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Das Unterholz (engl. the undergrowth) erzählt die Geschichte von der jungen Streunerin Lilie, einer einst von ihren Eltern verlassenen Kätzin, die die Clans kennenlernt und am Liebsten selbst eine Clankatze sein würde.

Diese Geschichte spielt zwischen dem Ende der ersten Staffel und vor dem Begin der zweiten Staffel. 

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Hierarchie

Hierarchie von Das Unterholz

1.Kapitel

Es war normal, dass einem das Mittagessen schon mal vor der Nase gestohlen wird, jedoch war es nicht normal, davon abzubeißen und es dann direkt an einer Gasse liegen zu lassen.

"Hund", dachte Lilie angewidert, und näherte sich langsam dem zerfetzten Stück Fleisch. Sie hatte sich schon so darauf gefreut es selbst zu essen, denn es schmeckte wie ein gutes Stück Taube, doch jetzt war der dünne Knochen im Fleisch durchgebrochen und es war mit Hundespeichel bedeckt.

Lilie fragte sich kurz, ob Hundesabber sie krank machen würde, aber entschied sich dann doch gegen das unessbare Fleisch. Die Hitze der Sonne setzte ihr jetzt genug Schwierigkeiten zu, denn ihr Pelz war dick und sog Wärme schnell auf. Wasser war zum Glück kein Problem, Lilie fand immer irgendwo eine Regentonne die sie leicht öffnen konnte.

Sie schubste das Stück Vogel in einen nahegelegenen Vordergarten, meistens räumten die Zweibeiner immer das auf, was in der Nähe ihres Nests lag.

Als Lilie gerade daran dachte, sprang sie zurück in eine schattige Gasse, und bog in eine schmale Straße ein. Die Donnerwege mochte sie nicht, denn dort fand man nie irgendetwas zu essen, und die großen Monster schreiten sie immer an, wenn sie ihnen zu nahe kam.

Heute jedoch war sie in ihrer Lieblingsgasse, wo es viele Tonnen gab, in denen Unmengen an Essen zu finden war. Aus diesen Tonnen hatte sie zuvor auch das Stück Vogel, und Lilie hoffte, sie könnte ein ähnliches Stück nochmal finden. 

Lilie schaute kurz um die Ecke der Gasse, und sah zu ihrem Glück keinen Zweibeiner. Das gute Essen hatte den Preis, das stetig irgendwelche Zweibeiner in der Nähe waren, doch meistens meideten so die Gasse, oder wenn sie Lilie doch sahen, liefen sie meist weiter, als hätten sie Nichts gesehen, was sie auch lieber hat, als das sie sie anschreien.

Die Kätzin warf eine der grauen Tonnen mit Leichtigkeit um, und sprang zurück, als der Inhalt sich auf dem gepflasterten Boden ausbreitete. Die Streunerin durchwühlte ihn sorgfältig, das meiste des Inhalts war nur Plastik oder Krähenfraß, also lohnte es sich nicht, weiter zu suchen, denn das Essen weiter unten war nur noch schlechter.

Lilie warf erneut eine weitere Tonne um, und diesmal hatte sie mehr Glück, denn sie fand ein leicht zähes Stück Fleisch ganz oben. Es war zwar bedeckt mit Kräutern und einer dicken Flüssigkeit, doch es war immer noch essbar. Die Kätzin warf noch einen weiteren, sorgfältigen Blick in das Innere der Tonne, und entdeckte ein weiteres Stück. Dieses war zwar roh und rosa, aber dafür war es nicht mit Soße und Kraut bedeckt.

Sie nahm beide Stücke in ihr Maul und trappte zufrieden davon, und kam an ein paar weiteren Gassen vorbei, die sie aber ignorierte. 

An einer Ecke jedoch hörte sie ein raues Knurren, und stoppte in ihrem Laufen, ihr Herz schlug nun etwas schneller. Bevor sie sich umdrehte legte sie beide Fleischstücke neben die Ziegelwand und drehte sich langsam um. Lilie schlich vorsichtig näher an die Gasse heran, und erstarrte, als sie eine größere Gruppe von Silhouetten in Form der von Katzen war.

