte sich der Kater um. ,,Was denn?" Blitzpfote schluckte. ,,Ein Geheimnis, dass ich schon seit Monden mit mir herum trage. Windpfote und ich haben vom Mondclan Elementar-Kräfte erhalten. Ich bin die Kriegerin des Blitzes und mein Bruder der Krieger des Windes. Wir sind Anführer der Wächter des Mondes." Wespenstich sah sie an. Blitzpfote fragte sich was er gerade denkt. ,,Wieso erzählst du mir das erst jetzt?" ,,Weil ich Angst hatte du könntest es weitersagen." Wespenstich schmiegte seinen Kopf an ihren. ,,Ich könnte dich niemals verraten, weil ich dich liebe." Blitzpfote schnurrte und leckte an seiner Wange. ,,Windpfote und ich müssen uns diesen Vollmond mit den Wächtern treffen. Ich habe überhaupt keine Ahnung, wie lange das Treffen dauert. Es kann gut sein, dass wir länger weg sind als Gedacht." Ihr Gefährte schlug seinen Schwanz um ihren. ,,Ich werde jeden Tag an dich denken." ,,Fast hätte ich es vergessen," miaute Blitzpfote. ,,Wenn irgendjemand fragt, wo wir stecken, sag am besten gar nichts. Tu so, als hätte ich dir nie davon erzählt." Wespenstich nickte verständnisvoll. Dann fragte er: ,,Gibt es noch welche die davon wissen." ,,Nachthimmel hat es vorhin erwähnt, als er sich um Windpfote kümmerte. Er hat mir versprochen, auch zu schweigen." Nachdem Blitzpfote ihr Geheimnis an ihrem geliebten endlich rauslassen konnte, fühlte sie sich viel besser. Dann kam ihr der Gedanke, was der Mondclan davon halten wird, wenn er erfährt, dass sie das Geheimnis jemanden anvertraut hat, der weder Heiler, Anfüher, noch Wächter war. Doch vielleicht werden sie es verstehen, warum es Blitzpfote an Wespenstich weitergab.

Kapitel 11

,,Bist du so weit?" fragte Windpfote seiner Schwester. ,,Wenn Kojotenstern und die anderen das Lager verlassen haben gehts, los." Heute war es soweit Windpfote und Blitzpfote durften sich mit den anderen Wächtern beim Horizont treffen. Er fragt sich ob Horizont, das achte Element sein könnte was fehlte. Er lugte aus dem Schülerbau. Rotstreif, Schattenwende, Echsenflucht, Glanzbrise, Schneeschweif, Rauchherz, Dachszahn, Adlerklaue, Ampferherz, Tigersturm, Hasenfuß, Efeukralle, Moorzahn, Hermelintanz, Goldschweif, Tüpfelpelz, Nachthimmel, Heckenpfote sie alle versammelten sich um Kojotenstern. Löwenschopf und Tulpenblatt mussten zusammen mit Tiny, Blitz und Emely in ihrem alten zu Hause nach Spuren von Wolfssplitter oder Rußnebel durchsuchen. Kojotenstern befürchtet es könnten sich wieder neue Streuner oder Einzelläufer in diesem Zweibeiner-Nest bequem machen, und von Wolfssplitter oder Rußnebel bedroht oder gar getötet werden. Außerdem bekamen die Gäste ab und zu auch etwas Heimweh. Kojotenstern erlaubt ihnen dann, wenn das Heimweh nicht mehr weg geht, in Begleitung seiner Krieger dorthin zu gehen. Sie waren seit kurzen aufgebrochen. Saatpfote war mit seinen Mentor, Ameisenherz und Distelblüte auf Nachtpattroulie. Sonst befanden sich die meisten in ihren Bauen. Das bedeutet Windpfote kann sich, ohne erwischt zu werden, von Nachthimmels Nest das Sauerampfer holen und dann mit Blitzpfote zum Tarnschlamm gehen. Seine Schwester sah zum Himmel. ,,Hoffentlich müssen die anderen nicht auf uns warten?" Windpfote zischte: ,,Ach wahrscheinlich haben sie den selben Plan wie wir und warten noch darauf, bis die Große Versammlungs-Pattroulie das Lager verlässt." Blitzpfote wirkte sich nicht so sicher. ,,Kann sein." Endlich die Katzen verschwanden in der Brennelselnbarrieiere. Eine gute Gelegenheit für Windpfote sich das Sauerampfer zu schnappen. Niemand war im Lager. Bis auf Stachelherz, Bussardwind, Blattfall, Wespenstich, Lichtglut, Graßherz, Drosselkralle, Ahornflügel, die im Kriegerbau am schlafen waren, als Windpfote sich davor herschlich. Der Kriegerbau liegt nämlich zwischen Kinderstube und Schülerbau. In der Kindertstube gaben sich Moosfeder und Apfelduft gegenseit die Zungen. Die zukünftigen Mütter, schienen Windpfote nicht bemerkt zu haben. Dann kam er beim Heilerbau an. Wie Blitzpfote sagte, das Sauerampfer lag wirklich auf Nachthimmels Nest, gegenüber dem Krankenbau. Er packte das Reisekraut zwischen seine Zähne und schlich sich zurück. Windpfote nahm sich ein Bissen und verzehrte sein Gesicht. Blitzpfote musste das selbe denken. ,,Die sollen den Appetit anregen," knurrte Windpfote. ,,Es muss er heißen: Sie verderben den einen sein Appetit." Blitzpfote kicherte: ,,Aber dafür helfen sie uns ne Zeit lang nichts zu essen, hat Nachthimmel erwähnt. Außerdem hätten wir ohne diese Kräuter auch sofort Hunger bekommen, wenn wir beim Sandweg neben den anderen Territorurien hergehen. Was würden deren Nachtpattroulien denken, wenn sie zwei Feuerclan-Schüler beim verputzen von einer ihrer Beute erwischen." Windpfote nahm sich wieder ein Bissen und dann noch ein. ,,Du hast Recht." Als sie die Kräuter aufgegessen hatten, lugten sie nochmals aus ihrem Bau. Immer noch niemand auf der Lichtung oder in der Nähe. Windpfote ging voraus hinter dem Kriegerbau. Dort befand sich der Tarnschlamm. Als sie fertig waren und sich gegenseitig nicht mehr beschnuppern konnten, waren sie bereit. Das Treffen kann stattfinden. Windpfote und Bltzpfote rutschten in dem Trainingsplatz rein und gingen auch wieder raus. Blitzpfote schnupperte. ,,Die Luft ist rein. Wir können weiter zum Sandweg." Windpfote nickte. Schweigend erreichten die Geschwister den Sandweg. Windpfote erschrak. ,,Erdclan-Pattroulie! Los verstecken." Sie sprangen in ein hohes dichtes Gebüsch gegenüber den Erdclan-Territourium. Die Pattroulie bestand aus Fleckenglanz, Jaguarpfote, Amselfeder, Steinkralle und Zinkpfote. So wie es scheint, waren davon schon mal keiner ein Mitglied der Wächter. Die Pattroulie hielt Ausschau, als Fleckenglanz nickte, gingen sie zurück. Nun mussten Windpfote und Blitzpfote nur noch an den Eisclan-Territourium, dann haben sie es erstmal geschafft. ,,Wir bleiben lieber hinter den Büschen," schlug seine Schwester vor. ,,So kann uns weder jemand riechen noch sehen." Es knackste und raschelte. Es war Blitzpfote, die auf einem Zweig getreten war und ihr Schwanz der die Blätter zum Rascheln gebracht hatte. Windpfote sah sie an. ,,Ach ja und was ist, wenn sie uns hören?" Blitzpfote sah sich um. ,,Wenn die Büsche kein gutes Versteck bieten, wie wollen wir denn dann unauffällig zum Fluss kommen." ,,Wir müssen einfach vor den Büschen langgehen und wenn feindliche Pattroulien in der Nähe sind springen wir hinein und warten, bis sie wieder weg sind." Sie waren angekommen. Windpfote traute seinen Augen nicht, Blitzpfote ebenfalls. Fünf Katzen waren schon da und die alle kannte er. Flammenpfote und Wolkenpfote aus dem Eisclan. Sturmflut und Donnergroll vom Wasserclan. Und Tauwasser vom Erdclan. Windpfote konnte es kaum erwarten heraus zufinden, welche Elementar-Kräfte sie besitzen. Wolkenpfote blickte zu ihnen rüber und stupste seine Schwester an. ,,Sieh nur, Flammenpfote. Windpfote und Blitzpfote gehören wohl auch zu uns." Auch die anderen hatten sie gesehen. ,,Seit gegrüßt, Wächter des Mondes," miaute Windpfote. Donnergroll grüßte zurück. Blitzpfote trappte zu Feuerpfote und Wolkenpfote. ,,Horizont noch nicht da?" fragte sie. Tauwasser, die sich gerade am putzen war, sah auf. ,,Fleckenwind und Eschenbart sagten doch wir sollten uns bei Horizont treffen und nicht mit einem der Horizont heißt." Windpfote sah zum Himmel und dann zum Versammlungsort. ,,Oh nein," stöhnte er. ,,Die ersten Katzen verlassen schon den Versammlungsort. Bald werden sie hier sein." Tauwasser entdeckte ein Versteck groß genung für alle. Eine Hecke. ,,Los darein," zischte sie und sprang dicht gefolgt von Windpfote und den anderen hinein. Rotstreif , der gerade auf dem Sandweg wollte, spähte in Richtung Versteck der Wächter. ,,Was ist?" fragte Kojotenstern. Rotstreif schüttelte den Kopf: ,,Nichts. Ich dachte, ich hätte etwas gehört. War aber wohl nur Einbildung." Sie gingen weiter. Windpfote amtete erleichtert aus. Beinahe hätten sie sie erwischt und dann hätte es gutmöglich Probleme gegeben.

Kapitel 12

Die Wächter kamen aus dem Versteck. ,,Also was meinst du mit: Wir sollen uns mit Horizont treffen?" fragte Tauwasser Windpfote. Er schluckte: ,,Haben euch Eschenbart oder Fleckenwind nicht prophezeit, dass wir uns bei Sonnenhoch diesen Vollmond mit einer Katze namens Horizont treffen? Haben sie euch nicht erwähnt, dass ein Element auf unserem Treffen fehlen wird? Denkt ihr nicht das Horizont das fehlende Element und der achte Wächter ist?" Tauwasser, Sturmflut, Donnergroll, Flammenpfote und Wolkenpfote wechselten Blicke und schütteln die Köpfe. Es herschte schweigen. Ein Magen rummorte. Donnergroll kicherte: ,,Tschuldigung. Hab seit Vollmond nichts mehr gegessen." Sturmlut, der offenbar kein Hunger hatte, sah ihn an. ,,Ich habe dir doch befohlen, ess bevor wir losgehen." Donnergroll miaute: ,,Ich war einfach zu Aufgeregt, um ans essen zu denken." Windpfote betrachtete die Brüder genauer. Donnergroll war muskulös, farnfarbend mit bleichen Schattierungen. Sturmflut war stämmig und hatte schwarzblaues Fell. ,,Wieso jagt ihr nichts für uns?" schlug Blitzpfote vor. ,,Eurer Territourium liegt doch hier ganz in der Nähe." Tauwasser nickte zustimmend. ,,Sie hat Recht," miaute die blaugraue Kätzin gewand an Sturmlut. ,,Entweder jagen du oder dein Bruder in eurem Territourium oder Flammenpfote und Wolkenpfote in ihrem." Die Eisclan-Schüler jünger als Windpfote und Blitzpfote wechselten Blicke. Flammenpfote trat zu Tauwasser. Ihr Pelz strahlte in die Farben des Feuers als die Sonne darauf schien. Ihre Fellhaare wehten im Wind. Es sah aus, wie Fackeln. Hat sie vielleicht das Element Feuer? ,,Und was ist mit dir, Windpfote und Blitzpfote?" Bevor Tauwasser Flammenpfote antworten konnte, meldete Blitzpfote sich zu Wort. Sie war zwischen ihnen gesprungen, als wollte sie die beiden vor einem Streit aufhalten. ,,Ganz einfach. Das Feuerclan und Erdclan Territourium liegt weiter weg, als eure Territourien. Außerdem könnte es sein, wenn wir wieder zurück sind, dass Horizont schon da ist und wir den Anfang verpasst haben." Flammenpfote seufzte: ,,Hast ja Recht. Komm Wolkenpfote wir gehen jagen." ,,Bring uns auch etwas mit," rief Donnergroll hinter ihnen her, als sie ins Wasser stiegen. Flammenpfote winkte verständnisvoll mit dem Schweif. Sturmflut sah zum Himmel. ,,Die Sonne ist fast über den Bäumen und das pink und orang verfärbt sich auch schon langsam blau," stellte der schwarzblaue Kater fest. ,,Sollte Horizont nicht schon längst hier sein?" Windpfote blickte ebenfalls zum Himmel. Sturmflut hatte Recht. Tauwasser miaute: ,,Es kann gut sein, dass er sich verspätet hat. Oder erst ankommt, wenn die Sonne hoch oben steht." Windpfote spitzte die Ohren. Er nahm ein Geräusch war, dass der Wind aus weiter Entfernung zu ihn zog. Blitzpfote wedelte mit ihrem Schwanz an Windpfotes Gesicht. Er sah es nicht, aber merkte es. ,,Hallo, Erde an Windpfote. Jemand zu Hause?" Tauwasser hatte Blitzpfote von ihm weggezogen. ,,Ich glaube er hört etwas." Es stimmte was die Erdclan-Kriegerin sagte. Windpfote machte seine Augen auf und zischte: ,,Horizont ist schon fast in der Grenze hinter dem Wasserclan-Territourium angekommen. Aber nicht alleine. Zwei Katzen begleiten ihn." Die Krieger sahen sich fragend an. Ohne wissen zu wollen, wie er das durch Hören erraten konnte miaute Blitzpfote: ,,Kannst du auch hören welche zwei anderen Katzen das sind." Windpfote lauschte nochmal. Er traute seinen Augen nicht. ,,Fleckenwind und Eschenbart sind seine Begleiter." Donnergroll schüttelte sich. ,,Unmöglich sie sind doch tod." Sein Bruder verpasste ihn eine Ohrfeige. ,,Mäusehirn. Sie leben im Mondclan und Mondclan-Katzen können auch auf der Erde erscheinen." Es raschelte und Blitzpfote wurde nassgespritzt. Angewiedert schüttelte sie sich und leckte sich sauber." Flammenpfote und ihr Bruder kamen von der Jagd zurück. Ein Eichhörnchen, ein Fisch, zwei Mäuse und zwei Vögel. ,,Den Fisch teilen wir uns," miaute Wolkenpfote. ,,Wir wissen, wie sehr ihr euch vor Fisch ekelt." Niemand sagte etwas. Tauwasser nahm sich die Taube, Blitzpfote eine Maus, Donnergroll das Eichhörnchen, Sturmflut die Amsel und Windpfote die andere Maus. Windpfote sah zum Himmel und setzte seine Ohren in Bewegung. Fleckenwinds Stimme war zu hören. ,,Ab hier beginnt das Territourium des Wasserclans," erklärte der Mondclan-Krieger gerade. ,,Und gleich sind wir auch schon beim Fluss," ergänzte sein Bruder. Eine Stimme, wohl möglich von Horizont, weil Windpfote sie nicht kannte, ertönte. ,,Und da lerne ich die Wächter kennen?" Windpfote hatte genug gehört. Er wollte nicht, dass er mitbekommt über was sie noch reden werden. Es könnte sein, dass es etwas über das Treffen ist. Windpfote wollte es den anderen lieber nicht sagen, sonst wäre das ganze Treffen nur Zeitverschwendung gewesen. Er wandte sich wieder seine Maus zu, eine Feldmaus. Sie hatten aufgegessen. Donnergroll leckte sich übers Maul. ,,Also eure Eichhörnchen sind echt schmackhaft. Solche fetten und frischen habe ich schon lange nicht mehr gegessen." Flammenpfote blickte. Etwas geschmeichelt miaute sie: ,,Das habe ich gefangen. Es fraß gerade eine Eichel. Davon liegen bei uns zur Zeit genügend auf der Erde. Deswegen schmecken die Eichhörnchen auch leckerer als in der Blattgrüne. Sie fressen sich Fett an, damit sie in der Blattleere, wenn sie bis zur Blattfrische schlafen, nichst mehr zu fressen bekommen." Blitzpfote sah ihre Freundin an. ,,Woher weiß du das?" Flammenpfote wollte ihren Mund aufmachen, doch Wolkenpfote kam ihr zu vor. ,,Sie weiß viel über die Wald und Feldtiere die hier leben. Immer wenn wir auf Pattroulie sind und uns ein Tier endtecken kommt, kann Flammenpfote uns sofort Informationen darüber geben, die selbst unsere Anführerin nicht kennt. Es ist wie eine besondere Gabe." Flammenpfote stoßte ihren Bruder zur Seite. ,,Genug jetzt," knurrte sie. ,,Ich kenne mich halt ebend gut mit verschiedenen Tieren aus. Na und?" ,,Na und?" fragte Tauwasser verwirrt. ,,Das ist gut, denn so ist man auf ein Tier vorbereitet. Besonders wenn es eine Schlange, ein Fuchs, ein Dachs oder ein gefährlicher riesen Greifvogel ist, von denen oft Katzen getötet werden. Mit deinen Informationen können wir die Gefahren, die das Tier verbreiten wird voraussehen." Windpfote blieb das letzte Beutestück im Hals stecken, als Tauwasser Schlange erwähnte. Er musste daran denken wie Häherschwinge von einer getötet wurde. Er sah, wie die graue Kätzin die Schlange gefunden und zu töten versucht. Aber die Schlange beendete den Kampf, in dem sie Häherschwinge an die Kehle biss. Windpfote löschte diese unheimlichen Erinnerung. Er kann froh sein, dass er diese Tragödie nicht mit eigenen Augen ansehen musste. Schlangenbisse sind giftig und tödlich und ein Heilmittel gab es dagegen auch nicht. ,,Willkommen, Wächter des Mondes," miaute eine Stimme." Sie waren da, Eschenbart und Fleckenwind in Begleitung von Horizont. Windpfote sah zum Himmel. Genau wie Tauwasser sagte, sie kamen als die Sonne hoch am Himmel scheint und das pink und orang des Himmels fast verschwand.

