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Die Auserwählten (eng:The Chosen one) ist der erste Teil der Staffel ~Die neuen Clans~.

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Klappentext:

Prolog

Eine schwarze Kätzin saß auf einem Fels auf einer Lichtung. Ein grau getigerter Kater kam auf die Lichtung gestürmt und rannte auf die schwarze Kätzin zu. Er kam vor dem Stein zum stehen und sah zu der Kätzin hoch. Die schwarze Kätzin sprang sofort auf die Pfoten. "Was ist los, Federkralle?" fragte sie. "Der Wolf..." keuchte der Kater. "Er hat unser Lager bald erreicht!" Die Kätzin sprang geschmeidig von dem Fels herab. "Onyxstern, was hast du vor?" fragte Federkralle die Kätzin. "Ich werde den Wolf bekämpfen." antwortete Onyxstern. "Onyxstern, du bist zwar eine große Anführerin, aber alleine gegen einen Wolf schaffst du es nie." sagte Federkralle. "Aber ich möchte keinen meiner Krieger in Gefahr bringen. Wenn ich gehe ist der Wolf mit mir beschäftigt." sagte Onyxstern. Sie wollte gerade los gehen, als Federkralle sich ihr in den Weg stellte. "Aber ich möchte meine Anführerin nicht in Gefahr bringen." sagte Federkralle. "Du kannst mich nicht davon abhalten, Federkralle. Ich muss das für meinen Clan tun." entgegnete Onyxstern. Federkralle sah seine Anführerin an. "Gut, wenn ich dich nicht davon abhalten kann, dann komme ich mit dir." sagte Federkralle. "Und davon kannst du mich nicht abhalten." Onyxstern nickte. "Wenn das so ist, dann gehen wir jetzt gemeinsam." sagte sie und stürmte, gefolgt von Federkralle, aus dem Lager.

Die beiden Katzen rannten durch den Wald. Sie folgten der Geruchsspur des Wolfes, bis sie das große, braun-graue, Hundeähnliche Tier sahen. Onyxstern stürmte mit ausgefahrenen Krallen auf den Wolf zu und kratzte über die Flanke des Tiers. Der Wolf zeigte keine Schmerzen. Wütend und knurrend wirbelte der Wolf herum und stieß Onyxstern mit seiner großen Pranke beiseite. Jetzt kam auch Federkralle aus seinem Versteck gesprungen und landete auf dem Rücken des Wolfes. Mit seinen Krallen zerfetzte er das Rückenfell des Wolfes. Nun stand Onyxstern wieder auf. Während Federkralle den Wolf ablenkte, sprang sie dem grau-braunem Tier an den Hals. Der Wolf bemerkte Onyxstern und schnappte nach ihr. Er traf sie im gleichen Moment an der Schulter, in dem sie ihm die Kehle zerriss. Der Wolf fiel schlaff auf den Boden. Onyxstern Krallte sich noch immer an seinen Hals und somit landete er auf ihr. Onyxstern zog sich mühevoll unter dem Wolf hervor. Eine tiefe Wunde zog sich von ihrem Hals, bis über ihrer Schulter. Sie fiel unsanft auf den Boden. Federkralle rannte sofort zu ihr. "Onyxstern, was ist los?" fragte er aufgeregt. Sie lag schwer keuchend auf dem Boden und regte sich nicht mehr. Nur ihre Flanken hoben und senkten sich, als sie Atmete. "Der Wolf hat mich erwischt." antwortete sie keuchend. "Das schaffst du schon, Onyxstern." sagte Federkralle und versuchte ihr Mut zuzusprechen. "Nein, Federkralle. Die Wunde ist zu tief und ich lebe mein letztes Leben. Ich werde es nicht schaffen." keuchte sie. "Aber du kannst deinen Clan nicht zurücklassen!" sagte Federkralle. Seine Augen waren blass vor Trauer. "Federkralle, du bist mein zweiter Anführer, du wirst dich an meiner Stelle um den Clan kümmern. Ich weiß, dass der OnyxClan bei dir gut aufgehoben ist." sagte Onyxstern. "Nein, Onyxstern, nein." murmelte Federkralle. Er sah traurig seine Anführerin an, wie sie mit ihren letzten Atemzügen ihr leben ausatmete und ihre golden schimmernden Augen nun glasig wurden. Federkralle saß vor dem toten Körper seiner Anführerin und konnte sich vor Trauer nicht regen. Onyxstern war gestorben wie sie gelebt hatte, im Kampf für ihren Clan.