Die junge Streunerin war sich sicher, das hier nie irgendwelche Hauskätzchen auftrieben, Geschweige den andere Streuner, denn für sie war die Chance von Zweibeinern geschnappt zu werden viel zu groß, ohne das man wusste, wo man sich verstecken musste. Sie erlaubte sich einen weiteren Blick um die Ecke, und erkannte mindestens vier Katzen in dem gewaltigen Schatten, den die heiße Sonne warf.

Lilie war keine Kämpferin, und jeder Instinkt rief in ihr zur Flucht. Sie schnappte sich eilig ihre Beute und lief so schnell ihre Pfoten sie tragen konnten hinweg von den Katzen. Hinter sich fing sie an, die rauen Stimmen der Gruppe zu hören, jedoch wagte sie sich nicht umzudrehen, egal, wie groß ihr Verlangen war, und rannte stetig weiter, bis sie einen vertrauten Gitterzaun sah, und sie quälte sich durch den kleinen Zwischenraum zwischen Boden und ausgeleiertem Rost.

Die Zacken zerfetzten ihr Fell zwar ein wenig, jedoch beachtete sie es kein bisschen und lief schnell in eine offene, verlassene Lagerhalle und versteckte hinter einem zerfallenen Monster. 

Die Luft in der Halle war stickig und schmeckte nach Rost und Salz, nach einer Weile fingen die dicken Staubpartikel von altem Stroh und Heu an, ihr in den Augen weh zu tuen.

Lilie schlich sich nach einer kurzen Weile vorsichtig nach draußen, sie versteckte ihren Kopf immer noch unter dem Schatten des Daches, und schnupptere am Boden, währrend ihre Augen nach den Katzen suchten. Sie entdeckte diese schneller als erwartet, und zuckte instinktiv zurück.

Die vier Katzen standen allesamt um den Gitterzaun herum, und schienen sich das ausgeleierte Metall und den klaren Hohlraum zwischen Boden und Gitter anzusehen. Ihre Pelze wurden von Sonnenstrahlen leicht verfärbt, doch Lilie konnte weiterhin ihr glänzendes Fell erkennen, welches mit Blättern und kleinen Zweigen geschmückt war. Nur zwei von ihnen war Lilie's Größe, eine kleine, dunkelbraune Katze mit kurzen Beinen und eine rein weiße Katze. Sie waren begleitet von zwei weiteren, die beide goldbraunes Fell hatten, der eine etwas goldfarbener als der Andere.

Die Katzen fingen an, in der Luft herumzuschnuppern, und Lilie schlich wachsam an der Scheunenmauer entlang. Sie entdeckten die kleine Kätzin schnell, und die zwei kleineren Katzen verkrochen sich in eine Kauerposition.

"Bist du ein Streuner?", fragte die größte Katze, jetzt erkannte Lilie auch, dass es ein Kater war.

Sie war immer noch weit entfernt von den Wildkatzen, sie traute sich nicht ganz, näher zu kommen.

"Seid ihr Waldkatzen?", entgegnete sie, Ohren angelegt. Sie trottete immer noch vorsichtig näher. Die zwei großen Katzen schauten sich an, dann richteten sie ihren Blick wieder auf Lilie.

"Ja. Du bist also eine Streunerin.", erwiderte der große Kater, und schlug mit seinem Schwanz, woraufhin die zwei kleineren Katzen aufstanden.

Lilie musterte die Waldkatzen für ein paar Momente. Auch wenn ihr Fell etwas dreckig war, sahen sie kein bisschen krank aus. Ganz im Gegensatz zu ihr, Lilie's Augen waren doch ein wenig zerkratzt, und von ihrem Fell tropfte auch ein wenig Blut, weil sie sich am Gitter verhangen hatte.