Kapitel 13

,,Mein Name ist Horizont. Ich bin derjenige mit dem ihr euch heute treffen sollt," begann der Kater mit dem ungewöhnlichen orangrotgelben Fell. ,,Ich bin der Krieger der Sonne." Horizont nickte Tauwasser zu sich vorzustellen. ,,Ich bin die Krieger des Eises." Sturmflut kam an der Reihe. ,,Krieger des Wassers," miaute der schwarzblaue und nickte seinen Bruder zu. Donnergroll sagte: ,,Ich bin der Krieger der Erde." Eis, Wasser, Sonne und Erde gehörten wirklich zu den Elementen der Erde und Natur. Das Wasser gibt den Tieren etwas zu trinken. Das Eis ist dafür da, die Blattleere erst möglich zumachen. Die Erde ist das zu Hause vieler Pflanzen, Bäume und Kräuter. Dankt der Erde, bekommen die Katzen genug Heilmittel und Verstecke. Die Sonne schenkt allen Lebewesen ein neues Leben. Sie sorgt dafür, dass die Beutetiere, die die ganze Blattleere verschlafen wieder aufwachen. Sie hilft den Blumen beim Blühen. Flammenpfote kam als nächstes an der Reihe. ,,Ich bin Kriegerin des Feuers." Windpfote hatte es gewusst. Feuer gehört auch zu den Elementen. Auch wenn es für viele Lebewesen gefährlich ist gehört es nun mal zur Natur. Es vernichtet alte Pflanzen und Bäume und gibt neuen eine Chance mithilfe von Wasser und der Sonne die Natur wieder herzurichten. ,,Ich bin der Krieger der Wolken," sagte Wolkenpfote. Windpfote überlegte. Wolken können mehrere Elemente aufeinmal in sich tragen. Wasser -für Regen-, Eis -für Schnee- und Blitze für Gewitter. Wolkenpfote kann die Wolken scheinbar kontrollieren in dem er ihnen in Gedanken befiehlt was sie tun sollen oder nicht. Wenn es anfängt zu Gewittern könnte, kann Wolkenpfote den Wolken befehlen es sein zu lassen. Hat es aber seit Monden nicht mehr geregnet, so kann Wolkenpfote befehlen zu regnen. Blitzpfote kam an der Reihe. ,,Ich bin die Kriegerin des Blitzes." Blitze waren genau wie Feuer für fast alle Lebewesen gefährlich, aber auch nützlich. Sie können Feinde erschrecken und verscheuchen. Sie sind auch ein Zeichen für Gewitter. Nun kam Windpfote an der Reihe. ,,Ich bin der Krieger des Windes." Er konnte den Wind kontrollieren. Er kann mithilfe des Windes kaputte Sachen wieder zusammensetzen, wie einst mit dem Baum. Durch den Wind kann er in weiter Ferne alles hören. Er war auch so schnell wie der Wind. Und nicht nur das, während die anderen zittern, wenn Wind kommt, zittert Windpfote nicht. ,,Da wir uns alle vorgestellt haben," miaute Horizont. ,,So kommt mit mir. Wir gehen auf einer Reise, nach meiner Heimat. Dort befindet sich in der Nähe ein Stein. Auf ihn sind alle Symbole für eure Elemente. Ihr müsst eure Nasen dran legen und dann leitet eure Symbole eure volle Macht." Sturmflut schüttelte den Kopf. ,,Aber haben wir nicht schon unsere Elementaren-Kräfte erhalten." Horizont nickte: ,,Ja aber nicht die volle. Der Mondclan gab euch nur ein Teil eurer gesamten Macht. Der Stein wird euch den Rest geben." Die Wächter wechselten Blicke. Horizont stand auf und deutete mit dem Kopf zur Sonne, die schon bald wieder unterging. Fast einen ganzen Tag waren die Wächter nun beim Fluss. ,,Also seit ihr bereit mit mir zum Stein der Elemente zu gehen und eure vollen Kräfte zu erhalten?" Nach einer Weile nickten sie. ,,Wir sind bereit," miaute Windpfote. ,,Gut, aber ich warne euch," sagte Horizont. ,,Bis zum Stein der Elemente dauert es einige Tage. Es kann gut sein, dass ihr eure Clans erst in einem halben Mond wieder sehen könnt." Wolkenpfote schluckte: ,,Erst in einem halben Mond. Wenn wir so lange weg sind, werden unsere Gefährten denken, wir wären irgendwo umgekommen und leben nun im Mondclan." Flammenpfote verdrehte die Augen. ,,Jetzt sei nicht so. Willst du etwa nicht deine volle Macht erhalten?" Wolkenpfote sah sie eindringlich an. ,,Natürlich." Horizont machte sich zum Aufbruch bereit. ,,Dann kommt. Je früher wir losziehen, desto früher kommen wir auch an." Donnergroll fragte: ,,Werden wir unterwegs auch einige Stopps machen, um etwas zu essen?" ,,Natürlich, aber die erste Pause machen wir nachdem wir das Wasserclan-Territourium hinter uns gelassen haben." Horizont ging voraus, dicht gefolgt von Windpfote, Blitzpfote, Flammenpfote, Wolkenpfote, Donnergroll, Sturmflut und Tauwasser. Windpfote hätte nie gedacht, dass sie so gut miteinander auskommen würden. Er hatte erst befürchtet, sie könnten sich nicht leiden und wollten auch nicht miteinader sprechen. Sie waren mitten im Wasserclan-Territourium. Windpfote spitzte die Ohren. ,,Eine Pattroulie," zischte er. Donnergroll schnupperte. ,,Gänseherz, Luftläufer, Elsternfeder, Farnenlicht und Hummelblick. Das muss die Morgenpattroulie sein, die gerade unterwegs zurück zum Lager sind." Sein Bruder nickte zustimmend. ,,Bald haben wir das Wasserclan-Territourium hinter uns gelassen," miaute Horizont. ,,Dann können wir erstmal beunriugt weiter gehen." ,,Was meinst du mit erstmal?" fragte Wolkenpfote. ,,Was für Gefahren kommen danach?" Horizont sah den weißen Kater mit grauen Pfoten und Schwanzspitze an. ,,Ein Menschendorf oder besser gesagt eine Stadt." Verwirrt blickten sich die Wächter an. Sturmflut fragte: ,,Was sind Menschen? Was ist eine Stadt?" Horizont seuftzte: ,,Das werdet ihr schon sehen. Es kann sein, dass ihr Menschen schon mal gesehen habt, aber anders nennt." Sie gingen weiter. Hügel tauchten auf, dahinter die Sonne die sich dort versteckte. ,,Können wir jetzt Rast machen?" fragte Flammenpfote. ,,WIr sind schon seit einen halben Tag unterwegs und hunger haben wir auch." Horizont nickte verständnisvoll. ,,Sturmflut, Donnergroll, wollt ihr für uns jagen?" Die Brüder nickten und gingen Richtung Wasserclan-Territourium auf Jagd. ,,Wir anderen suchen uns Materialien für Nester. Wir werden heute Nacht hier übernachten und morgen vor Sonnen aufgang weiter ziehen. Nach den Hügeln, bevor die Stadt kommt machen wir die nächste Pause. Nachdem wir die Stadt hinter uns gelassen haben, dauert es nur noch zwei oder drei weitere Tage, bis wir den Stein der Elemente erreicht haben."

Kapitel 14

Blitzpfote ging mit ihrem Bruder auf der Suche nach Materialien für ihrere Nester. Sturmflut und Donnergroll waren mit Beute angekommen, bevor sie ihre Nester bauten. ,,Ich habe etwas gefunden für unsere Nester," ertönte Windpfotes Stimme. Er luckte aus einem kleinen Baumkreis heraus. Es sah fast so aus, wie der Versammlungsort nur seher viel kleiner. Blitzpfote ging zu ihm. ,,Hier ist alles was wir brauchen. Moos, Zweige, Blätter." Sie gingen hinein. Irgendwie fühlte sich Blitzpfote in diesem Miniwald wohler. Kein Wunder schließlich wurde sie auch in einem geboren. Sie fragte sich warum, sie nicht hier schlafen konnten. Die anderen schienen nicht zu wissen, dass sie hier waren. Es könnte sein, dass auch für ihre Nester hier etwas passendes liegt. ,,Sollten wir den anderen nicht sagen, dass wir Materialien für Nester gefunden haben?" fragte Blitzpfote ihren Bruder. Der sah sie mit nem Maul voll bunter Blätter an. ,,Mach du ruhig," nuschelte er. ,,Hier ist genug für alle da." Windpfote suchte weiter. Blitzpfote ging aus dem Wald und rannte zu Horizont. Er war bisher der einzigste, der auf ihrem Rastplatz war. ,,Windpfote und ich haben einen kleinen Wald entdeckt. Mit Materialien für die Nester." Der orangrotgelbe Kater sah von seiner halbaufgessenen Wühlmaus auf. ,,Du meinst doch nicht diesen kleinen Wald, vor den Hügeln?" Blitzpfote nickte, zuckte aber zurück, als Horizont knurrte: ,,Seit ihr verrückt. Dieser Wald ist gefährlich." Blitzpfote blickte sich um, niemand der anderen Wächter war weder zu hören noch zu riechen. Horizont fuhr fort: ,,In diesem Wald wimmelt es nur so von Füchsen." Blitzpfote schrak zusammen. ,,Füchse!" wiederholte sie. Der Krieger der Sonne nickte: ,,Vor sehr sehr langer Zeit haben Menschen ein Ort nur für Füchse gebaut. Ein Wald indem sie geschützt vor Jägern und Fallen sind. Zwar sind sie von Menschen gezähmt wurden, als sie noch Junge waren, aber dass heißt nicht, dass sie noch zahm sind, wenn die erstmal erwachsen sind. Die Menschen kommen oft zurück zum Fuchswald um nach zu schauen, ob die Füchse noch leben." Blitzpfote schluckte: ,,Das bedeutet, sie könnten Windpfote töten?" Horizont nickte. Blitzpfote rannte zurück zu ihrem Bruder. Als sie ankam, blieb sie wie angewurzelt stehen. Ein junges Fuchsweibchen baute sich drohend vor Windpfote auf. ,,Windpfote!" miaute sie entsetzt. ,,Geh sofort aus diesem Wald raus." Der blauschwarze Kater rührte sich nicht. Er stand in Kampfesposition. ,,Warum? Wenn ich doch meine Kräfte habe." Der Fuchs fuhr seine Krallen aus, ehe sie Windpfotes Gesicht erreichen konnte, zog Blitzpfote ihm am Schwanz raus aus den Wald. ,,He," beschwerte er sich. ,,Wieso hast du das getan? Ich war so kurz davor diesem Fuchs meine Windkraft zu zeigen." Blitzpfote knurrte ihn an: ,,Du hättest längst tod sein können, als ich zurückgekommen bin. Das ist ein Wald der Füchse. Sie wurden von Menschen erzogen. Was würden sie denken, wenn sie eines ihrer Füchse getötet von einem fremden Eindringling liegen sehen?" Windpfote schnaufte: ,,Ich habe den Fuchs nicht gedroht, sondern er mit." ,,Na, weil du in sein Territouirum eingedrungen bist. Außerdem war es ein Weibchen und es hatte offenbar Angst bekommen, du könntest eine Gefahr für ihre Jungen darstellen." Windpfote fuhr seine Krallen ein. Er sah zurück. Tatsächlich in der Nähe, wo Blitzpfotes Bruder nach Materialien für die Nester sammelte, befand sich wirklich der Bau der Füchsen, die ihn beinahe angriff. Vier kleinere Köpfe schauten heraus. Fuchsjunge. Ihre Mutter kam zurück mit Mäusen im Maul und legte es vor ihren Jungen. Windpfote senkte den Kopf. ,,Du hast Recht," gestand er. ,,Ich bin in ihr Territourium eingedrungen und sie wollte nur ihre Jungen beschützen." Etwas Nest-Material lag vor dem Waldeingang. ,,Ich hoffe damit kommen wir erstmal aus." Sie gingen zurück zu den anderen. So gut wie alle waren da. ,,Endlich," miaute Horizont. ,,Wurdet ihr von einem Fuchs angegriffen?" fragte Wolkenpfote. Blitzpfote und Windpfote wechselten Blicke. Zögernd erklärte Windpfote: ,,Naja fast. Es war ein Weibchen, dass seine Jungen vor mir beschützen wollte. Ich habe dankt meiner Schwester eingesehen, dass es falsch wäre die Füchsin zu töten, ansonsten hätten ihre Jungen keine Lebenschanchen mehr gehabt." Blitzpfote entdeckte Solz in Horizonts Augen. ,,Deswegen haben die Menschen auch den Wald der Füchse gebaut, um Füchse vor Jägern oder Fallen zu schützen. Ein Ort in dem sie und ihre Jungen ungestört leben können. Noch nicht mal Menschen-Jäger ist es in diesem Wald erlaubt, Füchse zu töten. Man nennt es auch: Das Fuchsjagdschutzgebiet." Da fiel Blitzpfote ein, dass so etwas ähnliches auch für Eichhörnchen in ihrem Territourium gab. Plötzlich fragte sie sich, ob es wirklich richtig war, Eichhörnchen von dort zu jagen, obwohl sie geschützt sind. Im Wald gibt es schließlich genug davon. Auch in dem Eichhörnchenschutzgebiet können täglich Menschen auftauchen. Sie schüttelte den Kopf. Eichhörnchen werden auch nicht einfach so liegen gelassen, sondern mitgenommen, im Gegensatz zu Füchsen. Außerdem sind Eichhörnchen mehr wie Füchse. Die Sonne war untergangen und der Himmel verfärbte sich dunkelblau. ,,Es wird Zeit zu schlafen," miaute Horizont gähnend. ,,In aller Frühe brechen wir auf." Die Wächter legten sich in ihren Nestern. Die erste Nacht gemeinsam mit den Wächtern. Blitzpfote hatte das Gefühl, sie bauten sich langsam wie ein echter Clan auf. Niemand tat dem anderen etwas zu Leide, alle gingen friedlich miteinander um. Sie hoffte, dass sie auch nach dem Kampf gegen den Katzen aus dem Taal der Mörder und Ort des Bösens noch befreundet bleiben und sich in Grenzgefechten nicht gegeneinander kämpfen werden. Blitzpfote sah zum Himmel. Bitte mach dass wir für immer zusammen bleiben, betete sie zum Mondclan.