Kapitel 1

Onyxjunges lag zusammengerollt zwischen ihren Geschwistern an den Bauch ihrer Mutter gekuschelt. Sie spürte, wie neben ihr ihre Schwester aufstand. Onyxjunges öffnete ihre golden schimmernden Augen und sah ihre Schwester an. Ihre Schwester war eine schwarz-weiße Kätzin mit hellen, grünen Augen. "Was ist los, Krähenjunges? Warum stehst du auf?" fragte Onyxjunges ihre Schwester und setzte sich hin. "Mir wird das jetzt zu langweilig. Ich muss mich bewegen." antwortete Krähenjunges. Onyxjunges begann ihr schwarzes Fell zu putzen. Krähenjunges ging zu einem kleinem, hellgrauen Kater mit weißen sprenkeln und stieß ihn mit der Pfote an. "Lichtjunges, wach auf!" rief sie. Der graue Kater grummelte ein wenig, dann stand er auf und streckte sich. "Was ist denn jetzt schon wieder, Krähenjunges?" fragte Lichtjunges mürrisch. "Wollen wir nicht irgendwas machen?" fragte Krähenjunges. "Ich würde gern noch weiter schlafen." sagte Lichtjunges und drehte sich wieder um. "Licht, du bist so eine Spaßbremse!" beschwerte sich Krähenjunges. Sie wandte sich an Onyxjunges. "Willst wenigstens du etwas machen, Onyxjunges?" fragte Krähenjunges enttäuscht. Onyxjunges reckte sich verschlafen und nickte. "Ja." sagte sie, obwohl sie eigentlich auch lieber weiterschlafen würde, aber sie wollte ihre Schwester nicht noch mehr enttäuschen. Krähenjunges wollte gerade aus dem Bau rennen, als ihre Mutter sich aufsetzte. "Wo willst du denn hin, Krähenjunges?" fragte die silbergraue Kätzin. "Ich will jetzt raus gehen." sagte Krähenjunges und hüpfte wild herum. Die Mutter der drei Jungkatzen nickte. "Aber geh nicht aus dem Lager." sagte die Kätzin. Sofort rannte Krähenjunges aus der Kinderstube. "Komm, Onyxjunges!" rief sie. Onyxjunges schlich aus dem Bau. "Na komm! Worauf wartest du!" rief Krähenjunges und rannte durch das Lager. Onyxjunges schüttelte sich um richtig wach zu werden, dann rannte sie ihrer Schwester hinterher.

