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Das Erwachen der Schatten (eng: The Awakening of shadows) ist der erste Band der Staffel Rache der Dunkelheit.

Hierarchie

Klappentext:

Seit einigen Monden herscht Krieg zwischen den Clans und auch der SternenClan schweigt. Doch als die Lage für den DunkelClan aussichtslos erscheint bekommen Rubinjunges und sechs weitere Katzen eine Prophezeiung vom SternenClan. Jetzt liegt es an ihnen den Krieg zu beenden, doch unter den Auserwählten drohen einige einen falschen Pfad zu beschreiten.

Hi,

Ich brauche noch ein paar Charaktere. Ihr könnt euch auch welche ausdenken. Dafür müsst ihr nur folgenden Steckbrief ausfüllen.

Name:

Clan: (LichtClan/DonnerClan/PflanzenClan/FeuerClan/EisClan/WasserClan)

Rang:

Aussehen:

Charakter:

Ich bedanke mich jetzt schon einmal für eure hilfe.

Prolog

Der Mond warf sein silbernen Schein auf eine Lichtung. Plötzlich strömten von allen Seiten der Lichtung Katzen auf die Lichtung. Die scharfen Krallen der Katzen glänzten im Mondlicht, als sie sich jaulend ins Gefecht stürzten.
Ein breitschultriger Kater mit schwarzem Fell warf sich auf einen dunkelroten Kater. Seine eisblauen Augen sahen hasserfüllt auf den roten Kater. Dieser holte mit einer Pfote aus und traf den schwarzen Kater mit den Krallen im Gesicht. Er jaulte auf vor Schmerz und lies von dem dunkelroten Kater ab.
„Ihr habt keine Chance gegen uns, Nachtnebel!“ fauchte der rote Kater.
„Wir werden erst aufhören, wenn ihr aufhört auf unserem Territorium zu jagen! Die Sonnenlichtung gehört dem DunkelClan!“ fauchte Nachtnebel zurück.
Er stürzte nun erneut auf den dunkelroten Kater zu und zog ihm seine Krallen über die Nase. Er schüttelte seinen Kopf, wobei Blutspritzer von seiner Nase flogen.
„Heute Nacht wird die Sonnenlichtung wieder dem LichtClan gehören!“ fauchte er und stürzte sich auf Nachtnebel. Dieser schlug mit seinen Krallen um sich um seinen Angreifer abzuwerfen. Der dunkelrote Kater grub ihm die Krallen in die Schultern. Nachtnebel jaulte auf vor Schmerz und versuchte weiterhin den roten Kater abzuschütteln, doch dieser grub seine Krallen nur noch Tiefer in seine Schultern. Plötzlich wurde Nachtnebel das Gewicht des Katers von den Schultern gerissen. Als er aufblickte sah er eine graue Kätzin, die den roten Kater von ihm heruntergeworfen hatte.
„Nachtnebel, es sind einfach zu viele LichtClan-Krieger, wir sollten uns zurückziehen.“ miaute sie.
„Nein, wir können uns jetzt nicht einfach so geschlagen geben, Federherz.“ sagte Nachtnebel.
„Viele von uns sind schwer verletzt, wir müssen aufhören, bevor es noch tote gibt!“ sagte sie.
Nachtnebel nickte und sprang auf einen umgekippten Baumstamm, der auf der Lichtung lag.
„DunkelClan, Rückzug!“ verkündete er.
Die Krieger der DunkelClans ließen von ihren Gegnern ab und rannten über die Lichtung davon. Nachtnebel ging als letzter, um sich zu versicher, dass alle Katzen geflohen waren. Er warf noch einen Blick auf die Lichtung zurück, dann rannte auch er durch den Wald davon.