Kapitel 15

Wind wehte durch die Lüfte. Alle Katzen frierten bis auf Windpfote. Ein Sternenstrahl flog um ihn herum und nahm ihn mit. Er wurde durch die Luft gezogen. Nein der Wind zog ihn durch die Luft. Windpfote wurde vom Wind weit nach oben in das Reich des Mondclans transportiert. Bestimmt trifft er gleich auf Eisstern, Bernsteinbrust oder den Hütern der Elemente. Der Sternenstrahl warf ihn auf dem Boden. Eine ihn vertraute Katze mit orangfarbendes Fell, bernsteinfarbende Augen und ein im Dunkeln aufleuchtendes Brustfell. Bernsteinbrust. ,,Hall, Bernsteinbrust," grüßte Windpfote. ,,Wieso hast du mich mit einem Sternenstrahl hier hin transportiert und besuchst mich nicht in meinen Träumen?" Der ehemalige Feuerclan-Heiler sah ihn. ,,Das können wir nicht mehr. Und ich zeige dir auch warum." Er ging in Richtung Taal der Mörder. Fuchsnarbe, Wolfssplitter und ihre Anhänger waren dort versammelt. Ein Kater mit stachelähnlichen Fell trat aus der Katzenmenge hervor. Es war Silberstachel. Er verneigte vor Fuchsnarbe den Kopf. ,,Wie du es befohlenen hast können die Mondclan-Bewohner nicht mehr in den Träumen der Clan-Katzen gelangen. Der Eingang ist blockiert." Windpfote war entsetzt, aber auch verwirrt. Er wusste noch nicht mal, wo der Eingang ist. Stolz funkelte in Fuchsnarbes Augen. ,,Sehr gut, dann können Eschenbart und Fleckenwind auch nie mehr ihre Wächter beschützen und begleiten, denn ohne sie können sie ihre volle Macht beim Stein der Elemente nicht erhalten. Er wurde persönlich von den Hütern der Elemente erschaffen und wenn sie nicht dabei sind, können aus den Wächtern keine richtigen Wächtern werden." Windpfote sah Bernsteinbrust an. Auch wenn die Wächter den Stein der Elemente finden sollten, wäre alles völlig um sonst gewesen. Sie mussten etwas tun, aber was? Er hoffte das Bernsteinbrust gleich mit einer Prohpezeiung kommt. ,,Du hast genug gehört," miaute der orangfarbende Kater. Ungedult packte Windpfote, wie Krallen an seinen Pelz. ,,Also was soll ich tun, den Eingang wieder öffnen?" Der Kater schüttelte den Kopf. ,,Nicht du allein, mit den Wächtern." Windpfote sah sich um. ,,Aber sie sind doch gar nicht hier." ,,Das müssen sie auch nicht," erklärte Bernsteinbrust. ,,Der Eingang den wir benutzen um zu euren Träumen zu gelangen, liegt auf der Erde." Windpfote war verwirrt. Er hätte immer gedacht die Mondclan-Katzen kommen ohne einen Eingang in die Träume der Clan-Katzen. Und jetzt erst erzählt Bernsteinbrust ihn etwas von einem Eingang, dass noch nicht mal im Mondclan befindet. ,,Und wo ist dieser Eingang genau?" Bernsteinbrust seuftzte: ,,Ihr kennt den Ort bereits. Es ist der Ort an dem ihr euch bei jedem Vollmond trifft. Dort findet ihr auch vier Symbole eurer Clan-Gründer. Die müsst ihr drücken. Wenn sie kurz aufgeleuchtet haben ist es ein Zeichen dass der Eingang wieder geöffnet ist. Und dann könnt ihr euch mit den Hütern der Elemente weiter auf dem Weg zum Stein der Elemente aufmachen." Seine Gestallt verblasste und Windpfote wurde zurück in sein Nest transportiert. Er wusste schon genau welchen Ort Bernsteinbrust meinte. Es war der Versammlungsort und auf den Baumstämmen, wo die jeweiligen Clan-Symbole sind, müssen gedrückt werden. Bernsteinbrust hatte ihn zwar nicht erwähnt, wer die Symbole drücken soll. Aber Windpfote wusste es. Die Wächter waren Katzen aus jedem der vier Clans. Jeder muss nur sein Clan-Symbol drücken. Leider waren von jedem Clan, bis auf dem Erdclan zwei Katzen da. Entweder muss Taubenfeder zweimal drücken oder von jedem Clan muss nur eine bestimmte Katze drücken. Aber wer könnte das sein. Windpfote schüttelte den Kopf. Das kann er auch herausfinden, wenn sie beim Versammlungsort angekommen sind. Dem Mondclan sei Dank, findet erstmal noch kein nächstes Treffen statt. Der Mond war noch nicht mal viertel voll. Er legte sich wieder schlafen. Weitere Fragen stiegen in seinem Kopf. Woher wusste Fuchsnarbe von diesem Eingang? Wie konnte Silberstachel ihn finden und blockieren? Wieso gab Fuchsnarbe ausgerechnet ihn und nicht Wolfssplitter oder Rußnebel den Auftrag? Hat Silberstachel etwa vor nach seinem Tod in Taal der Mörder zu kommen und mit Fuchsnarbe dort regieren? Einst war Windpfote klar. Das Taal der Mörder und alle die darin lebten müssen vernichtet werden. In einem seiner Träume wurde gezeigt, dass Silberstachel es besonders auf Kojotenstern und Rotstreif abgesehen. Dieser räudige Erdclan-Krieger würde alles tun, was Fuchsnarbe von ihm verlangt. Selbst seine eigenen Clan-Gefährten töten. Silberstachel wird auch seinen Anführer alle neun Leben aufeinmal rauben und dann werden seine Clan-Gefährten sich zu sehr vor ihm fürchten, dass sie alles tun werden, was er von ihnen will. Maisfrost wird ihren Amt als Zweite Anführerin aufgeben. Storchenherz und Pfützenpelz werden nie mehr die Heiler, die die Welt einst kannte. Die Krieger und Schüler werden zu gefürchtetet Mörder. Und alle ihre Clan-Gefährten die krank sind dürfen nicht geheilt werden. Wenn das immer so weiter geht wird es bald kein Erdclan mehr geben und alle würden im Taal der Mörder unter Silberstachels Führung gelangen. Windpfote schüttelte sich diese gresslichen Gedanken aus dem Kopf. So weit kommst noch. Silberstachel muss getötet werden. Bevor Windpfote dies tut, muss natürlich erst das Taal der Mörder und die Bewohner vernichtet werden. Denn wenn das vernichtet wurde, kann niemand nach seinem Tod hinein. Weder Silberstachel, noch Wolfssplitter oder Rußnebel. Sie werden nach ihren Tod nirgenwo mehr hinkommen. Der Frieden wäre dann wieder sicher. Windpfote fragte sich, wann der Kampf stattfinden wird. Sie wollten schließlich nicht zu spät kommen. Morgen wird er es den Wächtern alles berichten.

Kapitel 16

,,Leute wacht auf." Windpfote rütteltete jeden an seiner Schulter und niemand rührte sich. ,,Wacht auf!" Erschrockend wachten die Wächter auf einmal auf. Blitzpfote schüttelte sich. ,,Schon wach, Windpfote? Sonst bist du von uns immer derjenige der am längsten schläft." ,,Ich konnte irgendwie nicht schlafen." Er erzählte den Wächtern von seiner Begegnung mit Bernsteinbrust. ,,Tja und nun haben wir die Aufgabe im Versammlungsort die Sybole unserer Clans zu drücken um den Eingang wieder zu öffnen. Sonst gibt es unseren Träumen nie wieder Besuche vom Mondclan und den Stein der Elemente können wir auch nicht berühreren, weil die Hüter der Elemente nicht da sein werden." Die Wächter wechselten Blicke und redeten durcheinander. Windpfote fühlte sich wie ein Anführer, der eine Clanversammlung abhält. Ob das vielleicht sein Aufstieg als großer Anführer sein wird? Flammenpfote meldete sich zu Wort: ,,Das ist ja schrecklich! Silberstachel hat dem Mondclan den Eingang zu unseren Träumen blockiert?" Tauwassers Augen blitzten vor Zorn auf und ihre Krallen fuhr sie aus. ,,Ich habe es mir schon gedacht, dass dieser Silberstachel irgendetwas im Schilde führt. Zuerst dachte ich er wollte nur mehr Aufmerksamkeit von seinen Clangefährten, in dem er sich oft mit Rindenstern über bestimmte wichtige Sachen bespricht. Aber jetzt ist er endgültig zu weit gegangen." Blitzpfote nickte und sah ihren Bruder an. ,,Wann gehts los?" Windpfote blickte zum Himmel. Der Morgen fing erst gerade an. ,,Jetzt, aber vorher können wir noch etwas essen. Blitzpfote und ich übernehmen diesmal die Jagd." Gemeinsam mit seiner Schwester ging er Richtung Wald der Füchse. Blitzpfote nahm sich eine Taube im Visier, die auf einem Stein hüpfte. Windpfote ging um den Wald herum. Er wollte nicht noch mal auf einem Fuchsweibchen stoßen, dass ihn für eine Gefahr ihrer Jungen ansah. Ein Kaninchen und noch eins und noch eins. Ein ganzes Kaninchenbau. Das größte muss die Mutter sein. Die wollte Windpfote nun wirklich nicht angreifen. Sonst haben ihre Jungen, wie Blitzpfote gestern sagte, keine Überlebenchancen. Also nahm er sich die Jungen vor. Die Mutter hat sowieso zu viele, um denen sie sich kümmern musste. Die ganze Familie war vom Graß nur so besessen und schienen Windpfote noch nicht einmal gehört zu haben, als sein Schwanz das Graß zum rascheln brachte. Gedukt und im Rythmus des Graßes schlich sich Windpfote auf eines der kleinen zu. Eines entfernte sich zu weit von der Mutter. Es hoppelte friedlich und unwissend durch die Gegend. Jetzt nahm Windpfote sich die Gelegenheit. Er sprang und tötete das Kaninchen mit einem Bissen im Nacken. Die anderen hatten Windpfote anscheinend gehört, denn sie waren nicht mehr da. Er vergrub sein Kaninchen in die Erde und hielt weiter nach Beute Ausschau. Vielleicht befindet sich ein Eichhörnchen in der Nähe vom Wald der Füchse. Wie Windpfote es sich gedacht hatte. Ein Eichhörnchen grub grade eine Nuss auf, packte sie zwischen seine Zähne und wollte zum nächstgelegenen Baum flitzen. Aber Windpfote war schneller. Jetzt hatte er ein Kaninchen und ein Eichhörnchen gefangen. Ein drittes Beutetier könnte zusätzlich noch nicht schaden. Windpfote blieb geduckt und wartete dass irgendetwas Leckeres aus dem Wald der Füchse rauskommt. Diesmal war es eine Amsel. Der schwarze Vogel kam aus seinem Nest geflogen und wühlte mit seinem Schnabel in den Blättern herum. Während er damit beschäftigt war, schlich sich Windpfote immer näher an ihm heran. Auch den Vogel konnte er fangen. Er nahm seine Beute mit zu den anderen Wächtern. Auf dem Rückweg stieß er versehentlich mit seiner Schwester zusammen. Sie hatte zwei Tauben im Maul. ,,Nur Tauben?" fragte Windpfote nuschelnd. ,,Hast du nicht auch was anderes gefunden?" Blitzpfote schüttelte den Kopf sagte, aber nichts. Vor langweile dößten die Wächter vor sich hin, als sie ankamen. Flammenpfote und Wolkenpfoten kickten einen Moosball hin und her. Donnergroll lauerte Sturmflut an, der gelangweilt zum Himmel starrte. Windpfote musste kichern, als Donnergroll unbeholfen zu Boden landete, als Sturmflut elegant seine Krallen ausgewichen war. Tauwasser ging auf und ab und auf und ab, als konnte sie es anscheinend kaum abwarten zum Versammlungsort zu gehen. Horizont lag auf seinem Nest und schaute den Eisclan-Schülern beim Spielen zu. ,,Schluss mit der Langweile. Esst jetzt was und dann gehts auf zum Versammlungsort," miaute Windpfote, nachdem er seine Beute abgelegt hatte. Jeder nahm sich ein Beutetier. Windpfote die Amsel, Blitzpfote das Eichhörnchen, Tauwasser die eine Taube, Sturmflut und Donnergroll die andere Taube, Wolkenpfote und Flammenpfote das Kaninchen. Alle bisauf Horizont hatten etwas zu essen. Windpfote schluckte sein Bissen hinunter und gesellte sich zu dem Einzelläufer. ,,Du hast nichts zu essen bekommen," miaute er ruhig und schob seine Amsel vor Horizont. ,,Nimm ruhig." Horizont schüttelte den Kopf: ,,Hab kein Hunger." Wieder legte er seinen Kopf auf seinen Vorderpfoten und starrte auf den Boden. Windpfote empfand, dass irgendetwas mit Horizont nicht stimmte. Vorsichtig fragte er: ,,Ist alles in Ordnung mit dir?" Wieder schüttelte der orangrotgelbe Kater den Kopf. ,,Ich habe Heimweh," flüsterte er, unhörbar für die anderen, aber nicht für Windpfote. ,,Du hast Heimweh?" wiederholte er." Der Kater nickte. ,,Seit Tagen schon verließ ich meine Höhle um euch zu treffen. Zuerst hatte ich mich darauf gefreut, aber jetzt will ich einfach nur zurück nach Hause." Sanft legte Windpfote seine Schnauze auf Horizonts Wange. ,,Keine Sorge du kommst schon wieder nach Hause. Hast du es etwa schon vergessen, du wohnst in der Nähe der Stein der Elemente." ,,Das stimmt schon, aber ich wohne nicht in einer Höhle sondern im Stein." Vor Schreck hob Windpfote den Kopf. Horizont wohnte in dem Stein. ,,Ich wohne nicht nur in dem Stein. Ich bin der Stein der Elemente. Fleckenwind und Eschenbart haben mich vor langer Zeit erschaffen, mit allen Elementen. Sieben nahmen sie mir aber weg, um sie euch zu schenken. Ich war auch damit einverstanden. Seit Monden hüte ich die Elemente und euch." Windpfote verstand nichts. ,,Wie kannst du ein Stein sein? Ich meine du bist doch eine Katze." ,,Keine gewöhnliche. Fleckenwind und Eschenbart hatten mich in einer verwandelt, damit ich euch suchen konnte. Wenn wir erstmal in meiner Höhle angekommen sind, verwandle ich mich zurück. Ihr müsst mich dann berühreren. Ein Sonnenstrahl wird auf mich scheinen und leitet meine ganzen Kräfte ihn euch rein." Windpfote schluckte: ,,Was passiert dann mit dir." Horizont senkte den Blick. ,,Mich wirds nicht mehr geben. Ich bin dann ausgelöscht oder wie ihr es sagt, tod." Windpfote wurde das Herz schwer. Die anderen schienen immer noch nicht mitbekommen zu haben, was Horizont grad erzählte. ,,Du bist doch der Krieger der Sonne. Und wenn du stirbst, verschwinden auch unsere Elemente." ,,Das stimmt nicht. Ich bin der Stein der Elemente. Nicht der Krieger der Sonne," korrigierte Horizont. ,,Auch meine Kraft wird verteilt und zwar in euch allen. Es bleiben laut Eissterns Prophezeiung acht, aber nicht als Katzen sondern als Elemente." Windpfote blieb ein Kloß im Hals stecken. Er versuchte eine Träne zu unterdrücken, damit die anderen kein Verdacht schöpfen konnten. ,,Ich vermisse dich jetzt schon." Horizont lächelte und schaute zum Himmel. ,,Auch wenn ich nicht mehr da bin, nachdem ihr eure volle Macht erhalten habt, bin ich immer noch in eurer nähe. Ihr müsst nur an mich glauben und an meiner Elementar-Kraft." Die Sonne erstrahlte kurz, dann war sie normal. ,,Ich bin der Krieger der Sonne, nachdem ich der Stein der Elemente war." Windpfote folgte Horizonts Blick zur Sonne. Er wird als Stein der Elemente den Wächtern ihre volle Macht überreichen und als Sonne über sie wachen.