Jetzt streckte auch Lichtjunges seinen Kopf aus der Kinderstube. "Wartet auf mich!" rief er seinen Schwestern hinterher. Krähenjunges rannte jetzt nur noch schneller und Onyxjunges versuchte mit ihr mitzuhalten. Sie sah wie Krähenjunges in einem Bau verschwand und folgte ihr. Der Bau war von innen mit Moosnestern ausgelegt. "Hier wird Lichtjunges uns bestimmt nicht finden." flüsterte Krähenjunges und versteckte sich in einem der Nester. Onyxjunges versteckte sich ebenfalls in einem Nest. "Was macht ihr hier!" hörte Onyxjunges eine Stimme zischen. Sie zuckte zusammen und sah in die Richtung, aus der die Stimme kam. Vor ihr stand eine schwarze Kätzin mit langem, verfilztem Fell. "Das ist der Kriegerbau, hier haben Junge wie ihr nichts zu suchen!" zischte die Kätzin weiter. Onyxjunges legte ängstlich die Ohren an. "E..es tu..tut mir leid." stotterte sie. "Leidtun fängt keine Beute!" zischte die hässliche schwarze Kätzin weiter. Ein dunkelgrauer Kater mit weiß gesprenkeltem Fell kam in den Bau. Er hatte grüne Augen, so wie Krähenjunges, und trug ein ebenso grünes Tuch um den Hals. Die schwarze Kätzin wandte sich an ihn. "Mondschweif, schaff deine Jungen hier raus!" zischte sie nun ihn an. Er blieb ganz ruhig. "Was haben sie denn angestellt?" fragte Mondschweif. "Sie haben im Kriegerbau nichts verloren!" zischte die Kätzin als Antwort. "Sie sind heute das erste mal außerhalb der Kinderstube, Efeupelz. Sie wussten nicht, dass sie nicht in den Kriegerbau dürfen." sagte Mondschweif. Er ignorierte Efeupelz und ging weiter zu Onyxjunges und Krähenjunges, packte sie am Nackenfell und trug sie aus dem Bau. "Ihr solltet besser wieder zu eurer Mutter Smaragdherz gehen" sagte Mondschweif. "Aber wir können doch auch bei dir bleiben." sagte Onyxjunges. Mondschweif schüttelte den Kopf. "Nein, euer Vater muss jetzt auf Patrouille, da könnt ihr leider nicht mitkommen." sagte er. "Warum denn nicht?" fragte Krähenjunges enttäuscht. Ihr Vater schnurrte leise. "Jetzt seit ihr noch zu jung, aber wenn ihr Schüler seid, dann verspreche ich, dass ich mit euch auf Patrouille gehe." sagte er. Onyxjunges sprang aufgeregt von einer Pfote auf die Andere. Sie konnte es jetzt schon gar nicht mehr abwarten eine Schülerin zu werden. Mondschweif verabschiedete sich mit einem Kopfnicken von seinen Töchtern und ging los.

Die Schwestern saßen immer noch da und sahen ihrem Vater hinterher. Lichtjunges kam zu ihnen herüber gerannt und blieb keuchten neben ihnen stehen. "Was machen wir jetzt?" fragte er. Krähenjunges sah ihn an. "Jetzt gehen wir wieder in die Kinderstube." sagte sie. Lichtjunges sah erst Krähenjunges, dann Onyxjunges enttäuscht an. "Wenn du wüsstest, was hier für Katzen rumlaufen, dann würdest du das Lager sowieso nicht gerne erkunden." sagte Onyxjunges. "Aber ich will trotzdem wissen wie es außerhalb der Kinderstube so ist." sagte Lichtjunges noch enttäuschter als vorher. Krähenjunges stand auf und ging in Richtung Kinderstube. Als sie an Lichtjunges vorbei ging stöhnte sie: "Wir erzählen es dir und sehen es uns Morgen mit dir an." Lichtjunges war zwar noch immer enttäuscht, doch jetzt nicht mehr so sehr wie vorher. Jetzt sprang auch Onyxjunges auf die Pfoten und ging hinter Krähenjunges her zur Kinderstube. Lichtjunges stand als Letzter auf und trottete hinter ihnen her.

Die drei Jungkatzen lagen in ihren Nestern in der Kinderstube und Lichtjunges sah wie gebannt auf Onyxjunges. "Ein kann ich dir über das Lager sagen." begann Onyxjunges. "Gehe niemals in den großen Bau, da lebt eine Katze, die dir die Ohren zerfetzt, wenn sie dich dort findet." Lichtjunges' Augen wurden bei dieser Erzählung groß vor erstaunen. "Diese Katze heißt Efeupelz und sie frisst Jungen, die ihr zu nahe kommen." erzählte Onyxjunges weiter. Lichtjunges riss den Mund weit auf vor erstaunen. "Hör auf zu lügen, Onyxjunges. Das stimmt doch alles gar nicht." mischte sich Krähenjunges ein. "Ich lüge nicht, ich schmücke es nur etwas aus." sagte Onyxjunges und wandte sich wieder an Lichtjunges. "Aber unser Vater, Mondschweif, ist zum Glück gekommen und hat uns vor Efeupelz gerettet." erzählte Onyxjunges. "Sieht so aus, als hättet ihr heute viel erlebt, aber jetzt müsst ihr auch mal schlafen." sagte Smaragdherz. Die Jungen nickten und rollten sich in ihren Nestern zusammen.