"Bleib von dem Wald weg.", sagte der etwas kleinere, gold getigerte Kater, und machte kehrt, die weiße, ebenfalls kleine Kätzin folgte ihm.

"Farnpelz, bleib hier." befahl der größere Kater. Farnpelz drehte sich nur mit dem Kopf um.

"Sie ist eine Streunerin. Also nicht unser Problem.", meinte Farnpelz, jedoch gehorchte er dem Kater und schlich langsam wieder zu dem Zaun.

"Ja, klar. Schau sie dir doch mal etwas an.", neigte der goldbraune Kater mit seinem Kopf zu Lilie hin, "Kommt dir so eine Statur nicht bekannt vor?"

Farnpelz blinzelte etwas ahnungslos.

Lilie hatte ihre Augen immer noch weit geöffnet, und kauerte weiterhin mit angelegten Ohren.

"Keine Ahnung. Ist mir auch egal. Komm, Dornenkralle, lass uns gehen. Wir sind nicht hier um irgendwelche Streuner zu studieren.", erinnerte Farnpelz die größere Katze.

Dornenkralle stöhnte frustriert.

"Guck dir doch mal an wie klein sie ist. Sie kann nicht viel älter als 4 Monde sein, was wenn sie von einem Clan abgehauen ist?", seuftzte er.

Farnpelz blinzelte nur wieder.

"Keines unserer Jungen fehlt.", - "Farnpelz, willst du mir sagen, dass dieses sehr offentsichtliche WindClan-Junges dir nicht irgendwie Sorgen macht?", entgegnete Dornenkralle genervt.

Farnpelz zuckte etwas zurück.

Lilie richtete sich auf. Sie hatte schonmal von den Clans gehört, aber sie wurde noch nie für eine gehalten.

"Ihr seid von Clans?", fragte sie, ihre Angst wurde nun mit Neugierde überschwemmt, und sie kam etwas näher an den Zaun.

Dornenkralle wandte sich Lilie wieder zu. "Ja. Ich bin Dornenkralle, das ist mein Bruder Farnpelz.", er schnippte mit dem Ohr zu seinem etwas kleiner gewachsenen Bruder.

Farnpelz blickte Lilie jetzt etwas sanfter an. "Wir sind vom DonnerClan, aber wir werden dir nichts tun.", meinte er.

Er drehte sich zu den zwei kleineren Katzen zu. "Weidenpfote, du und Weißpfote, geht zurück ins Lager. Holt bitte Borkenpelz."

Weißpfote, die etwas größer war als Weidenpfote, hob ihren Kopf. "Aber der ist doch mit Eichhornpfote unterwegs", klagte die weiße Kätzin.

"Noch besser.", erwiderte Dornenkralle, und wandte seinen Blick nicht von Lilie ab.

Die zwei kleinen Katzen liefen flink weg, wahrscheinlich in den Wald, dachte Lilie.

"So...", seuftzte der goldbraun getigerte Kater. "Wer bist du wirklich..."

Lilie legte ihre Ohren an, die Angst zog ihr wieder ins Fell, sagte ihr, sie solle wieder in die Scheune zurück.

"Ich... bin eine Katze.", maunzte sie nur leise als Antwort, und ging vorsichtig in ihre Kauerposition zurück.

Dornenkralle lachte nur trocken, doch Farnpelz' Ausdruck veränderte sich nicht.

"Das, heh, kann ich schon sehen. Ich meinte deinen Namen.", erklärte er ihr sanft. Farnpelz legte seine Ohren nur an.

Lilie blinzelte, kurz verwirrt, und dachte nach. Sollte sie diesen Katzen wirklich ihren Namen sagen? Lilie's Vater hatte sie immer vor Fremden gewarnt. Aber ohne diese Regel zu brechen wäre heute vielleicht gar nicht mehr am Leben. Lilie schüttelte den Kopf.

"Lilie.", antwortete sie, und hoffte, ihre Stimme wurde nicht zu sehr zittern. Irgenwie war es ihr wichtig, nicht schwach auszusehen, aber sie wusste nicht genau, wieso.