Kapitel 17

Die Wächter waren auf dem Weg zum Versammlungsort. Dem Mondclan sei Dank war der Weg nicht weit von ihrem Lager entfernt. Tauwasser musste immer noch daran denken, wie Silberstachel dem Mondclan den Eingang zu den Träumen der Clan-Katzen blockierte. Wenn sie wieder zu Hause im Erdclan-Lager kam, wird sie erstmal mit Silberstachel eine Diskussion durchführen, die er nie wieder vergessen wird. Sie erreichten das Territourium des Wasserclans. Windpfote, der die Wächter führte, blieb stehen und schnupperte. ,,Eine Wasserclan-Pattroulie!" hauchte er und suchte nach einem Versteck. ,,Da hinter der Hecke können wir uns verstecken." Sturmflut und Donnergroll wechselten Blicke. ,,Wir können euch doch zum Versammlungsort führen," schlug Donnergroll vor. ,,Denn wenn sie wissen, dass ihr zu uns gehört, lassen sie euch auch durch ihr Territourium." Sturmflut, der etwas schlauere der beiden Brüder verpasste Donnergroll eine Ohrfeige und zischte: ,,Mäusehirn. Wir müssen nicht durch unser Territourium gehen, wenn wir auch hinter unserer Grenze lang gehen können. Immerhin liegt der Versammlungsort auch bald direkt neben uns. Außerdem wird die Pattroulie auch wissen wollen, warum wir seit drei Sonnenaufgängen nicht mehr im Lager waren." Windpfote nickte: ,,Ich finde Sturmfluts Idee am besten." Tauwasser selbst war nicht der Meinung. Sie verdrehte die Augen. ,,Habt ihr die Grenz-Pattroulien vergessen," erinnerte sie den Wasserclan-Kriegern." Niemand schlug etwas vor. Doch dann kam Flammenpfote. ,,Ich habs. Wir müssen nur so weit weg von der Wasserclan-Grenze entlang schleichen. Und zwar an dieser Stelle wo die Wiese etwas runtergeht. Dort können wir langschleichen und dass uns keine Wasserclan-Pattroulie sieht." Die Idee fand Tauwasser am besten. Die anderen scheinbar auch. ,,Na gut, Wächter. Mir nach," befahl Windpfote. Manchmal fragte sich Tauwasser, warum ausgerechnet dieser Feuerclan-Schüler die Befehle geben darf. Niemand hat ihn zum Anführer erwählt. Oder hatten alle auser Tauwasser einen Traum, der besagt, dass sie von einem Kater, der Windpfote ähnlich sieht, gehabt. Sie schnaufte, sagte aber nichts dazu. Blitzpfote spähte durch das hohe Graß. ,,Die Stelle ist perfekt." An den Wasserclan-Kriegern gewandt fragte sie: ,,Schaut ihr eigentlich auch hier nach, ob irgenwelche Füchse, Dachse oder Beutetiere sich hier aufhalten können?" Sturmflut schüttelte den Kopf. ,,Das gehört nicht mehr zu unserem Territourium," sagte er nur. Tauwasser hielt nach dem Versammlungsort Ausschau. Tatsächlich er stand nur einige Fuchsschwanzlängen neben dem Wasserclan-Lager. Kein Wunder, dass sie meistens als erste auf den Großen Versammlungen erscheinen, außer es sei denn sie haben Probleme, die sie noch zu besprechen haben mussten. ,,Da ist der Versammlungsort," miaute sie zu den anderen. ,,Ein paar Fuchsschwanzlängen und wir sind da. Dann können wir dem Mondclan wieder ihren Eingang zu unseren Träumen öffnen und uns anschließend auf dem Weg zum Stein der Elemte aufmachen." Als sie dass erwähnte, senkte Horizont den Kopf. Das war jedoch nicht, dass erste mal. Irgendetwas stimmt mit dem Kater nicht, dachte Tauwasser. Hat er uns etwas zu verbergen? Windpfote flüsterte etwas in seinem Ohr, wo er danach schließlich nickte und aufstand. ,,Also gut," miaute er nicht grad begeistert. ,,Lasst uns dem Mondclan wieder sein Eingang zu unserer Traumwelt öffnen." Tauwasser schlich sich vorbei nach vorn zu Windpfote. Sie blickte über die Schulter zu Horizont, der mit hängendem Kopf und Schwanz als letzter ging. ,,Windpfote," flüsterte sie. Der Kater sah zu ihr. ,,Weißt du vielleicht, warum Horizont jedes Mal traurig wird, wenn wir vom Stein der Elemente sprechen?" Windpfote seuftzte: ,,Ach. Er macht sich bestimmt nur sorgen, weil er lange vom Stein der Elemte entfernt ist. Er wohnt praktisch neben ihn. Es sind sozusagen Nachbarn und wenn man seine Nachbarn vermisst vermisst man auch sein zu Hause. Horizont hat scheinbar nur Heimweh. Aber in ein paar Sonnenaufgängen ist er wieder zurück in seinem Hause. Dann wird es ihm wieder besser gehen." Tauwasser fiehl zurück, denn sie glaubte Windpfote erzählte ihr nicht die Wahrheit. Sie ging hinter Horizont her.

Kapitel 18

Die Wächter kamen beim Versammlungsort an. Tauwasser traute ihre Augen nicht. Normalerweiße leuchten die Clan-Symbole ständig, auch wenn keine Große Versammlung stattgefunden hatte. Silberstachel musste sich wohl beim nach Hause-Weg davon geschlichen haben und dann hier die Symbole irgendwie dazu gebracht haben nicht mehr zu leuchten. Wie er dies getan hat, war Tauwasser erstmal egal. Sie wollte nur, dass die Mondclan-Katzen sie wieder in ihren Träumen besuchen kommen können. Blitzpfote fiel es auch auf, dass die Symbole nicht mehr leuchteten. ,,Glaubt ihr dass Silberstachel genau hier den Eingang blockiert hat?" Tauwasser nickte: ,,Genau daran denke ich auch schon." Der blauschwarze Feuerclan-Schüler wandte sich von der Truppe ab und miaute: ,,Also gut. Ich würde sagen, dass Tauwasser ihr Symbol drückt. Sturmlut sein und Donnergrolls Symbol drückt. Flammenpfote das Eisclan-Symbol und meine Schwester unser Symbol." Er machte den Auserwählten Platz und saß sich mit Wolkenpfote, Donnergroll und Sturmflut etwas weiter von den Füher-Sitzen weg. Tauwasser konnte es kaum erwarten den Eingang wieder zu öffnen. ,,Alles klar. Auf mein Kommando drückt ihr gleichzeitig auf die Symbole. Und jetzt." Alle drückten auf ihre Symbole, doch nichts leuchtete auf. ,,Äh Windpfote," miaute Horizont. ,,Eure Clans haben doch die Symbole von Elementen." Tauwasser wusste was er vielleicht sagen würd. ,,Wie wäre es wenn die Kriegerin des Feuers das Symbol des Feuerclans drückt. Der Krieger der Erde das Erdclan-Symbol. Die Kriegerin des Eises das Eisclan-Symbol und der Krieger des Wassers das Wasserclan-Symbol." Windpfote überlegte: ,,Daran hab ich nicht gedacht. Du könntest Recht haben. Ihr habt Horizont hoffentlich gehört." DIe Wächter nickten. Tauwasser ging zum Eisclan-Symbol, während Sturmflut zum Wasserclan-Symbol ging. Donnergroll nahm Tauwassers vorherigen Platz ein. Blitzpfote entfernte sich von ihrem Clan-Symbol und tauschte mit Flammenpfote. Die zwei Feuerclan-Schüler, der eine Eisclan-Schüler und Horizont blieben übrig. Windpfote seuftzte: ,,Dann lasst mal sehen, ob es jetzt klappt." Er hielt inne. ,,Und los." Es klappt tatsächlich. Als die Krieger das Element gedrückt hatten, wovon sie auch ihre Kräfte besaßen, leuchteten die Symbole auf. Sie gingen zurück, weil sie dachten, irgendetwas passiert gleich. Tauwasser war verblüfft. Vor jedem Baumstumpf saß eine Katze, aber nicht irgendwelche. Es waren die Gründer der Clans. Sie sah Feuerstern, Eisstern, Wasserstern und Erdstern? Sie schüttelte den Kopf das kann nie im Leben Erdstern sein. In ihren Gute-Nacht-Geschichten, die ihre Mutter sie immer erzählt hatte, war er braun wie die Erde. Dieser Kater der vor dem Erdclan-Baumstumpf saß, hatte struppiges ungepflegtes, braun und graugemustertes Fell. Sie ging näher zu ihm. ,,Wer bist du?" fragte sie zögernd. ,,Nicht eurer Gründer, wie du es vielleicht erst dachtes," antwortete der braun-graue Kater. ,,Meine Name ist Vipernstachel. Ich war eurer aller erster Heiler. Erdstern lebt nicht bei uns im Mondclan, sondern im-" ,,Taal der Mörder?" endete Tauwasser fraglich. Vipernstachel nickte. ,,Aber warum? Was hat er getan, dass er dort hinmusste?" Der erste Heiler des Erdclans senkte seinen Blick. ,,Ich schickte ihn nach seinem Tod zum Taal der Mörder. Einmal auf einer Großen Versammlung beschuldigte er den Eisclan-Anführer dafür, unser Territourium in Besitz genommen zu haben, obwohl das gar nicht so war. Mit einer war ich losgezogen, um dies zu überprüfen. Erdstern jedoch schickte uns in einem Kampf gegen den Eisclan der eigentlch nie hätte sattfinden können. Er selbst hatte sich jedoch nicht daran beteiligt. In diesem Kampf kam sein erster Stellverterter Salbaischatten ums Leben. Taubengesang, die du ehrer als Taubenstern kanntest war seine Nachfolgern. Außerdem machte Erdstern die Regel: Jeder soll für sich selbst sorgen und nicht den anderen helfen, dabei meinte er auch seinen Clan." Tauwasser traute ihren Augen nicht. ,,Also galt Erdstern, als selbstsüchtig, hinterhältig, arrogant und gefühlslos?" ,,Sozusagen," antwortete Vipernstachel nur. Vorsichtig fragte Tauwasser: ,,Gibt es auch noch von anderen Clans Anfüherer die im Taal der Mörder lebten?" Vipernstachel schüttelte den Kopf: ,,Nur euer Gründer. Bisher ist noch kein weiterer Anführer im Taal der Mörder gekommen." Tauwasser wandte sich von Vipernstachel ab. Sie fand es richtig von ihm, ihren Gründer im Taal der Mörder zu schicken. Kein anderer Anfüherer den sie kannte, wurde so wie Erdstern, beschrieben. Sie gesellte sich zu den Wächtern. Niemand fragte, warum sie sich mit Vipernstachel unterhielt. Sie wartet wohl darauf, ob irgendeiner anfängt zu reden. Feuerstern trat vor. ,,Danke Wächter des Mondes," begann die Gründerin des Feuerclans. ,,Ihr habt es uns wieder ermöglicht euch in eureren Träumen zu besuchen und nicht nur das wir können auch wieder an euren Großen Versammlungen teilnehmen und Fleckenwind und Eschenbart können dabei sein, wenn ihr den Stein der Elemente berührt." Sie hielt inne. ,,Also dann machs gut und viel Glück. Auf eurer Reise zum Stein der Elemente erwarten euch viele Gefahren: Zweibeiner mit ihren Monstern und Hunde, Füchse und Dachse vielleicht auch Fallen von Zweibeiner-Jägern. Wenn ihr diese Gefahren heil überstanden habt, dann wird es nicht mehr weit sein zur Höhle des Steins der Elemente." Sie verblassten. Die Symbole blieben immer noch am leuchten. ,,Ihr habt Feuerstern gehört," miaute Windpfote. ,,Also lasst uns aufmachen zum Stein der Elemente." Er ging voraus. Dicht gefolgt von seiner Schwester, Horizont, Sturmflut, Donnergroll, Tauwasser, Flammenpfote und Wolkenpfote. Sie befanden sich wieder in ihrem Übernachtnungs-Lager. Windpfote deute mit seinen Schwanz zu den Hügeln. ,,Bevor wir die die Hügel überqueren, schlagen wir davor unser nächstes Lager auf. Denn bis wir dort angekommen sind, wird es Sonnenuntergang sein. Beim nächsten Sonnenhoch machen wir uns dann wieder weiter zum Stein der Elemte." Tauwasser hatte das Gefühl hinter den Hügeln beginnen die ersten Gefahren von denen Feuerstern sie vorgewarnt hatte. Doch wenn sie schon ohne Gefahr vom Taal der Mörder dem Mondclan den Eingang zu ihren Träumen öffenen konnten, werden sie es auch schon unverletzt den bevorstehenden Gefahren ausweichen können.