Eine weiße Kätzin saß auf einem Felsen und Blickte zu den Sternen empor. Ihr Blick war voller Sorge. Nun kam eine kleine braune Kätzin über die Lichtung auf sie zu.
„Hat der SternenClan schon zu dir gesprochen, Kleeblatt?“ fragte die weiße Kätzin.
„Nein, der SternenClan hat seit beginn dieses Krieges nicht mehr zu mir gesprochen. Ich denke er ist verärgert.“ miaute Kleeblatt.
„Zu mir hat er seit dem auch nicht mehr gesprochen. Ich würde gerne diesen Krieg beenden, aber ich weiß nicht wie. Ohne ein Zeichen vom SternenClan kann ich diesen Krieg nicht beenden.“ miaute die weiße Kätzin sorgenvoll.
„Einer von uns sollte zur Mondhöhle reisen um dort mit dem SternenClan Kontakt aufzunehmen, Schneestern.“ sagte Kleeblatt.
Schneestern nickte. „Gut, dann werde ich so bald wie möglich zur Mondhöhle aufbrechen.“ miaute sie. „Ich hoffe nur, dass wir in dieser Zeit nicht von einem anderen Clan überfallen werden.“
Schneestern sprang von dem Felsen herab und setzte sich neben Kleeblatt.
Plötzlich stürmten einige Katzen auf die Lichtung. Einige von ihnen waren schwer verletzt. Ein schwarzer Kater trat nach vorne zu Schneestern und Kleeblatt. Schneestern sah ihn erwartungsvoll an.
„Wir waren leider erfolglos, Schneestern. Es waren zu viele LichtClan-Krieger und viele von uns sind schwer verletzt. Hätten wir weiter gekämpft, hätten wir möglicherweise noch Katzen verloren.“ sagte er.
Schneestern nickte Kleeblatt zu.
„Kümmere dich um die verletzten Katzen.“ miaute sie ihr zu. Die kleine Kätzin nickte und rannte über die Lichtung.
„Ich werde bald zur Mondhöhle aufbrechen um mit dem SternenClan sprechen zu können.“ miaute Schneestern dem schwarzen Kater zu. „Ich hoffe ich finde eine Lösung um diesen Krieg zu beenden. Ich kann es nicht mehr ertragen all die toten und verletzten zu sehen.“