"Sie ist eine Streunerin", wiederholte Farnpelz, "Nur eine Streunerin, mit kurzen Beinen und in Angst gesträubtem Fell."

Er schaute zu seinem Bruder.

"Sie hat Angst. Das kann ich riechen. Also entspann dich, sie ist ein ausgerissenes Junges.", lächelte Dornenkralle.

Farnpelz guckte Lilie wieder an.

"Ist vielleicht wahr, aber wie soll ein WindClan-Junges bis hierher kommen?", fragte er.

Dornenkralle trottete am Gitter entlang, und scharbte ab und zu an tieferen Stellen. "Vielleicht lebt sie hier schon länger", meinte der große Kater.

Farnpelz blinzelte nur unbeeindruckt.

"Ah", rief Dornenkralle und schaute auf. "Farnpelz, komm her!"

Der hellbraune Kater sprang mit einem Satz rüber zu dem Anderen, und die zwei betrachteten das Loch durch welches Lilie reingekommen war. Als Farnpelz etwas an dem Metall schnupperte, schreckte er auf, und starrte Lilie besorgt an.

"Du blutest", stellte er fest. "Komm rüber, das wird ja nur noch schlimmer!"

Die kleine Kätzin war sich nicht ganz sicher was er damit meinte, ja, Blut klebte schon an ihr, aber rüberkommen wollte sie ganz bestimmt nicht.

Dornenkralle schaute nun ebenfalls auf. "Wir werden dir nichts Schlimmes", er lächelte, "Ganz im Gegenteil. Wir wollen dir nur helfen."

Lilie trat zurück.

"N-nein, warte...", der goldbraun gestreifte Kater nahm ebenfalls ein wenig Abstand, "Du musst nicht vor uns Angst haben."

"Hab ich nicht.", wiedersprach Lilie. Dornenkralle schnippte mit der Schwanzspitze auf Farnpelz' Schulter.

Lilie konnte nicht hören, was die zwei Kater sagten, aber sie könnte definitiv flüstern wahrnehmen.

Dornenkralle lief wieder von dem Loch weg, und Farnpelz lief in eine entgegengesetzte Richting, und verschwand damit hinter einem Busch der Lilie's Sicht blockierte.

"Okay, Lilie", sprach Dornenkralle, und gewann damit wieder ihre Aufmerksamkeit. "Ich weiß, du hast Angst. Das kann ich riechen. Du musst keine Angst haben."

Lilie schnaubte.

"Ihr seid in der Überzahl, viel größer als ich, und dazu noch beide Kater.", stellte sie fest.

Dornenkralle zog seinen Kopf überrascht zurück.

"Wir sind vielleicht Waldkatzen, aber wir haben Würde.", erwiderte er. "Demseits ist es keine Blütezeit. Ich bin sowieso gar nicht interressiert."

Lilie schaute sich um.

"Was ist mit deinem Bruder?", fragte sie vorsichtig.

Dornenkralle schüttelte den Kopf, fast schon angewidert von ihrer Vermutung.

"Dem würde ich das Fell abziehen wenn er sich an einem Jungen zu schaffen macht.", versprach Dornenkralle.

Lilie stöhnte erleichtert. "Okay... nun ich bin dann mal weg."

Sie wollte sich umdrehen doch etwas stieß sie von hinten als sie kehrt machte und hielt sie davon ab.

"Nicht so schnell."

2. Kapitel

Lilie wollte instinktiv fauchen, als sie jemanden an sie stoßen fühlte, doch sprang sie herum und guckte die Katze anstatt an.

Der dunkelbraune, getigerte Kater der Lilie etwas gestoßen hatte, legte seine Ohren leicht an als er Lilie's angespannte Gesicht sah.

"Lilie?", fragte er, seine Stimme klang ein wenig unsicher.

Lilie schnipste ihr Ohr als sie ihren Name hörte, und sie nickte sehr leicht, fast unbemerkbar.