Kapitel 19

Die Wächter hatten die Hügel erreicht und das Lager aufgeschlagen. Blitzpfote konnte kaum glauben, wie weit sie von ihrem Clan war. Sie hoffte, dass Löwenschopf und Tulpenblatt nicht zu streng mit ihr und Windpfote werden. Sie hoffte, dass bei ihrer Rückkehr noch alles beim Alten bleibt. Sie fragt sich was Wespenstich grad treibt. Blitzpfote seuftzte. Irgendwie bekam sie Heimweh, weil sie so weit weg war. Sie waren so weit weg, dass man noch nicht mal mehr das Lager des Wasserclans mit bloßem Auge sehen konnte. Blitzpfote lag auf ihrem Nest und schloss die Augen. ,,Bitte Mondclan," flüsterte sie flehend. ,,Zeig mir, was grad zu Hause passiert." Als hätte der Mondclan ihre Bitte gehört, befand sie sich in ihrem zu Hause. Sie stand mitten in der Lichtung, doch niemand schien sie zu sehen. Noch nicht mal Wespenstich, Kojotenstern, Rotstreif, Nachthimmel, Tulpenblatt und ihre Eltern. Blitzpfote riss die Augen auf, als drei kleine Fellbündel gefolgt von Tulpenblatt auf sie zu rannten. Zu erst wollte sie ausweichen, doch dies war nicht nötig. Die Jungen waren schon durch ihr hindurch gerannt. Das heißt sie war ein Geist. Rotstreif ging zu Apfelduft ,,Wie geht es Rostjunges, Aschenjunges und Brandjunges heute?" Apfelduft schnurrte: ,,Prima. Alle sind gern gesund. Zu Erst hatte ich gestern Angst gehabt, sie würden tod zur Welt kommen, aber dankt Nachthimmel und Heckenpfote können wir uns glücklich schätzen, dass sie alle Schüler und Krieger werden." Sie leckte ihren Gefährten auf die Wange. Blitzpfote drehte sich zu den Jungen um, um sie genauer zu betrachten. Es waren zwei Weibchen und ein Männchen. Ein Junges -Rostjunges- war seinem Vater zum verwechseln ähnlich. Er hatte allerdings keine Streifen. Sie sah mehr wie Rotstreifs Vater Rostblatt aus. Ob Rostjunges nach ihm benannt wurden war? Ein anderes Junges -vermutlich Aschenjunges- hatte braunschwarzes Fell. Der Kater Brandjunges sah seiner Mutter zum Verwechseln ähnlich. Ihm fehlten nur die weißen Flecken, genau wie bei Rostjunges die Streifen fehlten. Aschenjunges Fellfarbe war eine Mischung aus Roststreifs Streifen und Apfeldufts braunes Fell. Blitzpfote glaubte, dass Aschenjunges und Rostjunges Weibchen sein könnten und Brandjunges das Männchen. Rostjunges war schon bei nahe vor der Brennelselnbarriere, wurde aber von ihrem Vater aufgehalten. ,,Hier geblieben, du Frechdachs." Roststreif packte das rote Junge am Nackenfell. Es zappelte und jammerte: ,,Ich will raus in den Wald." Auch ihre Schwester und ihr Bruder waren dafür. ,,Wir wollen in den Wald," wiederholte Aschenjunges und ging zu ihrem Vater, welcher Rostjunges Rücken leckte. Ja, Apfelduft. Dürfen wir?" Brandjunges biss seine Zähne in die Ohren seiner Mutter, die sich hingelegt hatte. Tulpenblatt setzte sich auf. Brandjunges hatt seine Zähne noch in ihren Ohren, fiel aber runter, während sie sich hinsetzte. Liebevoll leckte Apfelduft ihren Sohn den Kopf. ,,Jetzt nicht. Es ist noch zu früh. Erst in sechs Monden dürft ihr in den Wald, als Schüler mit euren Mentoren." Blitzpfote sah, wie Nachthimmel, dicht gefolg von Kojotenstern zu ihnen stieß. Stolz stellte der Heiler fest: ,,Sie sehen schon richtig stark und erwachsen aus, auch wenn sie letzte Nacht erst zur Welt gekommen sind." Kojotenstern stimmte Nachthimmel zu: ,,Das haben sie vorallem dir und Heckenpfote zu danken." Er sah sich im Lager um, als ob er nach Heckenpfote Ausschau hielt. ,,Hast du dir schon mal Gedanken gemacht, wann es Zeit wird Heckenpfote zu einer echten Heilerin zu ernennen." Nachthimmel seuftzte: ,,Um ehrlich zu sein nicht. Den kommenden Halbmond nicht, aber vielleicht den Halbmond danach." Der Anführer nickte: ,,Ich wollts nur wissen, weil Saatpfote noch paar Tage vor der nächsten Großen Versammlung seine Abschlussprüfung haben wird. Der Schüler macht echte Forstschritte." Nachthimmel fiel ihm ins Wort: ,,Aber nicht so wie Windpfote und Blitzpfote. Wenn sie jetzt hier wären, könnten sie Saatpfote ein Paar ihrer Tricks zeigen." Als ihre Namen ausgesprochen waren, senkte Kojotenstern seinen Blick und sah rüber zu Tulpenblatt und Löwenschopf beim Frischbeutehaufen und weiter zu Distelblüte und Adlerklaue vor dem Kriegerbau. ,,Ach ja, Blitzpfote und Windpfote," seuftzte er. ,,Du machst dir Sorgen, um sie," stellte der Heiler fest. Kojotenstern nickte. ,,Sie werden schon noch zurückkommen," flüsterte Nachthimmel. ,,Dass kannst du mir glauben." Blitzpfote dachte, Nachthimmel würde Kojotenstern sagen, dass sie und ihr Bruder auf der Suche nach dem Stein der Elemente waren, aber wie es scheint, wusste Kojotenstern schon Bescheid. ,,Ich hoffe, dass auf ihrer Reise mit den anderen Wächtern alles gut aus geht. Eisstern sagte mir in der Nacht vor Vollmond, dass sie einen weiten Weg zum Stein der Elemente haben werden." Nachthimmel wich nicht von seiner Seite aus. ,,Es wird sich lohnen den Stein der Elemente zu berühren. Denn wie Eisstern uns einst sagte: Sie sind die letzte Hoffnung auf die Wiederkehr des Friedens, nur sie können das Böse jetzt noch besiegen." Gerne hätte Blitzpfote noch wissen wollen, was Wespenstich trieb und wie es ihm geht, nach ihrem Verschwinden, doch sie lag wieder in ihrem Nest. Wenn Windpfote und sie zurückkommen, wird sich im Clan einiges verändert haben. Kojotenstern und Nachthimmel werden sie nicht mehr als normale Schüler behandeln, sondern als Wächter. Ihre Eltern werden einfach nur wieder froh sein, dass ihre Jungen zurückgekommen sind. Heckenpfote wird Heilerin und Saatpfote Krieger. Tulpenblatt und Löwenschopf werden sie weiterhin zum Krieger ausbilden. Rotstreifs und Apfeldufts Junge werden größer sein und bestimmt nicht Blitzpfote und Windpfote erkennen, wenn sie das Lager betreten. Blitzpfote seuftzte. Einige Fragen über Wespenstich blieben ihr noch in den Kopf. Was passiert mit Wespenstich? Wird er sich auch ändern? Hat er schon eine neue Freundin? Was ist wenn er mich nicht mehr liebt? Was er wohl bei meinem Besuch im Feuerclan getrieben hat? War er vielleicht auf Pattroulie oder im Kriegerbau? Sie machte sich große Sorgen um ihren Freund. Noch mehr, als um ihre besorgten Eltern. Blitzpfote kniff die Augen zusammen. Die Sonne kam hinter den Hügelspitzen langsam zum Vorschein. Mit ihren Strahlen weckte sie die anderen Wächter auf.

Kapitel 20

Es war stürmisch und windig, als die Wächter mit Horizont die Hügel bestiegen. ,,Wieso muss es ausegrechnet jetzt stürmen?" beschwerte sich Wolkenpfote. Der weiße Kater wäre fast, wie vom Winde weggeweht, hätte Sturmflut ihn nicht daran gehindert. Windpfote war der einzigste dem der Wind nichts ausmachte. Immerhin war er ein Teil davon. Horizont -der Stein der Elemente- erreichte die spitzen der Hügel. Windpfote gesellte sich zu ihm. ,,Eisstern sagte, ab ihr beginnen die Gefahren," miaute er leise. Horizont nickte und sagte: ,,Es sind Gefahren, doch sie werden uns äh euch nicht daran hindern heil und gesund zum Stein der Elemente zu kommen." Die anderen erreichten sie. Flammenpfote staunte nicht schlecht. ,,So viele Zweibeiner-Nester habe ich noch nie gesehen." Ihr Bruder war ihrer Meinung. ,,Und dann noch die vielen verschiedenen Sorten von Zweibeinern, Katzen, Hunde und Monster, die in diesem riesen Viereck leben." Ein Lächeln stieg aus Hoirzonts Lippe. ,,Das nennt bezeichnet man als ein Ort. Städte sind dagegen viel größer. Kommt, wenn ihr bis Halbmond wieder zu Hause sein wollt, müssen wir weiter." Sie gingen geradewegs zu den Zweibeiner-Nestern und hörten Hunde. Noch nie zu vor in seinem Leben, hatte Windpfote noch nie einen Hund gesehen. Wolkenpfote anscheinend schon. Kein Wunder ihr Territourium liegt schließlich auch in der Nähe von Zweibeinern gemachte Felder. Oft kommen die Zweibeiner in Begleitung von Hunden zu ihren Feldern, um nach zu schauen, ob das Getreide am wachsen war. Die Katzen kamen an einem Zweibeiner-Nest an. Windpfote sprang auf einem rechteckigen holzbraunen Ding vor einem Fenster. ,,Was machst du da?" zischte Sturmflut. ,,Was ist wenn die Zweibeiner dich erwischen?" Windpfote achtete nicht auf Sturmfluts Worte. Mit seiner Pfote machte er das vernebelte Fenster sauber. Drei Zweibeiner -zwei große und ein kleines- befanden sich darin. Wie es aussah, waren sie gemeinsam am essen. Der Geruch köstliches Vogelfleisch stieg Windpfote förmlich in die Nase. Zu den anderen Wächtern gewand miaute er: ,,Das müsst ihr euch ansehen." Donnergroll war der erste der neben Windpfote sprang. Er leckte sich das Maul. ,,Heiliger Mondclan. So viel Fleisch habe ich noch nie gesehen." Sturmflut gab seinen Bruder einen Klaps auf die Wange. ,,Mäusehirn. Dieses Fleisch gehört den Zweibeinern. Wenn wir es ihnen vor der Nase weggenehmen sind wir Diebe-" Er brach ab, als Wolkenpfote vor Schreck fast vom rechteckigen Ding runter gefallen war. Er konnte sich noch hoch ziehen. ,,Wenn sind nicht nur für sie Diebe, sondern auch ihr Spielzeug oder Haustier." Der weiße Kater deutete mit seiner grauen Pfote auf ein noch kleineres Zweibeiner. Es saß auf dem Boden und quälte eine Katze. Windpfote traute seinen Augen nicht. Der Mini-Zweibeiner scheint zu versuchen die Katze zu streicheln und wie es aussieht gefällt es der Katze. Einer der erwachsenen Zweibeiner nahm dem Kleinen die Katze weg und stellte sie vor etwas runden gefüllt mit frisch aussehenden Wasser. Gierig schleckte die Katze das Wasser und wurde von dem Zweibeiner am Rücken gestreichelt. Ein anderer erwachsener Zweibeiner nahm den Mini-Zweibeiner und setzte ihn auf einem Sitz neben dem etwas größeren Mini-Zweibeiner. ,,Sieht aus wie eine kleine Zweibeiner-Familie," meinte Blitzpfote. ,,Der erwachsene Zweibeiner bei den Kleinen sieht aus wie ein Weibchen. Der andere bei der Katze wie ein Mänchen. Es müssen also die Eltern der kleinen Zweibeiner sein." Blitzpfote schien Recht zu haben. Es sah wirklich aus wie eine Familie. Zwei Eltern mit zwei Jungen. Bei diesem Gedanke bekam Windpfote plötzlich das Gefühl wie es seinen und Blitzpfotes Eltern ergangen ist, seitdem sie weg waren. Bestimmt werden sie schon von allen Clan-Gefährten vermisst. Ob Kojotenstern eine Pattroulie losgeschickt hatte, um nach uns zu suchen? ,,Lasst uns von hier weggehen," miaute Tauwasser, die unten bei Flammenpfote und Horizont saß. In ihrer Stimme war etwas von Angst zu hören. Windpfote wusste sofort auch warum. ,,Ein Hund!" kreischte Blitzpfote auf und sprang nach unten. Jetzt sah Windpfote ihn auch. Der Hund gehörte anscheinend zu den Zweibeinern die in diesem Zweibeiner-Nest lebten. Er gesellte sich zu Tauwasser. ,,Wieso haben wir ihn nicht schon eher gesehen oder gehört?" Die Erdclan-Kriegerin zuckte mit den Schultern. ,,Vielleicht weil er in seinem Nest am Schlafen war und wir erst dachten es wäre leer." ,,Da haben wir uns wohl geirrt," miaute Donnergroll. Windpfote zog sich langsam rückwärts zurück. Der Hund war riesig, hatte ein spitze schwarze Schnauze, spitze braune riesige Ohren, schwarzes Rückenfell und sonst verschienden braun-tönig. ,,Das ist ein Schäferhund," miaute Flammenpfote. ,,Die Zweibeiner kommen mit ihnen oft zu den Feldern in der Nähe unseres Territouriums." ,,Woher weißt du das sogenau," fragte Donnergroll. ,,Kannst du etwa mit ihnen oder die Zweibeiner reden?" Flammenpfote duckte sich. ,,Nein. Ich weiß es einfach. Ich weiß aber nicht, wie ich es euch erklären soll, warum ich es weiß." Donnergroll schnaufte: ,,Muss wohl zu dieser Gabe gehören was dir der Mondclan gab." ,,Kann sein," murrmelte Flammenpfote. Der Hund bellte und fletschte die Zähne. Er konnte aber nicht von seinem Nest weg. Irgendetwas glänzedes graues hindert ihn daran. Der Zweibeiner hatte ihn gehört. Er machte das Fenster auf. Ein Zeichen für Windpfote und die anderen Wächter zu Fliehen. Er konnte noch hören, dass der Zweibeiner seinem Hund zu Ruhe zischte. Auser Atem waren sie außerhalb der Zweibeiner-Nester gekommen. ,,Lasst uns doch lieber um die Zweibeiner-Nester gehen," schlug Blitzpfote vor. Windpfote nickt und ging hinaus zur der großen Wiese außerhalb der Zweibeiner-Nester. Zwar war weit und breit kein einziges Stück Wald in der Nähe, aber wenigstens hohe Graßhalme um sich darin zu verstecken.Blitzpfote ging hinter ihrem Bruder durch die hohen Graßhalme durch. Sie kamen an einer Stell, wo einiges an den Graßhalmen weg war. Es sah aus, als hätten Zweibeiner-Junge sie zertrampelt. Blitzpfote sah, das es bereits Sonnenuntergang war. Zu ihrem Bruder gewand miaute: ,,Diese Stelle wäre doch perfekt für unser nächstes Lager. Zwar sind hier keine hohen Graßenhalme, aber um uns herum sind welche. Diese Graßhalme könnten uns vielleicht noch von Gefahren schützen, wenn wir uns in ihnen verstecken." Windpfote nickte. ,,Her gehört," miaute er. ,,Ihr richten wir unser nächstes Lager ein." ,,Aber was sollen wir für unsere Nester benutzen. Hier gibt es nichts außer Erde, hohes Graß und Blätter," fiel Wolkenpfote ihm ins Wort. Blitzpfote sah ihren Bruder in die Augen, der seuftzte: ,,Dann müsst ihr euch halt ebend damit Nester bauen. Ihr werdet es schon überleben, darauf zu schlafen." Die Wächter taten sich jeweils zu zweit zusammen und gingen in verschiedene Richtungen um nach Materialien zu suchen. Blitzpfote tat sich mit Windpfote zusammen, Flammenpfote mit Wolkenpfote, Sturmwind mit Donnergroll und Tauwasser mit Horizont. Windpfote hatte den Wächtern noch vorgeschlagen etwas zu jagen, wenn sie mit ihren Nestern fertig sind.