Kapitel 1

Ein kalter Windhauch wehte durch Rubinjunges' Fell. Sofort erwachte die junge Kätzin aus ihrem Schlaf. Sie sah sich in der Kinderstube um. Ihre Schwester Himmeljunges und ihr Bruder Aschenjunges lagen dicht an ihre Mutter gekuschelt. Rubinjunges hatte ihr eigenes Nest, weil Rußwolke, ihre Mutter, nicht wollte, dass sie bei ihr und ihren Geschwistern schlief.
Rubinjunges erhob sich auf die Pfoten und ging aus der Kinderstube. Sie ließ ihren Blick einmal durch das DunkelClan-Lager schweifen. Einige Katzen waren bereits auf der Lichtung. Sie sah wie Nachtnebel eine Patrouille losschickte und wie eine Jagdpatrouille ins Lager zurück kam.
Eine gelbbraune Kätzin, die bei der Jagdpatrouille dabei gewesen war, rannte auf Rubinjunges zu. Beim näherkommen erkannte sie, dass die Kätzin Sonnenpfote war.
„Rubinjunges, warum bist du nicht bei Aschenjunges und Himmeljunge?“ fragte die gelbbraune Schülerin freundlich.
„Sie schlafen noch.“ antwortete Rubinjunges.
„Wenn du sie weckst, kann ich euch mal im Lager herumführen.“ miaute Sonnenpfote.
Rubinjunges nickte ihr freundlich zu und ging in die Kinderstube. Sie stupste ihre Geschwister mit der Nase an, um sie zu wecken, achtete dabei aber darauf, dass Rußwolke nicht wach wurde.
„Was willst du, Rubinjunges?“ fragte Himmeljunges verschlafen.
„Sonnenpfote hat gesagt, dass sie uns im Lager herumführt, wenn ihr wach seid.“ miaute Rubinjunges.
„Sollten wir nicht vorher Rußwolke fragen?“ fragte Himmeljunges.
Rubinjunges wollte etwas erwidern, um ihrer Schwester zu sagen, dass sie Rußwolke nicht wecken sollte, doch ihr Bruder Aschenjunges kam ihr zuvor.
„Nein, wenn sie schläft sollten wir sie nicht wecken, sonst hat sie wieder schlechte Laune.“ miaute der dunkelgraue Kater.
Rubinjunges dankte ihrem Bruder im Stillen dafür, dies gesagt zu haben. Nun stand auch Himmeljunges auf und ging dicht gefolgt von Aschenjunges und Rubinjunges aus der Kinderstube. Sonnenpfote wartete bereits auf die drei Jungen und sah sie freundlich an, als diese die Kinderstube verließen.
„Kommt mit, ich stell euch meine Baugefährten vor.“ miaute die gelbbraune Kätzin und lief voraus zum Schülerbau.
Vor dem Bau saß ein hellbrauner Kater mit dunklerem Schweif. Mit einem Nicken begrüßte er Sonnenpfote und die Jungen.
„Das ist Bernsteinpfote.“ miaute sie.
Kurze Zeit später trat ein grauer Kater mit zwei dunkleren Flecken auf dem Rücken und dunkel geringeltem Schweif aus dem Bau der Schüler. Er funkelte mit seinen stechend hellblauen Augen Bernsteinpfote an.
„Bernsteinpfote, hat Nachtnebel nicht gesagt du sollst mit Sturmkralle und Sandpelz auf Patrouille gehen?“ fragte der dunkle Kater kühl.
Sonnenpfote deutete mit dem Schweif auf den Kater. „Das ist Finsterpfote.“ flüsterte sie den Jungen zu.
Finsterpfote warf einen kurzen Blick zu Rubinjunges. Seine stechend blauen Augen ließen ihr einen Schauer den Rücken hinunter jagen.
„Eigentlich schon, aber Schneestern hat gesagt es wäre für junge Schüler zu gefährlich nach so einem Angriff an der LichtClan grenze zu patrouillieren.“ miaute Bernsteinpfote schüchtern.
Finsterpfote nickte nur knapp und ging weiter auf die Lichtung. Rubinjunges sah dem Schüler hinterher. Sie war erleichtert darüber, dass er im selben Clan wie sie war. So müsste sie ihm nicht im Kampf begegnen. Nur der Gedanke an seinen stechenden Blick jagte Rubinjunges erneut einen Schauer über den Rücken.
„Eigentlich ist Finsterpfote ganz nett.“ miaute Sonnenpfote, als hätte sie Rubinjunges' Gedanken gelesen. „Er ist nur schlecht gelaunt, weil seine Mentorin im Kampf gegen den LichtClan verletzt wurde und sie eine Weile nicht trainieren können.“
Rubinjunges nickte bloß und sah sich weiter auf der Lichtung um. Sie erblickte Schneestern, die Anführerin des Clans, wie sie quer über die Lichtung auf den Lagereingang zulief.
„Wo geht Schneestern denn hin?“ fragte Rubinjunges erstaunt.
„Sie reist zur Mondhöhle um mit dem SternenClan zu reden.“ miaute Sonnenpfote.
Rubinjunges sah der weißen Anführerin noch hinterher, bis sie vollständig aus dem Lager verschwunden war.
„Warum reist sie dafür zur Mondhöhle? Kann sie nicht auch so mit dem SternenClan sprechen?“ fragte Rubinjunges.
„Eigentlich schon.“ sagte Sonnenpfote, „Aber der SternenClan schweigt schon seit längerer Zeit und es gibt keinen anderen Weg um mit ihm zu sprechen.“
Rubinjunges bemerkte wie sich Sonnenpfotes Blick kurz verfinsterte, als sie dies sagte. Rubinjunges sah sich noch einmal im Lager um, doch ihr Blick blieb an der Kinderstube hängen. Rußwolke stand im Eingang der Kinderstube und blickte wütend zum Schülerbau herüber.
Die graue Königin lief zum Schülerbau und nahm ohne ein weiteres Wort Himmeljunges am Nackenfell und stupste Aschenjunges vor sich weg, zurück zur Kinderstube. Sonnenpfote und Rubinjunges tauschten noch kurz verwirrte Blicke aus, dann rannte Rubinjunges hinter ihrer Mutter her zur Kinderstube.