"Sie ist die Streunerin die wir gefunden haben."

Eine Stimme hinter ihr ließ Lilie zusammenzucken, und sie drehte ihren Kopf um eine kleine, weiße Kätzin hinter sich zu sehen. Weißpfote richtete ihren Ohren leicht als die Streunerin sie ansah, und Weißpfote zog ihren Kopf etwas zurück als sie es bemerkte, wie Lilie sie anguckte.

Der dunkelbraune Kater sah seine Clangefährtin kurz an, bevor er seinen Kopf zurück zu Lilie richtete.

"Du bist ganz allein?", sprach er an.

Lilie schaute ihn durch den Augenwinkel an, und schwenkte ihren Schwanz um zuzustimmen. Der Kater drehte seine Ohren ein bisschen, als er seine Augen leicht schloss um nachzudenken.

"Hmm...", ließ er aus.

Als Lilie fast schon weiter gehen wollte, bemerkte sie das Farnpelz und Dornenkralle nun direkt neben ihr zu jeder Seite standen, und ihren Weg versperrten, da der dunkelbraune Kater direkt vor ihr stand. Sie schaute hinter sich, und sah wie drei kleinere Katzen hinter ihr standen. Sie wusste die Weiße, Braune hießen Weißpfote und Weidenpfote... die Dritte, Rote jedoch erkannte sie nicht.

"Wie würdest du es finden, DonnerClan beizutreten?"

Lilie schwenkte ihren Kopf zu dem großen Kater mit einem verwirrten Blick.

"Was? Ich?", maunzte die goldfarbene Kätzin, ihre Stimme zitterte.

Der Kater nickte, und gab der Streunerin einen leichten Nicker mit seinem Kopf.

"Ja. DonnerClan kann immer Krieger gebrauchen. Besonders welche mit Clan-Blut."

Lilie legte ihre Ohren an. Clan-Blut. Das war was diese Katzen so überzeugte sie wäre ein guter Krieger in ihrem Clan? Nicht irgendwie der Fakt das sie anscheint gut jagen konnte? Und allein überleben kann?

"DonnerClan?", murrte Lilie.

"Ja! Mein Vater, Feuerstern ist Anführer! Er selbst war mal so wie du, er würde dich bestimmt eintreten lassen!"

Lilie drehte ihren Kopf, und die rote Katze verstummte als die anderen beiden, kleinen Katzen sie anstarrten.

"Sorry...", maunzte sie.

Der dunkelbraune Kater murrte ein wenig um zu sagen es war nicht schlimm.

"Nun, was Eichhornpfote sagt ist nicht falsch. Feuerstern wird dich nicht rausjagen.", miaute er, "...Lilie, wie alt bist du?"

Lilie starrte auf den Boden, ein wenig peinlich berührt als sie sich erinnerte was Dornenkralle und Farnpelz geschätzt hatten.

"Ich bin acht Monde alt.", antwortete sie leise.

"Acht?!", Farnpelz's Stimme durchstach die entspannte Stimmung, und Lilie zuckte zusammen, ihre Ohren legte sie ebenfalls an.

"J-ja... ich bin nur, sehr klein, nun ja...", ihre Stimme zuckte umher.

Farnpelz wandte seinen Blick ab, seine Augen waren ein wenig angespannt.

"Dann isst sie zumindest nicht so viel. Und du siehst ja, sie hat ein ziemlich nettes zu Hause hier, und verhungert sieht sie auch nicht aus.", meinte Dornenkralle währrend er seinen Bruder anschaute.

Lilie legte ihre Ohren leicht an, Farnpelz schien nicht sehr erfreut über die Idee, Lilie in den DonnerClan zu lassen. Der dunkelbraune Kater stupste die Streunerin zärtlich an, und Lilie wendete ihren Kopf zurück zu ihm.

"Wie heißt du?", miaute sie. Sie dachte wenn sie schon DonnerClan beitreten würde, sollte sie zumindest seinen Namen kennen.