Kapitel 21

Die Wächter ließen die Zweibeiner-Siedlung hinter sich. Jetzt ging es nur noch gerade aus. Windpfote konnte spüren, wie nah sie schon vor der Sonne standen. Ihre Strahlen versperrten ihm die Sicht, um die Richtung zu finden, wo Horizonts zu Hause lag. Glücklicherweißer konnte Horizont in der Sonne sehen, ohne dass sie ihn blendet. ,,Wir sind fast da. Nur noch eine Tagesreise und dann kommen wir zu den acht Bergen, wo mein Bau versteckt liegt." Die Wächter wechselten Blicke. ,,Eine Tagesreise?" wiederholte Wolkenpfote. ,,Woher weißt du dass?" Horizont schüttelte den Kopf: ,,Ich weiß es nicht, aber die Sonne. Hier liegt der Horizont und auch mein zu Hause. Die Sonne sagt, mir auch immer wie weit es noch bis zu meinem Bau ist." Windpfote sah, dass Tauwasser schnaufend auf Horizont zu ging. ,,Und warum hat die Sonne dir erst jetzt gesagt, wie weit unser Weg noch ist?" Der oragrotgelbe Kater zuckte zusammen, als dachte er, Tauwasser würde ihn mit ihren Krallen zerfetzen. ,,Weil das hier das zu Hause der Sonne ist. Von hier aus steigt sie Tag für Tag hoch und runter. Sie kann sich nicht von einer Stelle zur anderen bewegen, sowie du und ich. Je näher ich bei der Sonne bin, desto mehr kann ich mit ihr kommunizieren." Er machte sich auf dem Weg. ,,Ab hier führe ich euch nach meinen zu Hause." Windpfote und seine Freunde folgten. Je näher sie zu Horizonts Bau kamen, umso mehr Sorgen machte er sich um den Kater. Bisher war er nur der Einzige der wusste, dass Horizont der Stein der Elemente war. Was würden die anderen denken, wenn sie sehen wie sich der Kater zum Stein der Elemente verwandelt, ihnen seine ganzen Kräfte überreicht und in der Sonne verschwindet? ,,Alles in Ordnung?" fragte Blitzpfote hinter ihn. ,,Du benimmst dich als hättest du letzte Nacht einen Alb-Traum gehabt." Windpfote schüttelte den Kopf und miaute: ,,Alles in Ordnung. Ich kanns nur nicht erwarten zum Stein der Elemente zu kommen, um meine volle Elementar-Kraft zu erhalten." Er musste seine Schwester anlügen. Immerhin hatte er versrprochen das Geheimnis zwischen Horizont und dem Stein der Elemente für sich zu behalten. Er hatte es Horizont versprochen und ein Versprechen wollte er nicht brechen. Seine Freunde werden es schon irgendwann verstehen, warum Horizont der Stein der Elemente war. Sie waren mitten im Nirgendwo. Keine Zweibeiner-Nester, keine Bäume und Pflanzen, kein Anzeichen von Lebewesen. Ein Perfekter Nist-Platz. Zu Horizont fragte er: ,,Können wir hier unser nächstes Lager aufschlagen? Hier gibt es weit und breit keine Gefahren." Horizont schüttelte den Kopf. ,,Da liegst du falsch." Er deutete mit seinem Schwanz auf einem Wasserfall. ,,Dort oben hat Ursidae sein Nest. Der Legende nach lebt dort eine riesiege braunschwarze Bestie mit schwarzen spitzen Klauen, unheimliche Augen, spitzer schwarzer Nase und gewaltige Zähne mit denen sie sogar Zweibeiner auffressen kann." Was Horizont erzählte, war wie eine Grusel-Geschichte, zumindest für Donnergroll und Wolkenpfote. Die Angst-Katers waren am zittern. Sturmflut gab ihnen eine Ohrfeige, damit sie sich zusammenreisen sollten. ,,Ursidae hört sich gefährlich an," miaute Wolkenpfote. Sturmflut verdrehte seine Augen. ,,Das ist doch nur eine Legende, wie Horizont schon erwähnt hat." Windpfote sah nach oben zum Wasserfall. Er setzte seine Ohren ein. Von oben hörte er ein gewaltiges Brüllen. Ursidae muss sein Bau ganz in der Nähe des Wasserfalls haben. Oben konnte er nichts sehen, weil der Nebel ihm die Sicht versperrt. ,,Wieso ist dort oben ein Nebel?" fragte er. ,,Ich kann überhaupt nicht sehen." ,,Und genau das will der Nebel auch. Wenn du nichts sieht, sieht auch Ursidae nichts," erklärte Horizont. ,,Ist es jedoch Nacht, verschwindet der Nebel und Ursidae klettert den Hang runter, um hier unten nach Beute zu Suchen, weil oben sollte er sogut wie alles fressbare verspreist haben. Und deswegen sollten wir weg von diesem Wasserfall. Außerdem ist hier auch noch sein Territourium. Wenn wir den verlassen haben, dann können wir unser nächstes Lager aufschlagen." ,,Gibt es dort keine Gefahren mehr?" Horizont schüttelte den Kopf, sagte jedoch nichst und ging weiter. Das Gebrüll von Ursidae wurde immer lauter. Er muss ganz in der Nähe sein. Selbst die anderen Wächter konnten ihn schon hören. ,,Hast du nicht gesagt der Nebel soll Ursidae die Sicht versperren?" zischte Wolkenpfote Horizont an. Der antwortete: ,,Wenn die Dunkelheit heranbricht verschwindet der Nebel mehr und mehr. Wir sollten uns beeilen und aus seinem Territourium verschwinden. Ein Kampf gegen ihn können wir uns nicht leisten, besonders nicht wenn wir noch nicht unsere vollen Elementar-Kräfte erhalten haben. Folgt mir." Im Laufschritt waren die Wächter am Wasserfall vorbeigekommen, jedoch nicht an Urisdae. Vor Schreck schrie Flammenpfote auf: ,,Ach du heilger Mondclan. Ursidae klettert den Hang runter und scheint uns gesehen zu haben." Genau wie Horizont Urisdae beschrieben hat. Eine riesige braunschwarze Bestie mit schwarzen spitzen Klauen, unheimliche Augen, schwarzer spitzer Nasenspitze und gewaltige Zähne. Ursidae sah noch größer aus als ein Fuchs und Dachs zusammen. Er war unten angekommen. Ursidae stand auf und brüllte, dabei zeigte er seine Zähne und Klauen. Windpfote war wie versteinert. Er hatte keine Lust Ursidaes Opfer zu sein und nahm mit den anderen Wächtern die Flucht. Die Bestie war hinter ihnen her. Sein Gebrüll sagte Windpfote, dass er sie sofort aus seinem Territourium raushaben will, ansonsten hat ihr letzter Herzschlag geschlagen. ,,Wir haben Ursidaes Territourium gleich sofort hinter uns," miaute Horizont. ,,Dann kommen wir zu sieben spitzen Felsen, wo wir dort unser nächstes Lager aufschlagen können." Ein Schrei einer Katze war zu hören. Ursidae krallte sich Wolkenpfote und zog ihn weg. ,,Hilf mir!" schrie er. Flammenpfote wollte ihren Bruder retten, wurde aber von Horizont aufgehalten. ,,Benutze deine Elementar-Kraft, um Ursidae von dir wegzuerren," miaute er. Wolkenpfote verstand und flüsterte etwas zu den Wolken. Wie durch ein Wunder fingen sie an zu regnen und zu blitzen. Das spontante Gewitter schien Ursidae nicht zu gefallen und er ergriff die Flucht. Flammenpfote sprang zu ihrem Bruder. ,,Gut gemacht," lobte sie ihn. Wolkenpfote nickte: ,,Hätte Horizont dich nicht aufgehalten, hätte ich nie gewusst, dass ich die Wolken dazu bringen konnte Urisdae zu verjagen." An Horizont gewand miaute: ,,Danke." Der Stein der Elemente verneigte sich vor ihm und miaute: ,,Es wird bald dunkel. Wir sollten die Felsen schnellst möglich erreichen-" Er brach ab, weil Wolkenpfote vor Schmerzen aufschrie, als er aufstand. Seine Hinterpfote war heftig am Bluten. Windpfote konnte sehen, wie der weiße Kater zusammenzuckte, wenn seine Hinterpfote auf dem Boden setzte. Blitzpfote die bisher noch nichts gesagt hatte, miaute: ,,Wir gehen nicht weiter, bevor Wolkenpfotes Wunde geheilt ist. Zum Glück ist meine beste Freundin eine Heilerin. Sie hat mir einges über Heilkräuter und ihre Wirkung erzählt." ,,Aber wie können wir Kräuter finden?" fragte Tauwasser. ,,Hier ist ja nichts außer Graß." ,,Vielleicht gibt es beim Wasserfall Kräuter, denn wo es Wasser gibt, gibt es auch Kräuter." Donnergroll zischte: ,,Du willst echt nochmal zu diesem Wasserfall, wo Ursidae sein zu Hause hat?" Windpfote verdrehte die Augen. ,,Schon vergessen. Wir können unsere Elementar-Kräfte benutzen, um Ursidae von uns fern zu halten." Blitzpfote miaute: ,,Dann werde ich mit Flammenpfote und Tauwasser zum Wasserfall gehen. Ihr bleibt hier und sorgt dafür, dass Wolkenpfote ruhig liegen bleib. Bei jedem Schritt den er macht, verliert er immer mehr Blut aus seinen Ballen."