„Wenn das so weiter geht, bleibt ihr bis ihr Schüler seit in der Kinderstube und geht nicht mehr raus!“ schimpfte Rußwolke verärgert.
Aschenjunges und Himmeljunges saßen zusammengekauert in ihren Nestern und sahen ihre Mutter schuldbewusst an.
Rubinjunges saß in ihrem Nest am Rand der Kinderstube und nahm von dem ganzen kaum etwas wahr. Egal was Rußwolke auch sagte, Rubinjunges würde die Kinderstube jederzeit verlassen. Rußwolke war für Rubinjunges sowieso keine richtige Mutter. Sie wusste nicht genau warum Rußwolke sie nicht mochte, aber Rubinjunges vermutete, dass es daran lag, dass sie anders war. Währen Aschenjunges und Himmeljunges graues Fell hatten, wie Rußwolke, hatte Rubinjunges dunkelrotes Fell.
Jede Nacht, in der sie alleine in ihrem Nest schlafen musste, vermisste Rubinjunges Blütensturm. Blütensturm war nicht ihre richtige Mutter, aber für Rubinjunges war sie eher eine Mutter als Rußwolke. Blütensturm war vor einem Mond noch in der Kinderstube gewesen, doch nachdem ihre Jungen gestorben waren zog sie wieder in den Kriegerbau.
Nachdem Rubinjunges damit fertig war in Erinnerungen zu schwelgen, bemerkte sie, dass auch Rußwolke damit fertig war ihre Geschwister anzuschreien. Rubinjunges wartete noch einen Augenblick, bis Rußwolke kurz aus der Kinderstube verschwand.
„Und, müsst ihr bis ihr Schüler seit in der Kinderstube warten?“ fragte Rubinjunges und unterdrückte dabei ein amüsiertes Schnurren.
Aschenjunges schüttelte langsam den Kopf.
„Nein, aber sie meinte, wenn wir noch einmal etwas ohne ihre Erlaubnis täten, dann schon.“ miaute Himmeljunges.
Rubinjunges nickte und als Rußwolke mit etwas Frischbeute im Maul zurückkam legte sie sich in ihrem Nest hin.
Rußwolke kann zwar große Töne spucken, aber wenn es darauf an kommt macht sie einen Rückzieher. dachte Rubinjunges amüsiert.