Kapitel 2

Krähenjunges hüpfte aufgeregt in ihrem Nest umher. "Was ist denn mit dir los?" fragte Onyxjunges müde. "Bachstern hat gesagt, dass wir heute zu Schülern ernannt werden." sagte Krähenjunges und hüpfte zu Onyxjunges ins Nest. Onyxjunges drehte sich um und rollte sich wieder zusammen. "Warum bist du deswegen so aufgeregt?" fragte Lichtjunges, als könnte er Onyxjunges' Gedanken lesen. "Weil wir dann bald Krieger werden können." sagte Krähenjunges. Onyxjunges drehte sich zu ihrer Schwester um und legte den Kopf auf ihre Pfoten. "Und wann soll die Zeremonie statt finden?" fragte sie. "Bei Sonnenhoch." sagte Krähenjunges stolz. "Und wer glaubst du wird dein Mentor?" fragte Onyxjunges ihre Schwester. Diese hüpfte weiter aufgeregt umher. "Ich weiß nicht. Es gibt so viele gute Krieger im Clan." sagte Krähenjunges. "Vielleicht wird es ja Efeupelz." sagte Onyxjunges sarkastisch. Krähenjunges zog ein angewidertes Gesicht. "Bestimmt nicht!" rief sie. Onyxjunges musste amüsiert an das Gesicht ihrer Schwester denken, wenn ihre Mentorin doch Efeupelz werden würde.

Als die Sonne ihren höchsten Platz am Himmel erreicht hatte, hörte Onyxjunges wie Bachstern die Katzen zu einer Clanversammlung zusammenrief. Die Katzen strömten über die Lichtung zum Hochstein. Krähenjunges, Lichtjunges und Onyxjunges saßen direkt unter dem Hochstein und sahen zu ihrem Anführer hoch. "Krähenjunges, du bist nun sechs Monde alt und es ist an der Zeit, um mit deiner Ausbildung zu beginnen. Von diesem Tag an, bis diese Schülerin sich ihren Kriegernamen verdient hat, wird sie Krähenpfote heißen. Ich bitte den SternenClan, über diese Schülerin zu wachen, bis sie in ihren Pfoten die Kraft und den Mut eines Kriegers findet." verkündete Bachstern. Er sah sich unter den versammelten Kriegern um und sah zu einem braun getigerten Kater. "Distelstreif, du bist nun bereit einen Schüler auszubilden. Du wurdest von Efeupelz hervorragend ausgebildet und du hast bewiesen, dass du stark und mutig bist. Du wirst der Mentor von Krähenpfote sein und ich bin davon überzeugt, dass du dein Wissen an sie weiter geben wirst." sagte Bachstern. Distelstreif trat nach vorne zu Krähenpfote und berührte ihre Nase mit seiner. "Lichtjunges, du bist nun sechs Monde alt und es ist an der Zeit, um mit deiner Ausbildung zu beginnen. Von diesem Tag an, bis dieser Schüler sich seinen Kriegernamen verdient hat, wird er Lichtpfote heißen. Ich bitte den SternenClan, über diesen Schüler zu wachen, bis er in seinen Pfoten die Kraft und den Mut eines Kriegers findet." verkündete Bachstern weiter. Nun blickte er zu einer weiß-grauen Kätzin. "Nebelteich, du bist nun bereit einen Schüler auszubilden. Du wurdest von Narbenfell hervorragend ausgebildet und du hast bewiesen, dass du stark und mutig bist. Du wirst der Mentor von Lichtpfote sein und ich bin davon überzeugt, dass du dein Wissen an ihn weiter geben wirst." verkündete er. Nun trat auch Nebelteich nach vorne und berührte Lichtpfotes Nase mit ihrer. Nun wandte sich Bachstern an Onyxjunges. "Onyxjunges, du bist nun sechs Monde alt und es ist an der Zeit, um mit deiner Ausbildung zu beginnen. Von diesem Tag an, bis diese Schülerin sich ihren Kriegernamen verdient hat, wird sie Onyxpfote heißen. Ich bitte den SternenClan, über diese Schülerin zu wachen, bis sie in ihren Pfoten die Kraft und den Mut eines Kriegers findet." verkündete er. Nun wandte sich Bachstern an Mondschweif. "Mondschweif, du bist nun bereit einen Schüler auszubilden. Du wurdest von mir hervorragend ausgebildet und du hast bewiesen, dass du stark und mutig bist. Du wirst der Mentor von Onyxpfote sein und ich bin davon überzeugt, dass du dein Wissen an sie weiter geben wirst." verkündete Bachstern. Mondschweif trat nun zu Onyxpfote nach vorne und berührte mit seiner Nase ihre. "Krähenpfote! Lichtpfote! Onyxpfote!" jubelten die Katzen des FlussClans.