Kapitel 22

Blitzpfote war mit Flammenpfote und Tauwasser beim Wasserfall. Die Katers blieben bei Wolkenpfote und sollten ihn ruhig stellen. Dem jungen Eisclan-Schüler wurden die Ballen verletzt. Ursidae ergriff ihn und zog ihn weg. Dankt Horizont, konnte sich der Schüler aus den Klauen der Bestie befreien, indem er seine Elementar-Kraft nutzte. Wolkenpfote hatte den Wolken irgendwie befohlen, Ursidae von ihm zu verjagen. ,,Weiß du was für eine Art Kräuter wir suchen müssen?" fragte Flammenpfote, die am kleinen Bach, wo das Wasser des Wasserfalls hinein fließt, neben Blitzpfote herging. Tauwasser war zurückgeblieben, um nach Gefahren Ausschau zu halten. Blitzpfote überlegte. ,,Auf jeden Fall eine Pflanze, die Wunden heilen kann, wie Schwarzwurz, Ampfer, Eichenblätter, Goldrouten, Stachelhalm, Ringelblumen, oder Schafgaben." ,,Wie sehen die aus?" fragte Flammenpfote. Die Eisclan-Schülerin schien anscheinend nichts über irgendwelche dieser Kräuter zu wissen. Kein Wunder Blitzpfote war in der Truppe auch die einzigste, die eine Heilerin als beste Freundin hatte. Die Schwarzwurz hatte große Blätter mit kleinen glockenförmigen Blüten. Der Ampfer änhelte dem Sauerampfer. Eichenblätter sind die Blätter, die an den Bäumen der Eichen hängen. Goldrouten sind hoch wachsende Pflanzen mit hellgelben Blüten. Stachelhalme sind große Pflanzen mit borstigen Stielen. Ringelblumen haben orangfarbende oder gelbe Blüten. Die Schafgarbe ist eine blühende Pflanze. Blitzpfote hatte Flammenpfote alles über diese Kräuter beigebracht, was sie von ihrer Freundin gelernt hatte, als Tauwasser vom ihren Wachposten aus rief: ,,Dauerts eigentlich noch lange? Die schwebenden Aasfresser oben am Himmel, sehen hungrig aus." Blitzpfote prüfte nach. Tauwasser hatte recht. Vier Geier flogen in Kreisen über den Himmel. Sie hatten es jedoch nicht Tauwasser oder sie selbst abgesehen, sondern eher auf Wolkenpfote. Sie suchten sich meistens den aus, bei dem sie meinen, er wäre schon tod oder ist am sterben. Doch das ließ Bltizpfote nicht zu. ,,Ich glaube ich habe den Schachtelhalm gefunden," miaute Flammenpfote. Sie stand vor einer großen Pflanze, die borstige Stiele hatte. ,,Perfekt," miaute Blitzpfote ,,Hilf mir es auszugraben." Sie sprang ins Wasser und wattete zum Schachtelhalm. Flammenpfote andere Seite. Sie gruben die Pflanze samt Wurzel aus und trugen sie zu zweit nach Wolkenpfote und den anderen. Tauwasser bildete die Nachhut, damit sie auf Gefahren achten sollte. ,,Da seit ihr ja!" rief Windpfote. ,,Euch sind da oben schon die Geier aufgefallen, welche Wolkenpfote als Beute ansehen?" Blitzpfote schnaufte: ,,Natürlich. Deswegen sind wir auch zu dritt losgezogen, damit einer immer uns noch vor Gefahren warnen kann." Sie riss die Blätter mit ihren Zähnen von den borstigen Stielen ab und zerkaute sie zu einem Brei. Wolkenpfote zuckte vor Schmerz zusammen, als Blitzpfote ihre zerkaute Masse auf seiner Wunde schmirte, Flammenpfote flüsterte ihn jedes Mal, etwas ins Ohr, damit er sich wieder beruhigt. ,,Was jetzt," fragte Windpfote. ,,Abwarten," antwortete Blitzpfote. ,,Gleich wird Wolkenpfote versuchen aufzustehen. Es kann sei, dass zwei von euch ihn gleich stützen müssen. Bis wir aus Ursidaes Territourium raus sind, können wir uns ein Lager errichten und Wolkenpfote kann sich ausruhen." Der weiße Kater mit den grauen Pfoten und Schweifspitze zog sich hoch und rappelte sich auf. All seine Pfoten, bis auf die Verletzte, stellte er auf dem Boden. Leider schwankte er und kippte wieder zu Boden. Nach dem nächsten Versuch bekam er Untersützung von Sturmlfut und Donnergroll. Jeder lehnte sich an Wolkenpfotes Schulter und trugen ihn raus aus Ursidaes Territourium. Horizont und Windpfote führten sie zu einer kleinen Kuhle, dicht bei den Bergen. ,,Das ist unser nächster und letzter Schlafplatz," miaute Horizont. ,,Danach gibt es erstmal keinen mehr. Der Stein der Elemente muss noch vor Sonnenuntergang erreicht werden, sonst müsst ihr noch einen ganzen Tag länger warten, um eure Kräfte zu erhalten." Windpfote nickte: ,,Also gut. Blitzpfote, du, ich und Donnergroll wir suchen Materialien für unsere Nester. Tauwasser, Sturmflut und Flammenpfote gehen auf der Jagd. Horizont, du bleibst bei Wolkenpfote und passt auf, dass er sich auch ausruht." Die Katzen nickten. ,,Bevor ihr losgeht, geht nicht in den Bergen. Bleibt lieber davon weg. Hier müsste es genug Beute und Materialien für unsere Nester geben." Blitzpfote folgte ihren Bruder und Donnergroll. Sie gingen zu einem Wald. Ein kleiner Wald in der nähe der Berge. Blitzpfote staunte nicht schlecht. Der Wald war größer, als der Wald der Füchse, aber kleiner als der Clan-Wald. ,,Was meint ihr ist das für ein Wald?" fragte Donnergroll als sie dort heingingen. Windpfote prüfte die Luft. ,,Also hier leben schon mal keine Füchse und Dachse." Blitzpfote entdeckte einen komisch aussehenden Fluss und schnupperte daran. Er war voll bedeckt mit grünen anstatt blauen Wasser. Mit der Pfote wühlte sie darin rum, etwas blaues Wasser konnte sie schon erkennen. Das grüne muss ihn wohl bedecken. Plötzlich tauchte ein riesen Tier, was Blitzpfote noch nie gesehen hatte, vom anderen Ufer ins Wasser. Sein Pelz bestand aus Schuppen mit Knorpeln. Es hatte eine riesige Schnauze, wo die Oberzähne hinausragen, die unteren steckten jedoch im Maul. Es könnte eine weitere Gefahr sein. ,,Windpfote, Donnergroll. Ich glaube wir sollten lieber von hier weg." Die Katers waren schon dabei Blätter, Moos und Zweige auf einem Haufen zu legen. ,,Warum?" frage ihr Bruder. ,,Hier ist nichts wo vor man sich hüten muss." Donnergroll hatte die schwimmende Gefahr im Fluss anscheinend auch entdeckt. ,,Ich weiß wieso." Er deutete mit seiner Schwanzspitze auf das riesige Schuppentier mit gefährlichen spitzen Zähnen." Es erreichte fast das andere Ufer und somit auch Blitzpfote, Windpfote und Donnergroll. Es zog sich am Ufer hoch. Blitzpfote schluckte, als sie sah wie viel Zähne es in seinem Maul trug. ,,Diese Riesen-Echse muss hier alle Lebewesen verjagt oder erbeutet haben," stellte Donnergroll zitternd fest. Es kam immer näher. ,,Ich glaube was wir für unsere Nester gefunden haben, sollte für jeden reichen," meinte Windpfote und ergänzte. ,,Jeder nimmt sich eine Hälfte und dann nichst wie raus hier." Die Echse kam immer knurrend näher und hätte Donnergroll beinahe am Schwanz erwischt. ,,Hey du Schuppen-Tier. Mein Schwanz brauch ich noch," zischte er. Voller Panik rannten Blitzpfote, Windpfote und Donnergroll raus aus diesem Wald. ,,Was war das für ein Wald und für ein Tier?" fragte Donnergroll außer Puste. Windpfote schüttelte den Kopf. ,,Weiß ich nicht. Aber ich glaube ich weiß wer es wissen müsste. Kommt zurück zum Lager." Nach dem Blitzpfote und die anderen die ganzen Nester errichtet hatten, berichtete Windpfote Horizont von dem Wald in der nähe der Berge und dem einzigsten lebenden Schuppen-Tier. Die Augen des Einzelläufers erweiteten sich. ,,Das kann niemand geringeres als Kaiman gewesen sein," erklärte er. ,,Kaiman ist ein Alligator, der niemanden auch nur in der nähe seines Territourium lässt." ,,Kein Wunder, dass weit und breit nichst außer Kaiman und dem wiederlich aussehenden Wasser zu riechen oder zu sehen war," zischte Donnergroll. ,,Kaiman hat sie alle entweder verjagt oder aufgefressen." Horizont nickte: ,,Das stimmt. Früher hieß es Sumpfwald, aber da jetzt nur Kaiman lebt, ist der Sumpfwald umbenannt worden in Der Sumpf des Alligators oder abgekürzt Kaimans Sumpf." Wolkenpfote schluckte: ,,Wir müssen doch nicht durch Kaimans Sumpf durch gehen, wenn wir deine Höhle erreichen müssen." Zur Erleichterung schüttelte Kaiman den Kopf. Mit seiner Schwanzspitze deutete er auf einem schmalen kurvigen schrägen Weg, der zwischen zwei Bergen entlang läuft. ,,Den werden wir nehmen. Der führt am schnellsten und auch am sichersten zum Stein der Elemente," erklärte Horizont. Donnergrolls Magen knurrte. Er wirkte vor Peinlichkeit berührt, als Blitzpfote und die anderen ihn ansahen. ,,Hat da etwas jemand hunger?" ertönte Sturmfluts Stimme. Die Jagdpattroulie kam zurück.

Kapitel 23

Windpfote träumte. Er war wieder im Taal der Mörder. Diesmal war allerdings niemand vom Mondclan bei ihm. Ganz allein fühlte er sich meist klein, schwach und ängstlich. Vorsichtig ging er zur Lichtung, wo Fuchsnarbe oft Versammlungen abhält. Der fuchsfarbende Kater hockte mit einem schwarzweißen vor seinem Baum. Weiter von ihm weg, kamen zwei Katzen immer näher. Der eine war wolfsgrau, die andere hellgrau mit schwarzen Tupfen. Wolfssplitter und Rußnebel! Keine Frage. Beim genauen Hinsehen entdeckte er zwei Jungen. Waren Wolfssplitter und Rußnebel Eltern geworden? Eines war silbergrau, das andere dunkelgrau. Sie schienen vor Fuchsnarbe Angst zu haben. ,,Habt keine Angst," miaute der vernarbte muskulöse Kater den Jungen zu. Er sprach, als wollte er den Jungen Mut machen. Aber in seiner Stimme klang weder fürsorge noch Liebe. Fuchsnarbe war der Urgroßvater dieser Jungen. Wieso ist er darüber nicht stolz. Die Jungen mussten ungefähr drei Monde alt sein. Fuchsnarbe schnippte mit dem Schwanz nach dem silbergraues und zog es näher zu ihm heran. Wolfssplitter trug das dunkelgraue Junge am Nackenfell. ,,Rußnebel und ich haben uns entschieden," miaute er, als er das Junge auf dem Boden absetzte. Seine Gefährtin war nicht mehr zu sehen. Aber ihre hellblauen Augen und schwarzen Tupfen konnten Windpfote verraten, dass sie noch in der Nähe war. Fuchsnarbe nickte. ,,Und wer?" Worüber geht es, fragte sich Windpfote. ,,Farnjunges wird mein Nachfolger." Windpfote war geschockt, als er dies hörte. Er konnte es nicht glauben, dass schon wieder einer aus seiner Verwandtschaft Anführer aus dem Ort des Bösens wird. Wolfssplitter war sein Cousin. Er war Sohn von Kojotenstern -der Bruder seines Vaters, Adlerklaue. Nun wird Windpfotes jüngerer Cousin, der spätere Nachfolger von Wolfssplitter sein. Plötzlich kam ihn etwas in den Kopf. Das heiß, wenn Wolfssplitter sich jetzt schon einen Nachfolger ausgesucht hatte, dass er so früh wie möglich an der Seite seines Großvaters das Taal der Mörder führen will, unschuldige Clan-Katzen werden von ihnen in ihren Träumen heimbesucht und stellen für alle Clans eine große Bedrohung dar. Windpfote schüttelte sich den Gedanken vom Kopf. Der Taal der Mörder wird dicht gemacht! rief er Wolfssplitter und Fuchsnarbe in Gedanken zu. Anscheinend hatte er noch nichts verpasst. ,,Farnjunges?" nannte Fuchsnarbe den dunkelgrauen Kater beim Namen. ,,Bist du bereit in den Pfotenspuren deines Vaters und mir zu treten und das Schicksal unserer Familie, welches durch Kojotenstern und seinen Brüdern unterbrochen wurde, weiter zu führen?" Windpfote erkannte Macht, Rache, in den Augen des jungen Katers. ,,Ich bin bereit. Bereit den Clans zu zeigen, dass wir zusammen mächtiger sind als sie." Fuchsnarbe senkte seinen Kopf zu Farnjunges. Es sah aus, wie auf einer Zeremonie. ,,Dann gebe ich dir mit meiner und Wolfssplitters Kraft deinen Schülernamen. Von heute an wirst du Farnpfote heißen." An Wolfssplitter gewandt fuhr er fort: ,,Bringe deinen Sohn alles bei, was du von mir gelernt hast. Und damit meine ich alles." Farnpfotes Vater verneigte seinen Kopf vor Fuchsnarbe: ,,Du kannst auf mich zählen. Die Tradition unserer Familie wird nie wieder ein Ende haben." Das silbergraue Junge machte das Maul auf und jammerte: ,,Was ist mit mir? Bin ich etwa nicht bereit Schülerin zu werden?" Der schwarzweißer Kater, der bei Fuchsnarbe saß, fuhr seine Krallen aus und schlug seine Pfoten auf dem Rücken der Kätzin. ,,Lass sie los, Speer," miaute Fuchsnarbe. ,,Lass das mal Farnpfote versuchen." Die Stimme des Katers wurden klein und ängstlich. ,,Was versuchen?" Windpfote musste schlucken. Er hatte schon ein Gefühl, was Farnpfote versuchen muss. ,,Töte deine Schwester," fauchte Speer. ,,Denn wenn du in der Lage bist ein Familien-Mitglied zu töten bist du für alles in der Lage und deine Zukunft als Nachfolger von deinem Vater wird nicht mehr weit entfernt sein." Er beugte sich zu Farnpfote und schnuppterte an seinem Kopf. ,,Du willst doch die Tradition unserer Familie fort führen?" Farnpfote schluckte. Trauer stieg in seinen Augen. ,,Natürlich. Aber muss ich wirklich meine eigene Schwester töten?" Rußnebel kam aus dem Schatten zu ihrem Sohn. ,,Tu es," flüsterte sie. ,,Häherjunges wird es verstehen, dass du dies zum Wohle unserer Familie machst." Sie erhaschte ein kurzen Blick zu Häherjunges. Windpfote entdeckte Schmerzen in ihren Augen, die aber sofort verschwanden. ,,Ich weiß überhaupt nicht wie man kämpft," miaute Farnpfote. Speer sah ihn an. ,,Du musst nicht kämpfen," knurrte er. ,,Setzte einfach deine Krallen und Zähne ein. Töte deine Schwester mit einem einzigen Biss und Schlag und du bist ein wahrhafter Mörder. Auch wir mussten in unseren Lebzeiten unsere Wurfschwestern töten, um Fuchsnarbe zu beweisen, dass wir jeden töten können, egal ob Familie, Freunde oder Fremde." Fuchsnarbe nickte Speer stimment zu. Windpfote konnte nicht hinsehen, musste aber. Farnpfote fuhr seine Krallen aus. Genauso spitz und scharf wie die seines Vaters. ,,Tut mir leid, Häherjunges. Aber ich muss es tun, für unsere Familie," flüsterte er seiner Schwester ins Ohr. Er schlug seine Krallen in Häherjunges Kehle. Immer mehr und mehr Blut strömte heraus. Einiges verfärbte Farnpfotes Kralles blutrot. Windpfote spürte das Häherjunges nicht mehr atmete. Farnpfote ließ los und betrachte den leblosen Körper seiner Schwester. ,,So schlimm?" fragte Speer. Fuchsnarbe schlug seinen Schweif gegen dem Mund des schwarzweißen. Er lobte Farnpfote: ,,Sehr gut. Töte jeden aus deiner Familie die unsere Tradition unterbrochen hatten. Vernichte sie mit deinem Vater und deiner Mutter. Führe mit ihnen die Clan-Katzen auf eurer Seite und macht aus dem Clan-Leben ein Leben aus dem es eigentlich sein sollte." Farnpfotes Augen weiteten sich. ,,Heißt das du machst mich zum Krieger?" Fuchsnarbe schüttelte den Kopf. ,,Zu einem Mörder. Du musst aber noch viel trainieren, wachsen, gefährlicher, angsteinflösender gefühlsloser, machtgieriger, rachesüchtiger mordsüchtiger werden, um von einem Krieger-Mörder zum Anführer-Mörder aufsteigen zu können." Farnpfote verneigte sich vor Fuchsnarbe den Kopf. ,,Ich werde euch nicht enttäuschen. Du kannst auf mich zählen. Ich werde unsere Tradition weiterführen. Die Tradition ein Mörder und Herrscherr der Bösen zu sein." Farnpfotes, Wolfssplitters und Rußnebels Gestallt verblassten. Speer nahm sich Häherjunges Leichnahm und sprang hinter einem Dornenbusch. Fuchsnarbe verschwand hinter seinem Baum. Auch für Windpfote wurde es Zeit zu gehen. Er schloss seine Augen, als er sie wieder öffnete war er zurück in seinem Nest. Was für ein Traum. Windpfote musste mit seinen Wächtern unbedingt die Tradition seiner Verwandtschaft zerstören. Er muss das böse ein für alle mal besiegen. Das Taal der Mörder und alle die darin lebten vernichten und den Frieden wieder herstellen.