Kapitel 2

Rubinjunges erwachte, als sie vom Lager aus den Lärm der aufgeregten Katzen hören konnte. Noch bevor sie aus der Kinderstube treten konnte um nachzusehen was los war, hörte sie den lauten Ruf ihres Zweiten Anführers Nachtnebel. „Der LichtClan greift an!“
Rubinjunges sah sich nervös in der Kinderstube um. Rußwolke war nicht da und ihre Geschwister waren gerade auch von dem Lärm wach geworden. Rubinjunges konnte einen kurzen Blick auf die Lichtung werfen und sah, dass ungewöhnlich viele fremde Katzen ins Lager strömten und sich auf ihre Clangefährten stürzten.
„Das sind nicht nur LichtClan-Krieger!“ hörte Rubinjunges Federherz von draußen rufen. „Das sind auch DonnerClan-Katzen!“
Bei den Worten der Kriegerin zuckte Rubinjunges innerlich zusammen. Sie erhob sich zitternd auf die Pfoten und ging zu ihren Geschwistern. Sie ließ sich neben Aschenjunges nieder und hoffte, dass kein Krieger der anderen Clans in die Kinderstube kommen würde.
Rubinjunges starrte aus dem Eingang der Kinderstube auf die kämpfenden Katzen. Sie bemerkte eine weiße Kätzin, die mit einem großen, dunkelgrau getigertem Kater rang. Sofort bemerkte Rubinjunges, dass die Kätzin Schneestern war. Sie musste wohl gerade von der Mondhöhle zurückgekehrt sein. Der dunkle Kater drückte die Anführerin zu Boden und grub seine Zähne in ihren Hals. Mehr konnte Rubinjunges nicht sehen, da sich ein schwarz-weißer Kater vor ihr Blickfeld schob und auf die Kinderstube zukam.
Rubinjunges wusste, dass es nun so kommen würde, wie sie es befürchtet hatte. Der Kater würde in die Kinderstube kommen und sie und ihre Geschwister töten. Der massige Kater zwängte sich durch den Eingang der Kinderstube und sah die Jungen hasserfüllt an. Rubinjunges war vor angst wie gelähmt und konnte keine Pfote rühren. Sie stellte sich schon darauf ein von den Krallen des Katers zerfetzt zu werden, als plötzlich Himmeljunges sich vor sie und Aschenjunges schob und den Kater wütend anknurrte. Dieser fauchte zurück und schlug die hellgraue Kätzin mit seinen riesigen Klauen beiseite.
Rubinjunges zitterte vor angst, als der Kater sich ihr und Aschenjunges näherte. Sie konnte den Blick nicht von ihm abwenden. Neben der Angst verspürte sie tiefe Trauer. Himmeljunges hatte sich mutig vor sie gestellt, währen Rubinjunges nur zitternd da sitzen konnte und keine Pfote rührte. Rubinjunges hielt den Atem an, als sie die mächtigen Klauen des schwarz-weißen Kriegers auf sich zukommen sah. Doch plötzlich wurde der Kater weggezerrt. Ein eleganter Kater mit dunkelrotem Fell stand nun auch in der Kinderstube und hielt den schlaffen Körper des schwarz-weißen Katers zwischen den Zähnen. An dem Geruch erkannte Rubinjunges, dass der rote Kater nicht dem DunkelClan angehörte. Aber warum sollte er sie dann retten?
Noch bevor Rubinjunges fragen konnte verschwand er wieder aus der Kinderstube und stürzte sich in den Kampf. Nur kurz dachte sie noch über den Kater nach, dann hatte sie nur noch Himmeljunges in ihren Gedanken. Sie rannte zu ihrer Schwester. Das hellgrau-weiß gefleckte Fell der jungen Kätzin war unter dem vielen Blut kaum noch zu erkennen. Eine tiefe Wunde klaffte an ihrer Seite. Rubinjunges wollte kaum glauben, was sie dort sah. Himmeljunges atmete flach und in ihren hellblauen Augen waren die Schmerzen und die Angst, die sie erdulden musste, deutlich zu sehen. Rubinjunges war ein wenig erleichtert, als sie merkte, dass ihre Schwester noch lebte, doch wusste sie, dass Himmeljunges jetzt jederzeit sterben könnte.
Kurz weckte das verzweifelte Jaulen einer Katze Rubinjunges' Aufmerksamkeit. Sie blickte aus der Kinderstube und sah, dass der dunkelgrau getigerte Kater, der eben noch mit Schneestern gerungen hat, von ihrer Anführerin abgelassen hat.
Sie erkannte auch Sonnenpfote und Bernsteinpfote, die gemeinsam gegen einen schwarzen Kater mit vernarbtem Pelz kämpften, der mindestens doppelt so groß war, wie die beiden Schüler. Sonnenpfote riss dem Kater die Nase auf, sodass er vor Schmerz aufjaulte. Daraufhin zog Bernsteinpfote ihm seine Krallen von der Schulter bis zur Flanke. Jaulend rannte der schwarze Kater über die Lichtung, aus dem Lagereingang, davon und die beiden Schüler stürzten sich erneut in die Schlacht.
Rubinjunges' Blick viel nun wieder auf Himmeljunges. Aschenjunges starrte auf die hellgraue Kätzin, dann blickte er verzweifelt zu Rubinjunges. Nun kann ihr eine Idee. Sie zog etwas Moos aus ihrem Nest und drückte es auf die Wunden ihrer Schwester, um die Blutung zu stillen. Aschenjunges sah ihr kurz dabei zu, dann zog er ebenfalls Moos aus seinem Nest und half Rubinjunges.
Nachdem sie Himmeljunges so gut geholfen hatte, wie sie konnte, fiel Rubinjunges' Blick wieder auf die Lichtung. Sie erblickte erneut den dunkelgrau getigerten Kater, doch nun konnte sie auch die blutroten Augen des Katers sehen. Sie taumelte erschrocken zurück, als sie dies erblickte. Er stand mitten auf der Lichtung vor Schneestern, die regungslos auf dem Boden lag, und schien Rubinjunges direkt anzusehen.
„DonnerClan! LichtClan! Rückzug!“ rief er plötzlich und rannte nach einer weile durch das, vom Kampf verwüstete, Lager davon.