Nach der Versammlung rannte Onyxpfote auf Mondschweif zu. "Du bist jetzt mein Mentor und sollst mich zu einer Kriegerin ausbilden. Also nimmst du mich mit auf Patrouille?" fragte Onyxpfote. Mondschweif sah sie an und Nickte. "Wenn du willst kann ich dich jetzt mit auf Patrouille nehmen." sagte Mondschweif. Onyxpfote nickte aufgeregt. "Gut, dann folge mir." sagte Mondschweif und ging aus dem Lager.

Mondschweif und Onyxpfote kamen an einer Schlucht vorbei. "Diese Schlucht trennt uns vom WindClan." sagte Mondschweif. Onyxpfote sah interessiert zur Schlucht herüber und entdeckte einen umgestürzten Baumstamm, über den eine Katze auf die andere Seite der Schlucht gelangen könnte. Sie hatte sich schon immer gefragt, wie die Territorien der anderen Clans aussehen. Die Krieger haben immer darüber geredet, dass die anderen Clans völlig anders waren als der FlussClan.

Onyxpfote sah über ihre Schulter zurück und sah, dass Mondschweif bereits weiter gegangen war ohne zu merken, dass Onyxpfote ihm nicht mehr folgte. Ihr Blick wanderte noch einmal kurz zu dem Baumstamm über der Schlucht, dann drehte sie sich um, um Mondschweif weiter zu folgen. Sie setzte langsam eine Pfote vor die andere, doch der Gedanke daran das ihr unbekannte WindClan Territorium zu sehen ließ sie nicht mehr los. Sie erinnerte sich daran, wie die Krieger davon geredet haben, dass es dort Kaninchen gäbe und wie schnell die WindClan-Krieger waren. Onyxpfote hatte noch nie ein Kaninchen gesehen, geschweige denn einen WindClan-Krieger. Prompt blieb sie stehen und drehte sich wieder um. Sie warf einen schnellen Blick über die Schulter zurück, dann ging sie vorsichtig auf den Baumstamm zu.

Kapitel 3

Onyxpfotes Herz hämmerte wild in ihrer Brust und das Rauschen des Blutes in ihren Ohren übertönte die Geräusche ihrer Umgebung. Langsam und vorsichtig stellte sie ihre Vorderpfoten auf den Baumstamm. Die Rinde fühlte sich weich und rutschig unter ihren Pfoten an. Doch sie ließ sich davon nicht beirren und sprang nun auch mit ihren Hinterpfoten hinauf. Sie ging vorsichtig ein paar schritte nach vorne und grub dabei ihre Krallen in die weiche Baumrinde um besseren halt zu finden. Einige Windstöße wehten durch ihr schwarz gemustertes Fell, doch Onyxpfote ließ sich nicht ablenken. Sie hatte ihr genaues Ziel vor den Augen. Diesen Baumstamm zu überqueren.

Doch plötzlich kamm ein besonders starker Wind auf und zerrte an ihrem kleinen Körper. Onyxpfote grub ihre Krallen noch tiefer in die Baumrinde und duckte sich näher an den Stamm. Der Wind wehte immer stärker, bis Onyxpfotes Hinterpfoten den Halt verloren und seitlich vom Baumstamm herunterrutschten. Nun baumelten ihre Hinterbeine über der Schlucht. Den einzigen Halt fand sie durch ihre Vorderkrallen, die noch immer tief in der Baumrinde steckten und von ihrem Gewicht, dass sie damit halten musste, schmerzten.

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