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Klappentext

Blutige Ära
Autor Leopardenschwinge und Funkentänzer
Buchserie
Vorgänger
-
Nachfolger
folgt...

"Blutige Ära" ist ein Special Adventure von der Staffel "Boten der Sterne"

Das Leben im BlutClan hat sich verändert nach Geißels Tod. Maran ein junger Hauskätzchen-Kater wurde von seiner Familie entrissen, das einzigste wo er sich dran erinnerte war ein feuerroter Bruder an den er sich geklammert hatte als er entführt wurde... und an einen Namen: Sammy. Maran wird umbenannt zu Blutpfote und muss sich in seinem neuen Clan zurechtfinden. Doch er findet schnell einen Freund: Mondblut. Er stammt aus dem DonnerClan. Er wurde als Junges entführt, das wissen beide. Doch sie können nicht weiterforschen da es in ihren Clan auf und ab geht...

Werden sie sich währenddessen halten können?

Prolog

*Marans Sicht* -Traum

"Haltet mich fest!", schrie ich verzweifelt als ich von meinen Geschwistern gerissen wurde. Angst bohrte sich wie eine eisige Kralle in mein Herz und als meine Mutter beruhigend auf mich ein miaute verblassten alle Töne. Ich wurde weggetragen, ich kämpfte immer weiter. Ich wollte wieder zurück in mein kuscheliges Nest. Ich merkte das wir nach draußen gingen. Nun bohrte sich nicht nur eingebildete Kälte in mein Herz, sondern auch in mein Fell. Ich wollte weiterkämpfen doch das Blut schien mir wortwörtlich in meinen Adern gefroren zu sein. Ich wimmerte: "Was wollt ihr von mir? Wo ist Mama? Wo sind Sam und Prinzessin?" "Meine Libelle ist ist zu Hause", murmelte eine vertraute Stimme in mein Ohr. Und was tue ich hier?! "Vater? Was tust du hier?", fragte ich verwirrt. Ich wollte eigentlich noch Beschimpfungen hinzufügen doch es war einfach viel zu kalt. Ich sah wie orangerote Pfoten sich unter mir vor und zurück bewegten. "Wohin bringst du mich?", fragte ich nochmal. Die Angst bohrte sich tiefer in meinen Körper und ließ mich nun Flach atmen. Sie quetschte mich ganz an den Rande meines Bewusstseins. "Du bist hier um... Frieden zu schließen", antwortete er und erst jetzt bemerkte ich das wir begleitet wurden. "Und wer sind die?", wollte ich wissen und deutete auf die Wächter neben uns. Der eine war gräulich blau und hatte eine weiße Pfote und einen kleinen weißen Fleck auf der Brust. Der andere war dunkelbraun getigert mit weißen Pfoten und einem kleinen weißen Fleck auf der Brust. "Das ist deine neue Familie", erwiderte mein Vater, "Graumord ist dein großer Bruder und Tigerherz deine Schwester." Er sagte das ganz selbstbewusst als würde er sich schon seit Monaten mit meiner Familie auseinander setzen, ganz davon abgesehen das er mein VATER war... beziehungsweise ist...

Kapitel 1

Blutpfote zuckte im Schlaf. Die ganze Zeit stieß er mir in die Rippen. Blutpfote war mein bester Freund, doch manchmal wollte ich ihn einfach nur erwürgen. Gibt es denn nicht mal eine Nacht, in der ich ruhig Schlafen kann? Fragte ich mich. Ich rückte mein Nest weiter weg von Blutpfotes und rollte mich wieder zusammen. Bald übermannte mich wieder der Schlaf.

* Mein Traum * Ich öffnete blinzelnd die Augen und blickte in die sanften, gelben Augen meiner Mutter. Sie leckte mir über die Ohren, als eine Stimme von draußen rief: „Frischbrise, kann ich reinkommen? Ich hab hier eine schöne, dicke Wühlmaus!“ Meine Mutter trat einige Schritte Richtung Eingang der Kinderstube. Jetzt konnte ich ihr Fell sehen: sie war eine wunderschöne weiß-grau gefleckte Kätzin mit gelben Augen. „Ja, Vipernzahn, komm ruhig rein. Schau dir das mal an!“ Licht überflutete den Bau und mein Vater Vipernzahn, ein braun gefleckt und gestreifter Kater mit ebenfalls gelben Augen kam rein. Er rieb seine Schnauze an Frischbrises Wange, und diese schnurrte. Dann deutete sie auf mich. „Oh, sieh nur, Vipernzahn, unser kleiner Sohn hat die Augen geöffnet!“ Mein Vater blickte stolz auf mich. „Er hat schöne blaue Augen“, meinte er. „Und sie sind so klar!“ Frischbrise schnurrte leise. „Es ist, als würde ich in einen Teich blicken, blaues Wasser, in dem ich mich spiegeln kann!“ Vipernzahn presste sich an seine Gefährtin. „Warum nennen wir ihn nicht so: Klarjunges!“ Frischbrises Augen leuchteten. „Das ist ein sehr schöner Name!“, rief sie und tappte mit ihrem Gefährten aus dem Bau.

Mein Traum veränderte sich.

Es war dunkel, und ich wachte von einem seltsamen Rascheln auf. Meine Mutter und meine Geschwister schliefen ruhig. Plötzlich stieg mir ein leckerer Geruch in die Nase und ich kletterte aus dem Nest und schlich auf die Lichtung. Der Geruch kam von hinter der Kinderstube, also umrundete ich den Bau und kraxelte durch die Büsche. Dann war ich aus dem Lager draußen. Ein großes Büschel Beeren lag auf dem Waldboden, doch bevor ich es schnappen konnte, packte mich jemand unsanft am Nackenfell und rannte mit mir los. Ich schrie und bettelte um Hilfe, doch die zwei Katzen, die neben meinem Entführer rannten, lachten bloß. Ich schrie weiter, und das letzte was ich hörte, bevor ich aufwachte, war der verklingende verzweifelte Schrei meiner Mutter Frischbrise.

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