Kapitel 3

„Schneestern ist tot!“ kreischte Federherz, als sie den reglosen Körper ihrer Anführerin sah. Einige Katzen versammelten sich um sie. Rubinjunges stürmte aus der Kinderstube und suchte das Lager nach Kleeblatt, der Heilerin, ab. Nach einer weile fand Rubinjunges sie in den Reihen der versammelten Katzen. Eine tiefe Wunde war auf der Schulter der kleinen, braunen Kätzin zu sehen und eines ihrer Ohren war eingerissen. Auch sie musste mitgekämpft haben. Die Heilerin beugte sich über Schneesters leblosen Körper und flüsterte der Anführerin etwas zu, dann erhob sie ihren Kopf.
„Sind noch weitere Katzen verstorben?“ fragte sie einen schwarzen Kater.
Dieser schüttelte den Kopf. Rubinjunges erkannte den Kater als Nachtnebel, den Zweiten Anführer, wieder. Auch er hatte im Kampf einige Wunden davongetragen. Nun schritt Rubinjunges auf Kleeblatt zu.
„Kleeblatt, komm schnell! Himmeljunges ist verletzt!“ rief sie verzweifelt.
Die Heilerin erhob sich auf die Pfoten und rannte zur Kinderstube. Rubinjunges rannte ebenfalls zurück zur Kinderstube und versuchte dabei mit Kleeblatt mitzuhalten.
Als sie in der Kinderstube ankamen beugte sich Kleeblatt über Himmeljunges und zog vorsichtig das Moos von ihren Wunden.
„Wessen Idee war es Moos auf ihre Wunden zu legen?“ fragte die Heilerin.
Rubinjunges sagte nichts dazu, doch Aschenjunges deutete mit dem Schweif auf sie.
„Es war Rubinjunges' Idee.“ sagte der dunkelgraue Kater.
„Gut, sie hätte sterben können, wenn ihr nicht die Blutung gestillt hättet.“ murmelte Kleeblatt, dann sah sie zu den anderen Jungen hinüber.
„Ich nehme sie jetzt mit in den Heilerbau und versorge ihre Wunden. Sagt bitte Rußwolke Bescheid.“ miaute sie, dann nahm sie Himmeljunges, ging sie aus der Kinderstube und sprang durch das Lager zum Heilerbau.
Einige Zeit später kam auch Rußwolke wieder in die Kinderstube. Die grau gefleckte Kätzin sah sich kurz um, dann wandte sie sich an Aschenjunges.
„Wo ist Himmeljunges?“ fragte sie den dunkelgrauen Kater.
„Kleeblatt hat sie in den Heilerbau gebracht, weil sie während der Schlacht verletzt wurde.“ antwortete er.
Rußwolke nickte. „Ich gehe zu Himmeljunges, ihr bleibt hier.“ miaute sie und rannte los.
Gerade in dem Moment hörte Rubinjunges die Stimme des Zweiten Anführers Nachtnebel.
„Alle Katzen, die alt genug sind ihre eigene Beute zu machen, mögen sich zu einer Clan-Versammlung unter dem Hochstein einfinden.“ verkündete er.
Obwohl Rubinjunges wusste, dass sie eigentlich nicht an der Versammlung teilnehmen durfte, setzte sie sich in den Eingang der Kinderstube und lauschte Nachtnebels Worten.
„Da unsere Anführerin Schneestern tot ist, werde ich der neue Anführer des DunkelClans sein.“ verkündete der schwarze Kater. Er machte eine kurze Pause beim Sprechen.
„Ich werde so bald wie möglich zur Mondhöhle reisen um meine neun Leben zu empfangen.“ wieder machte er eine Pause.
„Zudem möchte ich euch darauf aufmerksam machen, dass der DonnerClan und der LichtClan gemeinsam gegen uns gekämpft haben. Darum gehe ich davon aus, dass die beiden Clans sich verbündet haben und wir es nun mit einem doppelt so starkem Gegner zu tun haben.“
Aufgeregtes Murmeln breitete sich unter den versammelten Katzen aus. Nachtnebel wartete, bis sich das Gemurmel wieder gelegt hatte, dann sprach er weiter.
„Es ist nun an der Zeit einen neuen Zweiten Anführer zu wählen.“ verkündete er.
Er sah sich unter den Katzen um und fixierte mit seinem Blick eine große, schwarze Kätzin.
„Rabenpelz, du wirst die neue Zweite Anführerin. Du bist loyal und mutig, und ich denke, dass du nur das Beste für unseren Clan willst.“ verkündete Nachtnebel.
Rabenpelz neigte respektvoll den Kopf.
„Außerdem wirst du in meiner Abwesenheit auf das Lager aufpassen. Ich werde mich noch heute auf den Weg zur Mondhöhle machen.“ miaute Nachtnebel. „Kleeblatt und Sandpelz werden mich begleiten.“
Er sprang vom Hochstein und die Versammlung löste sich auf. Nachtnebel ging kurz in den Heilerbau, dann zum Lagereingang. Er wartete noch bis Sandpelz und Kleeblatt zu ihm kamen, dann gingen die drei Katzen los.