"Mein Name ist Borkenpelz. Eichhornpfote-", er zeigte mit seiner großen Pfote zu der roten Kätzin, "...ist meine Schülerin. Wenn du DonnerClan beitreten wirst, wirst du bestimmt auch eine Schülerin."

"Dann können wir zusammen trainieren!", maunzte Eichhornpfote.

Lilie's Augen huschten ein wenig umher, unsicher. Weißpfote und Weidenpfote lächelten ihr ein wenig zu, aber Eichhornpfote war definitiv am glücklichsten über die Idee einer neuen Schülerin.

Die Streunerin senkte ihren Blick ein wenig als sie darüber nach dachte. Sie hatte schon sehr großes Interresse gehabt, nur in dem Moment als sie gefragt wurde, war ihr doch ein wenig unsicher, zwar nicht weil sie nicht mehr wollte, sondern eher weil diese Katzen... schon bedrohlich wirkten. Ihre Krallen waren länger als die jeder Katze die Lilie bisher gesehen hatte, und ihre Pelze waren zerrissen mit Narben.

"Hm...", Lilie knetete den Boden mit ihren Pfoten.

Sie wollte, ja, aber irgendwie fühlte es sich nicht... richtig. Sie war doch hier im Zweibeinerort zu Hause, und einfach so einem Clan beitreten...

Borkenpelz stupste sie mit seiner schwarzen Nase.

"Du kannst ja erst mal mit Feuerstern sprechen, er wird dich bestimmt sehen wollen.", meinte der Krieger mit einem leichten Lächeln auf seinem Gesicht.

LIlie nickte ein wenig. Sie war zwar immer noch nervös, aber sie sagte sich selbst sie hatte keinen Grund dafür, diese Waldkatzen schienen nicht brutal oder so zu sein, und wie Eichhornpfote und Borkenpelz sagten, ihr Anführer schien auch nicht feindseelig zu sein...

3. Kapitel

"Schwörst du, Lilie, DonnerClan mit zu beschützen für dein ganzes Leben?"

Die Stimme des feuerfarbenen Katers war vielleicht seriös und streng jetzt, aber als Lilie ihn das erste Mal getroffen hatte, war sie viel sanfter gewesen. Natürlich musste sie jetzt hart erklingen, Feuerstern hatte Lilie alles erklärt, was es heißt, ein Krieger im DonnerClan zu sein.

"Ja.", antwortete Lilie. Ihre Pfoten zitterten ein wenig, als sie zu Feuerstern aufschaute.

Der Anführer lächelte ihr ermutigend entgegen.

"Dann ergebe ich dir hiermit deinen neuen Clan Namen. Lilie, von diesem Tag an wirst du als Lilienpfote bekannt sein. Möge SternenClan über deine Zeit der Ausbildung zum Krieger des DonnerClans wachen."

Lilienpfote streckte ihre Ohren nach oben und ihre Augen schimmerten vor Freude. Sie konnte es kaum erwarten, überhaupt anzufangen, zu trainieren.

Feuerstern war jedoch noch nicht fertig. Sein Blick fiel auf eine weiße, langhaarige Katze, die ziemlich in der Mitte saß.

"Wolkenschweif."

Die Katze, die wie Lilienpfote nun riechen konnte ein Kater war, stand auf und machte seinen Weg unter den Hochfelsen.

"Wolkenschweif, du bist nun bereit einen Schüler auszubilden. Du wurdest von mir persönlich ausgebildet und du hast bewiesen, dass du stark und mutig bist. Du wirst der Mentor von Lilienpfote sein und ich bin davon überzeugt, dass du dein Wissen an sie weitergeben wirst."

Der langhaarige Kater lächelte zu Feuerstern auf, bevor er sich zu seiner neuen Schülerin drehte, und Lilienpfote mit einem sanften Lächeln ihre Nase berührte, und Lilienpfote erwiderte die Geste.

"Lilienpfote! Lilienpfote!"

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