Kapitel 24

Horizont führte die Wächter den schmalen kurvigen Weg zu seinem Bau. Er seuftzte. ,,Alles in Ordnung?" fragte Blitzpfote. ,,Du siehst besorgt aus." Horizont schüttelte den Kopf. ,,Äh ja. Alles in Ordnung." Bisher weiß niemand bis auf Windpfote von seinem Geheimnis. Er war der Stein der Elemente. Die Hüter der Elemente hatten ihn zur einer Katze verwandelt, damit er die Wächter zu seinem Bau führen kann und ihnen die vollen Kräfte überreichen kann. Nachdem er dies getan hat, wird er ausgelöscht und ein Teil der Sonne sein. Horizont schaute nach oben. Die Sonne versteckte sich zwischen den Bergen und gleitete immer weiter nach oben.. Bald wird er ihn ihr leben. Die Wächter waren hoch oben angekommen. ,,Wo steht jetzt der Stein der Elemente?" fragte Sturmflut. Der schwarzblaue Kater aus dem Wasserclan wirkte ziemlich ungedultig. Genau wie sein Bruder. Die beiden konnten es nicht abwarten, ihre vollen Kräfte zu erhalten. Aber Horizont muss es tun. Er hatte es ihnen und den Hütern der Elemente versprochen und ohne ihre vollen Kräfte haben sie auch keine Chance das Böse ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen. Horizont deutete mt seinem Schwanz nach unten und miaute: ,,Zuerst müssen wir unseren Weg runter gehen. Wenn wir beim Boden angekommen sind, geht es rechts weiter. Dann taucht später eine Höhle auf." Er führte die hinunter in die Berge. Windpfote tauchte neben ihn auf und flüsterte: ,,Du musst es nicht tun, wenn du nicht willst." Horizont war verwirrt: ,,Was meinst du?" Der Feuerclan-Schüler sah ihn an, als dachte er Horizont lügte. ,,Ich meine. Du musst uns nicht unsere vollen Kräfte geben. Wir haben sowieso schon sehr viel Macht." Horizont schüttelte den Kopf. ,,Ich habe es euch und den Hütern versprochen. Außerdem könntet ihr auch so nicht das Böse besigen. Es klappt nur wenn ich euch die Reste eurer Macht überreiche." Er sah zuürck. Die anderen schienen nichts mitzubekommen, worüber er und Windpfote redeten. ,,Los komm," miaute er. ,,Wir müssen bis Sonnenaufgangg zum Stein der Elemente angekommen sein." Er beschleunigte sein Tempo. Kreischen war hinter jeder Bergspitze zu hören. Wolkenpfote dem sein Bein schon viel besser ergeht, zitterte: ,,Was war das?" Horizont antwortete nicht. ,,Bestimmt nur Eulen. Nichts was uns daran hindert, den Stein der Elemente zu erreichen," vermutete Flammenpfote. ,,Stimmt Horizont?" Er nickte bloß. Seine Höhle war nicht mehr weit. Je näher sie an der Höhle kamen, umso dunkler wurde es. ,,Ab hier wird es immer dunkler und dunkler," warnte er die Wächter, als sie vor dem immer dunkler werdenen Weg standen. Wenn die Berge ihre Spitzen mit einander berühren, lassen sie die Sonne nicht bis zum Boden scheinen. ,,Es ist zu dunkel," beschwerte sich Tauwasser. ,,Noch nicht mal meine Augen haben sich daran gewöhnt." Horizont sah sie, wie sie neben Sturmflut stand und verzweifelt versuchte ihre Augen an die Dunkelheit anzupassen. Er kicherte: ,,Oh nein. Nirgendwo ist es wirklich dunkel." Neugierige Blicke spürte Horizont auf seinem Pelz. Er konnte sich denken, was sie gleich fragen werden, also beantwortete er ihre Fragen gleich. Die Sonne ließ ihn erstrahlen. Windpfote blinzelte: ,,Du leuchtest, ja." In seiner Stimme war Staunen zu hören. ,,Sieht ihr. Nichts ist wirklich dunkel." Das war ein Teil seiner Sonnen-Kraft. Auch wenn sie nicht in der nähe ist, zeigt doch ein kleines Leuchten einem dem Weg aus dem Dunkeln. ,,Immer weiter gerade aus." ,,Auu!" Horizont ließ seinen strahlenden Pelz zu Donnerschlag gleiten. Der Wasserclan-Krieger rieb sich mit der Pfote den Kopf. ,,Tut es sehr weh?" fragte sein Bruder besorgt. Donnerschlag miaute: ,,Ich hab nur ein bisschen Kopfweh, aber die werden mich nicht davon abhalten meine vollen Kräfte zu erhalten." Windpfote schien Horizonts Strahlen zu folgen. ,,Hier ist kein Eingang," stellte der junge Schüler fest. Horizont schüttelte den Kopf. ,,Hier gibt es einen Eingang und den kann nur ich öffnen. Tretet am besten zur Seite." Er holte tief Luft und flüsterte: ,,Mondclan, ich bitte euch öffnet für mich und die Wächter zum Stein der Elemente, damit sie ihre vollen Kräfte erhalten können." Diesen Satz gab ihn Eschenbart, als er und sein Bruder ihn zur Katze verwandelt hatten. Mit diesen Satz konnte er den Eingang zum Stein der Elemente öffnen. Wie durch ein Wunder öffente sich ein kleiner Spalt. Horizont führte die Wächter zum Stein der Elemente. Nein er führte sie zu sich. Er war der Stein der Elemente und gleich werden es alle erfahren. ,,Wo ist die Stelle, wo sich der Stein der Elemente befindet?" fragte Sturmflut ungedultig und peitschte mit dem Schweif hin und her. Die ersten Sonnenstrahlen schienen in der Höhle hinein auf Horizont. Er spürte wie die Strahlen ihn hoch zogen. Er blickte zu den Wächtern runter, die fassunglos zu ihm hoch schauten. Die Sonnenstrahlen kreisten ihn in die Luft, solange bis er seine eigentliche Gestallt wieder annahm. Nicht die einer Katze, sondern die eines Diamantes. Ein Diamant der alle restilichen Kräfte der Wächter in sich trug. Er wurde auf sein Platz gestellt, wo er schwebend mit allen Elementen im Kreis drehte und leuchtete. ,,Horizont," Blitzpfote schien überrascht. ,,Du bist der Stein der Elemente?" Die anderen murrmelten durcheinander, wurden aber von Windpfote zur Ruhe gesetz. Horizont konnte ihr nicht anworten, denn ein Diamant ist kein Lebewesen und kann also nicht reden. Aber er hat jemanden, die für ihn reden können. Eschenbart und Fleckenwind. Die Hüter der Elemente waren neben ihn aufgetaut. Sie waren für jeden einzellenen der Wächter sichtbar. Jeder konnte sie sehen. An ihren Pelzen hafteten Sterne, die sie aus dem Mondclan mitgebracht hatten. Gleich wird es geschehen. Horizont wird die Wächter ihre vollen Mächte überreichen.

Kapitel 25

,,Ich kann es immer noch nicht fassen dass Horizont der Stein der Elemente ist," sagte Blitzpfote unglaubwürdig zu Eschenbart. Der braune Kater mit schwarzen und weißen Flecken seuftzte: ,,Mein Bruder und ich hatten den Stein der Elemente und Horizont erschaffen. Kurz nachdem wir den Stein der Elemente mit allen acht Elementen fertig erschufen, waren wir auf die Idee gekommen es in einer Katze zu verwandeln. Wir haben es getan, weil Horizont der einzigste war, der in den Bergen lebt und somit auch den Weg kannte." ,,Also hab ihr ihn eine Katze verwandelt, weil er uns den Weg zum Stein der Elemente führen kann?" fragte Flammenpfote. Fleckenwind nickte. ,,Was passiert mit Horizont -ich meine Stein der Elemente- nachdem wir von ihm unsere vollen Kräfte nahmen?" wollte Blitzpfote wissen. Die Hüter der Elemente wechselten Blicke. Blitzpfote erkannte etwas Traurigkeit, Mitleid und Schuldgefühle. ,,Wisst ihr, Horizont wird nicht mehr da sein," begann Fleckenwind. Sein Bruder fuhr fort: ,,Er wird verschwinden. Aber keine Sorge. Er wird nicht mehr weg sein. Immer wenn die Sonne auf unf untergeht werdet ihr ihn sehen." Die Wächter wechselten Blicke. Sturmflut trat vor. ,,Du meinst. Horizont wird Teil der Sonne sein?" fragte der schwarzblaue Kater Fleckenwind. Der rotbraune Kater nickte: ,,Nicht nur. Er wird auch in ihr leben." Tauwasser schüttelte den Kopf. ,,Die Prophezeiung besagt doch, dass es acht Wächter sein sollen. Ohne Horizont werden wir nur sieben sein." Flammenpfote stimmte der blaugrauen Erdclan-Kriegerin zu. ,,Ja und wenn einer von uns-" Sie stoppte und schluckte. ,,Na ja. Nicht mehr da ist. Heißt das nicht, dass auch wir unsere Kräfte verlieren?" Blitzpfote sah zu ihrem Bruder. Nach seinem Gesichtsausdruck zu urteilen, muss er etwas über Horizont und dem Stein der Elemente wissen. Er sah in letzter Zeit so betrübt aus. Hat Horizont ihn erzählt das er der Stein der Elemente ist? Hat er Windpfote gesagt, dass er es niemanden weiter sagen soll? Hat Windpfote es ihn versprochen? Blitzpfote konnte ihren Bruder irgendwie verstehen. Man bricht keine Versprechen, denn wenn man die bricht bricht man auch Freundschaften. Sie legte Windpfote ihren Schwanz auf der Schulter und flüsterte: ,,Sei nicht traurig. Horizont wird auch wenn er nicht mehr lebt, immer noch bei uns sein." Sein trübes Gesicht verschwand, als Blitzpfote dies sagte. ,,Ihr werdet eure Kräfte nicht verlieren," erklärte Eschenbart grad Flammenpfote. ,,Horizont war nämlich nicht von Geburt an eine Katze. Und die Prophezeiung besagte acht Elemente und nicht acht Katzen. Das heißt, dass ihr eure Elemente behalten könnt, nachdem Horizont verschwunden ist. Und seine Elementar-Kraft ,,die Sonne" wird an jedem von euch erteilt. Denn die Sonne beschützt sowohl die Natur, als auch das Feuer, die Erde, das Wasser, das Eis, die Blitze, die Wolken und den Wind." ,,Also wenn es die Sonne nicht gäbe, könnten die Elemente uns kein Leben auf der Erde geben?" fragte Windpfote nachdenklich. ,,Du sagst es," miaute Fleckenwind. ,,Wo worauf warten wir denn noch." Wolkenpfote stürmte vor zum Stein der Elemente. ,,Lasst uns unsere vollen Kräfte holen, damit wir das Böse endgültig aus der Welt schaffen können." Fleckenwind stellte sich zwischen ihn und dem Stein der Elemente. ,,So einfach geht es nicht Krieger der Wolken," mahnte der rotbraune Kater streng. Wolkenpfote ging zuürck und reihte sich zwischen Flammenpfote und Tauwasser ein. ,,Was sollen wir tun?" fragte Windpfote. ,,Ich dachte wir müssen ihn nur berühren." Eschenbart schüttelte den Kopf. ,,Bevor ihr ihn berührt müsst ihr einen Satz sagen, damit er für euch in allen Elementaren Kräften leuchten kann." Blitzpfote spähte über Eschenbarts Rücken zum Stein der Elemente. Es stimmte. Er schwebt zwar, aber er leuchtet nicht. Und er muss leuchten. Sie sah nach oben. Die Sonne bedeckte fast die ganze offene Bergspitze, wo runter der Stein der Elemente schwebte. ,,Sollten wir nicht langsam anfangen?" meinte sie. ,,Es ist bald Sonnenhoch." ,,Was für ein Satz müssen wir denn sagen, damit Horizont erleuchtet?" fragte Windpfote. ,,Hört uns gut zu," miaute Eschenbart. ,,Wir sind die Wächter des Mondes. Bitte erleuchte für uns. Wir schwören, dass wir unsere Kräfte im Kampf nur für Notfälle benutzen werden. Wir versprechen den Frieden wieder zurück zuholen." ,,Und jetzt seit ihr dran," miaute Fleckenwind. ,,Sagt genau den gleichen Satz alle zusammen und so laut, dass es selbst der Mondclan es hören kann." Windpfote gab das Kommando. Nach seinem Schwanzschnippen sagten alle, auch die Hüter der Elemte, den Satz, um Horizont zum leuchten zu bringen. Er strahlte in verschieden Farben. Jeder wusste welche Stelle er brühren soll. Tauwasser die weiße Stelle, aufgrund der Farbe ihrer Elementar-Kraft. Wolkenpfotes Stell ist auch weiß, aber mit etwas blau und gelb. Für Blitze und Regen. Donnergrolls Stelle ist braun, wie die Erde. Sturmflut hat die Farbe des Wassers, also klares hellblau. Flammenpfotes Farbe ist rot, orang und gelb. Windpfote ist durchsichtig, weil Wind keine Farbe hat. Man kann es nur fühlen, nicht sehen. Und Blitzpfotes eigene Farbe ist weiß und gelb. ,,Wenn ihr alle eure Stellen gefunden habt," miaute Fleckenwind. ,,Erscheint irgendwo in der Mitte eurer Stell euerer Symbol. Den müsst ihr dann drücken. Der Rest geht dann von allein." Blitzpfote fand ihr Symbol. Die anderen anscheinend auch. Gemeinsam und mit aller Kraft dürckten sie auf ihre Symbole. ,,Geht am besten etwas zurück," befahlt Eschenbart. ,,Horizont braucht Platz." Die Wächter taten wie es Eschenbart gesagt hat. Der Stein der Elemente gab jeden seine Elementar-Kraft. Er schoss jede Elementar-Kraft aus sich heraus und in die Wächter hinein. Nach dem jeder seine volle Kraft erhielt, leuchtet er kurz auf. Nach dem der letzte, das ist Windpfote seine volle Wind-Kraft erhielt. Geschah etwas merkwürdiges mit Horizont. Der Diamant verlor all seine Farben, bis auf die der Sonne, orangrotgelb. Es waren die gleichen Farben, die er als Kater trug. Blitzpfote kniff die Augen zusammen. Jetzt weiß sie, warum Horizont die Sonne war. Er kann genauso stark und hell leuchten wie sie. Nachdem sie ihre Augen öffnete war Horizont nicht mehr da. ,,Er ist wirklich weg," miaute Flammenpfote. Sie klang traurig. ,,Er ist weg," miaute Fleckenwind. ,,Aber vergisst nicht. Er wird immer ein Teil eurer Truppe bleiben. Ihr habt jeweils ein Teil seiner Macht und behält ihn somit auch in Erinnerung." Die Hüter der Elemente verblassten langsam. ,,Kommt gut nach Hause." War ihr letzter Satz. ,,Horizont und wir werden euch begleiten."

Kapitel 26

Die Wächter waren beim Territourium des Wasserclans vorbeigekommen und überquerten den Fluss. Zuvor hatten sie sich von Donnergroll und Sturmflut verabschiedet. ,,Machst gut, Wächter," hatte Sturmflut noch zu ihnen gesagt. ,,Vielleicht sehen wir uns bei der nächsten Großen Versammlung alle wieder." Auch Flammenpfote und ihr Bruder Wolkenpfote hatten sich bevor sie sich auf dem Weg zu ihr Lager gemacht hatten, von Blitzpfote, Windpfote und Tauwasser verabschiedet. Nachdem auch Tauwasser sich von den Feuerclan-Schüler verabschiedete, ist es nun Zeit für sie wieder das Lager zu betreten. Sie standen vor der Brennelsen-Barriere. Windpfote seuftzte: ,,Was meinst du wird passieren, wenn wir wieder auf unserer Lichtung stehen?" Blitzpfote legte ihre Schnauze auf seine Flanke. ,,Eins kann ich dir sagen. Es wird sich einiges geändert haben." Sie nahmen sich den Mut zusammen und gingen durch die Brennelsenbarriere. Blitzpfote dachte an das Versprechen den sie Horizont gaben, damit er für sie leuchtete. Wir sind die Wächter des Mondes. Bitte erleuchte für uns. Wir schwören dass wir unsere Kräfte im Kampf nur für Notfälle benutzen werden. Wir versprechen den Frieden wieder zurück zu holen. Und das werden sie auch tun. Denn sie sind die Wächter des Mondes und nur sie können das Böse jetzt noch besiegen und den Frieden wieder zurückholen.

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