Der Abendhimmel färbte sich rot und wurde langsam immer dunkler. Rubinjunges saß in ihrem Nest und begann sich zu waschen, währen Aschenjunges aufgeregt in der Kinderstube auf und ab ging. Rußwolke kam langsam durch den Eingang der Kinderstube. „Ich werde bei Himmeljunges im Heilerbau bleiben, bis Kleeblatt wieder zurück ist.“ miaute sie. Aschenjunges nickte mit dem Kopf. Rußwolke erwiderte das Nicken und schob sich wieder aus der Kinderstube.
Rubinjunges hatte ihre Wäsche gerade beendet und rollte sich in ihrem Nest zusammen.

Kapitel 4

Das Kreischen einer Katze weckte Rubinjunges aus ihrem Schlaf. Ruckartig stand sie auf. Wieder ein Angriff? fragte sie sich. Sie streckte ihrem Kopf aus der Kinderstube und sah sich auf der Lichtung um. Außer den DunkelClan-Katzen, die sich um den Lagereingang versammelt hatten waren keine Katzen im Lager. Rubinjunges schlich sich vorsichtig aus der Kinderstube und sah ebenfalls zum Lagereingang. Kleeblatt stand dort. Sie keuchte und die Angst war in ihren Augen zu sehen.
Als sie langsam wieder zu Atem kam, begann sie zu sprechen.
„Unsere Patrouille zur Mondhöhle wurde von Donner-und LichtClan-Kriegern angegriffen!“ miaute sie ängstlich. Die Heilerin Atmete noch einmal tief durch, dann fuhr sie fort.
„Nachtnebel ist tot!“
Für einem Moment war es so, als würde der ganze Wald den Atem anhalten. Rubinjunges starrte die kleine, braune Kätzin nur ungläubig an. Es kann nicht sein, dass Nachtnebel jetzt auch noch tot ist! Rubinjunges konnte es nicht glauben, bis Sandpelz ins Lager trat und den schlaffen Körper hinein trug.
Nun drängte sich Rabenpelz zwischen den Katzen hindurch und beugte sich über den toten Körper von Nachtnebel. Sie sah Kleeblatt ängstlich an und die Heilerin konnte ihren Blick nur erwidern. Rabenpelz fing an etwas zu murmeln und Rubinjunges trat näher um es hören zu können.
„Das kann nicht sein...das kann nicht sein...“ hörte sie Rabenpelz immer wieder murmeln.
Nun sah die Zweite Anführerin erneut zu Kleeblatt auf.
„Wie kann das nur sein? Es ist nicht erlaubt Katzen, die auf dem Weg zur Mondhöhle sind anzugreifen...“ miaute Rabenpelz. Ihre Stimme klang kalt und leer.

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